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C++ Forum :: Themen rund um die IT ::  Suche Backuplösung - Worauf und womit?  
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Worauf
Unregistrierter




Beitrag Worauf Unregistrierter 06:47:01 29.12.2016   Titel:   Suche Backuplösung - Worauf und womit?            Zitieren

Bisher habe ich meine Backups auf externe Festplatten gemacht, allerdings suche ich nun eine elegantere Lösung.

Vorschweben tut mir ein NAS System, welches mindestens für 4 Festplatten der Größe 3,5" Platz hat und für den Anfang mit zwei etwa 2 oder 4 TB großen Festplatten bestückt wird. Diese sollen dabei im RAID 1 Verbund arbeiten, d.h. die Daten gespiegelt speichern.

Wenn ich nun zwei weitere Festplatten dazustecke, dann sollen die unabhängig von den beiden anderen ebenfalls im RAID 1 Verbund arbeiten.

Man sagt, dass ein Open Source Software-RAID besser ist, weil man dann auf die Daten immer noch zugreifen kann, während man bei Hardware RAID und nem kaputten Controller einen baugleichen bräuchte. Insofern darf das gerne eine Software-RAID Lösung sein.

Wichtig wäre mir zu dem ein geringer Verwaltungsaufwand, das NAS System darf gerne ein Webinterface anbieten, in dem ich alles bequem einrichten kann.
Was ich halt nicht möchte ist ein weiterer normaler Rechner um dem ich mich dann wieder intensiv kümmern müsste.
Sprich das NAS soll einfach funktionieren, aber auch softwaremäßig flexibel sein.

Ebenso wichtig ist mir eine schnelle Anbindung an das LAN. 1 GB Ethernet ist pflicht. Vielleicht kann das NAS System auch mehrere 1 GB Leitungen kombinieren, das wäre dann noch besser.

rsync sollte es unterstützen.
Im LAN sind ansonsten nur Windows und Linux Rechner.

Ein geringer Stromverbrauch wäre von Vorteil.

Es heißt zwar, dass ein NAS kein Backup sei, aber hier muss ich jetzt doch einmal rückfragen.
Mein NAS System würde nicht ständig eingeschaltet sein, sondern nur dann, wenn ich auch das Backup durchführe.
Wo ist der Unterschied zwischen einem NAS, dass nur bei Bedarf angeschlossen wird und externen Festplatten die im Schrank lagern und auch nur bei Bedarf angeschlossen werden?
Backups sind hier dann doch beide oder etwa nicht?

Falls jemand bessere Vorschläge hat, womit, worauf und wie man Backups durchführen sollte, dann würde ich mir das gerne anhören.
SSDs sind mir momentan aber noch zu teuer und eine Cloud ist mir zu langsam und ebenfalls zu teuer.
AGM
Unregistrierter




Beitrag AGM Unregistrierter 07:54:21 29.12.2016   Titel:   Re: Suche Backuplösung - Worauf und womit?            Zitieren

Worauf schrieb:
Bisher habe ich meine Backups auf externe Festplatten gemacht, allerdings suche ich nun eine elegantere Lösung.

Was verstehst Du unter eleganter. Backup auf ein externes, nicht ständig verbundenes Medium ist doch perfekt.
Ich nutze dafür privat SyncToy und dienstlich Acronis bzw. Symantec

Worauf schrieb:
Vorschweben tut mir ein NAS System ...

Warum?

Worauf schrieb:
Es heißt zwar, dass ein NAS kein Backup sei, aber hier muss ich jetzt doch einmal rückfragen.
Mein NAS System würde nicht ständig eingeschaltet sein, sondern nur dann, wenn ich auch das Backup durchführe.
Wo ist der Unterschied zwischen einem NAS, dass nur bei Bedarf angeschlossen wird und externen Festplatten die im Schrank lagern und auch nur bei Bedarf angeschlossen werden?
Backups sind hier dann doch beide oder etwa nicht?

Das NAS als Backup zu nutzen ist einfach unwirtschaftlich. NAS / RAID (nicht zwingend das selbe)sind eigentlich für die ständige Nutzung. NAS gewährt dabei über das Netzwerk den Zugriff auf die Daten von unterschiedlichen Geräten und das RAID erhöht die Verfügbarkeit gegen (in Zahlen einen) Plattendefekt.

Gruß Andreas Georg
Worauf
Unregistrierter




Beitrag Worauf Unregistrierter 08:30:02 29.12.2016   Titel:   Re: Suche Backuplösung - Worauf und womit?            Zitieren

AGM schrieb:
Worauf schrieb:
Bisher habe ich meine Backups auf externe Festplatten gemacht, allerdings suche ich nun eine elegantere Lösung.

Was verstehst Du unter eleganter. Backup auf ein externes, nicht ständig verbundenes Medium ist doch perfekt.
Ich nutze dafür privat SyncToy und dienstlich Acronis bzw. Symantec


Naja, es ist recht umständlich.

Festplatte aus dem Schrank holen, Stromkabel und SATA Kabel anschließen, Rechner Booten, Eintrag in der Changelog (ich führe eine Textdatei, in der dann drin steht, wann ich die letzte Backupsychronsierierung gemacht habe), rsync Scripte ausführen, dann noch prüfen ob alles geklappt hat, Festplatte unmounten, Kabel trennen, wieder verstauen.
Zweite Festplatte aus dem Schrank holen und alle Schritte noch einmal.

Das ist sehr umständlich, daher suche ich eine andere elegantere Lösung.



Zitat:

Worauf schrieb:
Vorschweben tut mir ein NAS System ...

Warum?


Das könnte als Zwischending bzw. mittelfristiges Backup herhalten, also zwischen der Schranklösung und den Daten auf dem Rechner.
Weil die Schranklösung nämlich so umständlich ist, mache ich sie für meinen Geschmack nicht häufig genug.
Auf dem Rechner gibt's also schon längst ein paar neue Daten die noch nicht auf den Backupfestplatten gesichert sind.

Ein NAS kann man dagegen z.B. einmal am Tag kurz einschalten und darauf die Daten sichern, dadurch erfolgt die Sicherung wesentlich häufiger als die Sicherung über die Festplatten aus dem Schrank und wenn dann doch mal auf dem Rechner was verloren geht, dann hat man die kurzfristigen Daten noch auf dem NAS.
Außerdem ist ein RAID 1 System im NAS schon integriert.





Zitat:

Worauf schrieb:
Es heißt zwar, dass ein NAS kein Backup sei, aber hier muss ich jetzt doch einmal rückfragen.
Mein NAS System würde nicht ständig eingeschaltet sein, sondern nur dann, wenn ich auch das Backup durchführe.
Wo ist der Unterschied zwischen einem NAS, dass nur bei Bedarf angeschlossen wird und externen Festplatten die im Schrank lagern und auch nur bei Bedarf angeschlossen werden?
Backups sind hier dann doch beide oder etwa nicht?

Das NAS als Backup zu nutzen ist einfach unwirtschaftlich. NAS / RAID (nicht zwingend das selbe)sind eigentlich für die ständige Nutzung. NAS gewährt dabei über das Netzwerk den Zugriff auf die Daten von unterschiedlichen Geräten und das RAID erhöht die Verfügbarkeit gegen (in Zahlen einen) Plattendefekt.

Gruß Andreas Georg


Okay, allerdings habe ich ja jetzt nicht so viele Daten. Eine 4 TB Platte würde mir im privaten Umfeld mehr als genügen um die Daten auf dem NAS unterzubringen.
Und das NAS System kauft man einmal, nach 10 Jahren hat es sich rentiert.
Wenn es 4 Slots hat, kann man jederzeit die Kapazität etwas erhöhen, also die Platten austauschen.
Natürlich sollte das blanke NAS ohne Festplatten keine Unsummen kosten, ich suche etwas, das man sich als Privatmensch leisten kann.
Also ohne Festplatten etwa unter 200 € kostet.
Für RAID reicht mir SW Raid, es soll halt nur bequem sein.
Natürlich könnte ich mir auch nen Rechner mit ATOM CPU bauen und da meine Festplatten per Linux SW Raid einbauen, aber dann habe ich da wieder das ganze gefrickel, ich muss mich wieder um ein weiteres System kümmern und so einfach per Webinterface wie professionelle NAS geht es auch nicht.
Auch muss ich dann recherchieren, ob Hotplug mit dem Mainboard überhaupt geht, das ist trotz SATA keine Selbstverständlichkeit. Ein echtes NAS bringt das mit.
AGM
Unregistrierter




Beitrag AGM Unregistrierter 11:24:25 29.12.2016   Titel:              Zitieren

Ich plane ein Backup anders.

1. Gegen was will ich mich absichern?
-->Hardwaredefekt oder menschliche Fehlhandlungen
2. wie schnell ändern sich meine Daten
3. welche Zeit habe ich für den Restore?

Gegen Hardwaredefekt auf meinem Arbeitssystem kann ein RAIDx eine Möglichkeit sein. Gegen Fehlhandlungen hilft ein hinreichend aktuelles Backup, da braucht es dann selbstredend einen passenden (Pkt.2 Backupfrequenz [stündlich, täglich ...]) und konsequent umgesetzten Backupplan.

Das Backupsystem hängt dann von der geforderten Restorezeit ab
- privat nutze ich SyncToy - da werden nur meine Daten gesichert. Im Desasterfall wird das System neu aufgesetzt und die gesicherten Daten recovert. --> ein bis zwei Tage
- dienstlich habe ich nicht so viel Zeit - also wird die Partition gesichert (Acronis, Symantec, dd ...). Da wird eine neue Platte eingebaut und die Partion restored. --> in der Regel unter vier Stunden


Jetzt zu Deinem Umständlich. Ich habe verstanden, Du hast einen Rechner. Deine Platten könnten auch einfach auf dem Tisch liegen bleiben und ausgeschaltet sein - ist dann das selbe Prozedere wie jetzt, nur ohne Aufräumen. Das wegräumen macht nur die Frau glücklich ;) weil die Platte ja immer noch im gleichen Brandabschnitt lagert.

Das NAS auszuschalten halte ich für eine unrealistische Idee und dann ist es für Fehlhandlungen oder Sabotage erreichbar. Konsquenterweise mußt Du auch davon regelmäßig eine externe Kopie anlegen. Je nach dem was Du absichern willst gehören NAS und externe Kopien dann aber in verschiedene Brandabschnitte.

Letztendlich macht nur aus Backupgründen ein NAS mit oder ohne RAID keinen Sinn. Das NAS als gemeinsamer Datenpool für mehrere Geräte kann hilfreich sein, je nach dem kann man dann auch ein NAS mit RAIDx einsetzen, dann ist die erste defekte Platte nicht gleich der Desasterfall (die Ersatzplatte sollte aber da bzw. schnell verfügbar sein).

Private nutze ich die MyCloud NAS Geräte aus dem Planetenmarkt.

Gruß Andreas Georg
nachtfeuer
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Anmeldungsdatum: 08.04.2010
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Beitrag nachtfeuer Moderator 12:11:59 29.12.2016   Titel:              Zitieren

Blöd irgendwie, dass man keine Altrechner zum Backuppen missbrauchen kann, da deren Festplatten i.d.R. zu klein.
Früher Festplatte beim Atari ST 20 MB! - man, was da alles draufging..

(für ganz kritische Sachen, die nicht auch noch online sind, gehen SD-Karten (gehen aber auch schnell kaputt) und Usb-Sticks ganz gut.)
Problem hier: die Dinger wiederfinden..

_________________
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Worauf
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Beitrag Worauf Unregistrierter 12:23:43 29.12.2016   Titel:              Zitieren

nachtfeuer schrieb:
Blöd irgendwie, dass man keine Altrechner zum Backuppen missbrauchen kann, da deren Festplatten i.d.R. zu klein.
Früher Festplatte beim Atari ST 20 MB! - man, was da alles draufging..

Ich hätte hier noch nen Core2Duo, der hat auch SATA Anschlüsse an die man neue Festplatten anschließen könnte.
Aber der Stromverbrauch liegt bei dem bei ca. 90 W im IDLE und dann hat man wieder ein System, das man warten muss.


Zitat:

(für ganz kritische Sachen, die nicht auch noch online sind, gehen SD-Karten (gehen aber auch schnell kaputt) und Usb-Sticks ganz gut.)
Problem hier: die Dinger wiederfinden..

Bei den ganz kritischen Sachen habe ich mehrere Backups, die Daten lösche ich nicht einmal von meinem Rechner den ich gerade benutze.


Ich habe mir jetzt folgendes überlegt.
Wie ist das mit den NAS Systemen, diese müssten doch eigentlich auch eine Funktion bieten um mal schnell ein Backup vom NAS System zu erstellen.
D.h. man schließt einfach eine externe Festplatte an das NAS an, klickt auf Backup machen und das NAS macht alles von alleine.

Das wäre doch eine sehr bequeme Lösung, denn dann müsste ich die ganze Verwaltungsarbeit nur auf dem NAS direkt machen und wenn ich dann vom NAS ein Backup brauche schließe ich die externe Platte an und das NAS macht das Backup von alleine.

Die Frage ist nur, ist das so?
Das ist jetzt nur eine Vermutung von mir, da ich selbst noch kein NAS habe.
Aber so eine Funktion wäre super und die NAS die ich mir auf Geizhals angeschaut habe, haben oft USB Anschlüsse, die müssen für etwas gut sein und zwar USB im Sinne, das die NAS selbst den Master stellen. Die NAS sind selbst keine USB Clients, zumindest sind das keine USB Buchsen die ein Client hätte.



Es wäre dann nur noch die Frage, welches NAS ich mir kaufen sollte, welche Hersteller wären da zu empfehlen?
Worauf
Unregistrierter




Beitrag Worauf Unregistrierter 13:15:38 29.12.2016   Titel:              Zitieren

Hat hier jemand Erfahrung mit FreeNAS und OpenMediaVault?

Beides währen Open Source Lösungen für NAS Systeme, das sind also keine umfangreichen FreeBSD oder Linux Distributionen, sondern überschaubare Systeme die auf den alleinigen Zweck sie als NAS zu verwenden zugeschnitten sind.
Ein Webinterface haben die beide.
So etwas könnte ich mir auch noch vorstellen.


Mir ist nämlich gerade noch eingefallen, dass ich hier ja noch einen Pentium G mit Skylake Architektur herumliegen habe, den könnte ich dann für so ein System verwenden.
Ich müsste dann nur noch ein passendes Mainboard, Netzteil, Gehäuse und ECC Ram kaufen.

Und dazu hätte ich dann zwei spezielle Fragen.
1. Passt ECC Ram in jedes Mainboard mit 1151 Sockel bzw. gibt es Konsumer Mainboards die ECC RAM unterstützten?

2. Bieten diese beiden Distributionen auch die Möglichkeit an, dass man für Backups vom NAS einfach eine Festplatte via USB anschließt und dann das Backup automatisch oder auf Knopfdruck durchgeführt wird?
Worauf
Unregistrierter




Beitrag Worauf Unregistrierter 13:19:04 29.12.2016   Titel:              Zitieren

Worauf schrieb:

Ich müsste dann nur noch ein passendes Mainboard, Netzteil, Gehäuse und ECC Ram kaufen.


Ergänzung:
Sowie ein kleiner M.2 SSD Stick, auf dem dann das NAS OS drauf kommt.
Worauf
Unregistrierter




Beitrag Worauf Unregistrierter 15:34:37 29.12.2016   Titel:              Zitieren

Habe jetzt mal ein bisschen recherchiert.

Pentium CPUs auf Skylake Basis unterstützen zwar alle ECC Memory, aber dazu passende Mainboards welche ECC RAM unterstützen scheint es nicht zu geben.
Hier scheint es wohl spezielle Verträge und eine Politik mit Intel zu geben, um die Serverhardware teuer verkaufen zu können und die Konsumerprodukte kriegen dann keinen ECC Memory.
Die schwachen Pentium und i3 Kerne haben wahrscheinlich nur deswegen ECC Speicher, weil sie für Low Power Industrieprodukte benötigt werden und die kriegen dann wahrscheinlich alle ganz spezielle Firmware, die dann ECC unterstützt.

Den Pentium dafür wiederzuverwenden, kann ich also knicken.
FreeNAS verlangt wegen dem RAM lastigen ZFS Dateisystem ECC Speicher, was ja auch irgendwie logisch ist, aber wenn es keine passenden Mainboards gibt, dann wird das so nichts.
Worauf
Unregistrierter




Beitrag Worauf Unregistrierter 15:53:17 29.12.2016   Titel:              Zitieren

Okay, man muss bei geizhals in der Mainboard Kategorie "Intel Xeon" schauen, um Mainbaords mit Sockel 1151 zu finden, die ECC Memory unterstützen.

In der Kategorie 1151 findet man diese Boards nämlich nicht.
Irgendwie ist das ziemlich doof gelöst von geizhals.
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