Kopierschutz: Steam



  • Die Nachteile von Steam schrieb:

    Technisch betrachtet ist Steam ja ganz ordentlich programmiert, aber das sind nicht die eigentlichen Probleme von Steam.

    Die Probleme sind rechtlicher Natur.

    Beispiel:

    1. Wenn du dir die Nutzungsbedinungen durchliest, dann wirst du erkennen, daß Valve jederzeit die Nutzungsbedingungen der Steam Plattform ändern kann.
    Und wenn du die neuen Bedingungen nicht akzeptieren möchtest, dann kommt das einem Verlust deines kompletten Steamaccounts gleich, weil dich eine Nichtakzeptanz der neuen Nutzungsbedingungen von Steam ausschließt und du mit den derzeitigen Lizenzbedingungen unterschrieben hast, daß dir Valve den Account entziehen darf.

    2. Die Kontrolle die man Valve in die Hand gibt, wer ab welchem Alter in welchem Land welches Spiel über Steam kaufen darf.
    Viele Horrorshooter kann man bis heute in Deutschland nicht im Steam Store kaufen und Steam hat auch kein funktionierendes Alterskontrollsystem, das funktionieren würde und einige Gesetzesparagrafen machen den Kauf mancher Spiele sogar gänzglich unmöglich. (Retailversionen zu schmuggeln hat immer funktioniert, mit Steam Online geht das nicht)
    Wie lange man Retailversionen noch im Ausland importieren kann, ist meiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit. Wer Steam als Downloadplattform akzetpiert, der untergräbt nämlich langfristig natürlich den Retailmarkt und dann kommt man auch nicht mehr an physikalisch aber Steamgebundene importierte Retailversionen heran, wenn der Markt entscheidet diese Retailversionen erst gar nicht mehr anzubietet, da inzwischen bei einer ausgiebigen Nutzungs der Onlinevertriebsform dies bald nicht mehr benötigt wird.

    3. Wenn Steam in Insolvenz geht verliert man alle Spiele.
    Ob das momentan realistisch ist, ist irrelevant, es geht darum das es möglich ist.
    Ein Patch der Steam deaktiviert und eine Aktivierung unnötig macht wurde offiziell nicht versprochen und ist vertraglich auch nicht garantiert.
    Dazu kommt, daß Valve im Falle einer Insolvenz nichts mehr zu sagen hat.
    Alles was nach dem Insolvenzantrag Geld kostet (z.b. Patch programmieren der Steam deaktiviert), muß vom Insolvenzverwalter bewilligt werden, aber der wird garantiert kein Geld rausschmeißen, weil er das nicht darf.
    Er muß das Geld der Gläubiger sicherstellen.

    4. Keine Garantie auf die Verfügbarkeit eines supporteten und lauffähigen Steamclient für ein altes Betriebssystem, für welches man damals für dieses OS gekaufte Spiele hat, dessen Entwickler keine Patches mehr für ein neues OS nachliefern kann (weil z.B. nach Insolvenz => kleine Briefkastenfirme ohne Entwickler) und das Spiel aber nur unter dem alten OS funktioniert.
    Wie willst du das dann aktivieren, ohne Steamclient für dieses alte OS?

    Das sind mir die rechtlichen Punkte die mir so spontan einfallen.

    Technisch betrachtet kann es diese Probleme geben:

    A) Man will spielen und Steam macht für das jeweilige Spiel erstmal ein fettes Update mit > 5 GB Downloadgröße. Zum Spielen kommt man bei entsprechender Anbindung also erst in 5 h, wenn der Download fertig ist.

    😎 Man braucht einen Internetanschluß um Steamspiele bequem und dauerhaft spielen zu können.
    Der Offlinespielmodus ist leider nur eine vorübergehende Lösung und neulich hatte ich bei dem kostenlosen Spiel Portal ein Problem, das mich dazu zwang Online zu gehen. Der Grund für den Zwang fällt mir leider nicht mehr ein, aber er war nervend, denn ich wollte nur Singleplayer und allein Spielen.
    Technisch hätte das kein Problem sein dürfen, offline zu spielen.

    C) Viele Spiele brauchen für den LAN Modus eine Verbindung zu Steam.
    LAN Partys an Orten, an dem man zwar die Räumlichkeiten, aber keinen Internetanschluß mehr hat, sind also nicht möglich.

    Da ich damit stark rechne, daß es wieder Einwände von Fanboys gibt, sei gesagt:
    Wer den genannten Punkten widerspricht, der soll sich erstmal informieren, die Lizenzbedinungen durchlesen und sich mit Rechtswissenschaften auseinandersetzen.
    Vieles Fanboygequatsche rührt nämlich aus alleiniger Unwissenheit bezüglich der Steamlizenz und eines Insolvenzverfahren her und ich habe keine Lust hier die Hausaufgaben für denjengien zu machen.
    Das was ich sagte ist fehlerfrei und korrekt.

    D) wenn da wo die Steam Server stehen ein Atomkraftwerk in die Luft fliegt, so wie in Fukushima geschehen, dann wird der Betrieb der dortigen Steam Server auf unbestimmte Zeit eingestellt und bis neue Server an einem anderen Ordner aufgebaut werden, kann über ein Jahr vergehen.
    Denn Valve kann sich hier auf höhere Gewalt berufen.

    Mit einer Retailversion ohne Steamanbindung hat man solche Probleme nicht.
    Obwohl Fukushima in die Luft flog, kann ich alle in Japan hergestellten Retailspiele ohne Steamanbindung bei mir trotzdem installieren und auch spielen.



  • Danke für's Feedback 🙂

    Also ich brauche Steam nur zur Registrierung und kann danach offline Spielen?
    Und wie sieht es mit bei bspw Amazon gekauften Spielen aus; gibt's da noch eine DVD oder nur ein Steam "Gutschein"?



  • NotYetASteamer schrieb:

    Danke für's Feedback 🙂

    Also ich brauche Steam nur zur Registrierung und kann danach offline Spielen?

    Bei manchen Spielen ja und auch nur Single Player.

    Und wie sieht es mit bei bspw Amazon gekauften Spielen aus; gibt's da noch eine DVD oder nur ein Steam "Gutschein"?

    Das ist von Spiel zu Spiel unterschiedlich.



  • Bei mir bislang auch keine Probleme mit Steam


  • Administrator

    this->that schrieb:

    PS: Dass der einzige Steam-Basher ein Unreg ist, dürfte alles sagen...

    Finde ich interessant, dass du ihn als Steam-Basher betitelst. Dabei hat er eigentlich gut argumentiert. Von Bashing kann da wirklich keine Rede sein, aber man darf halt Steam nicht kritisieren.
    Wegen deiner Aussage, melde ich mich hier halt auch mal als jemand mit schlechten Erfahrungen. Obwohl ich das nicht gerne mache, da man dann immer als Steam-Basher abgetitelt wird, der Steamkunde sich die Ohren zuhält und laut "lalalalalala" anfängt zu singen. 😉

    Mit dem Offline-Modus hatte ich immer Schwierigkeiten. Zudem gewichte ich halt gewisse Dinge anders. Mir ist wichtig eine gewisse Kontrolle, über den Artikel den ich kaufe, zu haben. Zudem stehen die Valve Server in den USA. Datenschutz kann man daher gleich mal komplett vergessen.

    Ich habe volles Verständnis mit den Entwicklern, bzw. Publishern, dass sie einen Schutz einbauen möchten. Meiner Meinung nach gibt es aber bessere Systeme für den Endkunden, z.B.: Kalypso Launcher oder E-License.

    Grüssli



  • Klar hat Steam Nachteile. Was anderes zu erwarten wäre utopisch. Nicht zuletzt, weil Steam als Plattform auch den Publishern gefallen muss und die haben bekanntlich manchmal seltsame Forderungen.

    Das Problem der Altersverifikation wird derzeit angegangen, scheint aber nicht einfach zu lösen sein (da das etwas ist, was Kunden und Publisher genauso wollen, wird das auch recht sicher irgendwann kommen).
    Wiederverkauf bzw. Accountbindung ist ein Punkt, trifft aber nur zu, wenn man vorhat, seine Spiele auch zu verkaufen

    Und was Online-Distribution angeht, ist Steam derzeit einfach mit Abstand das Beste, sowohl für Kunden (Steamcloud, einheitliches Patchsystem, spielübergreifender Chat), Entwickler (Steamworks und Sourceengine ist kostenlos nutzbar, Zugriff auf umfangreiche Hardwarestatistiken) als auch den Publisher (Beratung, Steamdeals, die den Umsatz gern mal verzehnfachen)

    Indie-Entwickler schwören nicht ohne Grund auf Steam, da Steam ihnen viel Arbeit und damit Kosten abnimmt. Indie-Titel werden genauso prominent auf der Startseite angezeigt, wie ein neuer AAA-Titel.

    Und das kaum ein Steam-Kunde darüber meckert ist garnicht so selbstverständlich. Ich bin auch uplay- und Origin-"Kunde", kann diese Plattformen aber alles andere als ausstehen. Nicht zuletzt weil mir die Entwickler unsympathisch sind



  • zwutz schrieb:

    Und was Online-Distribution angeht, ist Steam derzeit einfach mit Abstand das Beste, sowohl für Kunden (Steamcloud, einheitliches Patchsystem, spielübergreifender Chat), Entwickler (Steamworks und Sourceengine ist kostenlos nutzbar, Zugriff auf umfangreiche Hardwarestatistiken) als auch den Publisher (Beratung, Steamdeals, die den Umsatz gern mal verzehnfachen)

    Ich finde Impulse um ecken besser.

    Ist natuerlich nicht so weit verbreitet und deshalb fuer publisher und indie Entwickler nicht so toll wie Steam - aber das liegt halt am Marketing.

    Ich denke viele Leute sind pro Steam, weil sie nur Steam kennen. Steam ist schon OK und die Idee von Steam ist super. Nur gibt es eben Firmen die das viel besser umgesetzt haben.



  • zwutz schrieb:

    Indie-Entwickler schwören nicht ohne Grund auf Steam, da Steam ihnen viel Arbeit und damit Kosten abnimmt. Indie-Titel werden genauso prominent auf der Startseite angezeigt, wie ein neuer AAA-Titel.

    Das erfolgreichste Indie-Spiel Minecraft kommt ganz ohne Steam aus und verkauft sich bestens.

    Man darf hier nicht vergessen, daß der Indie Entwickler etwa 50 % des Gewinns an Steam abgeben muß, wenn er über Steam verkauft.



  • Steam darf deinen Account auch ohne jeglichen Grund sperren bzw. entfernen. Wurde bei mir mal gemacht, warum auch immer. Hatte 4 Spiele original gekauft. Je 60€... haben auf keine Mails geantwortet und die nutzlosen Spiele stehen nun im Schrank.



  • Mal so ne Frage: Warum kauft man sich Spiele bei Steam und nicht einfach original?



  • 314159265358979 schrieb:

    Mal so ne Frage: Warum kauft man sich Spiele bei Steam und nicht einfach original?

    Weil's schneller geht, wenn man eine Kreditkarte hat. Außerdem kann man sich dann auch Spiele an Sonn- und Feiertagen kaufen 👍



  • Und inwiefern ist das nun besser? Bei Steam habe ich keine CD, und Steam kann, wie schon in diesem Thread geklärt, den Acc jederzeit sperren.

    Gestern habe ich übrigens einen Steam Account gesehen, wo einer 131 Spiele um knapp 5000 Euro gekauft hat. Den will ich sehen, wenn Steam den Account sperrt 🤡


  • Mod

    314159265358979 schrieb:

    Bei Steam habe ich keine CD,

    Und das siehst du als Nachteil? Ich sehe das als Vorteil. Viel bequemer.

    und Steam kann, wie schon in diesem Thread geklärt, den Acc jederzeit sperren.

    Und wann tun sie das? Es ist ja nicht so, als sperrte Steam jeden Tag zufällig 10 Accounts.



  • SeppJ schrieb:

    Und das siehst du als Nachteil? Ich sehe das als Vorteil. Viel bequemer.

    Das sehe ich als Nachteil, ja. Nicht nur, weil ich keien Flatrate habe (Mama und Papa sei Dank), sondern auch, weil ich möglicherweise das Spiel auch installieren möchte, wenn ich gerade kein Internet habe.

    SeppJ schrieb:

    Und wann tun sie das? Es ist ja nicht so, als sperrte Steam jeden Tag zufällig 10 Accounts.

    Alleine dass sie es dürften, würde mich beunruhigen.



  • SeppJ schrieb:

    Und das siehst du als Nachteil? Ich sehe das als Vorteil. Viel bequemer.

    👍



  • SeppJ schrieb:

    314159265358979 schrieb:

    Bei Steam habe ich keine CD,

    Und das siehst du als Nachteil? Ich sehe das als Vorteil. Viel bequemer.

    Also wenn man Steamspiele im Wert von 5000 € hat und dann jederzeit Gefahr laufen kann, daß einem der Account gesperrt werden kann, dann muß ja schon aus reiner Vorsichtsmaßnahme mehrere Accounts anlegen und die Spiele darauf verteilen.

    Was ist da an mehreren Accounts aber nun bequemer?

    Bevor ich Zig E-Mail Adressen für die Zig Accounts anlege und mir zig Passwörter merken muß, spiel ich doch viel lieber DiskJockey und muß mir um nichts weiteres Sorgen machen.

    und Steam kann, wie schon in diesem Thread geklärt, den Acc jederzeit sperren.

    Und wann tun sie das? Es ist ja nicht so, als sperrte Steam jeden Tag zufällig 10 Accounts.

    Keine Ahnung, aber wenn's möglich ist und auch so gemacht wurde?

    Ihr kennt doch sicher alle den IP Zahlendreher, weswegen ein Anwalt beschuldigt wurde, gegen das Urheberrecht verstoßen zu haben.
    Solche Irrtümer sind auch bei Steam denkbar und schon seit ihr den Account wegen der Beschuldigung von Cheaten usw. los, aber nachweisen könnt ihr im Gegensatz zum IP Zahlendreher da gar nichts.



  • So ziemlich jeder Steam basht, hat es noch nie benutzt. Ich kenne persönlich keinen einzigen, der Steam benutzt und drüber meckert.
    Und Gebashe von Unregs kann man eh nicht ernst nehmen.

    Die Vorteile liegen doch auf der Hand: Du hast eine Plattform für alle Spiele. Die Spiele updaten sich von alleine. Du kannst alle Freunde zentral verwalten, sehen was sie spielen, wie sie spielen (Achievements etc.), kannst sofort einen Kumpel anschreiben und seinem Spiel beitreten.
    Du kannst mit einem Klick Demos runterladen und installieren und mit den "Deals" richtige Schnäppchen machen.

    Selbst wenn ich NUR das normale Kaufen + Zocken eines Spiels betrachte, ist Steam überlegen. Wenn ichs bei Amazon bestelle, kann ichs 2 Tage später installieren. Bei Steam lad ichs mir einfach runter und kann meistens nach ein paar Stunden bereits zocken.

    Und das mit den Account-Sperrungen ist natürlich totaler Quatsch und nur so ein nicht prüfbares Pseudoargument der Basher. Die sin ja nicht blöd und bannen einfach so ihre zahlenden Kunden. Wenn wer gebannt wird, wirds schon einen Grund gegeben haben. Ich hab bestimmt 30 Leute in meiner Friendlist und hab noch nie von einem Account Ban gehört.



  • Stimmt, ich habe Steam noch nie benutzt. Genau deshalb habe ich gefragt, was der Vorteil gegenüber dem "üblichen" Weg ist. Die Vorteile, die mir genannt wurden, sind für mich Nachteile.


  • Mod

    314159265358979 schrieb:

    SeppJ schrieb:

    Und das siehst du als Nachteil? Ich sehe das als Vorteil. Viel bequemer.

    Das sehe ich als Nachteil, ja. Nicht nur, weil ich keien Flatrate habe (Mama und Papa sei Dank), sondern auch, weil ich möglicherweise das Spiel auch installieren möchte, wenn ich gerade kein Internet habe.

    Steam richtet sich eben an den Menschen, der nicht mehr ohne Internetflat auskommt. Ist jedenfalls lange her, dass ich mal an einem Rechner saß, an dem ich nicht unbegrenzten Internetzugang hatte. Ich kann mich nicht einmal mehr dran erinnern, wann oder wo das gewesen sein sollte. Rechner ohne optisches Laufwerk sehe ich hingegen öfters. Mein nächster Rechner wird voraussichtlich auch keines mehr haben.



  • SeppJ schrieb:

    Steam richtet sich eben an den Menschen, der nicht mehr ohne Internetflat auskommt. Ist jedenfalls lange her, dass ich mal an einem Rechner saß, an dem ich nicht unbegrenzten Internetzugang hatte. Ich kann mich nicht einmal mehr dran erinnern, wann oder wo das gewesen sein sollte.

    Das freut mich zwar für dich, hilft mir jedoch dennoch nicht besonders weiter.

    SeppJ schrieb:

    Rechner ohne optisches Laufwerk sehe ich hingegen öfters. Mein nächster Rechner wird voraussichtlich auch keines mehr haben.

    Ich finde sie halt super praktisch. Ein Rechner/Laptop ohne CD/DVD/etc-Laufwerk ist für mich kein Rechner/Laptop.


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