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PuerNoctis schrieb:
Allerdings.... ich weiß nicht, ich habe in letzter Zeit das Gefühl, dass er das etwas zu pragmatisiert angeht, und denkt alles was nicht-Boost implementiert wurde, schlichtweg scheisse ist.
Vielleicht mag das für dich auch boost-Orientiert klingen: Wenn es eine Funktionalität gibt die entweder im Standard oder in einer Standardnahen Implementierung (wie boost) existiert, ziehe ich diese immer einer selbstgeschriebenen vor, es sei den ich weiß definitiv gute Gründe dagegen.
a) Selbst wenn ich QS recht hoch schätze, werde ich niemals die Zeit/Ressourcen haben um Tests in dem Umfang durchzuführen, wie es in solchen Bibliotheken der Fall ist.
b) In der Regel sind die Umsetzungen recht durchdacht, und man kann seinen Code ggf. auch leichter portieren (Dies mag kein Thema sein, ich finde es aber beruhigend wenn man sich nicht 100% an eine Plattform bindet).
c) Ich laufe selbst von Zeit zu Zeit Gefahr das Rad an der ein oder anderen Stelle neu zu erfinden, die Verwendung solcher Bibliotheken verhindert dies ein wenig.
d) Ich habe bei einem Jobwechsel eine geringere Einlernphase wenn beide die gleichen Bibliotheken verwenden (Und sowohl bei der Standardbibliothek als auch Boost ist die Wahrscheinlichkeit im C++ Umfeld nun wirklich nicht gering)...
e) Auch wenn die Bibliotheken nicht zwangsweise nur auf Performance ausgelegt sind, so ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, das sie besser optimiert als eigene Lösungen sind.
Du hast in der heutigen Zeit nicht die Zeit alles neu zu erfinden. Ja, ich verstehe gerne was sich hinter den Kulissen in etwa abspielt, aber ehrlich gesagt muss dieses Verständnis nicht zwangsweise bis auf Ebene der Implementierung existieren. Mir reicht es an manchen Stellen auch, wenn ich grob weiß wie etwas funktioniert (z.B. habe ich nur ein Grundverständnis für die Templatemetaprogrammierung, das reicht mir aber bislang auch, da ich auf einer höheren Ebene Programmiere [Anwendungssoftware]).
cu André