S
GV schrieb:
...
Wir müssten dann unserem Kunden sagen:
"Tut uns leid, wir können die Vorgaben bezüglich möglichst geringem Speicherbedarf und möglichst grosser Geschwindigkeit in diesem Bereich nicht erfüllen. ...
Sorry, aber das halte ich für groben Unfug !
(mal abgesehen davon, dass jede Performance immer ihre "möglichst beste" ist)
3 Kurzstatements:
- Du glaubst gar nicht, was der Compiler und eine sinnvolle (sprich: Am konkreten Verhalten orientierte) Optimierungsphase rausholen. Das bekommt man mit "Gefühlter Designperformance" gar nicht hin. Gerade bzgl. Speicherkopiererei sind Maschinen sehr gut.
- Der Kunde braucht nicht "möglichst grosse Geschwindigkeit", sondern ein Produkt, das seine Anforderungen entspricht; wenn er die nicht exakt formulieren kann, solltet Ihr ihm dabei helfen.
- Wenn der Kunde dafür für jede Erweiterung 3mal soviel zahlen darf wie bei Eurer Konkurrenz und doppelt soviele Fehler in seinem Produkt hat, bekommt Ihr den Job auch nicht. Ein echtes Programm besteht nicht nur aus Stoppuhrläufen, sondern aus einem "Gesamtzyklus" (Entw-Kosten, Fehleranfälligkeit, ....).
GV schrieb:
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Bei Hello-World-Programmen und der obligatorischen CD-Verwaltung mag ja die Priorität bei Allgemeingültigkeit und Kompatibilität des Programms liegen, aber bei richtigen Projekten liegt sie beim Ergebnis, d.h. sie Erfüllung der Vorgaben für dieses Projekt hat höchste Priorität....
Gerade bei großen Projekten (beziehe mich auf unsere letzten beiden 2MioEuro-Projekte) zahlt sich klar strukturierte Programmierung viel eher aus als bei Spielprogrammen.
Im ersten hatten wir so einen "Frickelfreund" - es war seeeeehr teuer, im Nachhinein sein vermeintlich "optimales Design" gegen ein vernünftiges auszutauschen.
Aber lass Dich von den Erfahrungen Anderer nicht davon abhalten, selbst welche zu machen !
Gruß,
Simon2.