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Bei Delta-Debugging handelt es sich um eine Technik zur automatisierten Fehlersuche. Die Idee ist (grob) Folgende:
Du hast eine Version eines Programms/einer Bibliothek/etc., die funktioniert und eine neuere, die einen Fehler erzeugt. Zwischen diesen Versionen gibt es eine Menge von Veränderungen (beispielsweise Patches). Delta-Debugging bedeutet dann, dass man einen Algorithmus laufen lässt, der die Änderungsmenge wiederholt partitioniert, um die Fehlerquelle einzugrenzen. Wenn etwa die eine Hälfte der Patches angewendet werden kann, ohne den Fehler auszulösen, ist davon auszugehen, dass keiner davon den Fehler auslöst.
Der eigentliche Algorithmus ist eine Ecke komplizierter, weil bestimmte Änderungen nicht miteinander kompatibel sein können, die Fehlerprüfung u.U. keine eindeutigen Ergebnisse liefern kann, mehrere Änderungen Fehler auslösen können und/oder eine Kombination aus zwei oder mehr Änderungen notwendig sein kann, um den Fehler auszulösen, aber für die Details darfst du dir das Papier selbst durchlesen.
Es ist ein interessanter Denkansatz, aber Tools dafür sind mir nicht bekannt. Ich nehme auch an, dass solche Tools in der Praxis nicht für C++ (oder eine andere Programmiersprache) allein geschaffen werden könnten, sondern außerdem eine Quelle für die Änderungsmenge bräuchten (ich denke da an Versionskontrollsysteme).