Arbeitsplatzverlust trotz IT?
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kann ich eigentlich nicht nachvollziehen, gibt doch im momment eine menge firmen die software-entwickler suchen
hab eben noch irgendwo gelesen das google verzweifelt nach 300-600 hochqualifizierten programmieren sucht und nicht fündig wird 
imo ist aber die qualifikation die ein "einfacher programmierer" haben muss erheblich höher als sie es vor der dotcom pleite war.
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mo ist aber die qualifikation die ein "einfacher programmierer" haben muss erheblich höher als sie es vor der dotcom pleite war.
Genau das ist der Punkt. Es gibt heute nicht mehr hochqualifizierte als früher. Früher hat man halt schnell die ganzen Bäcker umgeschult, dann ist alles geplatzt und jetzt werden die Lehren daraus gezogen.
Irgendwie gerade eine gute Zeit für Informatik-Studenten.
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Optimizer schrieb:
... Irgendwie gerade eine gute Zeit für Informatik-Studenten.

Nein. Für Informatik-Studierte.
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war hier nicht von "eure erfahrungen" die rede?
wie auch immer: die ingenieure und informatiker, die mir so ab und an über den weg laufen, sind jedenfalls sehr zuversichtlich. das gilt auch für die dozenten. zusammenfassend kann ich sagen, daß hier eher optimismus herrscht. die meisten sind der festen überzeugung, beste chancen auf einen arbeitsplatz zu haben, wenn sie fertig sind.
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in berlin ist schon seit jahren stille.
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ka. wie es in der umgebung aussieht aber bei uns gibts zu zeit nen zuwachs von ~4 pro monat.
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interpreter schrieb:
Die IT Branche steht im Verhältnis zu den meisten anderen Branchen verdammt gut da und ist eine der wenigen, die auch langfristig wachsen wird (war vor ein paar Wochen ein Bericht im Focus)
Ja, das sagen die Auguren. Mich interessieren aber eben gerade deswegen persönliche Erfahrungen aus dem Feld.
Stichwort second opinion.
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Ich mache in einem Industriebetrieb gerade die Ausbildung zum FI-AE. Schon im dritten Lehrjahr, aber trotzdem der Einzige. Werden auch so bald keine mehr kommen. In meiner Berufsschulklasse (in diesem Jahrgang so klein, dass wir fast mit den Systemintegratoren zusammengelegt worden wären) wird der Großteil nach der Ausbildung nicht übernommen.
Also ich würde mal sagen: Ziemlich miese Stimmung hier. War besser, geht bergab.
Aber vielleicht interessieren dich ja eh bloß die Studierten.

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Wie es aktuell aussieht, weiß ich nicht - aber unser Nachbar sucht noch...
Und der schreibt gerade an seiner Diplomarbeit.Als ich vor zwei Jahren gesucht habe, war es nicht so rosig.
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Tjo, bei uns sieht es ähnlich aus.
Auch wenn ich denke das man wohl immer noch
schneller einen Job findet, wenn man in der IT ist.
Kommt aber wohl auch auf die Qualifikation an...
Uns hat man gesagt, wir sollten uns auf Stellen
bewerben, nur sind fast alle Stellen eingefroren,
oder ab Gruppenleiter aufwärts.
Aber angeblich kommt der Aufschwung ja, wenn
man Harald Schmidt glauben darf *g*Devil
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Marc++us schrieb:
Offensichtlich sind die Zeiten, wo Programmierkenntnisse = Arbeitsplatzgarantie bedeutet hat vorbei.
Bei einigen Fragen hier, könnte man denken, das dies an den sogenannten Kenntnissen liegen könnte...

Bye, TGGC (Pipe my World.)
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IMO ist die Situation in Süddeutschland etwas besser. Hier wird auch weiterhin nach qualifizierten Kräften gesucht. Egal ob studiert oder FI-XY.
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@CengizS: Wie weit muss ich denn noch südlich gehen, bis das zutrifft? (*Aus dem Fenster auf die Alpen zeig*)
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Vielleicht bist du schon über den Zenith?
Ich meinte das natürlich für größere Bezirke. Raum Stuttgart, München beispielsweise.
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Mir kommt es so vor, dass immer mehr Firmen für ihre Projekt externe Mitarbeiter beauftragen anstatt neue Mitarbeiter für dieses Projekt einzustellen. Beim letzten Projekt war es so, dass 80% der Mitarbeiter externe waren. Das Problem an der Sache ist, dass das Knowhow nur kurzfristig in der Firma vorhanden ist.
Ich denke daher, dass gerade für Freiberufler ist der Arbeitsmarkt heute sehr gut ist.
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TGGC schrieb:
Marc++us schrieb:
Offensichtlich sind die Zeiten, wo Programmierkenntnisse = Arbeitsplatzgarantie bedeutet hat vorbei.
Bei einigen Fragen hier, könnte man denken, das dies an den sogenannten Kenntnissen liegen könnte...

[/url])ohne kollegialität und freundlichkeit kommt man heute genausowenig an

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CengizS schrieb:
Ich meinte das natürlich für größere Bezirke. Raum Stuttgart, München beispielsweise.
Mir wäre nie die Idee gekommen, München und Stuttgart als Süddeutschland zu bezeichnen.
Alles ist relativ. 
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Im Grunde kann man sich doch seinen Arbeitsplatz nur sichern, wenn man einen Wissens- und Erfahrungsvorteil hat. Besonders der Wissensvorteil ist finde ich entscheidend. Durch das Internet aber kann halt jeder "Idiot" (sorry für die Ausdrucksweise) ein Projekt durchziehen. Auch dieser ganze Opensource-Mist (ja, ich bin kein echter Freund davon!) macht doch vieles kaputt. Die Kunden wollen, wenn man alles zusammen betrachtet, am Ende kleinere Stundensätze bezahlen, weil jeder "Idiot" Projekte durchziehen kann. Was wiederrum heißt, das der eigene Arbeitgeber nicht jeden bezahlen kann. Ergo irgendwann Arbeitsplatz verlust.
Aber trotzdem beantworte ich hier im Forum weiter Fragen.

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Marc++us schrieb:
interpreter schrieb:
Die IT Branche steht im Verhältnis zu den meisten anderen Branchen verdammt gut da und ist eine der wenigen, die auch langfristig wachsen wird (war vor ein paar Wochen ein Bericht im Focus)
Ja, das sagen die Auguren. Mich interessieren aber eben gerade deswegen persönliche Erfahrungen aus dem Feld.
Stichwort second opinion.
Die Praxis sah schon vor ein paar Jahren so aus;
Suchen [große Worte bla bla] Software-Entwickler, der A,B,C,D-K,L-W und wahlweise X oder Z beherrscht. Y erwünscht.Hat man dann geantwortet, hat das Anforderungsprofil irgendwie nicht gestimmt, oder man war solange im Pool, bis der ganze Laden aufgekauft wurde, und die gesamte Softwareentwicklung an eine Firma in Österreich ging.
Wie soll man denn die vom Arbeitsmarkt gewünschte örtliche Flexibilität bewältigen, wenn nach den 3 Monaten Probezeit das Projekt beendet ist, und man gerade wieder an die Luft gesetzt wird, da dieses Verfahren methodisch ideal ist? Dann hat man den Umzug von A nach B finanziert, gerade eine Wohnung gefunden, und sitzt wieder mit leeren Händen da. Das ist auch eine Form der Globalisierung.
Und Freelancertum?
(wie es bei mir war/ist, da z.B. kein Maschinenbauer jemals genügend Arbeit hatte, um mich Vollzeit einzustellen, und ich dann sowieso die Person gewesen wäre, die zahlenmäßig einen Betriebsrat eingeführt hätte...)
Ein 'halte Dir unbedingt die Zeit für den Folgeauftrag frei' ist rechtlich nicht verwertbar, aber absolut tödlich, wenn für jenen Auftrag im Ausland die Gelder gerade mal gestrichen wurden.
Da bleibe ich lieber in meiner Stadt, fahre Taxi, und kläre die Bevölkerung auf, was da am Laufen ist. So kann man jedenfalls überleben. (Und man knüpft bessere Kontakte, als über alle Annoncen dieser Welt, weil man relevante Personen direkt neben sich hat).Ja - erst wurde man aus dem Studium heraus in den Job gelockt, weil dringend erforderlich - aber noch unreif und daher billig. Dann wurden alle Bäcker umgeschult (umgekehrt wäre die Innung auf die Barrikaden gegangen), und nun - ist man - obwohl man S.... zum Laufen gebracht hat (ohne auf fertige Bibliotheken zurückzugreifen) - einfach zu alt. Die Bäcker können ja genauso gut programmieren - oder vielleicht doch nicht - und sind vielleicht deshalb etliche Firmen kaputt gegangen?
Jedenfalls - kriege ich jetzt doch wieder einen Auftrag.
Qualität setzt sich durch.
Sogar im Taxi.
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HEZ schrieb:
@CengizS: Wie weit muss ich denn noch südlich gehen, bis das zutrifft? (*Aus dem Fenster auf die Alpen zeig*)
ROFL
