Arbeitsplatzverlust trotz IT?



  • Vielleicht bist du schon über den Zenith? 🙂 Ich meinte das natürlich für größere Bezirke. Raum Stuttgart, München beispielsweise.



  • Mir kommt es so vor, dass immer mehr Firmen für ihre Projekt externe Mitarbeiter beauftragen anstatt neue Mitarbeiter für dieses Projekt einzustellen. Beim letzten Projekt war es so, dass 80% der Mitarbeiter externe waren. Das Problem an der Sache ist, dass das Knowhow nur kurzfristig in der Firma vorhanden ist.
    Ich denke daher, dass gerade für Freiberufler ist der Arbeitsmarkt heute sehr gut ist.



  • TGGC schrieb:

    Marc++us schrieb:

    Offensichtlich sind die Zeiten, wo Programmierkenntnisse = Arbeitsplatzgarantie bedeutet hat vorbei.

    Bei einigen Fragen hier, könnte man denken, das dies an den sogenannten Kenntnissen liegen könnte... 😎
    [/url])

    ohne kollegialität und freundlichkeit kommt man heute genausowenig an 🤡



  • CengizS schrieb:

    Ich meinte das natürlich für größere Bezirke. Raum Stuttgart, München beispielsweise.

    Mir wäre nie die Idee gekommen, München und Stuttgart als Süddeutschland zu bezeichnen. 🙂 Alles ist relativ. 😉



  • Im Grunde kann man sich doch seinen Arbeitsplatz nur sichern, wenn man einen Wissens- und Erfahrungsvorteil hat. Besonders der Wissensvorteil ist finde ich entscheidend. Durch das Internet aber kann halt jeder "Idiot" (sorry für die Ausdrucksweise) ein Projekt durchziehen. Auch dieser ganze Opensource-Mist (ja, ich bin kein echter Freund davon!) macht doch vieles kaputt. Die Kunden wollen, wenn man alles zusammen betrachtet, am Ende kleinere Stundensätze bezahlen, weil jeder "Idiot" Projekte durchziehen kann. Was wiederrum heißt, das der eigene Arbeitgeber nicht jeden bezahlen kann. Ergo irgendwann Arbeitsplatz verlust.

    Aber trotzdem beantworte ich hier im Forum weiter Fragen. 😃



  • Marc++us schrieb:

    interpreter schrieb:

    Die IT Branche steht im Verhältnis zu den meisten anderen Branchen verdammt gut da und ist eine der wenigen, die auch langfristig wachsen wird (war vor ein paar Wochen ein Bericht im Focus)

    Ja, das sagen die Auguren. Mich interessieren aber eben gerade deswegen persönliche Erfahrungen aus dem Feld.

    Stichwort second opinion.

    Die Praxis sah schon vor ein paar Jahren so aus;
    Suchen [große Worte bla bla] Software-Entwickler, der A,B,C,D-K,L-W und wahlweise X oder Z beherrscht. Y erwünscht.

    Hat man dann geantwortet, hat das Anforderungsprofil irgendwie nicht gestimmt, oder man war solange im Pool, bis der ganze Laden aufgekauft wurde, und die gesamte Softwareentwicklung an eine Firma in Österreich ging.

    Wie soll man denn die vom Arbeitsmarkt gewünschte örtliche Flexibilität bewältigen, wenn nach den 3 Monaten Probezeit das Projekt beendet ist, und man gerade wieder an die Luft gesetzt wird, da dieses Verfahren methodisch ideal ist? Dann hat man den Umzug von A nach B finanziert, gerade eine Wohnung gefunden, und sitzt wieder mit leeren Händen da. Das ist auch eine Form der Globalisierung.

    Und Freelancertum?
    (wie es bei mir war/ist, da z.B. kein Maschinenbauer jemals genügend Arbeit hatte, um mich Vollzeit einzustellen, und ich dann sowieso die Person gewesen wäre, die zahlenmäßig einen Betriebsrat eingeführt hätte...)
    Ein 'halte Dir unbedingt die Zeit für den Folgeauftrag frei' ist rechtlich nicht verwertbar, aber absolut tödlich, wenn für jenen Auftrag im Ausland die Gelder gerade mal gestrichen wurden.
    Da bleibe ich lieber in meiner Stadt, fahre Taxi, und kläre die Bevölkerung auf, was da am Laufen ist. So kann man jedenfalls überleben. (Und man knüpft bessere Kontakte, als über alle Annoncen dieser Welt, weil man relevante Personen direkt neben sich hat).

    Ja - erst wurde man aus dem Studium heraus in den Job gelockt, weil dringend erforderlich - aber noch unreif und daher billig. Dann wurden alle Bäcker umgeschult (umgekehrt wäre die Innung auf die Barrikaden gegangen), und nun - ist man - obwohl man S.... zum Laufen gebracht hat (ohne auf fertige Bibliotheken zurückzugreifen) - einfach zu alt. Die Bäcker können ja genauso gut programmieren - oder vielleicht doch nicht - und sind vielleicht deshalb etliche Firmen kaputt gegangen?

    Jedenfalls - kriege ich jetzt doch wieder einen Auftrag.
    Qualität setzt sich durch.
    Sogar im Taxi.



  • HEZ schrieb:

    @CengizS: Wie weit muss ich denn noch südlich gehen, bis das zutrifft? (*Aus dem Fenster auf die Alpen zeig*)

    ROFL 😃 👍



  • Hi

    In Stuttgart scheind es aber auch nicht grad rosig zu sein. Kolege von mir sucht grad mal wieder seit 2 Monaten nach ner neuen Stelle als Software Entwickler. Die letzte Firma hat ihn nach 5 monaten Anstellung wieder an die Luft gesetzt. Mit der Begründung er könne sich nicht schnell genug in die Materie einarbeiten. Wie soll man als frisch diplomierter Informatiker die arbeitsweise eines Zimmermanns und dessen Fachausdrücke auf anhieb verstehen wenn er selber noch nie auf nem Dach gestanden hat?

    Die Firma wo ich Diplomarbeit geschrieben hab hat mich wenigstens übernommen. Ok ich kenn sie auch schon seit gut 6 Jahren und hab zwischendurch öfter mal dort gejobt.

    gruss Termite



  • elise schrieb:

    in berlin ist schon seit jahren stille.

    ...aber in süddeutschland boomts noch. wohl auch wegen automobilindustrie (obwohl die ja auch langsam abkackt)
    edit: sorry, hat schon wer erwähnt hier



  • Genau diese Unsicherheit war für mich der ausschlaggebende Punkt nicht reine Informatik zu studieren. In einem reinen Ingenieursstudium hätte ich aber zu wenig Freude gehabt, deswegen habe ich mich für einen Mittelweg entschieden, was mir hoffentlich später die Jobsuche erleichern wird. Aber wer weiß schon was in ca. 4 Jahren los ist?


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