Neue empirische Erkenntnisse über Erziehung



  • Blackbird schrieb:

    Nein, da ist kein Zufall im Spiel - da sind immer noch die gesellschaftlichen Normen, die großen wie die kleinen, die die Kinder nachhaltig beeinflussen.

    Sehe ich genau so. Deshalb sollte man sehr darauf achten, welche Normen man dem Kind bzw. allgemein dem Menschen vermittelt.

    Ich sehs selber. Mir wurde immer gesagt wie wichtig ein Beruf und Arbeit ist.

    Ich weiss zwar, dass Sozialhilfe nichts anrüchiges hat, und dass man durchaus berechtigt darauf zugreifen kann in gewissen Fällen. Dennoch klebt ein Hauch Schmarozertum daran und durch die Prägung "Schmarozertum == böse" will ich das dann auf keinen Fall.

    Ergebnis daraus ist, dass ich (fast) alles tun würde um keine Sozialleistungen (irgendwelcher Form) beziehen zu müssen, bzw. in irgend einer Form abhängig zu sein. Diese Prägung ist nun mein Antrieb vorwärts zu kommen.

    Ich bin überzeugt, wären diese Normen mir nicht früh eingeprägt worden, sähe das alles ganz anders aus. Das Selbe gilt übrigens auch allgemein für Benimm, etc.



  • Hi!

    Hab jetzt nicht den ganzen Thread gelesen. Aber ich weiß, dass diese Diskussion zu nichts führen wird. Und das kann ich auch begründen 🙂

    Jeder wird doch die Erziehung, die er genossen hat als die Beste darstellen, wenn man ein wenig von sich überzeugt ist. Ist doch ganz klar, dass hier das Motto: "Aus mir ist was geworden, also kann die Erziehung nicht schlecht sein." viel zählt.

    Und dann darf ich noch ein wenig zu meiner Erziehung sagen: 🙂
    Natürlich durfte ich nicht alles und mir wurden Grenzen gezeigt. Diese waren aber relativ weit und wenn sie überschritten wurden, wurde deutlich darauf hingewiesen und mir aber auch schon in sehr jungen Jahren versucht zu erklären, weshalb diese Grenze besteht. Und das finde ich auch sehr wichtig (denn aus mir ist ja was geworden ;)), auch wenn es für den Erziehenden oft nicht einfach ist einem 5 Jährigen zu erklären, weshalb er etwas nicht machen darf.

    Ich weiß nicht, wie es früher war. Aber wenn ein Elternteil sein Kind anschreit, finde ich das immer scheiße. Ich finde Menschen sollten sich überhaupt nicht anschreien, mache ich ja auch mit niemandem 🙂
    Und wenn man meint, dass Kinder es ansonsten nicht verstehen... mag sein, dass es auch dumme gibt, aber meistens kann man selbst einem 5 Jährigen erklären, was Sache ist.



  • Schreien ist in der Tat schlecht. Allerdings gings auch weniger ums Anschreien als eher ums "Ausschimpfen". (Was durchaus auch harsch aufallen kann) Und ich finde auch, beim Ausschimpfen darf man sehr wohl seine Verärgerung zeigen. Es zeigt schlussendlich dem Kind auch wieder, dass es "nicht gut" war.

    Loggy: Wichtig ist nicht wie eng die Grenzen gesetzt sind sondern, dass sie gesetzt und unverrückbar sind.



  • Aber wenn ein Elternteil sein Kind anschreit, finde ich das immer scheiße

    Das stimmt in jedem Fall. Kann man auch gut im Alltag beobachten (auch an der Arbeit) -> Wer schreit hat in der Regel nicht wirklich was zu sagen.

    Das problem dieses Threads ist, das zu viel pauschalisert wird. Autoritäre Erziehung muß IMO auch nicht falsch sein, aber es wird von vielen als Lizenz zum Prügeln mißverstanden. Jede Form von Konsequenz hat keine Nutzen, wenn das Kind nicht einsehen kann warum das so ist.
    Das Problem bei Erziehung heutzutage ist vielmehr die Bequemlichkeit der Eltern(Unabhängig vom Erziehungsmodell).



  • TheBigW schrieb:

    Autoritäre Erziehung muß IMO auch nicht falsch sein, aber es wird von vielen als Lizenz zum Prügeln mißverstanden.

    Sehr richtig! Ich sollte vielleicht richtigstellen, dass ich im oberen Textausschnitt vom Sternenkrieger vielleicht etwas zuviel gekürzt habe. Dort steht noch, dass eine drastische Bestrafung nur in sehr seltenen Ausnahmefällen erfolgen darf.

    In der Realität sieht das heute leider genau umgekehrt aus. Fallen Jugendliche durch Straftaten und Gewalt auf, so machen wohlmeinende Sozialarbeiter monatelange Abenteuerurlaube und ähnliches mit ihnen. Wie jeder Psychologe aber weiß, wird dadurch nach dem Gesetz des Effekts genau das gewalttätige Verhalten weiter positiv verstärkt. Statt negative Konsequenzen hat Gewalt plötzlich positive. Das ist genau der falsche Weg.

    Zum Glück gibt es aber "konservative" Querdenker, welche die heutigen Moden und Mythen hinterfragen.

    Union-Fan



  • Ausgerechnet Heinlein zu nehmen... Ist übrigens die Vorlage zu dem Film Starship Troopers (so heißt das Buch im Orignal auch). Aber mit dem Namen erschöpfen sich die Gemeinsamkeiten auch schon fast...

    @Onion-Fan: Dir ist schon klar, dass Heinlein dieses Buch als Kinderbuch geschrieben hat?



  • Joe_M. schrieb:

    @Onion-Fan:

    rofl



  • 😃



  • Bitte lasst The Onion da aus dem Spiel.



  • Bashar schrieb:

    Bitte lasst The Onion da aus dem Spiel.

    Hiermit distanziere ich mich ausdrücklich von einer zufälligen oder absichtlichen Ähnlichkeit des Namens unter dem obigen Link.

    Mein Tippfehler ist rein gemüsetechnischer Natur.


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