Wird eigentlich nur noch Mist produziert?
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Mustek DVD Player ( ca. 3-4 Jahre alt ) läuft ohne Probleme.
Grundig TV ( 10 Jahre alt ) läuft ohne Porbleme.
Mit Druckern von Compaq und Lexmark hatte ich immer Probleme, so dass ich mir von diesen Firmen niemals wieder einen Drucker gekauft habe oder kaufen würde.
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Loggy schrieb:
Genau das ist das Problem. Man kann nicht sagen, dass Dinge, die doppelt so teuer sind, auch besser sind.
aber bei aldi kann man sein gerät innerhalb von 30! tagen wieder zurückbringen und sagen "dat ding gefällt mir net" und bekommt seine kohle zurück. also erstmal optimal für monis, wo kaputte pixels ja höchstrichterlich kein grund zum umtausch sind.
also ruhig mal medion ausprobieren, wenn es was taugt, isses ok. wenn nicht, isses deren problem, daß sie sich für die besten halten aber nicht sind.
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Marc++us schrieb:
Es wird mittlerweile verkauft, was produziert wird. Qualität spielt keinerlei Rolle mehr.
Auch die Produkte von Markenanbietern sind kein Schutz mehr, durch den ungeheuren Preisdruck ist man gezwungen immer mehr Billigteile zu kaufen und einzubauen, wodurch die totale Qualität absinkt (siehe Autos als Extrembeispiel).
Es gibt für höhere Qualität bei höherem Preis keine Käufergruppe mehr.
Denn auch bei den teuren Markenprodukten herrscht bei der internen Kalkulation extremer Kostendruck.
Vereinfachte Kalkulation:
- Produkt A eines taiwanesischen Billiganbieters
Kostet 100 EUR, ist von philippinischen Leihkräften aus chinesischen Bauteilen gefertigt, für Verwaltung und Entwicklung fast keine Kosten, da nur abgekupfert von Geräten der 4. Generation und auf niedrigstem Niveau gehalten.
- Produkt B eines japanischen Highpreisanbieters
Kostet 200 EUR, ist von philippinischen Leihkräften aus chinesischen Bauteilen gefertigt, die 100 EUR Mehreinnahme im Vergleich zu der taiwanesischen Quetsche gehen drauf für Entwicklung der Geräte der 5. Generation und für den teuren Verwaltungsapparat in Japan.
Qualitätsunterschied Produkt A und B: Null. Nur wird der Umtausch von B wegen des guten Verwaltungsapparats einfacher sein und schneller gehen.
That's reality.
Naja - Du sitzt sozusagen auch an der Quelle was DVDs und Hardware angeht.
Also meine PCs habe ich ausnahmslos selbst zusammengebaut und dabei nicht eine Komponente eingesetzt, von der ich nicht zuvor ein Testbericht gelesen habe. Ich hatte in den letzten Jahren zwei Ausfälle - einen Transformator und einen Speicherchip. (Mein Gateway-Rechner (ISDN) ist immer noch der 266MHz Celeron von vor sechs Jahren mit einen ollen WinMe.) Der ROI ist sozusagen schon vor 5 Jahren erreicht.
Aber momentan will ich mir noch einen weiteren Lap kaufen und habe Angebote von 799,- bis 3.999,- € vorliegen und an den Komponenten kann ich nicht ableiten, wie sich die Preise rechtfertigen. Denn die genaue Bezeichnung der Komponenten wird bewußt beim Verkauf vermieden. Nach quantitativen Beschreibungen kaufe ich natürlich mehr nach Optik und Preis als nach Qualität und Leistung.
Fazit: Ich gebe auch gerne mehr Geld aus, wenn die Qualitätsunterschiede der Produkte für mich normierbar und skalierbar sind. Wobei sich natürlich die Frage stellt, ob sich die Käufer so verhalten, weil sie diese Möglichkeit nicht haben oder nicht das Produkt vorher nicht prüfen wollen. Huhn und Ei ...
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Ich habe generell schlechte Erfahrungen mit Sony-Produkten gemacht:
1. Kopfhörer für 120 DM -> Nach einem Jahr war die Lederbespannung der aufgerissen
2. Verstärker für 400 DM hatte nach einem Jahr defekte (kratzende) Chincheingänge
3. Autoreverse-Kassettendeck: Spurlage der Ton-Köpfe verstellte sich immer wieder
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Marc++us schrieb:
Es wird mittlerweile verkauft, was produziert wird. Qualität spielt keinerlei Rolle mehr.
Definitiv. Der mit Abstand größte Teil der Kunden interessiert sich doch nur für einen möglichst geringen Preis und zugleich einem Maximum an Funktionalität.
Ich als Hersteller würde da nicht anders reagieren.
Wenn die Kunden einen möglichst niedrigen Preis wollen und zugleich Qualität keinerlei Kaufkriterium mehr darstellt - nun, dann gibt man den Kunden eben, was sie wollen ...
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Kann man Qualität einem elektronischem Produkt ansehen? Wenn es 2 Jahre hält, warum auch nicht 4 oder 20 Jahre? Also achtet man auf den Preis...
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Es liegt auch an der Einkaufspolitik der Firmen, die großen Autofirmen haben das seit Lopez vorgemacht und dies wird heute von vielen Firmen ähnlich gehalten:
Die Firmen geben ihrem Lieferanten einfach vor, daß sie jedes Jahr 5% (z.B.) billiger werden müssen. Und das geschieht nicht einfach in Form eines "wir wollen ein besseres Angebot". Sondern die zahlen einfach ab dem nächsten Jahr 5% weniger. Das ist bereits gängige Praxis. Der Lieferant hat keine Wahl - denn er kann sich keinen Verlust eines einzigen Großkunden leisten.
Und nun kommt die Gewissensfrage für den Lieferanten: so fast jede Fertigung hat eine Ausschußrate bei den gegebenen Qualitätskriterien. Nehmen wir jetzt mal an, die Ausschußrate sei 4%. Jetzt wird er gezwungen, 5% billiger zu werden... wenn er nun die Qualitätskriterien ein wenig senkt, hätte er nur noch 2% Ausschuß, wodurch seine Kosten sinken... und er hat einen Teil der 5% schon drin (je nach Kosten des Produkts).
Quizfrage: wer kann dieser Versuchung und einfachen Lösung widerstehen?
Und deswegen geht bei Euch immer mehr immer schneller kaputt.
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F98 schrieb:
Ich habe generell schlechte Erfahrungen mit Sony-Produkten gemacht:
1. Kopfhörer für 120 DM -> Nach einem Jahr war die Lederbespannung der aufgerissen
2. Verstärker für 400 DM hatte nach einem Jahr defekte (kratzende) Chincheingänge
3. Autoreverse-Kassettendeck: Spurlage der Ton-Köpfe verstellte sich immer wiederSennheiser Kopfhörer für 100 DM -> nach 4 Jahren Kabelbruch -> Ersatzkabel bei Comrad für 5€ geholt
Verstärker von Harman Kardon für 350 DM -> läuft seit über 6 Jahren
Sony Kassettendeck vom Vater bekommen (ca 15 Jahre alt) -> läuft und läuft und läuft...Es geht also auch anders!
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CarstenJ schrieb:
no-name produkte haben oft das innenleben von 'markengeräten'. 'universum'-autoradios sind oft von blaupunkt, 'acer'-notebooks sind von ibm usw...
fragt sich nur, ob die qualität trotzdem wirklich identisch ist. grad bei technik sinds ja meisst nur ein paar wenige verschleissteile, die die lebensdauer bestimmen. zb. einfach höherwertige kondensatoren benutzen etc.
für mich gilt auf jeden fall: immer auf die garantie achten. bei meinem nächsten rechner werd ich die marken vorallem danach auswählen. denn meine jetzige mühle besteht (oder bestand
) vornehmlich aus billigschrott und was man erst spart zahlt man beim ersetzen eh wieder drauf.
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maximAL schrieb:
net schrieb:
no-name produkte haben oft das innenleben von 'markengeräten'. 'universum'-autoradios sind oft von blaupunkt, 'acer'-notebooks sind von ibm usw...
fragt sich nur, ob die qualität trotzdem wirklich identisch ist....
von den blaupunkt-dingern weiss ich, dass das geräte sind, bei denen während der produktion irgendwas schiefgelaufen ist (falsches bauteil drin etc.), so dass die nachgebessert werden mussten. man sieht z.b. 'lötstellen von hand' wenn man das teil aufschraubt. dafür gibbets die dann ohne markenlogo für'n halben preis wo anders
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maximAL schrieb:
verscheissteile
Kann ich das irgendwie für den 'Vertipper des Monats' nominieren?

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Marc++us schrieb:
Quizfrage: wer kann dieser Versuchung und einfachen Lösung widerstehen?
Die Automotive Industrie! Weil sie durch Variation und Erweiterung ihrer Produkte nicht normierbar und skalierbar sind. Wenn durch ein Systemfehler 5.000 Fahrzeuge (ca. 5%) zurückgerufen werden müssen, war es das für den Zulieferer.
Ist wie bei M$. Bringt alle zwei Jahre ein neues OS heraus, um die Preise stabil zu halten und kein Vergleich zu ermöglichen. Schlagwort - Benchmarking.
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Marc++us schrieb:
Es gibt für höhere Qualität bei höherem Preis keine Käufergruppe mehr.
oder die planer meinen das.
es gibt nur noch eine supermarktkette, wo man abgepackten käse kaufen kann und nicht davon brechen muss. es gibt keinen genießbaren kaffe mehr, und deshalb hab ich mir das kaffe-trinken abgewöhnt.
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Prof84 schrieb:
Marc++us schrieb:
Quizfrage: wer kann dieser Versuchung und einfachen Lösung widerstehen?
Die Automotive Industrie!
???
Vielleicht glauben das die Qualitätsprüfer und Einkäufer in den Autofirmen.
Aber bei den Zulieferern sieht das anders aus... selbst Firmen wie Conti oder Bosch kaufen doch inzwischen Massenware aus Ungarn. Wir haben hier im Raum einige Zulieferfirmen, ein paar meiner Studienkollegen sind dort versackt, und was mir da so zu Ohren kommt... ISO9000ff ist sowieso reine Maskirowka, Fake Paper für Einkäufer, Vorstände und TQM-Leute.
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Marc++us schrieb:
Es gibt für höhere Qualität bei höherem Preis keine Käufergruppe mehr.
die steuerelektronik für den M113, die ich bei meinem praktikum bestaunen durfte, bestand aber beinahe ausnahmlos aus teuren einzelteilen. also scheinbar hat die bundeswehr noch das geld.
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Naja, im Flugzeugbau und beim Militär wird nach MIL-Normen gefertigt, die dafür verwendeten Bauteile müssen für höhere Temperaturbereiche getestet sein und sind häufig auch 10-20mal teurer. Macht ja auch keinen Sinn ein Funkgerät beim Militär einzusetzen, das bei -20°C oder +50°C nicht mehr funktioniert.
Aber das ist wohl kein gutes Beispiel für den Massenmarkt.
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Hmm, á propos.
Gerüchterweise sollen die Funkgeräte der BW schweineteuer sein, weil die vor 30 Jahren mal einen sehr langfristigen Vertrag mit der Herstellerfirma gemacht haben und so immer noch dies selbe Technik zum Preis kriegen, als hätte sich die Technik nicht weiterentwickelt.Ich bezweifle hier also mal dass das ein reines Qualitätsargument ist.
Die Teile funktionieren schon bei ganz anderen Temperaturen nicht mehr.
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@Marc++us:
Leider habe ich momentan geschäftliche Berührungspunkte, sowohl mit BOSCH als auch der Luftwaffe, die zufällig auch noch in diese Richtung gehen.Deshalb kann ich das jetzt nicht ausrollen.
Schade, wirklich Schade ...

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SeppSchrot schrieb:
Hmm, á propos.
Gerüchterweise sollen die Funkgeräte der BW schweineteuer sein, weil die vor 30 Jahren mal einen sehr langfristigen Vertrag mit der Herstellerfirma gemacht haben und so immer noch dies selbe Technik zum Preis kriegen, als hätte sich die Technik nicht weiterentwickelt.Juppi, die Mär erzählt, dass das SEM 80/90 mit Leistungsverstärker 36000,- DM in der Anschaffung gekostet haben soll.
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Definitiv. Der mit Abstand größte Teil der Kunden interessiert sich doch nur für einen möglichst geringen Preis und zugleich einem Maximum an Funktionalität.
Ich finde es auch immer wieder witzig, wenn man mitkriegt, das ein Kunde eher eine fehlerhafte Software akzeptiert, als auf ein feature zu verzichten, selbst wenn er es eigentlich nicht benötigt.
es gibt keinen genießbaren kaffe mehr, und deshalb hab ich mir das kaffe-trinken abgewöhnt.
Recht so, nur leider ist diese Art kritischer Konsumenten am Aussterben. Da wird dann halt bei allen schlechten Produkten das geringste übel gewählt. Trotzdem finde ich zur Verdeutlichung Beispiele aus dem Bereich Elektronikkrempel anschaulicher:) z.B. bei Digitalkameras machen im Moment die Firmen das größte Geschäft, die die meisten Pixel für wenig Geld anbieten. Das die Bilder die da rauskommen eher schlecht sind interessiert da irgendwie niemanden.