Wird eigentlich nur noch Mist produziert?
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Kann man Qualität einem elektronischem Produkt ansehen? Wenn es 2 Jahre hält, warum auch nicht 4 oder 20 Jahre? Also achtet man auf den Preis...
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Es liegt auch an der Einkaufspolitik der Firmen, die großen Autofirmen haben das seit Lopez vorgemacht und dies wird heute von vielen Firmen ähnlich gehalten:
Die Firmen geben ihrem Lieferanten einfach vor, daß sie jedes Jahr 5% (z.B.) billiger werden müssen. Und das geschieht nicht einfach in Form eines "wir wollen ein besseres Angebot". Sondern die zahlen einfach ab dem nächsten Jahr 5% weniger. Das ist bereits gängige Praxis. Der Lieferant hat keine Wahl - denn er kann sich keinen Verlust eines einzigen Großkunden leisten.
Und nun kommt die Gewissensfrage für den Lieferanten: so fast jede Fertigung hat eine Ausschußrate bei den gegebenen Qualitätskriterien. Nehmen wir jetzt mal an, die Ausschußrate sei 4%. Jetzt wird er gezwungen, 5% billiger zu werden... wenn er nun die Qualitätskriterien ein wenig senkt, hätte er nur noch 2% Ausschuß, wodurch seine Kosten sinken... und er hat einen Teil der 5% schon drin (je nach Kosten des Produkts).
Quizfrage: wer kann dieser Versuchung und einfachen Lösung widerstehen?
Und deswegen geht bei Euch immer mehr immer schneller kaputt.
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F98 schrieb:
Ich habe generell schlechte Erfahrungen mit Sony-Produkten gemacht:
1. Kopfhörer für 120 DM -> Nach einem Jahr war die Lederbespannung der aufgerissen
2. Verstärker für 400 DM hatte nach einem Jahr defekte (kratzende) Chincheingänge
3. Autoreverse-Kassettendeck: Spurlage der Ton-Köpfe verstellte sich immer wiederSennheiser Kopfhörer für 100 DM -> nach 4 Jahren Kabelbruch -> Ersatzkabel bei Comrad für 5€ geholt
Verstärker von Harman Kardon für 350 DM -> läuft seit über 6 Jahren
Sony Kassettendeck vom Vater bekommen (ca 15 Jahre alt) -> läuft und läuft und läuft...Es geht also auch anders!
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CarstenJ schrieb:
no-name produkte haben oft das innenleben von 'markengeräten'. 'universum'-autoradios sind oft von blaupunkt, 'acer'-notebooks sind von ibm usw...
fragt sich nur, ob die qualität trotzdem wirklich identisch ist. grad bei technik sinds ja meisst nur ein paar wenige verschleissteile, die die lebensdauer bestimmen. zb. einfach höherwertige kondensatoren benutzen etc.
für mich gilt auf jeden fall: immer auf die garantie achten. bei meinem nächsten rechner werd ich die marken vorallem danach auswählen. denn meine jetzige mühle besteht (oder bestand
) vornehmlich aus billigschrott und was man erst spart zahlt man beim ersetzen eh wieder drauf.
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maximAL schrieb:
net schrieb:
no-name produkte haben oft das innenleben von 'markengeräten'. 'universum'-autoradios sind oft von blaupunkt, 'acer'-notebooks sind von ibm usw...
fragt sich nur, ob die qualität trotzdem wirklich identisch ist....
von den blaupunkt-dingern weiss ich, dass das geräte sind, bei denen während der produktion irgendwas schiefgelaufen ist (falsches bauteil drin etc.), so dass die nachgebessert werden mussten. man sieht z.b. 'lötstellen von hand' wenn man das teil aufschraubt. dafür gibbets die dann ohne markenlogo für'n halben preis wo anders
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maximAL schrieb:
verscheissteile
Kann ich das irgendwie für den 'Vertipper des Monats' nominieren?

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Marc++us schrieb:
Quizfrage: wer kann dieser Versuchung und einfachen Lösung widerstehen?
Die Automotive Industrie! Weil sie durch Variation und Erweiterung ihrer Produkte nicht normierbar und skalierbar sind. Wenn durch ein Systemfehler 5.000 Fahrzeuge (ca. 5%) zurückgerufen werden müssen, war es das für den Zulieferer.
Ist wie bei M$. Bringt alle zwei Jahre ein neues OS heraus, um die Preise stabil zu halten und kein Vergleich zu ermöglichen. Schlagwort - Benchmarking.
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Marc++us schrieb:
Es gibt für höhere Qualität bei höherem Preis keine Käufergruppe mehr.
oder die planer meinen das.
es gibt nur noch eine supermarktkette, wo man abgepackten käse kaufen kann und nicht davon brechen muss. es gibt keinen genießbaren kaffe mehr, und deshalb hab ich mir das kaffe-trinken abgewöhnt.
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Prof84 schrieb:
Marc++us schrieb:
Quizfrage: wer kann dieser Versuchung und einfachen Lösung widerstehen?
Die Automotive Industrie!
???
Vielleicht glauben das die Qualitätsprüfer und Einkäufer in den Autofirmen.
Aber bei den Zulieferern sieht das anders aus... selbst Firmen wie Conti oder Bosch kaufen doch inzwischen Massenware aus Ungarn. Wir haben hier im Raum einige Zulieferfirmen, ein paar meiner Studienkollegen sind dort versackt, und was mir da so zu Ohren kommt... ISO9000ff ist sowieso reine Maskirowka, Fake Paper für Einkäufer, Vorstände und TQM-Leute.
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Marc++us schrieb:
Es gibt für höhere Qualität bei höherem Preis keine Käufergruppe mehr.
die steuerelektronik für den M113, die ich bei meinem praktikum bestaunen durfte, bestand aber beinahe ausnahmlos aus teuren einzelteilen. also scheinbar hat die bundeswehr noch das geld.
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Naja, im Flugzeugbau und beim Militär wird nach MIL-Normen gefertigt, die dafür verwendeten Bauteile müssen für höhere Temperaturbereiche getestet sein und sind häufig auch 10-20mal teurer. Macht ja auch keinen Sinn ein Funkgerät beim Militär einzusetzen, das bei -20°C oder +50°C nicht mehr funktioniert.
Aber das ist wohl kein gutes Beispiel für den Massenmarkt.
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Hmm, á propos.
Gerüchterweise sollen die Funkgeräte der BW schweineteuer sein, weil die vor 30 Jahren mal einen sehr langfristigen Vertrag mit der Herstellerfirma gemacht haben und so immer noch dies selbe Technik zum Preis kriegen, als hätte sich die Technik nicht weiterentwickelt.Ich bezweifle hier also mal dass das ein reines Qualitätsargument ist.
Die Teile funktionieren schon bei ganz anderen Temperaturen nicht mehr.
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@Marc++us:
Leider habe ich momentan geschäftliche Berührungspunkte, sowohl mit BOSCH als auch der Luftwaffe, die zufällig auch noch in diese Richtung gehen.Deshalb kann ich das jetzt nicht ausrollen.
Schade, wirklich Schade ...

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SeppSchrot schrieb:
Hmm, á propos.
Gerüchterweise sollen die Funkgeräte der BW schweineteuer sein, weil die vor 30 Jahren mal einen sehr langfristigen Vertrag mit der Herstellerfirma gemacht haben und so immer noch dies selbe Technik zum Preis kriegen, als hätte sich die Technik nicht weiterentwickelt.Juppi, die Mär erzählt, dass das SEM 80/90 mit Leistungsverstärker 36000,- DM in der Anschaffung gekostet haben soll.
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Definitiv. Der mit Abstand größte Teil der Kunden interessiert sich doch nur für einen möglichst geringen Preis und zugleich einem Maximum an Funktionalität.
Ich finde es auch immer wieder witzig, wenn man mitkriegt, das ein Kunde eher eine fehlerhafte Software akzeptiert, als auf ein feature zu verzichten, selbst wenn er es eigentlich nicht benötigt.
es gibt keinen genießbaren kaffe mehr, und deshalb hab ich mir das kaffe-trinken abgewöhnt.
Recht so, nur leider ist diese Art kritischer Konsumenten am Aussterben. Da wird dann halt bei allen schlechten Produkten das geringste übel gewählt. Trotzdem finde ich zur Verdeutlichung Beispiele aus dem Bereich Elektronikkrempel anschaulicher:) z.B. bei Digitalkameras machen im Moment die Firmen das größte Geschäft, die die meisten Pixel für wenig Geld anbieten. Das die Bilder die da rauskommen eher schlecht sind interessiert da irgendwie niemanden.
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Produkte sind heutezutage gar nicht darauf angelegt, ewig zu halten - wirklich. Handyhersteller gehen oft von 2 Jahren Nutzung aus, bei anderen Produkten wird es sich wohl ähnlich verhalten.
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Übrigens ist mein Videorekorder heute auch kaputt gegangen. Der war aber schon gute 15 Jahre alt, daher soll er in Frieden ruhen. Das blöde ist nur, dass der jetzt immer noch die 24 Folge intus hat, und ich hab sie nicht gesehen.

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BloodLord schrieb:
Produkte sind heutezutage gar nicht darauf angelegt, ewig zu halten - wirklich. Handyhersteller gehen oft von 2 Jahren Nutzung aus, bei anderen Produkten wird es sich wohl ähnlich verhalten.
Handys taugen deswegen nach 2 Jahren Nutzung nichts mehr,
weil die Lithium Akkus maximal 3 Jahre halten, danach sind die nämlich Schrott.
Das Handy ansich kann also eigentlich noch ganz gut funktionieren, nur ohne Akku nützt es halt nichts.
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Osdorn schrieb:
BloodLord schrieb:
Produkte sind heutezutage gar nicht darauf angelegt, ewig zu halten - wirklich. Handyhersteller gehen oft von 2 Jahren Nutzung aus, bei anderen Produkten wird es sich wohl ähnlich verhalten.
Handys taugen deswegen nach 2 Jahren Nutzung nichts mehr,
weil die Lithium Akkus maximal 3 Jahre halten, danach sind die nämlich Schrott.
Das Handy ansich kann also eigentlich noch ganz gut funktionieren, nur ohne Akku nützt es halt nichts.Genau, und Akkus sind schweineteuer

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Pulse schrieb:
Genau, und Akkus sind schweineteuer

Lass Sie Dir von jemandem aus Asien mitbringen, selbst aus Thailand sind die Akkus billiger, ideal ist natürlich Hongkong oder Taiwan.
Verschafft alten Handys ein neues Leben.