Seid ihr stolz Deutscher zu sein?
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ich finde, das problem beim stolzsein ist das schwarz-weiß-denken.
bei meinen kindern kann ich es mir noch leisten, stolz auf sie zu sein, sollte es sogar. aber auf jemand fremden, weil er zufällig innerhalb einer relativ willkürlich festgelegten grenze geboren wurde, stolz zu sein, heißt auch, die eigene kritikfähigkeit vollkommen aufzugeben. oder kann ich auf etwas/jemanden stolz sein, dessen inhalte ich nicht für gut halte oder ich nicht einmal kenne?
also abgesehen vom nationsbegriff halte ich nationalstolz für gefährlich, weil man dadurch leicht fremde meinungen annimmt und falschen gemeinschaftssinn zeigt.
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Deutscher schrieb:
Stolz ist eine Anerkennung.
D.h. wenn der Vater auf seinen Sohn stolz ist, dann erkennt er seine Leistungen mit Hochachtung an.
Im amerikanischen sind daher solche Dinge völlig normal:
"I am proud of my son."das ist auch hier normal denn der vater hat (in den meisten fällen) sehr wohl was dazu beigetragen, dass sein bengel so gut drauf ist.
btw: mir kommt's so vor als würden manche hier andere länder um ihren nationalstolz beneiden. seid ihr auch neidisch auf einen, der krebs hat?
nationalstolz ist nur was für hohlköpfe. die dümmsten typen sind am stolzesten auf ihr land. ist vielleicht auch kein wunder - wenn man sonst nix hat worauf man stolz sein kann...
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net schrieb:
Deutscher schrieb:
Stolz ist eine Anerkennung.
D.h. wenn der Vater auf seinen Sohn stolz ist, dann erkennt er seine Leistungen mit Hochachtung an.
Im amerikanischen sind daher solche Dinge völlig normal:
"I am proud of my son."das ist auch hier normal denn der vater hat (in den meisten fällen) sehr wohl was dazu beigetragen, dass sein bengel so gut drauf ist.
btw: mir kommt's so vor als würden manche hier andere länder um ihren nationalstolz beneiden. seid ihr auch neidisch auf einen, der krebs hat?
nationalstolz ist nur was für hohlköpfe. die dümmsten typen sind am stolzesten auf ihr land. ist vielleicht auch kein wunder - wenn man sonst nix hat worauf man stolz sein kann...

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Dann kann man wohl schon als Hohlkopf Bundespräsident werden...
Das Nationalstolz dumm ist, ist einfach nur Quatsch. Warum soll man dieses
Gefühl der Anerkennung / Dankbarkeit verachten?
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Nein. Ich bin nur stolz auf Leistung, die zum größten Teil von mir kommen.
42% [ 12 ]
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Komischerweise sehe ich immer, dass die Ehrgeizigsten und Erfolgreichsten die
sind, die am meisten stolz sind auf ihr Land - aus Dankbarkeit. Aber vielleicht
sind die Erfolgreichsten ja auch nicht die 100%igen Theoretiker, die alles
hundertmal überdenken, bevor sie was fühlen.
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EnERgYzEr schrieb:
Dann kann man wohl schon als Hohlkopf Bundespräsident werden...
als bundespräsident muss man 'ne menge quatsch erzählen um weiter im amt zu bleiben

EnERgYzEr schrieb:
Das Nationalstolz dumm ist, ist einfach nur Quatsch. Warum soll man dieses Gefühl der Anerkennung / Dankbarkeit verachten?
weil es aus einer zeit kommt, als sich benachbarte stämme gegenseitig die schädel eingeschlagen haben. nationalstolz wird oft von politikern benutzt, um ein künstliches gefühl der zusammengehörigkeit zu konstruieren und so die dumpfe masse auf ihre seite zu bringen. in der heutigen zeit ist nationalstolz genau so überflüssig (und gefährlich) wie die pest.
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Prof84 und davie haben das gemeinsam richtig schön zusammengefasst.
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@net:
Klar ich aktzeptiere deine Meinung, aber würdest du z.B. auch sagen, dass dann
die staatlichen Grenzen, wie sie jetzt exzistieren auch nicht notwendig sind?
Da geht es ja eigentlich auch nur um ein Gefühl der Zusammengehörigkeit.Die Frage ist nicht ironisch gemeint...
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net schrieb:
EnERgYzEr schrieb:
Das Nationalstolz dumm ist, ist einfach nur Quatsch. Warum soll man dieses Gefühl der Anerkennung / Dankbarkeit verachten?
weil es aus einer zeit kommt, als sich benachbarte stämme gegenseitig die schädel eingeschlagen haben.
Das Konzept des Nationalstaates (und damit -stolzes) ist erst ein paar hundert Jahre alt.
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Ne, da ich kein Deutscher bin.
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Seid ihr stolz Deutscher zu sein?
nö...
bin schweizer

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EnERgYzEr schrieb:
aber würdest du z.B. auch sagen, dass dann die staatlichen Grenzen, wie sie jetzt exzistieren auch nicht notwendig sind?
richtig

leider kann man die nicht von heut' auf morgen abschaffen und es wird noch sehr lange dauern bis die weg sind.Bashar schrieb:
net schrieb:
weil es aus einer zeit kommt, als sich benachbarte stämme gegenseitig die schädel eingeschlagen haben.
Das Konzept des Nationalstaates (und damit -stolzes) ist erst ein paar hundert Jahre alt.
mir ging's mehr um diesen instinkt aus der urzeit. diesen 'herdentrieb', welcher nicht unbedingt schlecht ist, der aber auch dazu beiträgt, dass es 'nationalstolz' gibt
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BigNeal schrieb:
Seid ihr stolz Deutscher zu sein?
nö...
bin schweizer


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das_brot schrieb:
Ne, da ich kein Deutscher bin.
Schäm dich! *konsequent der logik folg*
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Komischerweise sehe ich immer, dass die Ehrgeizigsten und Erfolgreichsten die
sind, die am meisten stolz sind auf ihr Land - aus Dankbarkeit.Seltsam, ich sehe immer, dass die dümmsten Hohl(/Glatz-)köpfe stolz auf ihre Nation/Nationalität sind.
Und betrachten wir die USA. Extrem übersteigerter Nationalstolz -> sie meinem, jedem ihre Meinung und ihre Lebensweise aufzwingen zu müssen.Das Konzept des Nationalstaates (und damit -stolzes) ist erst ein paar hundert Jahre alt.
Geht aber eindeutig auf die alten Stämme zurück.
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Evolver schrieb:
Komischerweise sehe ich immer, dass die Ehrgeizigsten und Erfolgreichsten die
sind, die am meisten stolz sind auf ihr Land - aus Dankbarkeit.Seltsam, ich sehe immer, dass die dümmsten Hohl(/Glatz-)köpfe stolz auf ihre Nation/Nationalität sind.
Und betrachten wir die USA. Extrem übersteigerter Nationalstolz -> sie meinem, jedem ihre Meinung und ihre Lebensweise aufzwingen zu müssen.In den USA gilt es, glaub ich, auch als unmoralisch, wenn man kein Patriot ist. Scheiß Gehirnwäsche.

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Ich glaube die Menschen würden sich so nicht wohl fühlen. Die beste Lösung wird
vermutlich irgendwo dazwischen liegen. Eine Welt ohne Staaten, Länder oder gar
abgegrenzte Städte (ja es gibt auch Lokalstolz, wie z.B. bei vielen Hamburgern)
würde vielen Leuten wohl zu kommunistisch vorkommen. Wir brauchen glaube ich
diese Konkurrenz und gleichzeitig das Zusammengehörigkeitsgefühl. Es gibt uns
falls alle Stränge reißen einen letzten Halt.Aber wo zu viel Nationalstolz hinführt wissen wir ja auch...
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In den USA gilt es, glaub ich, auch als unmoralisch, wenn man kein Patriot ist.
Jo, das gefühl hatte ich auch schon. Und ich glaube in den USA gilt es auch als unmoralisch, wenn man als Nicht-US-Amerikaner die USA nicht wenigstens ein bisschen bewundert.
Aber das ist jetzt auch eine sehr subjektive Meinung.
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Evolver schrieb:
Komischerweise sehe ich immer, dass die Ehrgeizigsten und Erfolgreichsten die
sind, die am meisten stolz sind auf ihr Land - aus Dankbarkeit.Seltsam, ich sehe immer, dass die dümmsten Hohl(/Glatz-)köpfe stolz auf ihre Nation/Nationalität sind.
Und betrachten wir die USA. Extrem übersteigerter Nationalstolz -> sie meinem, jedem ihre Meinung und ihre Lebensweise aufzwingen zu müssen.Es gibt nicht nur Extreme. Und ob die heutigen Nazis wirklich stolz sind auf
ihr Land wage ich zu bezweifeln... Gerade dort herscht doch oft tiefe Verbitterung,
weil man es nicht geschafft hat.