Kein Nationalstolz mehr?


  • Mod

    Ich war nur überrascht, daß ein Mod einen erneuten Flamewar über dieses n-mal durchgekaute Thema gestartet hat.

    Ich kann mich an keine Diskussion dieser Art in letzter Zeit erinnern (➡😕 ;)). Ich habe den Thread als Parallelthread zu den "Deutschland geht den Bach hinunter"-Threads erstellt da ich hier eines der größten Probleme in unserer Gegend sehe - niemand will mehr stolz sein auf Erreichtes, immer nur jammern über Schlechtes.

    Edit: Hab ich glatt vergessen die Rechtschreibfehler aufzuzählen: Einmal "Eure" groß und einmal "Deinem". Die Großschreibung von Anreden ist aber nur noch bei der förmlichen Anrede zu benützen.

    MfG SideWinder



  • SideWinder schrieb:

    @Doktor Prokt: Ich sehe hier ein "mit" zuviel und einen Doppelpunkt zu wenig - für ein Internetforum nicht weiter schlimm. Bei dir sehe ich zwei Großschreibungs-Fehler

    welche fehler sollen das sein? ist alles korrekt...

    ich bin übrigens stolz auf das schöne wetter hier 👍



  • scrub schrieb:

    ich bin übrigens stolz auf das schöne wetter hier 👍

    Da kannst auch stolz drauf sein, hat nicht jeder. Ich nicht 😞



  • Wenn eure Lieblingsfußballmannschaft ein Match gewinnt dann freut ihr euch doch auch, oder? Ich denke der "Nationalstolz" ist so etwas ähnliches. Ein unglücklich gewähltes Wort für "ein Fan von etwas sein" 🙂


  • Mod

    Ist das Wort tatsächlich so negativ belastet? Cengiz hat da schon recht, und wenn die Fußballmannschaft mit den Fans Eins ist dann läuft das Spiel auch besser. Wenn ich die ganze Zeit nur unter Bu-Rufen spielen muss kann das ja nichts werden.

    MfG SideWinder



  • Mein Vater sagt z.B. er ist stolz auf Deutschland, weil es 60 Jahre keinen Krieg gab und
    dass er ja auch dafür gesorgt hat, indem er SPD gewählt hat. Auch eine Überzeugung.

    Mich selbst hat der alte Thread (von mir ja sogar gestartet) doch zum nachdenken angeregt
    und mich erkennen lassen, dass es einen großen Unterschied gibt zwischen "glauben stolz
    zu sein" und "stolz zu sein". Denn in Wahrheit gibt es nichts auf das ich stolz bin, dass
    mit Deutschland zu tun hat. Worauf ich stolz bin, dass sind die Dinge, die ich selbst
    erreicht habe (wobei bei mir da auch oft das Gefühl kommt, da wäre noch mehr drin ge-
    wesen. z.B. bei meinem Abi, dass mit 1.5 zwar gut ist, aber es hätte auch besser sein
    können 🙄 - nennt man wohl übertriebenen Ehrgeiz...).

    Der Nationalstolz würde auch Deutschland nicht helfen, sondern was nur was bringen würde,
    dass wäre wenn der Stolz auf die Arbeit wieder zurückkommt. z.B. "ich bin stolz teil
    dieses teams zu sein, und auf die Produkte, die wir schaffen.". Wenn Firmen aber nur
    bemüht sind kurzfristige Gewinne zu erzielen (was ich ihnen auch nicht verübeln kann),
    dann wird so ein Gefühl nie aufkommen.

    Vielleicht sind wir Deutschen in der Hinsicht ja sogar das fortschrittlichste Volk,
    indem wir den Nationalstolz für eine bessere internationale Zusammenarbeit auf-
    geben. Aber komischerweise ist mit dem Nationalstolz nicht auch die Abneigung gegen
    bestimmte Nationen verschwunden...



  • CengizS schrieb:

    Wenn eure Lieblingsfußballmannschaft ein Match gewinnt dann freut ihr euch doch auch, oder? Ich denke der "Nationalstolz" ist so etwas ähnliches. Ein unglücklich gewähltes Wort für "ein Fan von etwas sein" 🙂

    Wenn eine Fußballmanschaft gewinnt, kann man froh darüber sein, daß seine Lieblingsmannschaft gewonnen hat. Genau so kann SideWinder gerne froh darüber sein, dass er in Österreich lebt und Österreicher ist. Er kann sich darüber freuen und diese Tatsache jeden Tag feiern, aber stolz zu sein auf seine Nationalität ist unangebracht, weil man selber eben nciht dazu beigetragen hat. Genausowenig trägt man zum Sieg seiner Lieblingsfußballmanschaft bei.


  • Mod

    Genausowenig trägt man zum Sieg seiner Lieblingsfußballmanschaft bei.

    Das sehe ich anders 🙂

    aber stolz zu sein auf seine Nationalität ist unangebracht, weil man selber eben nciht dazu beigetragen hat.

    Stolz darauf die Staatsbürgerschaft erreicht zu haben kann ich nicht sein weil ich die bei der Geburt ausgestellt bekommen habe. Aber man muss nicht unbedingt auf eigene Errungenschaften stolz sein, man kann auch auf jemand anderes stolz sein - in diesem Fall auf den Staat. Das die Gesamtheit der Bürger eigentlich ganz ordentlich für ein besseres und schöneres Österreich arbeitet.

    MfG SideWinder



  • Hier wird schon wieder Stolz (=ohne Grundlage) mit Freude (=durchaus berechtigt) darüber einer Nationalität anzugehören verwechselt

    😑 *zzZZzzz*



  • Stolzer schrieb:

    Ich bin auch Stolz darauf Bayer zu sein. Alles was über der bayrische Grenze ist, ist Ausland (Franken ist auch Ausland, des sind keine gscheiten Bayern).

    Das sacht mein Bekannter auch immer 🙂

    Mr. B


  • Mod

    Friedrich N. schrieb:

    Hier wird schon wieder Stolz (=ohne Grundlage) mit Freude (=durchaus berechtigt) darüber einer Nationalität anzugehören verwechselt

    Sicher?

    MfG SideWinder



  • @DrProkt: Ich sagte ja nicht dass man stolz auf die Mannschaft sein kann sondern dass man ein Fan von ihr ist wenn man sich freut, wenn sie etwas erreicht. Ich für meinen Teil kann das auch auf das Nationalgefühl übertragen.



  • @Side: Ist es wirklich das Gefühl des Stolz dass dich erfüllt, wenn du an Österreich
    denkst? Das gleiche Gefühl, dass man empfindet, wenn man etwas wirklich gutes geleistet
    hat? Das gleiche Gefühl, wie wenn du im Team (Sport oder was auch immer) den Sieg
    erreicht hast?

    Ich will dir nichts einreden, aber ich habe festgestellt, dass es für mich nicht das
    gleiche ist. Ich mag mein Land - ja, aber mehr auch nicht. Nationalstolz wird uns auch
    viel eingeredet und es wird die Erwartungshaltung erzeugt, wir müssen stolz sein, so dass
    wir irgendwann sagen, ja wir sind es.



  • Eine sich ständig wiederholende Schleife könnte man meinen ^^ Verlauf identisch in jedem Thread dieser Art *g*.

    1. (provokativer Angriff)
    "Ich bin nicht stolz Deutscher zu sein, ich bin hier geboren ob ich will oder nicht, bin ganz zufrieden aber das hat nichts mit Stolz und Patriotismus zu tun"

    2. (Pseudo - Totschlagargument I )
    "Dann wander doch aus dann weisst du wie gut dus hast wenn du *berichte-über-hunger-Diktatur-und-vergewaltigung-durch-gescihtstätowierte-einbeinige-leichtmatrosinnen-hier*"

    3. (versuchte Argumentation)
    "Ja aber wie kann ich auf etwas stolz sein bei dem ich nichts mitgewirkt hab,e ich sag ja nicht das ich hier weg will, nur das es mir egal ist in Deutschland oder einem vergleichbaren Land zu leben"

    4. (blabla geflame und diskussionen über Stolz und Pariotismus)
    "Dann empfinde auch Stolz und Pflichtbewusstsein für dein Land, bist bestimmt wieder so ein Wehrdienstflüchtiger Schmarotzer der von den anderen verteidigt werden will wenn die roten Kommunisten einfallen."

    5.......x. mehr blabla

    x. Threadclose oder goto 1

    Übrigens:
    Ich bin nicht stolz Deutscher zu sein, ich bin hier geboren ob ich will oder nicht, bin ganz zufrieden aber das hat nichts mit Stolz und Patriotismus zu tun.

    Und nein auf das gewinnen irgendeiner Sportmannschaft bin ich auch nicht stolz wenn ich da nicht mitgespielt habe.

    :p


  • Mod

    Eine Umfrage wäre wohl besser gewesen.

    4 [X]

    MfG SideWinder



  • Gibts auch schon :p 😃 🤡



  • Ich verstehe nicht, inwieweit das etwas ist, auf das man stolz sein kann. Man kann nichts dafür, man hat nichts dazu beigetragen, man kann nichts dran ändern. Genausogut könnte man stolz darauf sein, dass es Schwerkraft gibt. IMHO.

    Das unterschreib ich so. Und genau aus dem Grund hasse ich es auch wenn irgendwelche Politiker gross erzählen das Deutsche Volk schämt sich für den Holocaust und ist sich seiner Verantwortung bewusst.

    So schlimm die ganze Sache ist/war ich schäme mich definitiv nicht dafür, denn ich habe das nicht begangen und auch kann ich mir nicht vorwerfen lassen nichts dagegen getan zu haben da ich zu dieser Zeit noch nicht mal geboren wurde. Ich werd doch auch nicht eingesperrt, wenn mein Urgrossvater irgend ein Mädchen vergewaltigt hat oder muss ich mich dann mein Leben lang dafür schämen.

    Dieses wir fühlen uns dafür verantwortlich ist genauso dämlich pauschal wie die z.B. die Aussage von den Rechten die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg.

    Das ich als Deutscher Entschädigungszahlungen u.ä. indirekt über Steuern zahlen muss kann ich ja noch verstehen aber den moralischen Zeigefinger, dass ich als Deutscher quasi erbbelastet bin und mich deswegen schämen muss find ich einfach nur zum kotzen.



  • Nobuo T schrieb:

    Nationalstolz?? 😕
    Ist das nicht, wenn das amerikanische Kleinbuergertum morgens immer seine rotweiss gestreiften Faehnchen rausholt? 😃

    genau das. das wir denen aber schon im kindergarten eingetrichtert.

    Mr. B schrieb:

    Stolzer schrieb:

    Ich bin auch Stolz darauf Bayer zu sein. Alles was über der bayrische Grenze ist, ist Ausland (Franken ist auch Ausland, des sind keine gscheiten Bayern).

    Das sacht mein Bekannter auch immer 🙂

    Mr. B

    ich als schwabe seh das anders. 😃



  • ich bin deutscher und ehrlich gesagt, ich bin nicht stolz drauf! 😞



  • Wenn ich Österreicher wär, dann wär ich auch stolz drauf. So gut wie die Skifahren.

    Andererseits wären dann all die tollen Österreicher-Witze plötzlich nicht mehr komisch. Hm.


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