PISA: Testaufgaben von 2000



  • OhMann schrieb:

    Hääh ???? Bei uns gibt es Kindergarten, dann Grundschule 1-4 Klasse, dann Gymnasium 5-13 Klasse (in manchen BL auch nur bis zur 12). 😃

    Naja, ich verstehe einfach nicht, was an "Spezielle Relativitätstheorie in der 11. Schulstufe" so unrealistisch sein soll.

    Dann kommen wir dem mit deiner 7ten Klasse schon näher, das wäre unsere 12 😉 Das glaube ich schon eher... lol 😃

    7. entspricht nicht 12 sondern 11.
    Hierzulande gibt es in AHS vier Jahre Volksschule (=Grundschule) und 8 Jahre Gymnasium/Realgymnasium, somit ist 7. Klasse die 4+7=11. Schulstufe.

    Daniel E. schrieb:

    Ist das bei euch so viel anders?

    Eigentlich primär insofern, als man Physik hier in AHS ab der 2. Klasse (=6. Schulstufe) bis in die letzte verpflichtend hat und sich daher scheinbar doch deutlich mehr Stoff ausgeht bzw. ausgehen kann.
    Es gibt an den meisten Schulen auch einen realgymnasialen Zweig, bei dem man je zwei zusätzliche Wochenstunden Physik und Biologie hat und in diesen Fächern auch recht ausladende Schularbeiten schreibt.
    Und bei jeder dieser Schulformen hat man die Möglichkeit, jedes Jahr Wahlpflichtfach Physik dazuzubelgen, im Umfang von 2 Semesterstunden IIRC.



  • nman schrieb:

    Eigentlich primär insofern, als man Physik hier in AHS ab der 2. Klasse (=6. Schulstufe) bis in die letzte verpflichtend hat und sich daher scheinbar doch deutlich mehr Stoff ausgeht bzw. ausgehen kann.

    Was denn zB?



  • nman schrieb:

    OhMann schrieb:

    Hääh ???? Bei uns gibt es Kindergarten, dann Grundschule 1-4 Klasse, dann Gymnasium 5-13 Klasse (in manchen BL auch nur bis zur 12). 😃

    Naja, ich verstehe einfach nicht, was an "Spezielle Relativitätstheorie in der 11. Schulstufe" so unrealistisch sein soll.

    naja- stell dir einfach vor, du hast physik erstmalig in der 8 und dann nicht mal durchgehend. da ists dann ziemlich illusorisch, in der 11 mit spezieller relativitätstheorie zu kommen *g*

    nman schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    Ist das bei euch so viel anders?

    Eigentlich primär insofern, als man Physik hier in AHS ab der 2. Klasse (=6. Schulstufe) bis in die letzte verpflichtend hat und sich daher scheinbar doch deutlich mehr Stoff ausgeht bzw. ausgehen kann.

    in diesem moment beneide ich euch da drunten SEHR...

    nun, die 11. klasse sieht vom inhalt her nur newtonsche mechanik und keplersche gesetze (was teilweise eine wiederholung ist), in der 12 wars dann schwingungen und wellen bzw. elektrizitätslehre, in der 13 ein für GK- verhältnisse sehr ausführlicher einblick in die relativistische physik. (da fehlt jetzt sicher was, ich find meine zeugnisse grad nicht)
    und von wegen "bis zuletzt verpflichtend"; hier kann jeder zwei der drei naturwissenschaftlichen fächer nach der 11 wieder abgeben. der absolute minimalist hat also netto 3 jahre physik gehabt.

    aber auf jeden fall ist spz. relativitätstheorie in der 11. klasse abslout unmöglich.



  • Daniel E. schrieb:

    Was denn zB?

    Puh, ist bei mir jetzt auch schon wieder drei Jahre her, aber in der achten zB haben wir ziemlich viel Zeit für die Grundlagen der Quantenmechanik verwendet.
    Damit hatten zugegebenermaßen viele ihre Probleme, was aber kaum weiter verwundern kann.

    scrub: Klar, mit drei Jahren Physik macht spezielle Relativitätstheorie in der 11. nicht viel Sinn, aber ich wusste nicht, dass man bei Euch nur so verdammt wenig Physik hat/ haben kann.



  • nman schrieb:

    aber ich wusste nicht, dass man bei Euch nur so verdammt wenig Physik hat/ haben kann.

    Ja, das liegt daran, dass in unserer von Femministinnen dominierten Welt so "wichtige" Fächer wie SoWie, Reli, Sport, Kunst, Ethik, Erziehungswissenschaften, Rechtskunde nen höheren gesellschaftlichen Stellenwert haben als alle Naturwissenschaften. Und damit auch ihren Platz im Stundenplan. 😡 So Außenseiter-Fächer die nur von uncoolen Birkenstocksandalenträgern interessant gefunden werden kann man dann mal eben reduzieren.



  • nman schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    Was denn zB?

    Puh, ist bei mir jetzt auch schon wieder drei Jahre her, aber in der achten zB haben wir ziemlich viel Zeit für die Grundlagen der Quantenmechanik verwendet.
    Damit hatten zugegebenermaßen viele ihre Probleme, was aber kaum weiter verwundern kann.

    Hmm, Quantenmechanik gibt's hier auch. Schulstoff dazu ist etwa das da: http://www.physik.uni-muenchen.de/leifiphysik/web_ph12/materialseiten/m09_quanten.htm

    scrub: Klar, mit drei Jahren Physik macht spezielle Relativitätstheorie in der 11. nicht viel Sinn, aber ich wusste nicht, dass man bei Euch nur so verdammt wenig Physik hat/ haben kann.

    Tja, Deutschland ist eben ein *bißchen* naturwissenschaftsfeindlich. Mein Bruder (9. Klasse) hat genau so viele Wochenstunden Physik wie Religion, nämlich zwei. Und Chemie hat man, wenn man's geschickt anstellt, genau ein Jahr. 'nough said eigentlich, wie mein Vorposter auch schon festgestellt hat.



  • nman schrieb:

    scrub: Klar, mit drei Jahren Physik macht spezielle Relativitätstheorie in der 11. nicht viel Sinn, aber ich wusste nicht, dass man bei Euch nur so verdammt wenig Physik hat/ haben kann.

    siehste, da haben wirs mal wieder: die defizite sind sichtbar, eine lösung liegt auf der hand- aber getan wird nichts. 😡
    da kann man sich AergerlicherMann nur anschließen (auch wenn ichs nicht auf feminismus schieben würde- das ist nur wieder eine extrem idiotische ausgeburt unserer geliebten KMK, schätze ich)



  • Daniel E. schrieb:

    Hmm, Quantenmechanik gibt's hier auch. Schulstoff dazu ist etwa das da: http://www.physik.uni-muenchen.de/leifiphysik/web_ph12/materialseiten/m09_quanten.htm

    Ja, ist halt nicht allzu viel.
    Aber wie gesagt, verwundern kann sowas angesichts der potentiell extrem niedrigen Stundenanzahl kaum.

    Tja, Deutschland ist eben ein *bißchen* naturwissenschaftsfeindlich. Mein Bruder (9. Klasse) hat genau so viele Wochenstunden Physik wie Religion, nämlich zwei. Und Chemie hat man, wenn man's geschickt anstellt, genau ein Jahr. 'nough said eigentlich, wie mein Vorposter auch schon festgestellt hat.

    Hm, Religion hatte ich überhaupt nicht, dafür aber vier Jahre Chemie IIRC. (Wobei ich auch mein Bestes gegeben habe, der Chemie aus dem Weg zu gehen.)

    AergerlicherMann schrieb:

    Ja, das liegt daran, dass in unserer von Femministinnen dominierten Welt so "wichtige" Fächer wie SoWie, Reli, Sport, Kunst, Ethik, Erziehungswissenschaften, Rechtskunde nen höheren gesellschaftlichen Stellenwert haben als alle Naturwissenschaften.

    Die Femministinnen sind auch die, die so furchtbar viel Ordograhfie im Lehrplan haben wollen, oder?
    Dass Sozialwissenschaften, Ethik und Kunst ebenfalls wichtig sind, steht für mich außer Frage, aber gerade hier stellt sich für mich die Frage, ob man mit gängigen Methoden auf einen grünen Zweig kommt; ich hatte in 8 Jahren Kunstunterricht exakt zwei Lehrer, die interessanten Unterricht, bei dem man auch wirklich etwas gelernt hat, zusammengebracht haben.

    Ich sehe nicht so sehr Geisteswissenschaften Vs. Naturwissenschaften als aktuelles bildungspolitisches Problem, wie den Ausverkauf von Bildung, der zur Konsequenz hat, dass jegliche Art von Bildung, die nicht auch gleich als Berufsausbildung fungieren kann, als Orchideenfach klassifiziert wird.

    scrub schrieb:

    siehste, da haben wirs mal wieder: die defizite sind sichtbar, eine lösung liegt auf der hand- aber getan wird nichts.

    Naja, die Bildungspolitik in Österreich mag bessr sein als die in Deutschland, aber das dann als Soll-Zustand zu sehen, ist doch etwas weit hergeholt.
    Hierzulande gibt es einfach andere Probleme, die nicht zwangsläufig weniger schwerwiegend sind, als bei Euch. (Im PISA-Test haben bei uns die Berufsschulen beispielsweise so miserabel abgeschnitten, dass sie den ansonsten recht akzeptablen Schnitt ordentlich gedrückt haben; wir sind deswegen mittlerweile leider auch nicht mehr allzu weit von deutschen PISA-Resultaten entfernt.)



  • nman schrieb:

    scrub schrieb:

    siehste, da haben wirs mal wieder: die defizite sind sichtbar, eine lösung liegt auf der hand- aber getan wird nichts.

    Naja, die Bildungspolitik in Österreich mag bessr sein als die in Deutschland, aber das dann als Soll-Zustand zu sehen, ist doch etwas weit hergeholt.

    das wollte ich auch nicht. und ich will auch nicht alle nicht-naturwissenschaftlichen fächer abschaffen.

    aber: angesichts dieser tatsachen, die du nun kennst, müßte es doch zwangsläufig ein absolutes tabu-thema sein, in irgendeiner weise bei der bildung sparen zu wollen. aber auf diese idiotische idee kommen hier immer noch manche politiker!!

    mein rezept 😉 : schulkinder in der grundschule nicht langweilen und dann weiterführend mehr pflichtunterricht. es würde -da bin ich mir sicher- keine probleme geben.



  • Naja, man darf dabei auch nicht vergessen, dass das schlechte Pisa-Abschneiden in D nicht durch die Gymnasien kommt (Trotz der oben angesprochenen Defizite). Eine Verbesserung hier würde sich kaum auswirken. Alleine würden sie sowieso in der Spitzengruppe mitmischen. Wer D extrem runterzieht, das sind die Hauptschulen und teilweise auch noch Gesamtschulen. An Hauptschulen ist der Bildungsstand einfach extrem schlecht, bedingt auch durch die großen Klassen und wenigen, überalterten Lehrer. Hier muss man anpacken, um bessere PISA -Ergebnisse zu erhalten.


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