CDU will Kürzungen im sozialen Sektor vornehmen



  • Andreas XXL schrieb:

    Das beste Beispiel von Seiteneffekte nicht verstanden zu haben ist doch, dass jetzt wieder das an Hartz 4 herrumgebastelt werden soll/muss!

    Bezugsdauerverlängerung von Arbeitslosengeld für Altere Menschen und keiner weiß welche Folgen das haben wird. (Werden die Arbeitslosen dadurch bis zur Rente subventioniert oder nicht. Wird das größere Wissen der älteren Arbeitnehmer verschwendet oder nicht. usw. usw. usw.). Wieder einmal weiß Keiner was passieren wird. Es ist ein weiteres Beispiel für ausprobieren und zusehen was passiert.

    Is dir Supergenie vllt schon mal in den Sinn gekommen, dass die Vorgänge der realen Welt etwas komplizierter sind und eben nicht immer exakt vorhersehbar sind? 🙄



  • Das stimmt natürlich.
    Trotzdem denke ich da aber ähnlich.

    Im Kapitalismus ist es leider numla so, dass höchstens ein Jahr im Voraus gedacht wird..

    Ich denke, dass man z.B. durch eine SENKUNG (statt ERhöhung) der Mehrwertsteuer zwar erstmal weniger Steuern einnehmen würde, aber in den darauffolgenden Jahren der Wirtschaftsumsatz steigen würde (da die Menschen mehr ausgeben würden), was zur Folge hätte, dass die Staatseinnahmen steigen würden.. Aber wie gesagt, es zählt, was bis zum nächsten Jahr verändert werden könnte..



  • Is dir Supergenie vllt schon mal in den Sinn gekommen, dass die Vorgänge der realen Welt etwas komplizierter sind und eben nicht immer exakt vorhersehbar sind?

    Ja, mir ist das klar.

    Aber trotzdem verkauft jeder Politiker seine Arbeit als den Stein der Weisen. Keiner gibt zu dass es nicht gehen könnte. Es müsste ein Gesetz viel schneller wieder abgeschafft werden, wenn man merkt das es zu diesen unerwünschten Seiteneffekten gekommen ist. Aber dann wird versucht mit neuen Gesetzen die Seiteneffekte zu beheben, welche wieder Seiteneffekte erzeugen und der Spaghetti code (wie Mister X es nannte) wird immer mehr vegrößert!



  • VWL_phstud schrieb:

    Is dir Supergenie vllt schon mal in den Sinn gekommen, dass die Vorgänge der realen Welt etwas komplizierter sind und eben nicht immer exakt vorhersehbar sind? 🙄

    Es ist ja nicht so, dass die Politiker keine Experten für jedes Gebiet haben, die sich da genau auskennen und auch sehr genau sagen können, wozu eine bestimmte Maßnahme oder Gesetz führt. Die Frage ist nur, inwiefern die Politiker dann auch auf den Rat der Experten hören. Momentan sind zum Beispiel oft Leute im Fernsehen zu sehen, die unter Kohl eine gewisse Macht hatten und jetzt über ihre damaligen Fehler berichten. Diese Leute geben offen zu, dass sie viele Dinge eigentlich eh besser gewußt hatten als es ihre damaligen Handlungen vermuten ließen.

    Das Problem ist, dass in die Handlungen nicht nur der Expertenrat eingeht. Da kommen zum Beispiel auch baldige Wahlen, die gewonnen werden wollen, politische Ideologien und damit einhergehend der politische Wille. Da wird dann plötzlich irgendein Ziel deutlich über alle anderen gesetzt, damit man mit dessen Erreichung noch in die Geschichtsbücher eingehen kann. Die negativen Folgen werden dann einfach ausgeblendet. Man sollte also nicht vergessen, dass Politiker keine Experten sind. Für Politiker zählen auch andere Dinge. Macht, Machterhalt,...!


  • Mod

    VWL_phstud schrieb:

    Is dir Supergenie vllt schon mal in den Sinn gekommen, dass die Vorgänge der realen Welt etwas komplizierter sind und eben nicht immer exakt vorhersehbar sind? 🙄

    Selbstverständlich ist das richtig.

    Aber zum einen beachten Politiker nicht einmal die einfachen Grundlagen (Beispiel z.B. Tabaksteuererhöhung führt zu Mindereinnahmen). Begriffe wie "optimaler Betriebspunkt" sind denen ein Fremdwort.

    Zum anderen gibt es teilweise viel komplexere Umgebungen, für die man sich selbstregelnde und selbstsichernde technische Systeme entwickelt, die durch Änderungen nicht sofort kaputt gehen.

    Ich stimme Andreas da voll zu, die Politiker denken nur linear und ohne Rückkopplungen (kein Wunder, da auch z.B. die VWL dies kaum kennt), aber jeder Techniker weiß, daß selbst einfache Systeme Rückführungen und Zeitverschiebungen/Totzeiten aufweisen. Trotzdem werden selbst diese einfachen realen Effekte nicht berücksichtigt.


  • Mod

    Rodney schrieb:

    Da biste jetzt genau bei der FDP Ideologie, immer runter mit den Lohnnebenkosten:
    sieht man ja was draus geworden ist.

    Die Lohnnebenkosten wurden doch gar nicht gesenkt, oder habe ich was verpasst?



  • Marc++us schrieb:

    VWL_phstud schrieb:

    Is dir Supergenie vllt schon mal in den Sinn gekommen, dass die Vorgänge der realen Welt etwas komplizierter sind und eben nicht immer exakt vorhersehbar sind? 🙄

    Selbstverständlich ist das richtig.

    Aber zum einen beachten Politiker nicht einmal die einfachen Grundlagen (Beispiel z.B. Tabaksteuererhöhung führt zu Mindereinnahmen). Begriffe wie "optimaler Betriebspunkt" sind denen ein Fremdwort.

    Zum anderen gibt es teilweise viel komplexere Umgebungen, für die man sich selbstregelnde und selbstsichernde technische Systeme entwickelt, die durch Änderungen nicht sofort kaputt gehen.

    Ich stimme Andreas da voll zu, die Politiker denken nur linear und ohne Rückkopplungen (kein Wunder, da auch z.B. die VWL dies kaum kennt), aber jeder Techniker weiß, daß selbst einfache Systeme Rückführungen und Zeitverschiebungen/Totzeiten aufweisen. Trotzdem werden selbst diese einfachen realen Effekte nicht berücksichtigt.

    das problem ist doch das die meisten politiker juristen sind. dazu mal ein intressanter link http://www.bundestag.de/mdb15/mdbinfo/studien.pdf
    sie können zwar schön daherreden, aber der weitblick reicht nur bis zur nächsten wahl. das zweite problem ist doch das, wenn sich ein gestzt nicht bewährt hat wird es nicht rückgängig gemacht und ein neues konzept erstellt. Es wird dann solange daranrum geschraubt bis es unüberschaubar ist und es keiner mehr versteht ich sage dazu nur einkommenssteuergestz. wie marc++us schon angedeutet hat jeder techniker versucht seine systeme so "schlank" und einfach zu halten um eben diese unerwünschten seiteneffekte zu vermeiden.



  • Marc++us schrieb:

    VWL_phstud schrieb:

    Is dir Supergenie vllt schon mal in den Sinn gekommen, dass die Vorgänge der realen Welt etwas komplizierter sind und eben nicht immer exakt vorhersehbar sind? 🙄

    Selbstverständlich ist das richtig.

    Aber zum einen beachten Politiker nicht einmal die einfachen Grundlagen (Beispiel z.B. Tabaksteuererhöhung führt zu Mindereinnahmen). Begriffe wie "optimaler Betriebspunkt" sind denen ein Fremdwort.

    Naja, in den USA unter Reagan hat man zB versucht, den Optimumspunkt der Steuereinnahmen (Laffer-Kurve) zu finden.



  • Die ganzen Steuerspiele sind eh' fuer die Katz'. Das einzige, was die Lage langfristig stabil(er) machen kann, ist die Schaffung von neuen Arbeitsplaetzen.



  • Marc++us schrieb:

    Rodney schrieb:

    Da biste jetzt genau bei der FDP Ideologie, immer runter mit den Lohnnebenkosten:
    sieht man ja was draus geworden ist.

    Die Lohnnebenkosten wurden doch gar nicht gesenkt, oder habe ich was verpasst?

    Vor kurzem hat ein Arbeitgeberverband vorgerechnet das die Lohnnebenkosten nur um 0,4% in den Schörderjahren gesunken sind. Wenn man im Web schaut findet man auch andere (-1,4%) Angaben:
    Und die Regierung hat sich verpflichtet, die Lohnnebenkosten, die sich aus den Beiträgen zur Pflege-, Arbeitslosen-, Renten- und Krankenversicherung zusammensetzen, von insgesamt 42,3 Prozent zu Beginn der Legislaturperiode auf unter 40 Prozent an deren Ende im Herbst 2002 zu drücken. Derzeit liegen sie bei 40,9 Prozent.

    Wegen der Gesundheitsreform sind die KK Beiträge ja vor ein paar Jahren gesunken.

    A) Ein anderes Problem ist die private Rente: Unter Blüm hieß es: Die Renten sind sicher, geht konsumieren und nicht sparen. Mittlerweile ist den meisten klar das man selber Rücklagen schaffen muß. Dies reduziert wesentlich die Kaufkraft. Die meisten Leute die arbeiten und vorher kein Aktiendepot hatten haben jetzt eins. Es steht weniger Geld/Monat zur Verfügung. Große Anschaffungen wie Autos oder Hausbau entfallen, weil man es sich nicht mehr leisten kann.

    😎 Umfrage: Mehr als 50% der deutschen Arbeitnehmer halten es für möglich innerhalb der nächsten 6 Monate Ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Wer macht da noch große Anschaffungen? Und wenn jetzt wegen Harz 4 auch noch die Briefmarken, der Benz verkauft werden muß...

    C) Kapitalflucht: Im letzten Quartel (3 Monate) wurden 150 Milliarden Euro ins Ausland transveriert. Das sind dann wohl die Anleger die sonst in D ein Erlebnisbad wie in Potsdam errichten würden. Jetzt wo die abhauen baut Vater Staat das Ding auf die grüne Wiese.
    Zum Vergleich: Der Exportüberschuß im JAHR beträgt nur 150Milliarden Euro.

    D) Deutschland hat Prozentual eine der geringsten Hochschulabgänger im Vergleich zu anderen Ländern. In D sinds insgesamt 2 Millionen Studenten in China sind es zB. jedes Jahr 4 Millionen Abgänger. (Stand vor kurzem in der Zeitung.)

    Was zu tun ist? Lohnnebenkosten runter, Sicherheit schaffen, ohne große Neuverschuldung 😃
    Finanzpolitisch: Einen ausgeglichenen Haushalt: Wegfall aller Steursubventionen. Positiv formuliert hat die CDU wohl alle Änderungen im Bundesrat blockiert um jetzt zu zeigen "wir könnens". Wegfall der Eigenheimzulage, Nachtarbeitervergünstigungen, Werbungspauschale, ... ich als Werkstudent mußte erstmal voll krass im Internet suchen was ich alles vorbringen kann um die Steuerlast zu drücken. Und ob ich da ein paar Euro mehr ausgebe oder nicht. Ich fahre trotzdem Auto.
    Reduzierung der EU-Abgaben von 1,24% Bip. Dann werden auch nicht mehr so viele Irrsinssprojekte geplant. EU bezahlts ja nicht mehr.
    Mehrwertsteuererhöhung wenns nicht reicht. Könnte sogar Konsumsteigernd wirken: Die Japaner konsumieren nicht weil sie eine Deflation haben (alles wird billiger). Wenn jetzt die Erhöhung kommt werben wieder alle Geschäft "schnell eine Rolex kaufen, sie sparen ..." und danach gehts weiter wie sonst auch. Eine Anschaffung mache ich nicht von 2% Preissteigerung abhängig.

    Warum einen ausgeglichenen Haushalt? Weil Deutschlands Schulden die des kleinen Mannes sind. Michael Schumacher, Boris Becker und Co sind längst in Monaco. Der gutbezahlte IT Profi arbeitet im Einwanderungsland Irland (2 aus meinem Semester haben vor dem Studium in Irland als SW Entwickler gearbeitet) oder in Österreich. Die großen Konzerne werden sich auch längst verabschiedet haben. Möchte nicht wissen was Daimler Benz an Steuern gespart haben durch die Übernahme und Sanierung von Chrysler... es sind unsere Schulden.

    Was gegen die Arbeitslosigkeit tun? Wird wohl nichts bringen alle die Leute auf Friseur oder Handwerker zu trimmen. Billigjobs wie in den USA (Einkaufstaschen zum Auto tragen, ...) werden wir in D wohl nicht so einfach akzeptiert.
    Meine Idee: Lenkung der Familienpolitik (Einer bösen Theorie nach sind die Arbeitsplätze seit Bestehen der BRD nicht zurückgegangen, es sind nur mehr Frauen arbeitssuchend)

    Habt Ihr schonmal von Ursula von der Leyen gehört? Niedersächsische Ministerin für Familie, Senioren, ... sie hat 7 Kinder. Natürlich schafft sie das nicht. Sie beschäftigt eine Putzfrau und eine Tagesmutter. Damit Sie Ministerin sein kann müssen 2 andere Frauen Ihre Arbeit übernehmen. In Ihrem Fall mag das sinnvoll sein. In anderen Famielien sieht es so aus: Frau will arbeiten, kriegt keine und wird depressiv. Den Kindern geht es schlecht...
    Jetzt gibt es 2 Extrema: Wir komerzialisieren die Kinderbetreuung: Meine Frau betreut Deine Kinder, Deine Frau bertreut meine Kinder, beide verdienen Geld und es geht ihnen gut.
    Oder wir stärken die Familie: Frau bleibt daheim und bekommt die Kinder die die 68'er Generation nicht gemacht hat. Das Geld was sie sonst als Arbeitslosengeld bekommen würde, bekommt sie doppelt als Mutterschaftsgeld. (Bei einer Mutter sparen wir Wohngeld, Kleidergeld, ... was wir sonst einer selbstständigen arbeitslosen Frau zahlen müssten.)

    Bleibt noch das Problem das Frauen nach der Kinderzeit einen Job haben müssen. An meiner Uni sind einige Seniorstudenten... Frauen mit Abi könnten studieren. Ansonsten wären dann wohl mehr Verkäuferjobs oder Callcentertätigkeiten oder soziale Jobs nötig. Wenn die Wirtschaft anspringt kein Problem.


  • Mod

    abbes schrieb:

    Die ganzen Steuerspiele sind eh' fuer die Katz'. Das einzige, was die Lage langfristig stabil(er) machen kann, ist die Schaffung von neuen Arbeitsplaetzen.

    Aber um neue Arbeitsplätze zu schaffen müssen erst steuerliche Randbedingungen angefasst und angepasst werden, was mit den Lohnnebenkosten zusammenhängt.

    Der Staat kann keine Arbeitsplätze schaffen.

    Der Staat kann nur die Randbedingungen für die Schaffung von Arbeitsplätzen schaffen oder verbessern.

    Die Sache ist relativ einfach: wenn jemand eine Chance sieht mit seiner Idee eine Firma zu gründen und Geld zu machen, wird er das tun. Und dann kommen Arbeitsplätze. Also muß der ganze Formalienkram so einfach wie möglich sein, und es muß einfach sein Geld zu machen. Dann kommen genug Investoren.

    Insofern ist diese Entwicklung sehr bedenklich:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,359785,00.html

    Natürlich kann man einwenden, daß wohl in Deutschland das sozialistische Ziel der Gleichheit damit bald erreicht wäre... aber genau das Ziel reich zu werden treibt viele Leute in die Selbständigkeit und schafft damit Firmen und Neugründungen. Aber ein Mittelständler kann heutzutage eigentlich nur noch arm werden, nicht mehr reich. Also muß jemand mit Ideen entweder ins Ausland gehen oder er sucht sich einen Job und lenkt seine Initiative auf seine Hobbys.



  • Andreas XXL schrieb:

    Es geht nicht darum irgendwo mal die Lohnnebenkosten zu senken, sondern darum, dass die Politiker in der Lage sein müssen die Seiteneffekte ihrer Handlungen zu verstehen (im Voraus). Das mit der Benzinsteuer wahr nur als verständliches Beispiel gedacht!
    Außerdem ist abstaktes Denken nötig!!!!!!!!!!!

    Ich glaube kaum, dass die das nicht wissen. so doof sind selbst DIE nich...

    Mr. B



  • Ist euch eigentlich mal aufgefallen, das wir jedes Jahr Wahren von millionen von Dollar den USA schenken?

    Es ist so, dass wir jedes Jahr einen Exportüberschuß aufweisen. Aber wo kommt das Geld her?

    Die USA produzieren Staatsschulden die Deutschland schon längst das Genick gebrochen hätte, aber der Wert des Dollars fällt kaum!

    Es ist so, dass Erdöl in Dollar bezahlt wird. Also können die Amis praktisch Erdöl "drucken". Und sie tuns auch. Trotzdem fällt der Dollar nicht.

    Aber wie kommt das?

    Ganz einfach. Wir brauchen einen relativ starken dollar damit die Amis unsere wahren kaufen können.(Die währen bei nen schwachen Dollar zu teuer für die).
    Um aber den fallenden Dollar zu stärken kaufen viele Länder mit ihren exportierenden wahren rieseige Dollarvorräte und nennen sie "sichere Devisen".

    Aber wenn jetzt auch nur ein paar Länder auf die Idee kämen von den amis wahren für ihre Dollarvorräte haben zu wollen, geht das nicht, weil einfach kein reeller Gegenwert mehr vorhanden ist. Der Dollarkurs wird nur noch von den "Deviesenlagern" und von dem Glauben an die Wirtschaftsmacht USA gestützt.

    Wir haben also jedes Jahr Exportgewinne, aber die sind praktisch nichts Wert, weil man es nicht wagen kann große Dollarmengen gegen wahren eintauschen zu wollen.

    Ich habe mal gelesen, dass jedert Dollar den die USA ausgeben zu 85% aus dem Ausland durch diese Aktivitäten subventioniert wird und jeder Deutsche so zu 8% für lau für für die Amis schuftet!

    Was meint ihr was passiert wenn die Opec beschließt Erdöl nur noch für Euros zu verkaufen? Dann können die Ammis einpacken! Deswegen führen die Amis auch den Irakkrieg um aus diesem Dillema rausukommen und nen neuen dummen zu finden der ihnen für ihre wertlosen Dollar Erdöl verkauft.

    Deswegen sind auch die Kosten des Irakkriegen für die egal, weil es eh aus dem Ausland (Ja auch von uns wird der Krieg kräftig mitfinanziert) bezahlt wird.

    Und solange wir schön bei diesem Spiel mitmachen arbeiten wir für die, finanzieren die perversen Phantasien vom Busch und wundern uns warum unsere Wirtschaft kaputt geht! Da liegt auch ein deutliches Problem.

    Wenn die Leute DAS wirklich mal im großen Stil begreifen, gibt es nen Wirtschaftszusammenbruch, gegen den der "Schwarze Freitag" nur wie ne verlohrene Spardose wirkt!



  • Marc++us schrieb:

    Die Sache ist relativ einfach: wenn jemand eine Chance sieht mit seiner Idee eine Firma zu gründen und Geld zu machen, wird er das tun. Und dann kommen Arbeitsplätze. Also muß der ganze Formalienkram so einfach wie möglich sein, und es muß einfach sein Geld zu machen. Dann kommen genug Investoren.

    Insofern ist diese Entwicklung sehr bedenklich:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,359785,00.html

    Natürlich kann man einwenden, daß wohl in Deutschland das sozialistische Ziel der Gleichheit damit bald erreicht wäre... aber genau das Ziel reich zu werden treibt viele Leute in die Selbständigkeit und schafft damit Firmen und Neugründungen.

    wenn profitsucht als oberstes ziel hast, ist das dein problem. leider hast von sozialismus keine ahnnung. "die gleichheit" ist wieder nur ein schimpfwort, das völlig deplaziert ist.
    ich hab nix gegen unternehmer, die gewinn machen. ich hab nur was gegen unternehmer, die mitarbeiter entlassen, um noch mehr gewinn zu machen.

    Marc++us schrieb:

    Aber ein Mittelständler kann heutzutage eigentlich nur noch arm werden, nicht mehr reich. Also muß jemand mit Ideen entweder ins Ausland gehen oder er sucht sich einen Job und lenkt seine Initiative auf seine Hobbys.

    oh gott, der bettelarme mittelständler.
    wie sicher leben die im vergleich zu ihren beschäftigten? da muß man sich doch glatt veralbert vorkommen. 👎



  • scrub schrieb:

    ich hab nix gegen unternehmer, die gewinn machen. ich hab nur was gegen unternehmer, die mitarbeiter entlassen, um noch mehr gewinn zu machen.

    Machen wir die einfache Annahme, daß ein Unternehmer Mitarbeiter braucht, um Gewinn zu machen. Jetzt entläßt er einige Mitarbeiter. Nun gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten:

    (1) Die Gewinne der Firma brechen ein, weil sie weniger und qualitativ schlechter produziert. Die Konsequenz: es werden Leute eingestellt.
    (2) Die Gewinne der Firma steigen, weil sie weniger ausgeben, aber weiterhin effizient produzieren können.

    Offensichtlich ist Fall (2) ein Problem für dich. Warum? Warum sollte eine Firma nicht so produzieren, daß sie am meisten Gewinne erwirtschaftet, die sie übrigens normalerweise nicht vergräbt, sondern investiert. Wenn es moralisch geboten ist, das Firmen mehr Leute beschäftigen, als sie benötigen, wieso forderst Du dann nicht auch gleich, daß profitable Unternehmen so lange Arbeitslose einstellen müssen, bis sie gerade nicht mehr (oder nur noch minimal) profitabel sind? Hätte man dann Sozialismus verstanden?

    wie sicher leben die im vergleich zu ihren beschäftigten? da muß man sich doch glatt veralbert vorkommen. 👎

    Ich habe noch keinen Angestellten gesehen, der im Zweifelsfall mit seinem Provatvermögen für eine Insolvenz aufkommen muß. Wenn das Unternehmerdarsein so schön und sicher ist, wieso macht sich dann nicht jeder selbständig? Sind die Leute alle ein bißchen doof oder haben nicht die Qualifikation um einen Frisörsalon zu leiten?



  • Ich habe noch keinen Angestellten gesehen, der im Zweifelsfall mit seinem Provatvermögen für eine Insolvenz aufkommen muß.

    Ich schon!

    Meine Nachbarin hat in ner mittelständischen Firma gearbeitet. Sie war mit Leib und Seele dabei!

    Das Unternehmen ist von nem größeren aufgekauft worden. Die haben dann das Geld rausgezogen und nen "Berater" eingestellt.

    Dieser Berater hat, obwohl es der Firma nach dem geldrausziehen seeeehr schlecht ging ein gehalt von ca 60.000 Euro im Monat verlangt und auch bekommen.

    Und ich schwöhre dass das jetzt stimmt was ich schreibe!
    Es hat sich rausgestellt das der "Berater" nicht lesen und schreiben kann!!!!!

    Was war die Konsequenz? Die Firma ging pleite! Meine Nachbarin hat (da sie 53 jahre alt ist, für ihre Zukunft gepart; auf nem normalen Sparbuch)

    Jetzt fragt ihr euch warum sie mit ihrem privaten Vermögen haftet, obwohl sie fast 40 jahre treu für dieses Unternehmen gearbeitet hat?

    Ich sag nur HARTZ 4!



  • Daniel E. schrieb:

    Warum sollte eine Firma nicht so produzieren, daß sie am meisten Gewinne erwirtschaftet, die sie übrigens normalerweise nicht vergräbt, sondern investiert. Wenn es moralisch geboten ist, das Firmen mehr Leute beschäftigen, als sie benötigen, wieso forderst Du dann nicht auch gleich, daß profitable Unternehmen so lange Arbeitslose einstellen müssen, bis sie gerade nicht mehr (oder nur noch minimal) profitabel sind? Hätte man dann Sozialismus verstanden?

    wenn unternehmer ihre gewinne hauptsächlich investieren würden, wieso wachsen sie dann nicht und stellen mehr mitarbeiter ein? die beobachtung, daß die anzhal der beschäftigten sinkt, läßt doch nur den schluß zu, daß mit den gewinnen irgendwas anderes passiert.
    ich habe ja nichts dagegen, wenn ein unternehmen nur so viele mitarbeiter beschäftigt, wie es braucht. und den gewinn, den es dann macht, solle es ruhig machen.
    leider mußte ich (nicht persönlich) die erfahrung machen, daß mitarbeiter entlassen wurden, obwohl sie viel arbeit hatten- mit dem argument, daß die arbeit auf die kollegen aufgeteilt würde und dadurch NOCH MEHR profit gemacht werden kann.
    du siehst also: schmeiß ich einen raus, erhöht sich der profit. schmeiß ich noch mehr raus (und lasse die gleiche arbeit von immer weniger mitarbeitern erledigen), erhöht sich der profit immer mehr. das ist es, was schärfstens bekämpft werden muß.

    scrub schrieb:

    Ich habe noch keinen Angestellten gesehen, der im Zweifelsfall mit seinem Provatvermögen für eine Insolvenz aufkommen muß. Wenn das Unternehmerdarsein so schön und sicher ist, wieso macht sich dann nicht jeder selbständig? Sind die Leute alle ein bißchen doof oder haben nicht die Qualifikation um einen Frisörsalon zu leiten?

    es gibt auch andere rechtsformen für unternehmen.
    davon abgesehen: wie ist die fallhöhe eines unternehmers, der wirklich in insolvenz geht? und wie ist im vergleich dazu die fallhöhe eines mitarbeiters zu sehen, der wegen 0,0032% mehr profit rausgeschmissen wurde?



  • Und wie geht es weiter mit dieser Frau?

    Jeder der sein geld zum fenster rausgeschmissen hätte würde jetzt hartz 4 bekommen. Sie muss aber von ihren ersparten leben, bis dieses (fast) verbraucht ist.

    ich gehe sie jeden tag besuchen und ich habe schiss, das ich sie irgendwann mal am seil baumelnd finde.

    KRASS GESAGT: ICH HABE SCHISS, DASS SIE SICH UMBRINGT DESWEGEN!!!!!!!!!!!!!

    Wieso wurde der "Berater" wenn er so unfähig ist denn eingestellt?
    Weil er ganz zufällig mit einem aus der Firma, die aufgekauft hat verwand ist.

    Ist das legal? Nein er wurde auch wegen veruntreuung verurteilt zu (und jetzt haltet euch fest) 6700 Euro Strafe! Die hat er auch ganz locker bezahlt und dann angegeben der Prozess (Anwalt etc) hätte sein ganzes Geld verbraucht. DER BEKOMMT JETZT HARTZ 4 ! Und ich wette, dass die Kohle von der Mistsau irgenwo auf nem schweizer Konto oder auf den Philipinen oder sonst wo ruht!!!!!!!



  • Ps. Willkommen in DEUTSCHLAND.

    Die CDU wird die Fehler, die die SPD gemacht hat nicht verbessern -nein- die werden ihre eigenen noch draufsetzen!



  • Marc++us schrieb:

    abbes schrieb:

    Die ganzen Steuerspiele sind eh' fuer die Katz'. Das einzige, was die Lage langfristig stabil(er) machen kann, ist die Schaffung von neuen Arbeitsplaetzen.

    Aber um neue Arbeitsplätze zu schaffen müssen erst steuerliche Randbedingungen angefasst und angepasst werden, was mit den Lohnnebenkosten zusammenhängt.

    Der Staat kann keine Arbeitsplätze schaffen.

    Der Staat kann nur die Randbedingungen für die Schaffung von Arbeitsplätzen schaffen oder verbessern.

    Das ist natuerlich richtig, dass der Staat nur die Randbedingungen schaffen kann;
    allerdings bin ich bei den Lohnebenkosten und der Unternehmenssteuer anderer Auffassung, denn dadurch wird der Arbeitgeber nicht unbedingt dazu angeregt weitere Arbeitsplaetze zu schaffen.

    Begruendung:
    1. ist es so dass die 35/38 Stunden Arbeitswoche nur auf dem Papiert besteht. Die unbezahlte bzw. gleichverguetete Nettoarbeitszeit liegt wesentlich hoeher. Bei mir z.B. 38Std -> ~45Std oder mehr. In der Metallindustrie, zu der einige unserer Kunden zaehlen, sind es z.B. 35 -> ~40 Stunden.

    2. Rueckschliessend daraus, kann man sagen, dass die Arbeiter ~120% Leistung beringen muessen um die Auftraege zu erfuellen.

    3. Jetzt meine Frage/These: Warum sollte der Arbeitgeber zusaetzlich Personal einstellen um auf 100% Leistung zu kommen, wenn ihn die 20% Mehrleistung nichts kosten, statt den Ueberschuss zu behalten.

    Eine Loesung hierfuer waere vieleicht eine Art Staffelung der Lohnnebenkostenausgabe. Vereinfacht gesagt, je mehr Arbeitnehmer beschaeftigt werden, desto weniger Lohnnebenkosten fallen (Prozentual gesehen) fuer den Arbeitgeber an...


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