Homosexualität
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Fritzy schrieb:
2. Aber wieso sollten sie nicht das Recht haben dürfen? Sie entscheiden doch auch über Religion, welche Schule es besucht, wie lange es aufbleiben darf, ob es Doom spielen darf, mit wem es spielen darf, über die Frisur, wo das Kind geboren wird, sogar über das Geschlecht, oder ob es abgetrieben wird (vor der Geburt).
Warum würdest Du dieses Recht herausnehmen, wenn doch beide Richtungen gleichwertig sind?
Gibt es tatsächlich Eltern, die sich das Geschlecht ihres Kindes nach dem Probierverfahren aussuchen? (Zeugung>Abtreibung>Zeugung)?

Die Frage nach der Zulässigkeit von Abtreibung unter diesen Gesichtspunkten stellt sich mir hierbei nicht, da es kein Individuum in seiner freien Selbstenftaltung hindert, da der Fetus zu diesem Zeitpunkt noch kein Bewusstsein hat.
Dass ein Kind behütet werden muss in der Kinheit, ist ja klar und auch, dass die Eltern innerhalb gesetzlich definierter Grenzen darüber Entscheidungsfreiheit haben.
Die Entscheidungen, die ich meine sind aber die, die sich über das Kindes- und Jugendalter hinaus unwiderruflich auswirken, wenn der Geltungsbereich der elterlichen Sorge schon längst erloschen ist.
Eltern haben auch nicht das Recht zu entscheiden, ob ihr Kind zwei Beine oder nur eins haben soll.(Ja, das war ein überspitzter Vergleich)
Durch solch eine Impfung würde man dem Kind eine Entscheidung abnehmen, die es später nach Entwicklung eigener fundierter Moral-/Wertvorstellungen missbilligen könnte.
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Neugier schrieb:
Aber Lesben sind nicht so schlimm?
Wenn sie gut aussehen nicht
.
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Hrhr, Unix-Tom

MfG SideWinder
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Fritzy schrieb:
Auf der anderen Seite hat man aber folgende Nachteile: Weniger Partnerauswahl, Diskreminierung durch Kirche, Moslems,
Da ich selbst Moslem bin und auch ganz bewandert in meiner Religion kann und will ich diese Aussage nicht einfach so stehen lassen.
In der Moschee bzw. von Eltern wurde gelehrt mich immer Tolerant zu verhalten.
Dies steht auch so im Koran. Richtig ist, dass Homosexualität als etwas eher seltsames und nicht erstrebenswertes angesehen wird, es wird aber ausdrüklich (von Eltern/Moschee) sich diesen Leuten gegenüber genauso freundlich wie allen anderen gegenüber zu verhalten.
Desweiteren hab ich noch nie gesehn / gehört , dass in unserer Moschee die Homosexulität als etwas teuflisches (oder was auch immer man meinen könnte)
angesehen wird.
Es wird weder gehetz noch dazu aufgefordert sich intolerant zu verhalten (das Gegenteil ist der Fall).Außerdem habe ich selbst einen Bekannten der Homosexuell ist und wenn der mal bei uns zu Gast ist (auf Feiern etc.) verhalten sich die Muslime die wir einladen ihm freundlich und zuvorkommend (wie allen anderen gegenüber).
Ich kann nicht beurteilen wie es in anderen Moscheen anderswo aussieht.
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Fritzy schrieb:
DocJunioR schrieb:
Seit wann ist das eine Krankheit?
Ok, halten wir die Frage ganz allgemein: Würdest Du verhindern das Du Homosexuell wirst?
masterofx32 schrieb:
Ich bin jedenfalls der Meinung, dass Eltern nicht das Recht haben sollten, Entscheidungen dieser Art für ihre Kinder fällen zu dürfen.
1. Du würdest nicht impfen wegen der freien Selbstentfaltung.
ok
2. Aber wieso sollten sie nicht das Recht haben dürfen? Sie entscheiden doch auch über Religion, welche Schule es besucht, wie lange es aufbleiben darf, ob es Doom spielen darf, mit wem es spielen darf, über die Frisur, wo das Kind geboren wird, sogar über das Geschlecht, oder ob es abgetrieben wird (vor der Geburt).Warum würdest Du dieses Recht herausnehmen, wenn doch beide Richtungen gleichwertig sind?
Weil die Leute, die homosexuell sind im Allgemeinen recht zufrieden damit sind...
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Fritzy schrieb:
2. Aber wieso sollten sie nicht das Recht haben dürfen? Sie entscheiden doch auch über Religion, welche Schule es besucht, wie lange es aufbleiben darf, ob es Doom spielen darf, mit wem es spielen darf, über die Frisur, wo das Kind geboren wird, sogar über das Geschlecht, oder ob es abgetrieben wird (vor der Geburt).
Aber eben nicht darüber, ob ich jetzt aus der Kirche austrete, die Nacht durchmache, mir Doom-spielen Spaß macht, mit wem ich spiele und welche Frisur ich dabei habe. Und abtreiben lasse ich mich auch nicht mehr...
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masterofx32 schrieb:
Die Entscheidungen, die ich meine sind aber die, die sich über das Kindes- und Jugendalter hinaus unwiderruflich auswirken, wenn der Geltungsbereich der elterlichen Sorge schon längst erloschen ist.
Eltern haben auch nicht das Recht zu entscheiden, ob ihr Kind zwei Beine oder nur eins haben soll.(Ja, das war ein überspitzter Vergleich)
Durch solch eine Impfung würde man dem Kind eine Entscheidung abnehmen, die es später nach Entwicklung eigener fundierter Moral-/Wertvorstellungen missbilligen könnte.
Jede Entscheidung betrifft das Kind über das Jugendalter hinaus. Werteerziehung, Schulbildung,etc.
Eltern entscheiden auch ob ein Kind ein oder zwei Beine haben soll wenn es nötig ist.
Es gibt einige Eltern welche so eine Entscheidung im Fall von bestimmten Krankheiten bereits getroffen haben. (Läßt man das Kind noch wenige Jahre leben oder gibt man ihm die Möglichkeit länger zu leben wenn man eine riskante Operation durchführen läßt )Ein Kind hat gesetzlich keine Entscheidungsgewalt.
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Unix-Tom schrieb:
Ein Kind hat gesetzlich keine Entscheidungsgewalt.
Das will ich ja auch nicht bestreiten, aber Eltern haben auch nicht die freie Entscheidungsgewalt über ihre Kinder und sollten es in bestimmten Dingen noch weniger haben, als es derzeit der Fall ist. Bei dem Beispiel mit dem Beim war keine medizinische Entscheidung sondern Body Modification gemeint. ("Es gefällt mir besser mit nur einem Bein.") Genauso wäre es illegal, seinem Kind persönlichkeitsverändernde Drogen zu verabreichen, um es nach den eigenen Wünschen zu formen.
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masterofx32 schrieb:
Gibt es tatsächlich Eltern, die sich das Geschlecht ihres Kindes nach dem Probierverfahren aussuchen? (Zeugung>Abtreibung>Zeugung)?

Ich dachte das geht schon. PID
masterofx32 schrieb:
Durch solch eine Impfung würde man dem Kind eine Entscheidung abnehmen, die es später nach Entwicklung eigener fundierter Moral-/Wertvorstellungen missbilligen könnte.
Es könnte einen aber auch verantwortlich machen, weil es nicht geimpft wurde! Mit 16 Aids, kommt mit der Schule nicht klar, ausgegrenzt, ...
rgernha schrieb:
Es wird weder gehetz noch dazu aufgefordert sich intolerant zu verhalten (das Gegenteil ist der Fall).
Ok, in Deinem Fall. Ich habe irgendwo etwas gelesen von Diskreminierung von Schwulen in der Türkei. In den anderen Ländern wird es ähnlich ausehen. Aber weil es in D nicht so viele Moslems gibt wäre ich mit einer Streichung einverstanden...
DocJunioR schrieb:
Fritzy schrieb:
Warum würdest Du dieses Recht herausnehmen, wenn doch beide Richtungen gleichwertig sind?
Weil die Leute, die homosexuell sind im Allgemeinen recht zufrieden damit sind...
Aber wenn beide Richtungen doch gleichwertig sind, könnte man dem Kind eine Menge Ärger ersparen. Ein Heteroleben ist schließlich keine Schande!
nman schrieb:
Aber eben nicht darüber, ob ich jetzt aus der Kirche austrete, die Nacht durchmache, mir Doom-spielen Spaß macht, mit wem ich spiele und welche Frisur ich dabei habe. Und abtreiben lasse ich mich auch nicht mehr...
Ja, jetzt wo man erwachsen ist können die Eltern es nicht mehr. Die Entscheidung ob ich meine Kinder auf dem Land oder in der Stadt aufwachsen lasse ist fundamental in vielen Bereichen. Über diese Entscheidung regt sich niemand auf. Aber wenn es um die "Schwulenimpfung" geht will man es verbieten damit die momentan lebenden Schwulen sich nicht minderwertig fühlen.
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So dann oute ich mich mal,
nein nicht so. Ich würde meine Tochter auch impfen lassen. Ich weiß auch nicht was das sein soll freie Sexualität? Inzwischen ist man ja schon out wenn man nicht schwul ist. Der Gipfel war glaub RTL mit "Schwul ist Cool" (Hab's nie angeschaut). Ist das nicht schon krank? Das ist doch weder Gott gewollt noch von der Natur so vorgesehen.
Ich hoffe ich habe niemanden beleidigt. Wenn einer Homosexuell sein will oder ist, von mir aus. Aber für normal halte ich das nicht.Gruß Alex
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Fritzy schrieb:
Die Entscheidung ob ich meine Kinder auf dem Land oder in der Stadt aufwachsen lasse ist fundamental in vielen Bereichen. Über diese Entscheidung regt sich niemand auf. Aber wenn es um die "Schwulenimpfung" geht will man es verbieten damit die momentan lebenden Schwulen sich nicht minderwertig fühlen.
Siehst Du den Unterschied wirklich nicht?
Wenn ich am Land aufwachse, dann kann ich später immernoch in die Stadt ziehen, wenn ich wollte. Umgekehrt genauso.
Wenn jemand meine sexuelle Orientierung für mich entscheidet, dann bleibt die lebenslang so, und davon abgesehen ist das einfach ein Bereich, der niemanden etwas angeht, außer mich und meinen Sexualpartner. Warum meine Eltern darauf Einfluss nehmen dürfen sollten, weiß ich beim besten Willen nicht.
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Dann oute ich mich auch mal: Ich bin ein Landei

Wenn ich ins Grüne fahre sammle ich Kirschen, Erdbeeren, ... und sogar Mießmuscheln aus dem See und esse sie. Für die Typen in meiner WG (Städter) ist sowas undenkbar. "Ist doch bestimmt verschmutzt und mit Chemikalien belastet,..." Oder draußen übernachten können sie auch nicht so einfach. Genauso ist bei ihnen alles blitzblank, mich stört Dreck nicht, ...Du begründest Deine ablehnende Haltung damit das es später nicht wieder rückgänig zu machen sei. Aber genauso verhält es sich mit vielen anderen Dingen die einem in der Jugend wiederfahren sind.
Wenn Du Deine Haltung konsequent durchsetzen wolltest, müsstest Du auch dagegen sein schwer behinderte Kinder zu gebären. Du müsstest sogar dagegen sein diese Kinder zu heilen, weil sie nach der Heilung nicht mehr in den Ursprungszustand zurückversetzt werden könnten wenn sie denn später wollten.
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Fritzy schrieb:
Dann oute ich mich auch mal: Ich bin ein Landei

Wenn ich ins Grüne fahre sammle ich Kirschen, Erdbeeren, ... und sogar Mießmuscheln aus dem See und esse sie. Für die Typen in meiner WG (Städter) ist sowas undenkbar. "Ist doch bestimmt verschmutzt und mit Chemikalien belastet,..." Oder draußen übernachten können sie auch nicht so einfach. Genauso ist bei ihnen alles blitzblank, mich stört Dreck nicht, ...Ich bin mitten in der Großstadt aufgewachsen, und habe auch keine Probleme mit übernachten im Freien, Dreck oder selbst gepflückten Kirschen/ Erdbeeren/ whatever.
Du begründest Deine ablehnende Haltung damit das es später nicht wieder rückgänig zu machen sei. Aber genauso verhält es sich mit vielen anderen Dingen die einem in der Jugend wiederfahren sind.
Klar, darum gibt man sich ja auch Mühe, bei der Erziehung so viel wie möglich richtig zu machen und nicht allzugroßen Scheiß zu bauen.
Wenn Du Deine Haltung konsequent durchsetzen wolltest, müsstest Du auch dagegen sein schwer behinderte Kinder zu gebären.
Schwachsinn.
Erstens: Homosexualität ist keine Behinderung.
Zweitens: Abtreibung und pränatale Diagnostik sind ein ganz anderes Paar Schuhe, das hat hiermit nichts zu tun.Du müsstest sogar dagegen sein diese Kinder zu heilen, weil sie nach der Heilung nicht mehr in den Ursprungszustand zurückversetzt werden könnten wenn sie denn später wollten.
Nochmal: Schwulsein ist keine Krankheit. Und: Zeig mir einen Behinderten, der gerne behindert ist, dann erkläre ich Dir meinetwegen genauer, warum Du Blödsinn redest.
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Es ist durchaus denkbar das ein Mensch der seit der Geburt behindert ist eine Heilung ablehnt, weil er es so wie es ist gut findet.
Was spricht denn dagegen den Schalter von homosexuell auf heterosexuell umzustellen? Doch nur die Einstellung, ich bin was ich bin und niemand soll was daran ändern. Aber diese Haltung entwickelt man doch erst mit der eigenen Bewußtseinswerdung und den Erfahrungen die man mit der Zeit macht. Das Kind könnte durchaus später sagen "warum habt ihr mir das nicht erspart".
Und nehmen wir an die Impfung würde sich wieder rückgängig machen lassen, wäre dann Dein Argument nicht komplett hinfällig? Immerhin kann es als Volljährige(r) dann entscheiden.
Du wehrst Dich gegen Eltern die sich Ihre Kinder zusammenklicken wollen?
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Fritzy schrieb:
Es ist durchaus denkbar das ein Mensch der seit der Geburt behindert ist eine Heilung ablehnt, weil er es so wie es ist gut findet.
Was spricht denn dagegen den Schalter von homosexuell auf heterosexuell umzustellen? Doch nur die Einstellung, ich bin was ich bin und niemand soll was daran ändern. Aber diese Haltung entwickelt man doch erst mit der eigenen Bewußtseinswerdung und den Erfahrungen die man mit der Zeit macht. Das Kind könnte durchaus später sagen "warum habt ihr mir das nicht erspart".
Und nehmen wir an die Impfung würde sich wieder rückgängig machen lassen, wäre dann Dein Argument nicht komplett hinfällig? Immerhin kann es als Volljährige(r) dann entscheiden.
Du wehrst Dich gegen Eltern die sich Ihre Kinder zusammenklicken wollen?
Irgendwie muss ich grade an Gattaca denken....

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Kann man diesen Thread noch zu einem Poll umformen?
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Fritzy schrieb:
Du wehrst Dich gegen Eltern die sich Ihre Kinder zusammenklicken wollen?
Ja, ganz entschieden sogar. Das ist ethisch einfach nicht vertretbar.
edit: Aber ich glaube, jetzt hab ich einmal zuviel angebissen, ich lass es einfach mal gut sein mit dem Antworten; sollte ohnehin arbeiten...