Asta fordert Rauswurf eines Dozenten an der LMU München



  • Daniel E. schrieb:

    Was hat der gute Mann jetzt gemacht? In einer Zeitung publiziert, die für rechte Inhalte bekannt ist? Unsensible Witze veröffentlicht? So what?

    ist es eigentlich so schwer, zu verstehen, daß es nur darum geht, ob der mann mit seiner einstellung an die LMU paßt?
    wenn ich als manager in der deutschen bank für eine gewerkschaftszeitung artikel schreibe und witze über kapitalisten mache, dann wird sich mein chef wohl auch mal überlegen, ob ich nicht vielleicht fehl am platz bin.
    meine meinung: er hat sich selbst aufs glatteis gebracht (und sich dabei ohne es zu verstehen auf das grundrecht zur meinungsfreiheit berufen) und sollte sich jetzt nicht wundern, daß er nicht nur fanpost bekommt. zumindest der artikel stört mich persönlich (die tatsache, daß er in dieser zeitung veröffentlicht wurde, ist jedenfalls auch von ihm zu verantworten), seine witze sind erkennbar nicht speziell gegen bestimmte menschen gerichtet (es sei denn, man reißt sie wie der spiegel aus dem zusammenhang).
    ich würde einfach nur eine distanzierung verlangen (der artikel), alles andere ist ja schon in ordnung (siegel der uni entfernt).

    Daniel E. schrieb:

    Daß die Witze geschmacklos sind und daß er seine Seite doch bitte offline stellen soll, das wären auch Forderungen gewesen, die ich nachvollziehen hätte können. Aber warum wird dann von Entzug der Lehrerlaubnis usw. gefaselt? Und warum setzt Du dich so für die AStA ein, wenn Du doch mit deren Forderungen nicht übereinstimmst?

    ich setze mich für den AStA in münchen ein, weil ich selber in einer studierendenvertretung mitarbeite und dieses hohle gefasel, was hier wieder aufgekommen ist ("Birkenstock-Latschen-tragenden alternativen ... blabla"), nicht hören kann.
    natürlich hätte der AStA auch intelligent reagieren können, aber da mangelte es anscheinend gerade.

    Mir scheint eher, daß man derzeit wieder jedes Wort fünfmal umdreht um dann eine Nazi-Parole oder wenigstens eine "rechte Gesinnung" feststellen zu können und es nervt (mich?) tierisch:

    Lafo redet von Fremdarbeitern -> Nazi
    CDU redet von "Sozial ist, was Arbeit schafft" -> "Arbeit macht frei" -> Nazis
    usw.

    aber wenn mich aus anderen gründen derartige sprüche stören, darf ich doch trotzdem dagegen sein, ohne daß du mir vorwirfst, einer dieser "parolensucher" zu sein?



  • Muss die Asta sich als Gedankenpolizei hinstellen? Muss man eine Schmutzkampange starten? Wer sucht aus wer wohin passt?

    Ich denke mal, dass die Asta sich Methoden bedient, gegen die die Mitglieder sonst in schärfster Form protestieren würden. Wenn man als Rechtfertigung dafür schon die Deutsche Bank anführt.

    Es geht doch schon längst nicht mehr darum, dass der Typ sich entschuldigt. So eine Kampange zerstört den Ruf und brantmarkt Hejj.

    Das alles dank der Asta, die sich doch sonst überall für Tolleranz einsetzt...



  • kingruedi schrieb:

    Das alles dank der Asta, die sich doch sonst überall für Tolleranz einsetzt...

    Ich kenne keinen Asta, der sich für Toleranz gegenüber rechtem Gedankengut eingesetzt hätte.

    Das war übrigens keine Rechtfertigung mit der Deutschen Bank, sondern ein Beispiel. Aber das Ganz Posting sieht sowieso mehr nach so einem versteckten Sandalen-Quatsch-Postin aus.



  • Jester schrieb:

    Ich kenne keinen Asta, der sich für Toleranz gegenüber rechtem Gedankengut eingesetzt hätte.

    die baden-württembergischen und bayerischen ASten dürfen sich offiziell eh nicht politisch äußern. davon abgesehen sind vollidioten in ASten bisher anscheinend die ausnahme.

    Jester schrieb:

    Aber das Ganz Posting sieht sowieso mehr nach so einem versteckten Sandalen-Quatsch-Postin aus.

    😕



  • Jester schrieb:

    kingruedi schrieb:

    Das alles dank der Asta, die sich doch sonst überall für Tolleranz einsetzt...

    Ich kenne keinen Asta, der sich für Toleranz gegenüber rechtem Gedankengut eingesetzt hätte.

    Wobei man sich dann die Frage stellen sollte, ob es selektive Toleranz geben kann 🙂

    Das war übrigens keine Rechtfertigung mit der Deutschen Bank, sondern ein Beispiel.

    Naja, das Beispiel zeigt zumindest, auf welche Stufe sich die ASta stellt. Ich denke, dass die wenigsten ASta Mitglieder sich gerne mit der Deutschen Bank auf eine Stufe stellen will.



  • ähm, irgendwie hast du da was falsch verstanden. die analogie war auf den prof bezogen, hatte NICHTS mit dem AStA zu tun. (der AStA, des AStA, dem AStA, den AStA)



  • scrub schrieb:

    wenn ich als manager in der deutschen bank für eine gewerkschaftszeitung artikel schreibe und witze über kapitalisten mache, dann wird sich mein chef wohl auch mal überlegen, ob ich nicht vielleicht fehl am platz bin.

    Das Beispiel hinkt jetzt allerdings, da der Mann, um den es hier geht, kein Professor sondern eben nur Privatdozent ist und nicht mal auf der Gehaltsliste der LMU steht ...

    scrub schrieb:

    (der AStA, des AStA, dem AStA, den AStA)

    Die Bezeichnung ist doch sowieso egal. Für den AStA der LMU haben bei den Hochschulwahlen dieses Semester ganze 5% der Studenten gestimmt. Reicht bei ner Wahlbeteiligung von 8% zum Sieg aus, aber ob man sich dann gleich als allgemeine Studierendenvertretung fühlen darf ... die Studenten stehen auf jeden Fall nicht hinterm AStA, was man auch in Uniforen lesen kann.



  • sarfuan schrieb:

    scrub schrieb:

    (der AStA, des AStA, dem AStA, den AStA)

    Die Bezeichnung ist doch sowieso egal. Für den AStA der LMU haben bei den Hochschulwahlen dieses Semester ganze 5% der Studenten gestimmt. Reicht bei ner Wahlbeteiligung von 8% zum Sieg aus, aber ob man sich dann gleich als allgemeine Studierendenvertretung fühlen darf ... die Studenten stehen auf jeden Fall nicht hinterm AStA, was man auch in Uniforen lesen kann.

    In Bayern gibts keine Asten. Sind also nur ne Gruppe Wichtigtuer, die sich so nennen.



  • sarfuan schrieb:

    Das Beispiel hinkt jetzt allerdings, da der Mann, um den es hier geht, kein Professor sondern eben nur Privatdozent ist und nicht mal auf der Gehaltsliste der LMU steht ...

    wieder mal sage ich dir DANKE, weil ich jetzt nicht mehr dumm sterben muß.
    mir ist der unterschied sehr wohl bewußt, wir können auch gern von einem privatdozenten reden, der ganz zufällig an der LMU vorlesungen hält und prüfungen abnimmt.
    wenn er doch gar nichts mit der LMU zu tun hat, wieso "distanziert" sich der rektor dann von ihm?

    sarfuan schrieb:

    scrub schrieb:

    (der AStA, des AStA, dem AStA, den AStA)

    Die Bezeichnung ist doch sowieso egal. Für den AStA der LMU haben bei den Hochschulwahlen dieses Semester ganze 5% der Studenten gestimmt. Reicht bei ner Wahlbeteiligung von 8% zum Sieg aus, aber ob man sich dann gleich als allgemeine Studierendenvertretung fühlen darf ... die Studenten stehen auf jeden Fall nicht hinterm AStA, was man auch in Uniforen lesen kann.

    entweder handelt es sich bei den 8% wahlbeteiligung um die offiziellen wahlen oder die studenten an der LMU haben ein ziemliches demokratiedefizit.



  • mit Einsicht schrieb:

    In Bayern gibts keine Asten. Sind also nur ne Gruppe Wichtigtuer, die sich so nennen.

    gut, daß du keine ahnung hast. 🙄



  • scrub schrieb:

    mit Einsicht schrieb:

    In Bayern gibts keine Asten. Sind also nur ne Gruppe Wichtigtuer, die sich so nennen.

    gut, daß du keine ahnung hast. 🙄

    Wikipedia :

    Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) ist in allen Bundesländern außer in Baden-Württemberg und Bayern ein Organ der verfassten Studierendenschaft, gewissermaßen die Regierung der verfassten Studierendenschaft.

    Und das im ersten Satz 😮



  • scrub schrieb:

    wieder mal sage ich dir DANKE, weil ich jetzt nicht mehr dumm sterben muß.

    Kein Problem, ich helf dir doch immer wieder gerne. 👍

    wenn er doch gar nichts mit der LMU zu tun hat, wieso "distanziert" sich der rektor dann von ihm?

    Habe ich behauptet, dass er nichts mit der LMU am Hut hat? Dein Beispiel wäre halt mit nem externen Berater, der zeitweise für die Deutsche Bank tätig ist, passender.

    scrub schrieb:

    entweder handelt es sich bei den 8% wahlbeteiligung um die offiziellen wahlen oder die studenten an der LMU haben ein ziemliches demokratiedefizit.

    Ohne dem Demokratiedefizit widersprechen zu wollen, aber was meinst du mit "entweder offizielle wahlen oder"? Ich meinte, wie ich es geschrieben habe, die ganz normalen, regulären, offiziellen Hochschulwahlen.



  • scrub schrieb:

    mit Einsicht schrieb:

    In Bayern gibts keine Asten. Sind also nur ne Gruppe Wichtigtuer, die sich so nennen.

    gut, daß du keine ahnung hast. 🙄

    Autsch 😉



  • sarfuan schrieb:

    scrub schrieb:

    entweder handelt es sich bei den 8% wahlbeteiligung um die offiziellen wahlen oder die studenten an der LMU haben ein ziemliches demokratiedefizit.

    Ohne dem Demokratiedefizit widersprechen zu wollen, aber was meinst du mit "entweder offizielle wahlen oder"? Ich meinte, wie ich es geschrieben habe, die ganz normalen, regulären, offiziellen Hochschulwahlen.

    bei einer "unabhängigen" studierendenvertretung erwarte ich auch "unabhängige" wahlen. da lag hier z.b. die wahlbeteiligung bei 20%.
    klar, die offziellen wahlen haben beinahe keine beteiligung- aber das ist doch gewollt.



  • mit Einsicht schrieb:

    Wikipedia :

    Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) ist in allen Bundesländern außer in Baden-Württemberg und Bayern ein Organ der verfassten Studierendenschaft, gewissermaßen die Regierung der verfassten Studierendenschaft.

    Und das im ersten Satz 😮

    also an der TUM gibt es eine AStA. Mag sein das die nicht die "Regierung der verfassten Studierendenschaft" darstellt, aber es gibt leute die sich AStA nennen.
    siehe auch da:
    http://www.fs.tum.de/AStA/asta.html



  • xroads42 schrieb:

    aber es gibt leute die sich AStA nennen.

    Was nicht im Widerspruch zu meinem Ausgangsposting steht.



  • es gibt an allen deutschen unis einen AStA. nur sind die ASten in baden-württemberg und bayern impotent, weil sie keine finanzhoheit haben und sich zu themen der hochschulpolitik nicht äußern dürfen.
    also wird in unabhängigen wahlen eine unabhängige vertretung gewählt, deren funktionäre dann in den offiziellen wahlen in den AStA gewählt werden.

    für den fall, daß das an der LMU nicht der fall ist, gebe ich gerne ein von mir zu verantwortendes informationsdefizit zu.



  • mit Einsicht schrieb:

    xroads42 schrieb:

    aber es gibt leute die sich AStA nennen.

    Was nicht im Widerspruch zu meinem Ausgangsposting steht.

    jo, hatte ich übersehn.



  • scrub schrieb:

    es gibt an allen deutschen unis einen AStA. nur sind die ASten in baden-württemberg und bayern impotent, weil sie keine finanzhoheit haben und sich zu themen der hochschulpolitik nicht äußern dürfen.
    also wird in unabhängigen wahlen eine unabhängige vertretung gewählt, deren funktionäre dann in den offiziellen wahlen in den AStA gewählt werden.

    An der LMU gibt es keinen offiziellen AStA. Mehr noch, mit dem BayHSchG wurden StuPa und AStA in ganz Bayern abgeschafft. Das gilt auch für die TUM 😉
    Seitdem existiert das sog "Parallelmodell".
    Bei den Hochschulwahlen treten verschiedene Gruppen an, eine davon nennt sich "Liste AStA und Fachschaften" (LMU) bzw "Liste Fachschaften für die Verfasste Studierendenschaft" (TUM). Sofern diese Gruppen die absolute Mehrheit erreichen, was für gewöhnlich immer der Fall ist, bilden sie die "alten Gremien" wie den AStA nach. Allerdings werden diese "alten Gremien" nicht von den Studenten gewählt sondern von den Vertretern der Fachschaften.
    Der Punkt ist also, das, wenn man böse ist, "mit Einsicht" durchaus recht hat.



  • http://home.eplus-online.de/wosim/gesetze/hg/hg03-04-markiert.pdf

    Artikel 68 sieht für mich nach einem AStA aus.
    und ich dachte immer, schlimmer als hier ginge es nicht mehr... 😮


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