Asta fordert Rauswurf eines Dozenten an der LMU München



  • scrub schrieb:

    mit Einsicht schrieb:

    In Bayern gibts keine Asten. Sind also nur ne Gruppe Wichtigtuer, die sich so nennen.

    gut, daß du keine ahnung hast. 🙄

    Autsch 😉



  • sarfuan schrieb:

    scrub schrieb:

    entweder handelt es sich bei den 8% wahlbeteiligung um die offiziellen wahlen oder die studenten an der LMU haben ein ziemliches demokratiedefizit.

    Ohne dem Demokratiedefizit widersprechen zu wollen, aber was meinst du mit "entweder offizielle wahlen oder"? Ich meinte, wie ich es geschrieben habe, die ganz normalen, regulären, offiziellen Hochschulwahlen.

    bei einer "unabhängigen" studierendenvertretung erwarte ich auch "unabhängige" wahlen. da lag hier z.b. die wahlbeteiligung bei 20%.
    klar, die offziellen wahlen haben beinahe keine beteiligung- aber das ist doch gewollt.



  • mit Einsicht schrieb:

    Wikipedia :

    Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) ist in allen Bundesländern außer in Baden-Württemberg und Bayern ein Organ der verfassten Studierendenschaft, gewissermaßen die Regierung der verfassten Studierendenschaft.

    Und das im ersten Satz 😮

    also an der TUM gibt es eine AStA. Mag sein das die nicht die "Regierung der verfassten Studierendenschaft" darstellt, aber es gibt leute die sich AStA nennen.
    siehe auch da:
    http://www.fs.tum.de/AStA/asta.html



  • xroads42 schrieb:

    aber es gibt leute die sich AStA nennen.

    Was nicht im Widerspruch zu meinem Ausgangsposting steht.



  • es gibt an allen deutschen unis einen AStA. nur sind die ASten in baden-württemberg und bayern impotent, weil sie keine finanzhoheit haben und sich zu themen der hochschulpolitik nicht äußern dürfen.
    also wird in unabhängigen wahlen eine unabhängige vertretung gewählt, deren funktionäre dann in den offiziellen wahlen in den AStA gewählt werden.

    für den fall, daß das an der LMU nicht der fall ist, gebe ich gerne ein von mir zu verantwortendes informationsdefizit zu.



  • mit Einsicht schrieb:

    xroads42 schrieb:

    aber es gibt leute die sich AStA nennen.

    Was nicht im Widerspruch zu meinem Ausgangsposting steht.

    jo, hatte ich übersehn.



  • scrub schrieb:

    es gibt an allen deutschen unis einen AStA. nur sind die ASten in baden-württemberg und bayern impotent, weil sie keine finanzhoheit haben und sich zu themen der hochschulpolitik nicht äußern dürfen.
    also wird in unabhängigen wahlen eine unabhängige vertretung gewählt, deren funktionäre dann in den offiziellen wahlen in den AStA gewählt werden.

    An der LMU gibt es keinen offiziellen AStA. Mehr noch, mit dem BayHSchG wurden StuPa und AStA in ganz Bayern abgeschafft. Das gilt auch für die TUM 😉
    Seitdem existiert das sog "Parallelmodell".
    Bei den Hochschulwahlen treten verschiedene Gruppen an, eine davon nennt sich "Liste AStA und Fachschaften" (LMU) bzw "Liste Fachschaften für die Verfasste Studierendenschaft" (TUM). Sofern diese Gruppen die absolute Mehrheit erreichen, was für gewöhnlich immer der Fall ist, bilden sie die "alten Gremien" wie den AStA nach. Allerdings werden diese "alten Gremien" nicht von den Studenten gewählt sondern von den Vertretern der Fachschaften.
    Der Punkt ist also, das, wenn man böse ist, "mit Einsicht" durchaus recht hat.



  • http://home.eplus-online.de/wosim/gesetze/hg/hg03-04-markiert.pdf

    Artikel 68 sieht für mich nach einem AStA aus.
    und ich dachte immer, schlimmer als hier ginge es nicht mehr... 😮



  • Naja, der Unterschied ist halt die fehlende Finanzhoheit, die fehlende Satzungshoheit und generell relativ enge Vorgaben, womit sich der studentische Konvent beschäftigen darf und womit nicht. Und die Hoschulwahlen beschränken sich, wie gesagt, auch nur auf die Fachschaften.
    Am besten ist aber sowieso:
    "Die studentischen Vertreter in den Kollegialorganen sind an Beschlüsse oder Weisungen des studentischen Konvents oder Sprecherrats nicht gebunden."

    edit:
    in neues Posting ausgelagert *g*



  • ja, damit darf dieser "studentische" konvent genau das, was hier der AStA darf. nur scheinen bei euch an der LMU keine unabhängigen wahlen stattzufinden. das wußte ich nicht.



  • Ach ja, ganz vergessen: das alles macht den AStA und ganz speziell die Arbeit des AntiFa-Referats aber auch nicht besser 😉
    (Wennst auf die Seiten des Münchner AStA gehst, wirst du auch nirgends was von LMU lesen, sondern nur von GSU - Geschwister-Scholl-Universität. Die fordern schon seit Jahren diese Umbenennung, weil sie offenbar nichts sinnvolleres zu tun haben (so kommt's zumindest bei Außenstehenden an). Und die Geschichte jetzt schlägt da nur in die selbe Kerbe.)

    @scrub:
    Ja, vermutlich blick ich deswegen noch immer nicht, was du mit unabhängigen Wahlen meinst und wo der Unterschied zu unseren Hochschulwahlen liegt und überhaupt 😉



  • www.usta.de

    vereinfacht gesagt: was in anderen bundesländern der AStA ist, ist bei uns der UStA. der wird (weil es ein U StA ist: "unabhängig") gewählt, dann werden im AStA die entsprechenden ämter besetzt. die ganz normal gewählten studentischen vertreter (im UStA) übernehmen also die entsprechenden positionen im offiziellen, politisch impotenten AStA.
    dieses modell sehe ich deutlich besser als das an der LMU (wo anscheinend echt nur dieser marionetten-AStA existiert, aber kein "echter").
    da die vertreter so natürlich auch keine mehrheitsvertreter sind, wundert es mich doch, daß man die nicht einfach weiterheulen läßt. komischerweise hat sich der rektor ja schnell zu einer äußerung hinreißen lassen, das wundert mich sehr.



  • scrub schrieb:

    da die vertreter so natürlich auch keine mehrheitsvertreter sind, wundert es mich doch, daß man die nicht einfach weiterheulen läßt. komischerweise hat sich der rektor ja schnell zu einer äußerung hinreißen lassen, das wundert mich sehr.

    Die Jungs sind ja an die Öffentlichkeit gegangen. Und da fragt erst mal keiner nach (siehe spiegel-Artikel oder auch diesen Thread hier), ob das überhaupt so ein richtiger, echter AStA ist ...
    War echt interessant zu sehen, wie sich das verbreitete. Erst nur beim AStA, dann in LMU-bezogene Foren, dann beim Spiegel und plötzlich überall.



  • Ich finde es immer wieder interessant, dass Studentenvertreter, die von einem Bruchteil der Studenten geawaehlt wurden, Studentenvertreter nennen duerfen. Bei uns an der Uni gabs die Pflicht auf 25% oder mehr bei der letzte Wahl sonst wuerde der AStA aufgeloest. Er hat die Huerde geschafft, gut oder schlecht ist ansichtssache. Ich kann aus meiner Sicht nur sagen, dass alle AStA-Mitglieder die ich bisher getroffen habe (und da ich mich fuer Studiengebuehren ausspreche gabs dauernd Diskussionen mit den Jungs und Maedels) meistens keine/kaum Ahnung von dem hatten was sie erzaehlten und in bester deutscher Demagogentradition die Studentenschaften mit dem Heiss gemacht hatten was sie fuer richtig hielten. Also eine praktisch mutwillige Verschleierung von Tatsachen. Daher Unterstuetze ich die Position von Prof. Hejj obwohl ich seine Witze eher geschmacklos finde. Aus vergangenheitsbedingter Rechtsangst darf keine Linkspflicht werden. Nur weil jemand Witze sammelt die rechts von der Mitte sind ist das kein Verbrechen. Doch der Rufmord durch den "AStA" ist fuer mich schon fast ein Delikt. Denn statt zuerst mit dem Dozent zu sprechen gehen sie vorsaetzlich an die Oeffentlichkeit um Druck zu machen. Solche Menschen stehen bei mir moralisch auf der gleichen Stufe wie die stechschrittmarschierenden Neonazis. Oder Bild-Reporter.



  • pli schrieb:

    Ich finde es immer wieder interessant, dass Studentenvertreter, die von einem Bruchteil der Studenten geawaehlt wurden, Studentenvertreter nennen duerfen.

    weil viele studenten es anscheinend nicht für nötig halten, zur wahl zu gehen- die könnten das ändern und mit 75% wahlbeteiligung eine ernstzunehmende studentenvertetung auf die beine stellen. daß sie das nicht tun, kann aber nicht das problem derer sein, die sich zur wahl stellen.

    pli schrieb:

    Ich kann aus meiner Sicht nur sagen, dass alle AStA-Mitglieder die ich bisher getroffen habe (und da ich mich fuer Studiengebuehren ausspreche gabs dauernd Diskussionen mit den Jungs und Maedels) meistens keine/kaum Ahnung von dem hatten was sie erzaehlten und in bester deutscher Demagogentradition die Studentenschaften mit dem Heiss gemacht hatten was sie fuer richtig hielten.

    möglicherweise siehst du das auch nur so, weil du ihre argumente nicht verstehst. bisher hat mich noch niemand davon überzeugen können, daß studiengebühren im interesse der studierenden oder der gesellschaft sein könnten.



  • scrub schrieb:

    weil viele studenten es anscheinend nicht für nötig halten, zur wahl zu gehen- die könnten das ändern und mit 75% wahlbeteiligung eine ernstzunehmende studentenvertetung auf die beine stellen. daß sie das nicht tun, kann aber nicht das problem derer sein, die sich zur wahl stellen.

    Naja, so ganz kann ich dem nicht zustimmen.
    Mal angenommen die Wahlbeteiligung bei der nächsten Bundestagswahl läge ebenfalls bei nur 8% - da würde man dann auch nicht primär den Bundesbürgern einen Vorwurf machen, sondern eben der politischen Klasse. Sprich: Irgendwas muss in der Politik doch falsch laufen, wenn sie den einfachen Bürger nicht erreicht und die Wahlbeteiligung konsequenterweise auf 8% fällt.
    So ähnlich ist es doch auch an der Uni. Ich verstehe wirklich nicht, wieso die meisten "Studierendenvertreter" das nicht als das sehen, was es ist: ein Warnsignal, dass irgendetwas vollkommen falsch läuft. In diesem Kontext sollte man sich, gerade wenn man eine Vertretung für die Studierenden sein will, doch wirklich mal Gedanken über die eigene Arbeit machen und warum man die, die man doch eigentlich angeblich vertritt, kein Stück erreicht ...



  • ich erinnere mich sehr gut an die letzte unabhängige wahl- im mehrfachen dutzend hörte ich da äußerungen wie "fachschaften? was machen die denn?" und "UStA? ich wähl doch keine kommunisten!" und "StuPa? sitzen doch eh nur marionetten der parteien drin" und "wählen? nee, keine lust.".

    mehr als zu sitzungen/mitarbeit einladen und das unabhängige modell mit seinen möglichkeiten und grenzen vorzustellen können wir nicht tun. für die eigene ignoranz sind die betreffenden studenten selbst verantwortlich.



  • scrub schrieb:

    pli schrieb:

    Ich kann aus meiner Sicht nur sagen, dass alle AStA-Mitglieder die ich bisher getroffen habe (und da ich mich fuer Studiengebuehren ausspreche gabs dauernd Diskussionen mit den Jungs und Maedels) meistens keine/kaum Ahnung von dem hatten was sie erzaehlten und in bester deutscher Demagogentradition die Studentenschaften mit dem Heiss gemacht hatten was sie fuer richtig hielten.

    möglicherweise siehst du das auch nur so, weil du ihre argumente nicht verstehst. bisher hat mich noch niemand davon überzeugen können, daß studiengebühren im interesse der studierenden oder der gesellschaft sein könnten.

    Ich verstehe deren Argumente sehr gut, deshalb diskutiere ich ja auch und wiederholte nicht nur meine Argumente. Leider kam oft auf egal welches meiner Argumente oder Szenarien "Aber Studiengebuehren sind ungerecht und benachteiligen die, die schlechter sind und deshalb laenger brauchen". Ich verstehe sehr gut die Gruende, warum es keine geben sollte, halte es aber fuer nicht laenger machbar ohne Studiengebuehren. Aber das wird hier zu OT. Wieder zum AStA.
    Die IDEE hinter dem AStA finde ich ja gut, nur ists leider so als koennte ich bei der Bundestagswahl mich nur zwischen PDS und Gruene entscheiden und bevor ich die waehle bleib ich lieber daheim, da man ja kein Feld "keine" auf dem Wahlzettel hat (waer aber mal ne Idee zu sehen, wieviele komplett gegen alle Auswahlmoeglichkeiten sind). Es gibt schon 1-2 faehige Leute pro Trupp, aber die werden leider von den vielen utopischen Weltverbesserern ueberlagert.



  • pli schrieb:

    Ich verstehe deren Argumente sehr gut, deshalb diskutiere ich ja auch und wiederholte nicht nur meine Argumente. Leider kam oft auf egal welches meiner Argumente oder Szenarien "Aber Studiengebuehren sind ungerecht und benachteiligen die, die schlechter sind und deshalb laenger brauchen". Ich verstehe sehr gut die Gruende, warum es keine geben sollte, halte es aber fuer nicht laenger machbar ohne Studiengebuehren. Aber das wird hier zu OT.

    für eine diskussion stehe ich bereit. (das argmument mit den schlechteren und langsameren, daß du da zitiert hast, ist natürlich völliger blödsinn. 😮 so kann man natürlich keinen befürworter überzeugen.)

    pli schrieb:

    Die IDEE hinter dem AStA finde ich ja gut, nur ists leider so als koennte ich bei der Bundestagswahl mich nur zwischen PDS und Gruene entscheiden und bevor ich die waehle bleib ich lieber daheim, da man ja kein Feld "keine" auf dem Wahlzettel hat (waer aber mal ne Idee zu sehen, wieviele komplett gegen alle Auswahlmoeglichkeiten sind).

    das ist eine krasse fehleinschätzung. wenn du unbedingt eine rechte alternative suchst, kannst du doch den RCDS wählen?!?
    also spektrum gibts doch echt genug. wenn ich mir den RCDS so ansehe, sogar etwas zuviel. (nur meine persönliche meinung=



  • pli schrieb:

    Es gibt schon 1-2 faehige Leute pro Trupp, aber die werden leider von den vielen utopischen Weltverbesserern ueberlagert.

    das seh ich allerdings genauso. wenn ich werbeplalate sehe wo draufsteht "wir werden die studiengebühren verhindern" kann ich nur den kopf schütteln. als wenn sie da auch nur irgendwas ändern könnten...

    und wo ich gerade RCDS lese, gibts eigentlich an jeder uni die gleichen parteien? 😮

    und der RCDS ist rechts anzusiedeln? kommt mir als uni-politik-uninteressierter gar nicht so vor.


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