Die einzige wirksame Methode gegen Terrorismus ist Pressezensur
-
Denn daß Ziel der Terroristen ist es, in die Medien zu kommen um
ihrer Meinung kund zu tun.Um also den Terrorismus zu verhindern müßte man wieder eine Zensur bei der Presse
in solchen Ausnahmefällen einführen.
Eventuell ließe sich die Zensur nur auf solche Dinge beschränken.
-
Politikerzensur wär praktischer. Die Terroristen wollen ja unsere Grundrechte angreifen und dank ihrer Handlanger den Politikern gelingt es ihnen auch

-
gute Idee. Am besten würde man gleich alles Zensieren was uns beängstigt. Also nur noch "Promi A ist Schwanger, aber nicht von Promi B!!!". Dann wäre alles wieder gut.
-
Denkmann schrieb:
Denn daß Ziel der Terroristen ist es, in die Medien zu kommen um
ihrer Meinung kund zu tun.Das ist falsch.
Ziel ist es, Angst zu verbreiten.
Die Medien dienen zum Teil als Hilfsmittel zur Angstverbreitung.
Aber angenommen, über die Anschläge in London wäre in keinem Medienorgan berichtet worden, dann würde es doch über Gerüchte und Mitteilungen bekannt. Nur wäre die Angst dann noch größer, weil es nur als diffuse Information bekannt wäre. Eine saubere und nüchterne Berichterstattung hilft am stärksten, den Leuten die Angst zu nehmen und damit die Ziele der Terroristen zu unterlaufen.
-
Jupp, deshalb ist die Bild bzw gestern die Bild am Sonntag der beste Freund des Terroristen. Da war ein Bild eines zerbombten Hauses und verzweifelter Menschen drauf und dazu der Titel:
Tuerkei, London, Aegypten - Wo soll man jetzt noch Urlaub machen?Wenn man schon etwas zensieren sollte, dann solche Boulevard- und Sensationsblaetter incl Explosiv, Blitz und den ganzen Sendungen. Und zwar komplett.
-
Ich würde sagen, dass die einzige wirksame Methode gegen Terrorismus Informationen sind, ganz im Gegenteil zur Zensur. Die Bürger müssen über alles und jeden am besten Bescheid wissen. Die Informationen müssen an die Ursache gehen, nicht an die Fakten, dass Anschläge verübt werden. Die Ursachen sind z.T. Teil unseres Lebens, die wir als "normal" erachten. Dessen muss man sich ebenfalls bewusst werden.
Informationen sind das wichtigste, um ziemlich viel "Scheiss" zu verhindern.
Damit meine ich dann nicht nur Terrorismus, sondern auch politische Denkweisen, wie z.B. die, die glauben, dass die KZs früher alles Sporthallen waren...Zensur ist absolut das falche und darf NIEMALS passieren.
Mfg, Matflasch
-
Naja... bringen wir doch einfach mehr Nachrichten aus irgendwelchen afrikanischen Bürgerkriegsgebieten. Dann fallen die europ. Terrormeldungen dazwischen weniger auf, alle stumpfen ab und dann gibt es wenigstens keine Massenpanik.
-
Ich sehe keine Massenpanik.

-
Die einzige wirksame Methode gegen Terrorismus ist Gegenterrorismus.
-
Marc++us schrieb:
Das ist falsch.
Ziel ist es, Angst zu verbreiten.
Dies ist auch wiederrum falsch. Angstverbreitung ist nur ein Mittel zum Zweck.
-
These:
Ein gutes Gegenmittel gegen Terroristen ist es, nicht zu reagieren: Bei einer Flugzeugentführung die Maschine einfach stehen lassen und auf keine Forderungen eingehen, ggf. auch abschießen. So nach dem Motto: Don't feed the trolls!
Meinungen?
-
Jein.
Die Londoner haben nach den ersten Anschlaegen vollkommen richtig gehandelt. "Lebbe geht weider", zumindest fuer die Ueberlebenden. Sicherlich gab das den Terroristen einen Anreiz nochmal zuzuschlagen, weil die mangelnde Anerkennung das Terroristenherz verletzt und so aus Rache nochmal zugeschlagen wird. Solche Racheaktionen sind allerdings meistens weniger kalt geplant und anfaelliger fuer Fehler. So kann man, wenn auch mit dem Risiko von Folgeschaeden, zwar die Terroristen durch ignorieren ggf. aus einer Stadt vertreiben, aber es gibt noch SEHR viele Staedte und an sonsten wird einfach mal ein AKW angegriffen und dann kommt sicher die Panik.
-
Um also den Terrorismus zu verhindern müßte man wieder eine Zensur bei der Presse
in solchen Ausnahmefällen einführen.
Eventuell ließe sich die Zensur nur auf solche Dinge beschränken.Wie wir alle gesehen haben, lässt sich sowas wie zensur äußerst leicht Kontrollieren und es würde nie, aber auch wirklich nie zu Misbrauch kommen. Und wenn, dann merkts ja keiner, weil es zeniert wird, wie schön einfach!
Das wäre doch praktisch für Bush. Der könnte foltern lassen bis die Daumenschrauben quitschen und es würde nie veröffentlicht. Wenn man mal ausversehen nen unschuldigen erschießt(London) wär das auch nicht schlimm, man würde es einfach nicht veröffentlichen. Man bräuchte sowieso Niemanden mehr freilassen, sondern könnte alles vertuschen und politische Gegner "verschwinden" lassen.
Es würden sich auch weitere "nürtzliche" Aspekte finden lassen!
Geht mal wieder nen Experiment bei nem Atomreaktor schief, würde man einfach sagen "das waren Terroristen" und die dumme Presse könnte einem das nicht versauen!Auch das Militär könnte endlich ungestört seine ganzen hübschen neuen Spielzeuge ausprobieren. (Man könnte zum Test mal in Afghansitan nen paar Städte zum Test ausradieren). Man währe auch hier die lästige Presse los, die das veröffentlicht!
ZENSUR IST JA SOOOO HERRLICH!!!!Man könnte im Irak endlich wieder schöne Napalm Bomben abwerfen und müsste sich nicht mal die Mühe machen dies zu vertuschen. Denn die Presse wird ja zensiert, da es um terrorismuss geht. Apropo Napalm, warum nur kleckern wenn man klotzen kann! Ne Wasserdtoffbombe vereinfacht da doch vieles!
Die Amis müssten sich ja auch nicht mehr mit sowas lässtigen wie Wahlen rumplagen. Man würde einfach sagen, Terroristen haben versucht die Wahl zu fälschen, alle Presseberichte zensieren und Bush zum Presidenten auf lebenszeit ernennen. Und wenn wir schon dabei sind, sowas wie nen Parlament ist ja auch nur lässtig und kostet Geld. Also weg damit! Merkt ja eh keiner ohne Presse!
Ja und die Merkel kann sich vom lieben Onkel in Amerika das dan abschauen, auch unsere Presse zensieren und => Merkel auf lebenszeit als Bundeskanzlerin, wie geil!Mans sieht ganz leicht, Pressezensur hat NUR vorteile und vereinfacht vieles ungemein.
(Wer den ironischen Ton nicht merkt, dem ist auch nicht mehr zu helfen)
-
Langfristig kann man den Terrorismus nur stoppen, in dem Täter verhindert, nicht Taten. Nach Anschlägen entsteht natürlich ein großes Verlangen an kurzfristigen Schutzmaßnahmen, was dann in sinnlosem Aktionismus der Politiker endet.
Den Terroristen ihre Motivation zu entziehen ist allerdings kompliziert, da sie sich aus mehreren Quellen speist:
- Gefühl der Demütigung durch einen technisch und wirtschaftlich überlegenen Westen
- religiös unterstützte Selbststilisierung zum Opfer und damit einer moralischen Selbsterhöhung
- der Glaube, dass die ungläubigen Unterdrücker Rache verdient haben.
Mit Schuld an diesen Problemen sind eklatante Bildungsdefizite in der arabischen Welt. Der Kampf gegen der Terror ist also eher ein Kampf gegen ein dumpfes Weltbild.
Leute, die der Meinung sind Terroristen mit Waffen und höheren Sicherheitsmaßnahmen zu bekämpfen, haben meiner Meinung nach nichts verstanden.
-
interpreter schrieb:
Gefühl der Demütigung durch einen technisch und wirtschaftlich überlegenen Westen
Wobei die Überlegenheit auf der seit Jahrhunderten andauernden Ausbeutung des Rests der Welt beruht. Und diese Ausbeutung ist die eigentliche Ursache des Terrorismus; religiöse bzw. kulturelle Unterschiede sind nur die Zündfunken.
-
Jansen schrieb:
interpreter schrieb:
Gefühl der Demütigung durch einen technisch und wirtschaftlich überlegenen Westen
Wobei die Überlegenheit auf der seit Jahrhunderten andauernden Ausbeutung des Rests der Welt beruht.
Kaum. Wenn man sich mal die Aussenhandelsbilanzen von den großen westlichen Staaten ansieht, dann wird man feststellen, daß die im wesentlichen Handel mit sich selber treiben, von Ausbeutung kann gar keine Rede sein. Die Ausbeutungen der Vergangenheit, also der Kolonialismus, scheinen auch mittlerweile ganz gut überwunden zu sein, wenigstens geht es einigen ehemaligen Kolonien ziemlich fein (USA, Neuseeland ...) oder wenigstens besser (Indien ...). Es gibt auch Länder, die nie wirklich kolonialisiert waren und trotzdem bettelarm sind (Äthiopien fällt mir da ein). Es würde der dritten Welt nicht besser gehen, wenn die erste Welt komplett verschwinden würde, oder wirtschaftlich auf deren Niveau absacken würde. Woher kommt eigentlich diese abstruse Behauptung?
OnT: Der islamische Terrorismus hat nicht etwas mit mangelndem Wohlstand zu tun, wenigstens sind die ideologischen Köpfe alle recht gut betucht und es fliessen viele Gelder aus Saudi-Arabien ins Al-Quaeda-Netz. Der Terror hat damit zu tun, daß der Wohlstand im wesentlichen auf einer Quelle basiert, nämlich dem Öl und daß sich der mittlere Osten nur noch so lange eine wirtschaftlich gute Ausgangsposition erarbeiten kann (weil man's mit Freiheit und Unternehmertum nicht so hat, braucht man eben Rohstoffe), so lange wir, der ausbeuterische Westen Öl kauft. Das wird aber in dem Umfang nur noch vielleicht 50 Jahre dauern, die Busse fahren schon mit Wasserstoff, die Autos sind als nächstes dran. Die Mächtigen in der arabischen Welt bekommen kalte Füsse, das es bald vorbei sein könnte mit dem schönen Leben. Darum wurde ein gewaltiges Mindset entworfen, in dem dann der Islam als Basis herhalten muß um gegen "den Westen" und die freiheitlichen Werte und Rechte (die Grundlage für unseren Wohlstand sind, nicht "die Ausbeutung") zu hetzen. Und es scheint wenigstens teilweise zu klappen.
-
F98 schrieb:
These:
Ein gutes Gegenmittel gegen Terroristen ist es, nicht zu reagieren: Bei einer Flugzeugentführung die Maschine einfach stehen lassen und auf keine Forderungen eingehen, ggf. auch abschießen. So nach dem Motto: Don't feed the trolls!
Meinungen?
Meine Meinung? Mit dem letzten Satz hast du mir den Feierabend versüsst

-
Daniel E. schrieb:
Darum wurde ein gewaltiges Mindset entworfen, in dem dann der Islam als Basis herhalten muß um gegen "den Westen" und die freiheitlichen Werte und Rechte (die Grundlage für unseren Wohlstand sind, nicht "die Ausbeutung") zu hetzen.
Eben. Es scheint einigen bei uns immer noch in die Köpfe zu gehen, daß es hier eine kulturelle Bewegung gibt, deren Werte und Denkweise rund 1000 Jahre alt ist, und die unsere tägliche Art und Weise hassen, verabscheuen, verachten:
- daß bei uns die Frauen keine Haustiere sind
- daß wir unseren freien Willen über den Willen Gottes stellen können, wenn wir es individuell wollen
- daß sich Dinge wie Spaß- und Freizeitgesellschaft entwickeln konnten
- daß wir uns in Badehosen an den Strand legen
- daß wir es wagen, über und gegen Gott zu diskutieren
- daß Wissenschaft eine Ersatzreligion für viele istDafür gibt's in diesem sehr alten Regelkanon nur zwei Optionen:
- Bekehrung
- TodIch kann nicht verstehen, daß die gleiche politische Bewegung, die die katholische Kirche wegen ihrer Geschichte und ihres Einflusses auf die Gesellschaft verdammt, beliebige Argumente findet, um die Motivation dieser Leute zu entschuldigen. Da kann ich gedanklich nicht folgen.
Wie auch immer, der Kapitalismus wird den Terrorismus selbstverständlich besiegen. Besiegen heißt für mich: die Ausführenden töten, und die Unterstützerbasis austrocknen. Denn die freie wirtschaftliche Entfaltung setzt in den Menschen ungeheure Energien frei. Man konnte das jetzt im Ansatz in Ägypten erkennen - mag sein, daß diese Demonstration der Einwohner von Sharm-El-Sheik gesteuert war, aber in der Tendenz ist die Botschaft an die Terroristen klar: wenn Ihr uns am Geldverdienen hindert, machen wir Euch alle. Die Taktik der Terroristen Urlaubsgebiete anzugreifen ist ein erster großer Fehler.
Der zweite Fehler könnten große Anschläge auf die Hauptstädte der "Friedensmächte" Deutschland und Frankreich sein.
-
Marc++us schrieb:
[...] die gleiche politische Bewegung [...]
wer?
-
Marc++us schrieb:
Denn die freie wirtschaftliche Entfaltung setzt in den Menschen ungeheure Energien frei.
Freie wirtschaftliche Entfaltung my ass! Du willst doch nicht behaupten, dass sich im Kapitalismus tatsächlich alle Menschen der Erde gleichberechtigt wirtschaftlich frei entfalten können!?
Die von mir erwähnte Ausbeutung ist im Übrigen Ursache nicht nur für den "Terrorismus von unten", der sich in Bombenattentaten etc. äussert, sondern genauso Ursache für Staatsterrorismus ala Aussenpolitik der USA oder der BRD (dt. Verteidigungsminister "Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt"), der zur Erhaltung dieses Ausbeutungsverhältnisses dient.
Und Teil dieses Verhältnisses ist es eben, dass man den Rest der Welt zu Rohstofflieferanten degradiert. Wobei diese Rohstoffe zu Spottpreisen aufgekauft werden, um mit dem Handel mit den daraus hergestellten höherwertigen Produkten "untereinander" Profite zu erzielen.
-
Jansen schrieb:
Die von mir erwähnte Ausbeutung ist im Übrigen Ursache nicht nur für den "Terrorismus von unten", der sich in Bombenattentaten etc. äussert, sondern genauso Ursache für Staatsterrorismus ala Aussenpolitik der USA oder der BRD (dt. Verteidigungsminister "Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt"), der zur Erhaltung dieses Ausbeutungsverhältnisses dient.
Bei der These, daß innenpolitisch reiche also liberale Staaten aussenpolitisch aggressiver auftreten (können), ist durchaus diskutierbar. Das hat damit zu tun, daß diese Staaten schließlich reiche Bürger haben, also kann man viele Steuern einziehen und somit teures und gutes Kriegsgerät kaufen und damit seine Chancen auf einen Sieg erhöhen. Innenpolitisch arme Staaten können keine grossen Geldbestände allokieren und demzufolge auch aussenpolitisch nicht so aggressiv auftreten, es sei denn, die Herrscher sind nicht ganz bei Trost. Das ist ein Faktum und auch logisch einfach nachzuvollziehen, das Problem liegt aber nicht im Kapitalismus, sondern im Staatensystem, insbesondere darin, daß der Staat die Kriegskosten auf seine Bürger umlegen kann.
Und Teil dieses Verhältnisses ist es eben, dass man den Rest der Welt zu Rohstofflieferanten degradiert. Wobei diese Rohstoffe zu Spottpreisen aufgekauft werden, um mit dem Handel mit den daraus hergestellten höherwertigen Produkten "untereinander" Profite zu erzielen.
Aha, es wäre also besser, wenn wir die Rohstoffe gar nicht kaufen würden? Wie ist damit dem Kaffeebauern in Südamerika geholfen, wenn wir seinen Kaffee nicht mehr kaufen?
Alle Staaten, die sich dem Weltmarkthandel zu entziehen versucht haben, durch Schutzzölle oder ähnliches, und auf Selbstversorgung umzustellen versucht haben, sind doch heute keineswegs besser dran, als die Staaten, die sich dem Freihandel gestellt haben. Vergleiche Nordkorea oder Burma mit Südkorea oder Taiwan, oder Kenia mit Botswana. Das läßt sich alles nicht mit Ausbeutung erklären.