Gegenveranstaltung zum Weltjugendtag.



  • volkard schrieb:

    TactX schrieb:

    Achja, nochwas zum schmunzeln: Ich bin noch nie von Rechten angepöbelt worden, wohl aber von linken Extremisten. Wie kann das in eurem schöngemalten Weldbild sein?

    du wohnst in einer stadt, die eine universität hat oder hast eine glatze.

    Hehe, nein. Ich habe eine normale Frisur und in unserer Stadt gibt es nur eine FH. 🙂

    @ pli:
    Ich wurde schon das ein oder andere Mal für den Bruder eines griechischen Kumpels gehalten. Gut gekleidet bin ich je nach Anforderung 😉

    Aber du hast recht: Leute die zu gesellschaftskonform auftreten, sind eher "Opfer" der Linksextremisten. Deinen 2. Absatz kann man ohne Ergänzung so stehen lassen. Ganz meine Meinung.



  • TactX schrieb:

    Aber du hast recht: Leute die zu gesellschaftskonform auftreten, sind eher "Opfer" der Linksextremisten. Deinen 2. Absatz kann man ohne Ergänzung so stehen lassen. Ganz meine Meinung.

    Naja, ich kann mich nur wiederholen und davor warnen komplexe Zusammenhänge zu verallgemeinern. Antifaschist = Linksextremer ist genauso unangebracht, wie Punk = Linksextrem = Subversiv oder Autonom = Links. Für den normalen Bürger ist es natürlich schwer zwischen den verschiedenen politischen Gruppen zu unterscheiden, zumal die Medien da auch in keinster Weise aufklärerisch wirken, da ist es nur zu einfach Antifa = Linksextrem = Gewaltbereit gleichzusetzten.

    Wenn du mal schlechte Erfahrungen mit sogenannten Antifaschisten gemacht hast (Woran hast du dies erkannt ?), dann tut es mir leid, gibt dir aber noch lange nicht das Recht zu pauschalisieren und mit niveaulosen Parolen zu kommen. Auch bei den Rechten gibt es verschiedene Strömungen, das Klischee vom gewaltbereiten Skinhead hängt natürlich in allen Köpfen fest.



  • pli schrieb:

    Ich denke das kommt auch bisschen darauf an, wie man aussieht bzw wie man sich gibt. Als jemand mit offensichtlich suedlaendischen Vorfahren (ich glaub noch politisch korrekter gehts nicht) wird man eher von Nazis angeboebelt.
    TactX, du hast wohl eher mittel- bzw nordeuropaeische Vorfahren und bist wahrscheinlich auch noch gut gekleidet, denn Menschen die zur wohlhabenderen Schicht gehoeren (bzw so aussehen) werden eher von AntiFas angeboebelt.

    ach ja, das sind aber nur diese pseudos. warum wechseln bloß so viele von denen von einem tag auf den anderen von extrem links nach extrem rechts und wieder zurück? irgendwie komme ich nie umhin zu denken, dass das vielleicht gar nichts mit links und rechts zu tun hat (eine weitere aneignung, aber das steht jetzt irgendwie im falschen thread)

    das ist dasselbe gewaltbereite, homophobe, rassistische pack, dass sich gerne als links bezeichnet, weil es sich irgendwas buntes in die haare schmiert oder so, dasselbe wie auf der "anderen" seite.

    ich glaube nicht, dass diese antifas wild pöbelnd durch die straßen rennen.



  • Rosa AntiFa schrieb:

    Neben den üblichen Arten, sich politisch zu artikulieren (Flugis, Zeitung, Kundgebungen, Demos, Kiss Ins...), versuchen wir auch durch Straßentheater etwas zu vermitteln. Daß wir jedoch keine breite öffentlichkeit haben ist klar, wir haben halt kein Fernsehen (bald aber eine Radiosendung!) und Zeitungen in millionenfacher Auflage. Hinter uns steht eben nicht das Kapital. Wir finanzieren unsere Schriften, Büro und Aktionen durch freiwillige Selbstausbeutung und ab und zu ein Fest. Wir verlangen für unsere Sachen kein Geld, freuen uns natürlich aber riesig über Spenden und Feedback (auch wenn es Kritik ist). Dadurch ist es uns möglich weiter zu arbeiten.

    hört sich nämlich irgendwie nicht so an.



  • Die AntiFa ist echt das letzte. Wenn die Leute so zwanghaft versuchen antifaschistisch zu sein, laufen sie ohne das sie es merken schnell ins gleiche Extrem. Leute werden angepöbelt und eingeschüchtert, Bombendrohungen und Anschläge auf vermeindliche Nazis etc.

    Ich denke nicht, dass man Faschismus effektiv bekämpft, in dem man eine Gedankenpolizei aufbaut.



  • @kingruedi: Wieder mal ein sehr differenzierter Beitrag, jeder der sich antifaschistisch betätigt ist natürlich gleich ein Bombenleger und Gewalttäter 🙄



  • hast du dir überhaupt durchgelesen was ich geschrieben und zitiert habe, wenn du schon anscheinend nicht dem link folgst, den ich extra angegeben habe?



  • Hi,

    nein aber jeder der einer bekannt extremistischen vereinigung beitritt , nimmt damit auch in kauf genau in diese schublade gesteckt zu werden. Und viele wollen das sogar oder sind unter umständen sogar der grund dass solche schubladen entstehen.



  • ich glaube nicht, dass sich irgendjemand vor der rosa antifa fürchtet... hier in wien fürchte ich mich eher vor der innenministerin, die bei der monarchistischen damenverbindung elisabethina ihr motto: kaiser otto vertritt...



  • Wenn ich richtig gelesen habe hat auch gerade niemand von der rosa-antifa geredet sondern einfach nur der antifa. Oder sollte man es interessengemeinschaft autonomer linkspolitisch-interessierter menschen nennen ? Klingt anders ist aber das selbe drin. Jede form von extremismus ist schädlich meiner meinung nach.



  • prolog schrieb:

    Wenn ich richtig gelesen habe hat auch gerade niemand von der rosa-antifa geredet sondern einfach nur der antifa.

    klick mal auf den link, den ich schon einige threads vorher angegeben hab.



  • Hi,

    ja den hab ich gesehen und kurz drüber gelesen. Das meinte ich jetzt auch nicht. Wir haben wohl aneinander vorbei geredet. Mein erster post bezog sich auf den nach kingrüdi's. Und ich dachte deine posts bezögen sich direkt auf meine.



  • Michamab schrieb:

    Wenn du mal schlechte Erfahrungen mit sogenannten Antifaschisten gemacht hast (Woran hast du dies erkannt ?)...

    Am Rande einer Demonstration der Antifa (oder Teilen davon) gegen ein paar alte Stimmtischrepublikaner in einem kleinen Ort. War recht eindeutig.

    Michamab schrieb:

    ..., dann tut es mir leid, gibt dir aber noch lange nicht das Recht zu pauschalisieren und mit niveaulosen Parolen zu kommen.

    Nein, das Recht auf Pauschalisierung und niveaulose Parolen gibt mir das sogenannte Grundgesetz: Meinungsfreiheit. Und als Liebhaber des demokratischen Gedankens finde ich es auch gut, wenn die Meinungsfreiheit nicht beschnitten wird. Egal ob Links oder Rechts. Gewalt kann ich aber nicht gutheissen, auch egal ob gegen Links oder gegen Rechts oder gegen mit-Kopftuch oder...

    Michamab schrieb:

    Auch bei den Rechten gibt es verschiedene Strömungen, das Klischee vom gewaltbereiten Skinhead hängt natürlich in allen Köpfen fest.

    Habe ich das jemals bestritten?



  • TactX schrieb:

    Michamab schrieb:

    Wenn du mal schlechte Erfahrungen mit sogenannten Antifaschisten gemacht hast (Woran hast du dies erkannt ?)...

    Am Rande einer Demonstration der Antifa (oder Teilen davon) gegen ein paar alte Stimmtischrepublikaner in einem kleinen Ort. War recht eindeutig.

    Wie gesagt, es tut mir leid das du nagative Erfahrungen in diesem Zusammenhang gemacht hast, leider gibt es in jeder Gruppe ein paar schwarze Schafe die nicht in der Lage sind zu differenzieren.

    Michamab schrieb:

    ..., dann tut es mir leid, gibt dir aber noch lange nicht das Recht zu pauschalisieren und mit niveaulosen Parolen zu kommen.

    Nein, das Recht auf Pauschalisierung und niveaulose Parolen gibt mir das sogenannte Grundgesetz: Meinungsfreiheit. Und als Liebhaber des demokratischen Gedankens finde ich es auch gut, wenn die Meinungsfreiheit nicht beschnitten wird. Egal ob Links oder Rechts. Gewalt kann ich aber nicht gutheissen, auch egal ob gegen Links oder gegen Rechts oder gegen mit-Kopftuch oder...

    Ich will dich auch garnicht in deiner Meinungsfreiheit beschränken, nur übe ich Kritik an deinen plakativen und verallgemeinernen Äußerungen. Übrigens wer sich mal genauer mit der Materie auseinandergesetzt hat wird feststellen, dass die meisten Antifaschisten gegen ein Verbot rechtsextremer Parteien sind, also von wegen Gedankenpolizei.

    Michamab schrieb:

    Auch bei den Rechten gibt es verschiedene Strömungen, das Klischee vom gewaltbereiten Skinhead hängt natürlich in allen Köpfen fest.

    Habe ich das jemals bestritten?

    Mit meiner Aussage wollte ich nur verdeutlichen, dass Menschen, die sich nicht eingehender mit einem Sachgebiet beschäftigen oftmals dazu neigen zu verallgemeinern, ob es jetzt nun im rechten, linken oder in der Mitte des politischen Spektrums ist.



  • Michamab schrieb:

    Wie gesagt, es tut mir leid das du nagative Erfahrungen in diesem Zusammenhang gemacht hast, leider gibt es in jeder Gruppe ein paar schwarze Schafe die nicht in der Lage sind zu differenzieren.

    Das Statement macht Sinn, wenn es um Leute geht, deren Haut zufällig schwarz ist, die in Deutschland geboren sind oder wie auch immer - eben bei Gruppen, die unabsichtlich eine sind.
    Aber bei der Antifa geht es um eine Organisation, zu der man sich bewusst bekennt, wenn man sich mit ihr identifizieren kann und dementsprechend darf man die Antifa-Leute auch gnadenlos über einen Kamm scheren. Und wenn der Name "Antifa" über Jahre hinweg immer wieder für Gewalt, (unangebrachte) Verallgemeinerung usw. steht, dann sollten entweder mal die potenziell vorhandenen vernünftigen Köpfe innerhalb der Bewegung dafür sorgen, dass damit Schluss ist oder eben in Kauf nehmen, dass sie mit ihrer Bekenntnis zur Antifa für beschränkt erklärt werden. Sorry.

    (Genauso handhabe ich es mit der PETA. Und dabei bin ich politisch linker Vegetarier.)



  • operator void schrieb:

    Und dabei bin ich politisch linker Vegetarier.

    Also auch wieder ein Extremist 🙄 😃



  • Ich kann mich operator void nur anschließen. Ich muss mich nicht um mein Bild von der AntiFa kümmern und mich mit jedem ausseinander setzen, der in der AntiFa ist.

    Wenn nur wenige AntiFa Mitglieder Extremisten sind, aber ihre Ausfälle im Namen der AntiFa unternehmen, dann fällt das eben auf die AntiFa zurück. Darum muss sich aber die AntiFa kümmern und nicht ich!

    Genauso setzen sich die AntiFa Leute ja auch nicht mit jeden ausseinander, der zB Mitglied in einer "Freien Kammeradschaft" ist. Vielleicht wollen da ja die meisten auch keinen NS-Terror-Staat aufziehen...



  • Aber bei der Antifa geht es um eine Organisation, zu der man sich bewusst bekennt, wenn man sich mit ihr identifizieren kann und dementsprechend darf man die Antifa-Leute auch gnadenlos über einen Kamm scheren.

    Sorry, aber was du dort schreibst ist Unsinn. Es gibt nicht DIE Antifa, als Organisation zu der man sich bekennen kann. Allein in Berlin gibt es wohl bis zu 15 regionaler antifaschistischer Gruppen, die sich jeweils in politischen Zielen, Ansichten und Mitteln stark unterscheiden. In ganz Deutschland sind es wahrscheinlich mehr als 100 Gruppen. Das einzige was sie eint, wie der Name schon verdeutlicht, ist die Ablehnung von Rechtsextremismus. Es ist absolut unangemessen zu behaupten, dass alle diese Antifa-Gruppen dem linksextremen Spektrum zuzuordnen sind. So gibt es z.B. in vielen Regionen mehr als eine regionale Gruppe, die sich in ihren Ansichten und Mitteln stark unterscheiden. So sind z.B. in der Vergangenheit Bestrebungen eine gemeinsame antifaschistische Dachorganisation zu bilden in Berlin komplett gescheitert, weil die verschiedenen Gruppen einfach keinen Konsens in Fragen bezüglich der Mittel und Ziele finden konnten. Es gibt antifaschistische Gruppen aus der bürgerlichen Mitte sowie aus dem linken Rand.

    Übrigens, nicht jeder der auf einer antifaschisten Demonstration anwesend ist, ist auch gleich organisierter Antifaschist. Der Großteil besteht aus alternativen Jugendlichen, Hooligans, verschiedenen Organisationen wie z.B. den Jusos, Punks, Autonomen. Die sind alle noch lange keine organisierten Antifaschisten und wer Gewalttaten von diesen Leuten auf die Fahnen der Antifa schreibt ist undifferenziert. Man kann halt als Verantstalter oder Unterstützer einer Verantstaltung nicht kontrollieren, wie sich die Teilnehmer verhalten werden.

    Außerdem sollte man den Medien nicht immer so stark vertrauen, die haben doch immer ein Interesse daran ein Story möglichst dramatisch erscheinen zu lassen. Die Statistik für politisch motivierte Kriminalität zeigt eindeutig, dass Rechtsextremismus die wesentlich größere Gefahr ist. Ich lebe selber in einem Stadtteil, indem rechtsextreme Übergriffe zum Alltag gehören, selbst Mordfälle mit rechtsextremen Hintergrund gab es hier schon mal, ich kenne selber viele Menschen die schon tätlich angegriffen wurden, ich selber bisher zum Glück nur angepöbelt. Die Polizei bietet keinen wirklichen Schutz, so habe ich in gewisser Weise schon Verständniss für Menschen, die hier selber die Initiative ergreifen, auch wenn ich Gewalt nur im Falle der Selbstverteidigung akzeptieren würde.



  • Am 1. Mai 2004 marschierten einige tausend Neonazis im Berliner Bezirk Lichtenberg. Der gemeinsame Aufmarsch von NPD und "freien" Kameradschaften konnte durch erfolgreiche antifaschistische Proteste gestoppt werden. Die Nazis mussten nach etwa einem Viertel ihrer geplanten Route umkehen, weil die Straße durch zum Teil brennende Barikaden versperrt war. Mehrere Antifaschisten wurden unter dem Vorwurf festgenommen, sie hätten sich an den Blockaden beteilgt. Ein Antifaschist saß seit dem 1. Mai bis Ende Oktober in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft möchte ihn zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilen. Wir dokumentieren vollständig seine Prozesserklärung, die er Anfang Dezember 2004 vor Gerichtt abgegeben hat.

    Und das ist von der Antifa-Webseite... 🙄



  • Michamab schrieb:

    Sorry, aber was du dort schreibst ist Unsinn. Es gibt nicht DIE Antifa, als Organisation zu der man sich bekennen kann. Allein in Berlin gibt es wohl bis zu 15 regionaler antifaschistischer Gruppen, die sich jeweils in politischen Zielen, Ansichten und Mitteln stark unterscheiden.

    Dann ist "Antifa" für dich eher eine Beschreibung? Ich habe es immer als Namen aufgefasst. Und wer sich unter einen Namen dazuschreibt, der gehört dann halt auch nicht nur im positiven, sondern auch im negativen dazu.

    Außerdem sollte man den Medien nicht immer so stark vertrauen, die haben doch immer ein Interesse daran ein Story möglichst dramatisch erscheinen zu lassen.

    Ich weiß nicht, ob das an mich gerichtet war... aber ich gehe auch selbst vor die Tür und habe genug Pöbeleien von beiden Seiten mitbekommen. Mehr rechte als linke, falls es dich beruhigt.


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