Seid ihr bereit für die Opfer in New Orleans zu spenden?


  • Mod

    durito schrieb:

    Hast Du das Budget im Bereich Wasserdämme/Naturschutz/Katastrophenschutz gesehen? Und das des "Heimatschutzes"?
    Was würdest Du sagen, wenn Schrödi nach 2 Tagen Flut mal seine Ferien abbricht, um über die betroffenen Gebiete zu jeten? Vergleich mal die Reaktionen zum 11.Sept und zum Hurricane. Also ich käm mir sowas von verarscht vor als New Orleaner...

    Ich weiß nicht, da sind doch einige Sachen vermischt.

    a) Erstens jetet Schrödi bei Fluten doch über das Gebiet. Er hat halt keine 747, sondern nimmt einen Hubi der Flugbereitschaft. Aber er macht das doch ganz genauso, vgl dazu die Fluten. Das macht sogar Sinn: für den Überblick zu Beginn nachvollziehbar. Und dann macht Schröder etwas - denn die Kameras sind am Boden, er kann ja nur wenn er gefilmt wird - er geht in die Flutgebiete, und seine Sicherheitsbeamten stören die Helfer beim Arbeiten. Siehe dazu die Kommentare bei der letzten Wahl, wo sich viele Helfer durch die Sicherheitsleute gestört fühlten. Bush blieb auf Wunsch der Katastrophenhelfer weg, weil es mehr hindert als hilft. Soweit also alles im grünen Bereich. Ich sehe jetzt da mal nicht wirklich ein Problem, egal in welcher Richtung. Letztlich ist das neutral. Bush kann sowieso nix tun, der Gouverneur ist da am Zug.

    b) Das Budget für Heimatschutz, Deiche oder Irak wird von der Politik festgelegt. Das US-Militär kann jetzt mal nichts dafür, daß die Politiker das Geld für andere Dinge versaubeuteln. Ist doch genau wie hier, da haben die Gemeinden Neubaugebiete in Überflutungsräumen ausgewiesen, um Kohle einzuscheffeln.

    c) Die Maßnahmen vor Ort laufen jetzt los und haben mit Bush nichts zu tun, und da muß man eben sagen, daß das Militär einen Plan abrollt, der sich an den Notwendigkeiten orientiert. Ich habe nur darauf hingewiesen, daß es völlig aberwitzig ist zu glauben, eine solche Situation würde in Europa anders ablaufen. Diese Dimension sprengt alle normalen Grenzen der üblichen Hilfsorgane.



  • Der ganze Antiamerikanismus kommt von den Ossis.

    Die Wessis mögen nämlich die Amis, also baut die Mauer wieder auf.


  • Mod

    Ami Freund schrieb:

    Der ganze Antiamerikanismus kommt von den Ossis.

    Es gibt zwar durchaus diese Tendenz bei Ossis, Schweizern und Österreichern, aber letztlich treiben doch die selbsternannten deutschen Intellektuellen diesen Trend voran. Getan haben sie das schon vor 30 Jahren, aber da gab's keine Resonanz in der Bevölkerung. Hat kann man sich endlich mal so richtig ausleben mit seinem Haß, weil es zuhörendes Publikum gibt.



  • Ami Freund schrieb:

    Die Wessis mögen nämlich die Amis, also baut die Mauer wieder auf.

    😃



  • Geht klar. Vorher gebt ihr noch alle Ossis zurück, mal sehen wer im Westen dann noch Arbeitet ;P



  • BloodLord schrieb:

    Ami Freund schrieb:

    Die Wessis mögen nämlich die Amis, also baut die Mauer wieder auf.

    😃

    Echt, also ich bin Wessi und mag sie nicht. Werde ich dann abgeschoben? 🙄



  • Ich bin doch auch Wessi, mag die amis nicht und freue mich trotzdem über ami freunds vorschläge 😉 Werd ich jetzt verbannt?

    nene spaß



  • Wessi und Ossi und Össi
    bei ossi muss ich immer an meine lateinstunden denken...

    marc++us: es ist übrigens jetzt nicht aufgabe des gouverneurs, sondern die der gouverneurin.



  • Marc++us schrieb:

    Ami Freund schrieb:

    Der ganze Antiamerikanismus kommt von den Ossis.

    Es gibt zwar durchaus diese Tendenz bei Ossis, Schweizern und Österreichern, aber letztlich treiben doch die selbsternannten deutschen Intellektuellen diesen Trend voran. Getan haben sie das schon vor 30 Jahren, aber da gab's keine Resonanz in der Bevölkerung. Hat kann man sich endlich mal so richtig ausleben mit seinem Haß, weil es zuhörendes Publikum gibt.

    War das mit den richtigen Intellektuellen & sonstigen "amerikanischen Patrioten im Herzen" vor 30 Jahren eigentlich auch schon so?
    Entweder man ist bedingungs- und vorbehaltlos für alles was die USA treibt und darstellt oder man ist antiamerikanisch (und dementsprechend offensichtlich auch kommunistisch, unchristlich (lofl), unrealistisch, [insert coin], undankbar, etc usw)?
    Oder kann man diesen Haß auf andere Ansichten erst so richtig ausleben seit so beständig Kritik an der aktuellen, momentanen Regierung/Politik der USA aufkommt?

    Gibt's eigentlich nur noch Schwarz-Weiß-Fernsehen? 🙄



  • Union-Fan schrieb:

    Mit Schrecken sehe ich die aktuellen Umfrageergebnisse. Wie kann es sein, dass in einen Land, welches von seinem ehemaligem Kriegsgegner USA wieder aufgebaut und vor Unterjochung durch die Kommunisten geschützt wurde, so wenig Mitgefühl und so viel Verachtung eben diesem entgegengebracht wird? Scheinbar ist der moralisch/sittliche Verfall in den sieben Jahren von Rot/Grün mindestens eben so stark gewesen wie der wirtschaftliche. Und ein Minister der Ökos schürt auch noch lautstark den Antiamerikanismus. Scheinbar ist meine These, die ich vor längerer Zeit hier schon einmal aufgestellt hatte, zutreffender denn je :

    Der Amerikaner von 2005 ist dem Deutschen der Jude von 1935.

    Union-Fan

    Der freundliche Konservative

    Geh wieder in deine Troll-Höhle 👎



  • Lyrix schrieb:

    Ich würde keinen Cent spenden.

    Zumal die Amis an diesen Klimaumschwüngen am meisten Schuld sind.
    Auch sinds die Amis, die ständig krieg führen u.ä.
    Ich find es gerecht dass diese "scheiss" (man verzeihe mir meine Wortwahl 😉 )Land mal einen auf den Deckel bekommen hat.

    Spendet lieber in die Länder, die es wirklich nötig haben, bei denen ständig Kinder verhungern usw. Da ist es wirklich besser aufgehoben.

    Arrogantes Arschloch.



  • Hui, da hat jemand die Quote-Funktion gefunden. Halt die Klappe!



  • Offenbar ist die Solidarität innerhalb der amerikanischen Bundesstaaten auch nur limitiert:

    http://www.expectnothing.com/?page=story&post=8347#Comments



  • @SuperAmi:
    Dir ist hoffentlich klar, dass man für solche Beleidigungen eine Anzeige
    bekommen kann?



  • Ich habe konsequent auf die Postings geantwortet, deren Schreiber eine wahnsinnige Inkonsequenz zeigen. Aber ist ja schon klar... Die Deutschen sind immer noch die Besten und wissen alles, kennen jeden, auch wenn sie ausser auf Malle noch nie irgendwoanders waren.

    85 Millionen Trittins... Meine Guete, ist mir mein altes Heimatland peinlich.



  • SuperAmerikaner schrieb:

    Ich habe konsequent auf die Postings geantwortet, deren Schreiber eine wahnsinnige Inkonsequenz zeigen.

    Nein, hast du nicht. Du warst nicht konsequent, du hast nicht geantwortet und eigentlich hast du dich nur wie ein Riesenarschloch aufgeführt und dabei grundsätzliche Forenregeln verletzt. Sonst nichts.

    @Heter: Hmm... sollte man mal wirklich drüber nachdenken...



  • Hinweis schrieb:

    Offenbar ist die Solidarität innerhalb der amerikanischen Bundesstaaten auch nur limitiert:

    http://www.expectnothing.com/?page=story&post=8347#Comments

    Die eigene Hilfe geht immer nur so weit, solange man nich selbst helfen muss...

    @HEZ
    Ich hätte da nix gegen 😉
    Ist nur zuviel Papierkram



  • Sorry, dass ich den Thread nochmals ausgrabe.. Aber fuer die, die immer noch nicht dran glauben, dass die Katastrophenhilfe haette besser funktionieren muessen: ein interessanter Artikel..

    Von Reto Pieth, Montreal

    Der Hurrikan Katrina war die schlimmste Naturkatastrophe in der Geschichte der USA. Doch Entscheidungen, Unterlassungen und Personalernennungen der Bush-Regierung in den letzten vier Jahren machten das Ausmass der Verheerung viel schlimmer, als es hätte sein müssen. Insbesondere die Zurückstufung der Rolle der Bundesbehörde für Katastrophen-Management (Fema) erwies sich als katastrophal. Aber auch die Kriege im Irak und in Afghanistan schwächten die Fähigkeit der Bundesbehörden, Rettungsaktionen einzuleiten. Denn die durch diese Engagements überbeanspruchte US-Armee zögerte, Aktivtruppen im Katastrophengebiet einzusetzen; und der Nationalgarde des US-Bundesstaates Louisiana fehlten wichtige Transportmittel und sonstige Ausrüstung, weil sie gegenwärtig im Irak eingesetzt sind.

    Die Hauptschuld trifft Washington

    Weder Präsident Bush noch Michael Chertoff, Chef des Departements für innere Sicherheit, zu dem die Fema heute gehört, können sich herausreden, niemand habe die Katastrophe in und um New Orleans voraussehen können. Es gab genug Warnungen und detaillierte Katastrophen-Szenarien, die voraussagten, was bei einem Hurrikan der Stärke 4 passieren würde.

    Vor den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hatte die damals noch eigenständige Fema die drei wahrscheinlichsten Desaster für die USA aufgelistet: eine Terrorattacke auf New York, ein Erdbeben in San Francisco und ein mächtiger Wirbelsturm in New Orleans. Dass der Anschlag auf das World Trade Center nicht vereitelt werden konnte, ist vielleicht noch verständlich. Dass aber die Verwüstung von New Orleans, vor der schon so lange gewarnt wurde, angesichts des bestens dokumentierten Herannahens von Katrina so schlecht gehandhabt wurde, ist zumindest erklärungsbedürftig. Natürlich gab es auch Versagen auf der Ebene der Einzelstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama und auf der Ebene der Kommunen wie New Orleans und Biloxi. Aber die Hauptschuld trifft die Regierung in Washington. Denn «ihr kommt angesichts ihrer riesigen Ressourcen die Hauptrolle bei der Katastrophenbewältigung zu», wie das «Wall Street Journal» schrieb. Doch das System für den Desastereinsatz, das die Bush-Regierung nach dem 11. September 2001 ausheckte, erwies sich als ungenügend.

    «Die jetzigen Ereignisse zeigen, dass wir seit dem 11. September unser System zur Katastrophenbewältigung langsam auseinander genommen und durch etwas viel Minderwertigeres ersetzt haben», sagte Bill Waugh von der Staatsuniversität Georgia. «Wir haben das Rad neu erfunden, als das nicht nötig war, und jetzt haben wir etwas, das überhaupt nicht sehr gut rollt.»

    Insbesondere die Entscheidung der Bush-Regierung, die Fema ins neu geschaffene Departement für innere Sicherheit einzugliedern, erwies sich als völlig verfehlt. Von Beginn weg warnten Katastrophen-Experten und der zum US-Kongress gehörende Rechnungshof, es müsse sichergestellt werden, dass die traditionelle Mission der Fema, Desasterhilfe zu leisten, bei dieser bürokratischen Umstellung nicht verloren gehe. Doch genau dies geschah. Unter Präsident Clinton war die Fema eine Bundesbehörde, deren Leiter Kabinettsrang und direkten Zugang zum Präsidenten hatte. Doch mit der Eingliederung ins neue Departement wurde die Rolle der Fema zurückgestuft, die Behörde verlor ihre Eigenständigkeit und ihren Zugang zum Präsidenten sowie die Kontrolle über beträchtliche Mittel (umgerechnet mehr als 990 Millionen Franken), die lokalen und einzelstaatlichen Instanzen helfen sollten, auf Katastrophen vorbereitet zu sein.

    Eine Pfründe für politische Freunde

    Ausserdem fokussierte sich das neue Departement überwiegend auf die Bekämpfung des Terrorismus. Nur noch 25 Prozent der Tätigkeit der Fema betraf fortan die Vorbereitung auf Naturkatastrophen. Und als sie 2001 um rund 17 Milliarden Franken ersuchte, um die Dämme und Pumpen in New Orleans so auszubessern, dass sie einem Hurrikan der Stärke 4 gewachsen wären, blitzte sie bei der Bush-Regierung ab. Dafür habe man kein Geld, beschied man der Behörde. Gleichzeitig aber verteilte Bush Steuergeschenke an Grossverdiener, die diesen Betrag bei weitem übertrafen.

    Überdies nutzte Bush die Fema als Pfründe für politische Kumpane. Unter Clinton wurde die Behörde von einem erfahrenen und geachteten Katastrophen-Manager geleitet. Bush aber ernannte zuerst seinen Wahlkampfleiter zum neuen Fema-Chef und später Michael Brown, einen Anwalt ohne jegliche Desastererfahrung, der sich einen Namen im Schaugeschäft mit arabischen Hengsten gemacht hatte. Darunter litt auch die Moral der Fema-Mitarbeiter.

    Vor nur zwei Wochen reisten die Katastrophen-Manager von fünf US-Staaten nach Washington, um Chertoff und seine Spitzenbeamten zu warnen: «Wir sagten ihnen klipp und klar, dass sie die ganze Katastrophenbewältigung geschwächt haben, mit potenziell desaströsen Konsequenzen», sagte einer der Teilnehmer, Dave Liebersbach, Katastrophen-Manager von Alaska. Weitere Mitglieder der Delegation waren die Katastrophen-Chefs von Mississippi und Alabama.



  • Die Hauptschuld trifft Washington

    Hmmm....

    Soweit ich weiß, darf die Nationalgarde nicht einrücken, wenn der Gouverneur des Bundesstaates nicht zustimmt. Nun hat es zwar das notwendige Hilfgesuch gegeben, die Krümelkacker streiten sich aber, wer was hätte wann machen müssen. Im Endeffekt hat sich m.E. kein einziger Funktionär mit Ruhm bekleckert.

    Das find ich viel trauriger: Statt sich gemeinsam an die Arbeit zu machen, gibt es eine Schuldzuweisungsorgie Demokraten gegen Republikaner, Bundesstaat gegen Washington. Sehr europäisch (im negativen Sinne).



  • Kann ich dir nicht zustimmen, dass es zum Grossteil Parteigeklüngel ist wie bei uns.
    Soweit ich es aus den diversen Zeitungen mitbekommen habe, gab es auch einige Anfeindungen von Republikanern gegenüber dem Homeland-Moloch und Bush.

    Mal von der Katastrophe und den Toten abgesehen, finde ich es wirklich witzig, dass die Journalisten und die Politiker zumindest teilweise mal so reden wie Ihnen die Schnauze gewachsen ist.

    Hätte ich in Deutschland auch gerne.. wenn einer unserer Politiker mal wieder sein übliches blabla-Hohlgesülze ablässt einfach mal auf die Pauke hauen und ihn mit Wahrheiten oder Fakten konfrontieren.

    Aber das habe ich schon lange nichtmehr gesehen. 😞


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