Diplom versus Master
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Quakili schrieb:
Als erstes melden sich dann wieder die, die Null Peil haben und noch nie ne Uni von innen gesehen

Ist ja auch kein Scheiß-Universitätsforum hier!

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scrub schrieb:
nur wissen die meisten unis im ausland und firmen usw. ungefähr, wie sie jemanden mit diplomgrad einzuordnen haben. das wird zumindest bei den ersten leuten mit bachelor- und masterabschlüssen nicht der fall sein.
Richtig.
Aber lustig ist, daß doch gerade die internationale Vergleichbarkeit immer als Argument für Master/Bachelor angeführt wurde... dabei sind die deutschen Diplomgrade weltweit bekannt und geachtet. Naja, Einheitlichkeit suchende Politiker halt.

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hm Ziel ist es ja, dass der Unterschied zwischen FH und Uni mit dieser Sache verschwindet, weswegen sich einige Unis wehement gegen den Master u. Bachelor wehren^^.
FH-Diplom ist zwar höherwertiger als Bachelor, aber um den Unterschied zur Uni zu halten, soll es wohl eher Richtung Bachleor eingeordnet werden. Uni-Diplom wird dann mit Master gleichgesetzt.
Du solltest dich mal informieren, was in den Zusatzsemester zum Master im Gegensatz zum Diplom eigentlich angeboten wird. Ob dich das überhaupt interessiert. Dann kannst du auch besser entscheiden, ob du das machen willst oder nicht.
ach noch ne persönliche Wertung: ich denke vor allem in nächster Zeit wird zumindest in Deutschland das Diplom in den Firmen noch besser anerkannt sein, weil man da einfach weis was es ist^^
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Also ich kann mir nicht helfen, aber am Ende ist doch ehh wieder alles das Gleiche? 90% werden die gleichen Dozenten das Gleiche wie im letzten Jahr erzählen.
Bye, TGGC (Demo or Die)
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TGGC schrieb:
Also ich kann mir nicht helfen, aber am Ende ist doch ehh wieder alles das Gleiche? 90% werden die gleichen Dozenten das Gleiche wie im letzten Jahr erzählen.
Bye, TGGC (Demo or Die)
nope dem kann ich nicht zustimmen. Die "Lehrpläne", wenn man es so nennen will. werden neu gemacht, der Aufbau ist anders und auch der Inhalt wurde geändert, nicht nur an 2 kleinen Stellen, zumindest hier in Zwickau, wo ich studier. Wie es anderswo ist weis ich nicht. Aber auch die FHs und Unis müssen sich an Richtlinien halten

Das es natürlich auch einige Sachen gibt, die gleich bleiben ist logisch. Ich mein nur weil die mal weider am Bildungssystem rumdoktoren, ändert das nichts daran, wie der Computer funktioniert^^
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Pellaeon schrieb:
Die "Lehrpläne", wenn man es so nennen will. werden neu gemacht
Der Plan? Wen interessiert der Plan? Der Plan ist Theorie, und in der Praxis wird das Gleiche gelehrt wie immer. Wo sollten denn auch auf einmal die neuen Inhalte für den Master herkommen, gibts bei google ein paar pdf mit "Wissen für den Master" die sich jeder Prof durchliest?
Bye, TGGC (Demo or Die)
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TGGC schrieb:
Pellaeon schrieb:
Die "Lehrpläne", wenn man es so nennen will. werden neu gemacht
Der Plan? Wen interessiert der Plan? Der Plan ist Theorie, und in der Praxis wird das Gleiche gelehrt wie immer. Wo sollten denn auch auf einmal die neuen Inhalte für den Master herkommen, gibts bei google ein paar pdf mit "Wissen für den Master" die sich jeder Prof durchliest?
Bye, TGGC (Demo or Die)
Wie ich oben drüber schon geschrieben haben: klar wird nicht alles geändert. Trotzdem ist es fakt, dass Master/Bachelor nicht einfach neue Namen für das "alte" Diplom sind. Geh an de Uni und FH informier dich mal genauer, also nicht einfach nur de Werbeseite für das Studium durchlesen

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Pellaeon schrieb:
Aber auch die FHs und Unis müssen sich an Richtlinien halten

Genaugenommen nicht, da sie Lehrfreiheit haben.
Die Richtlinien sind nur Empfehlungen.
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Marc++us schrieb:
Pellaeon schrieb:
Aber auch die FHs und Unis müssen sich an Richtlinien halten

Genaugenommen nicht, da sie Lehrfreiheit haben.
Die Richtlinien sind nur Empfehlungen.
Falsch es gibt Richtlinien, die werden aber in erster Linie erstmal von den Bundesländern und nicht vom Bund festegelegt, Hochschulgesetzte usw.
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LOL, die Uni möchte ich sehen, die sich so einfach ins Handwerk pfuschen lässt. 90% aller Vorlesungen werden unverändert übernommen schätze ich. Warum soll man auch oft x Jahre Lehrerfahrung wegwerfen, weil irgendwer meint das System umkrempeln zu müssen.
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hm na vielleicht verwechsel ich auch was, aber Hochschulgesetzte gibt es :p
so ganz ungeregelt ist das nicht, wir leben schließlich in Deutschland, wo findet man da mal ein Gebiet ohne Regeln^^.
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Pellaeon schrieb:
Marc++us schrieb:
Pellaeon schrieb:
Aber auch die FHs und Unis müssen sich an Richtlinien halten

Genaugenommen nicht, da sie Lehrfreiheit haben.
Die Richtlinien sind nur Empfehlungen.
Falsch es gibt Richtlinien, die werden aber in erster Linie erstmal von den Bundesländern und nicht vom Bund festegelegt, Hochschulgesetzte usw.
Nix falsch!
Die Vorgabe von Lehrinhalten für Unis ist verfassungsrechtlich nicht unstrittig.
Z.B. solche Kommentare gibt's dazu:
"Dem wird entgegen gehalten, ein solcher Bezug wäre angesichts der Vorgaben des Lehrstoffs durch das Kultusministerium eher kontraproduktiv und an Universitäten zudem verfassungsrechtlich kaum möglich. In diesem Zusammenhang wird auf eine mögliche Einschränkung der Lehrfreiheit durch die modularen Studiengänge und deren Akkreditierung verwiesen."
Denn:
Art. 5 GG (3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.
Mit anderen Worten, der Staat kann so ohne weiteres für die Unis gar keine Inhalte vorschreiben. Es ist mehr eine Art Übereinkunft der Hochschulen - aus Gründen der Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit - wenn sie die Studieninhalte ändern.
Bei Schulen sieht das ganz anders aus, aber Hochschulen haben hier mehr Narrenfreiheit.
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Ok was den Inhalt angeht, trotzdem glaube ich nicht, dass es kein Richlinien geben soll, wann man einen Master oder Bachelor vergeben soll. Die Inhalte seind frei, ok, aber wer diesen oder jenen Titel verleihen will, wird sicher Vorraussetzungen dafür erfüllen müssen, könnte doch sonst jeder machen
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tech schrieb:
Deshalb überlege ich nach dem Diplom den Master anzuhängen.
Halte ich für Unsinn. Häng da lieber noch ne Dissertation dran. Der Doktorgrad ist auch international angesehen und bringt dich im Gegensatz zum Master auch noch mal ein ganzes Stück nach vorne. Wenn du den Master dranhängen willst, dann ist das nur Zeitverschwendung, damit du danach noch einen anderen Abschluss hast, der dir letztendlich sehr ähnliches bescheinigt wie das Diplom. Ok, eine Dissertation wird wahrscheinlich länger dauern, aber wie schon gesagt: Die würde dich wenigstens weiter bringen.
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Walli schrieb:
LOL, die Uni möchte ich sehen, die sich so einfach ins Handwerk pfuschen lässt. 90% aller Vorlesungen werden unverändert übernommen schätze ich. Warum soll man auch oft x Jahre Lehrerfahrung wegwerfen, weil irgendwer meint das System umkrempeln zu müssen.
es ist schlichtweg nicht möglich, einfach alle vorhandenen vorlesungen nur "neu zu sortieren" und die erste hälfte dieser dann neu entstandenen reihenfolge "bachelor" und die zweite hälfte "master" zu nennen (oder sonst eine andere aufteilung zu wählen o.ä.)
im moment findet durch die DPO (also, ich red grad von lokalen verhältnissen, die sich vermutlich jedoch auf 99% der anderen hochschulen übertragen läßt) eine gewichtung der fächer statt, die sich am zeitlichen umfang orientiert. wenn ich mich recht erinnere, hat z.b. das vordiplom einen gesamtumfang von äh ich glaub 70 SWS. dann gibts da so eine nette umrechnungsregel, der zufolge 1 SWS in 1,5 ECTS- punkte umzurechnen ist. also hat das vordiplom einen umfang von 105 ECTS- punkten.
nun ist es so, daß die neuen studiengänge theoretisch nur zusätzlich eingeführt werden. also könnte ein hochschule beispielsweise auch auf die idee kommen, den diplomstudiengang weiterhin anzubieten, das ist bestandteil der neuen gesetze und vorschriften.
jetzt kommt das problem: das einizge gemeinsame merkmal der bachelorabschlüsse in europa ist der gesamtumfang im ECTS (weiß ich grad nicht genau). jedenfalls würde ein bachelor mehr ECTS- punkte haben als das vordiplom und weniger als das diplom. es ist also nicht möglich, einfach vordiplom oder diplom nur umzubenennen.
um dem neuen umfang gerecht zu werden und gleichzeitig eine berufsbefähigung herbeizuführen, muß man also zwangsläufig ein neues inhaltliches konzept -man könnte es auch als verflachung bezeichnen- aufstellen. würde man einfach von den vorhandenen lehrveranstaltungen einige weglassen, führte das zu unbefriedigenden ergebnissen. also muß man schon nicht mehr über bereits vorhandene vorlesungen reden, sondern über inhalte. die neue anordnung von inhalten führt beinahe automatisch zu neuen vorlesungen.
wir sehen also: es ergibt sich schließlich die notwendigkeit, einen komplett neuen satz vorlesungen zu bauen, der zwangläufig weniger inhalt haben muß.
da sich diesem doppelten aufwand jedoch bei der gegenwärtigen großzügigen finanzierung keine hochschule leisten können wird, wird der nun nicht mehr zwingende diplomstudiengang nebenbei de facto überall eingestampft.
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Gregor schrieb:
3. Der entscheidende Unterschied zwischen einem Diplomstudium und einem Bachelor/Master Studium betrifft IMHO die Freiheitsgrade, die man als Student im Studium hat. Beim Bachelor/Master Studiengang ist alles sehr viel durchorganisierter, man hat als Student weniger Freiheitsgrade und muss sein Studium geradeliniger durchziehen. Das Studium ist da "verschulter". Das hat Vor- und Nachteile: Es wird da sicherlich weniger Studienabbrecher geben, andererseits wird den Studenten Eigenverantwortung entzuogen, so dass ein gewisser diesbezüglicher Lerneffekt nicht mehr in dem Maße vorhanden sein wird. Man hat als Student auch nicht mehr die Wahlmöglichkeiten, die man bei einem Diplomstudium hat, man kann keine außerplanmäßigen Dinge mehr machen. Beispielsweise studiere ich in einem Doppelstudium sowohl Info als auch Physik. Für ein Bachelor/Master-Studium hat die Uni, an der ich bin soetwas kategorisch ausgeschlossen. Man will offensichtlich Interesse, Eigeninitiative usw. der Studenten nicht mehr fördern bzw. fast schon nicht mehr zulassen.
Dies finde ich sehr bedauerlich.
Und ich hatte gehofft, dass es an der Uni endlich vorbei wäre mit Zwangshausaufgaben die so gewählt sind, dass auch noch der Schwächste sie schaffen können muß und einem vom Lernen abhalten. Bin wohl ein paar Jahre zu spät geboren. In 2 Jahren wird es wohl nur noch Bachelor/Master geben.
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Eine Promotion ist eine gute Sache.

Sollte man auf jeden Fall im Auge behalten.
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Und was ist ein magister?
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eeefrf schrieb:
Und was ist ein magister?
Die haben lange Mäntel, spitze hüte...
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Ben04 schrieb:
Dies finde ich sehr bedauerlich.
Und ich hatte gehofft, dass es an der Uni endlich vorbei wäre mit Zwangshausaufgaben die so gewählt sind, dass auch noch der Schwächste sie schaffen können muß und einem vom Lernen abhalten. Bin wohl ein paar Jahre zu spät geboren. In 2 Jahren wird es wohl nur noch Bachelor/Master geben.Soweit ich das sehe, lassen die meisten Hochschulen die neuen und die alten Titel erst mal eine Weile parallel laufen um zu sehen, wie die neuen Abschluße in der Industrie ankommen. Hier schreiben sich regelmäßig deutlich mehr Leute für das Diplom ein als für den Bachelor-Studiengang, wobei das hier in den ersten Semestern eh keinen Unterschied macht.
Desweiteren gilt das Studium hier[1] als ziemlich verschult; das bedeutet aber weder, daß es weniger Abbrecher gibt (>50% fliegen durch), noch, daß man Hausaufgaben abgeben oder zu allen Vorlesungen erscheinen müßte.
[1]: TU-München, E-Technik