Über die Ernsthaftigkeit von Antiamerikanismus und Ossidiskriminierung
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Scheinbar wird dieser Trend von einigen ernst genommen. Es wird gar so dargestellt, als entwickelten sich diese Gruppen zu unserem "Judenersatz". Wir brauchen einen Sündenbock, also nehmen wir die arbeitslosen Naziossis und die Amis sind sowieso schlechter als wie wo wir sind.
Ich persönlich habe Sprüche gegen Ossis nie so empfunden, als wären die tatsächlich ernst gemeint. Zumindest meistens nicht. Und der Antiamerikanismus schien sich meist gegen die US-Regierung oder die Hinterwäldler(Rassisten, Christen) zu richten. Also nicht wirklich gegen Amerikaner. Oder eben den kulturellen Export. Da fällt mir was ein: Letztens hab ich in nem Thread über Halloween in Europa gelesen, wie eine Deutsche sich über die Ammies muckiert hat, weil die uns ihre Feiertage aufdrücken. ^^ Weiß nicht, ob das ihr ernst war.
Was denkt ihr? Haben wir Minderwertigkeitskomplexe und versuchen uns einzureden, wir wären besser als Ossis und Ammis? Oder ist das nur Spass(Ossiswitze)/sinnvoll(Kritik an der US-Regierung?
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Es gibt leider viele Menschen, die Ossis immer noch als böse ansehen.

Ich kann zu der Zeit vor 1989 wenig sagen, aber das Sandmännchen war klasse - mehr habe ich von dieser Zeit nicht behalten, ich war einfach zu jung.

Dadurch, dass ich nur 5km von der Ex-Grenze entfernt wohne, kenne ich mittlerweile viele von dort auch aus vielen Altergruppen.
Und pauschal über einen Kamm scheren kann man die nicht. Keine Chance. Vielleicht habe ich nur die Musterbeispiele kennengelernt, aber ich mache da keinen Unterschied mehr.
Wenn ich doch mal Ossi sage ist das nur ein Indiz, wo derjenige herkommt - aber ohne Wertung.Da unterscheide ich eher zu den Bayern hin, weil ich die nicht verstehe.

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die amis sind natürlich nicht schlimm. nur wie du sagtest der kulturexport und die weltpolitik. also nur alle berührungspunkte.
und die ossis sind auch nicht schlimm. bis auf die tatsache, daß sie immernoch die sed wählen.
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volkard schrieb:
und die ossis sind auch nicht schlimm. bis auf die tatsache, daß sie immernoch die sed wählen.
Tja, der Trend ist teilweise auf das ehemalige West-Deutschland auch übergesprungen.
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volkard schrieb:
bis auf die tatsache, daß sie immernoch die sed wählen.
Das tun sie aber aus einem anderen Grund, nicht der Liebe für die alten Zeiten wegen. Übrigens haben die Menschen aus den gebrauchten Bundesländern auch SED gewählt, nämlich die von der SED (Linkspartei) infiltrierte WASG.
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F98 schrieb:
Das tun sie aber aus einem anderen Grund, nicht der Liebe für die alten Zeiten wegen.
Die SED,PDS,Linke wie auch immer sie sich nennen wollen, hat dort immer noch nen immensen Stammwähleranteil, aber natürlich wählen sie auch aus Protest so radikal.
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8% Radikalwähler, toll
*rofl* Ich sag da jetzt nichts weiter zu ... .
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Gegenfrage: Brächte es was, ständig den selben eingefahrenen Trupp (CDU/SPD) zu wählen, der 30 Jahre den selben Schrott erzählt und nichts ändert. Schaut Euch mal die Reportage "Der Fall Deutschland an", da sieht man schön, dass die Probleme, die wir jetzt Diskutieren schon 1960 bestanden und seit dem nur "blah" gemacht wurde.
Die Politiker von damals und jetzt haben geschworen ihr Tun zum Wohle des Volkes einzusetzen, sie haben fast alle versagt. Der einzigen die unterm Strich Was auf dem Kasten hatten waren Adenauer und Schmidt.
Ab und zu muss man die Saftsäcke etwas kitzeln, damit wieder der Denkprozess einsetzt. Nach 40 Jahren Amerikanisierung ist bei den meißten Westbürgern der "Mut aufzustehen" in "Ekel gegenüber Veränderung" umgewandelt worden. Ihr seid einfach zu satt.
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F98 schrieb:
nichts ändert.
Jaja, klar.

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Soweit ich das sehe, trat die PDS/Linkspartei mit einem uralten Konzept, imho unrealistischen Versprechungen und einer Kanalisierung der Ängste der Menschen zur Wahl an. Abgesehen davon ist in der neuen Linkpartei noch sooo viel SED drin, für mich einfach unwählbar.
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Ich finde die hohen Wahlerfolge der NPD in Sachsen äußerst bedenklich. Und da stehe ich auch zu

Und Leute wie Schönbohm tragen dazu bei, diesen Eindruck zu verstärken...
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nur mal als Denkanstoss, egal wie man zur PDS oder wie immer die jetzt genau heißt steht: durch die CDU wurde in den 60ern ein ehemals hochrangiger Nazi Bundeskanzler. Es wurden sogar viele ehemalige Nazis in die Partei aufgenommen. Diesselbe Partei schimpft heute über die PDS, das da nur Komministen drinne sitzen. Die sollen sich mal an ihre eigene Nase fassen ... .
Ich persönlich finde sowas nämlich unglaubwürdig, um das mal noch gesittet auszudrücken. Daher finde ich es scheiße, dass man über die PDS nur als SED-Nachfolger herzieht. Leute, da sitz kein Honecker oder Ulbricht mehr in der Partei ... .Worüber man allerdings lautstark diskutieren darf, sind die sinnlosen Forderungen und Versprechungen, welche die PDS macht. Da kann man sachlich drüber reden und kommt zu dem Schluss, dass vieles einfach Wunschdenken und/oder Wählerverarsche ist. Aber immer dieser SED-Quatsch geht mir echt auf die Nerven, vor allem bei dem Hintergrund der CDU ... . Und andere Parteien haben sicher auch ihre Leichen im Keller ... .
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Bloß mit dem Unterschied dass bei der CDU keine Alt-Nazis mehr drinsitzen, in der PDS aber noch Kaderkommunisten.
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Nein. Alt-Nazis gibt es nicht mehr. Echt toll
......aber dafür um so mehr Neonazis...
So ist das CDU-Mitglied Albrecht Jebens etwa im Vorstand der so genannten "Gesellschaft für freie Publizistik", die laut Verfassungsschutzbericht (Jahr 2000) "die bedeutendste rechtsextremistische Kulturvereinigung" ist. Auch die CDU/CSU-Mitglieder Knütter, Hornung, Hohmann, Kaschkat, Lummer und Siegerist referieren und publizieren bei rechtsradikalen Vereinen oder sind sogar Mitglied.
Schönbohm soll angeblich ebenfalls gute (d.h. freundschaftliche) Kontakte in der rechtsradikalen Szene besitzen. Klar- durch seinen ehem. Beruf ist er auch besonders qualifiziert wieder Recht, Ordnung und die guten alten (deutschen) Tugenden einzuführen...

Von dem braunen Sumpf in den Burschenschaften, v.a. in Bayern wollen wir gar nicht erst reden... Da kommts einem echt hoch

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dafür gibts bei der CDU jede menge kriminelle.
darf nur mal an die köfferchen geschichte erinnern.aber solange man vom eigenen schmutz ablenken kann...
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AntiNazi: Du hast ja recht, aber ich hatte auch nicht behauptet dass es keine Neo-Nazis gäbe. Rechts - sowie Linksextremisten sind beide scheiße. Aber es gibt sie nunmal.
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Hier noch mal einen Ausschnitt zu Schönbohm:
In Guben wurde Ende August der Gedenkstein für den ermordeten Omar Ben Noui zum sechsten Mal geschändet. Diesmal wurde er mit einem Hakenkreuz beschmiert. Am selben Tag traf sich Innenminister Schönbohm (CDU) in einem Cottbusser Neonazi-Club demonstrativ mit glatzköpfigen Jugendlichen. Der junge algerische Asylbewerber Ben Noui war im Februar 1999 von einer Meute Neonazis solange gejagt worden, bis er durch eine verglaste Haustür sprang und in den Scherben langsam verblutete. Jetzt warnte Schönbohm davor, "rechtsextreme Jugendliche auszugrenzen", vielmehr müsse man anfangen, "gemeinsam mit den rechten Jugendlichen Fußball zu spielen". [...]
Jörg Schönbohm, ein Ex-General der Bundeswehr, gehörte schon zu seiner Zeit als Innensenator in Berlin zum äußersten rechten Flügel der CDU. Schönbohm hat sich zwar immer geflissentlich vom Nationalsozialismus distanziert, was ihn aber nie daran hinderte, in perfider Weise Ausländerfeindlichkeit zu schüren. Artikel und Reden von ihm enthalten oft Kernaussagen wie: "Integration ist keine Einbahnstraße", "Es gibt Gegenden, wo viele Deutsche sich nicht mehr zu Hause fühlen" oder "Wir werden über soziale Leistungen für Asylbewerber nachdenken müssen". [...]
Schönbohm lässt darin seiner nationalistischen Gesinnung freien Lauf: "Im Laufe der Geschichte haben wir unsere nationale Identität entwickelt, die sich in unserer Sprache, in unserer Kultur, in unseren Sitten und Gebräuchen, in unserem Bekenntnis zu Demokratie, Recht und Freiheit niederschlägt. Heimatliche Verwurzelung, landsmannschaftliche Besonderheiten und nationale Identität sind fest miteinander verwoben... dies gilt es zu bewahren."
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AntiNazi schrieb:
Hier noch mal einen Ausschnitt zu Schönbohm:
... enthalten oft Kernaussagen wie: "Integration ist keine Einbahnstraße", "Es gibt Gegenden, wo viele Deutsche sich nicht mehr zu Hause fühlen" oder "Wir werden über soziale Leistungen für Asylbewerber nachdenken müssen". [...]
Schönbohm lässt darin seiner nationalistischen Gesinnung freien Lauf: "Im Laufe der Geschichte haben wir unsere nationale Identität entwickelt, die sich in unserer Sprache, in unserer Kultur, in unseren Sitten und Gebräuchen, in unserem Bekenntnis zu Demokratie, Recht und Freiheit niederschlägt. Heimatliche Verwurzelung, landsmannschaftliche Besonderheiten und nationale Identität sind fest miteinander verwoben... dies gilt es zu bewahren."Warum auch nicht, er sagt doch nichts falsches. Schon mal gesehen, was zur Zeit in Frankreich abgeht und darüber nachgedacht, woher das kommt?
Oder willst Du solche Probleme auch einfach durch mehr Geldtransfer lösen?
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@GPC
war ja auch kein Vorwurf gegen Dich.Aber ich halte die Linksextremen für weniger bedenklich als die Rechten. Die Linken zünden wenigstens keine Asylantenheime an und hetzen Ausländer auf offener Straße....
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Warum auch nicht, er sagt doch nichts falsches. Schon mal gesehen, was zur Zeit in Frankreich abgeht und darüber nachgedacht, woher das kommt?
(Achtung Ironie)
Richtig! Daran sind alleine die scheiß Ausländer-Schuld
Zu einem Konflikt gehören immer zwei. Und wie Bassam-Tibi sagte: "An dem Scheitern der Integration haben die Deutschen einen Anteil von 50%".