Woran erkennen, das man nicht Gott ist?



  • PeterTheMaster schrieb:

    du meinst du hast es jetzt eingesehen, und statt das reuig zuzugeben, schiebst du deine verstaendnisprobleme auf mich?

    LOFL. Nein, natürlich nicht; es wird nur langsam langweilig.
    Du scheinst die Verständnisprobleme zu haben. Lern einfach lesen.

    PeterTheMaster schrieb:

    ohne 1 funktioniert der beweis nicht mehr

    Der für deine Argumentation relevante Punkt in 1. ist genau das was du in 3. noch mal explizit aufgeführt hast: "Gott verhindert 'Böses' wenn es ihm bewusst ist und dies in seiner Macht steht."

    PeterTheMaster schrieb:

    deine folgerung c2 ist schon wieder falsch, aus tun koennen folgt nicht tun. aber aus tun koennen und tun wollen/muessen (wegen gut sein) folgt tun.

    Aus "gut sein" folgt nicht dass man "böses" verhindert, aber aus "gut sein" folgt dass man alles daran setzt allwissend zu sein?
    Lächerlich.



  • finix schrieb:

    Aus "gut sein" folgt nicht dass man "böses" verhindert,...?

    korrekt. aus gut-sein folgt nicht, daß man böses verhindert.



  • volkard schrieb:

    finix schrieb:

    Du meinst du kannst deine Behauptung nicht begründen?

    aber im gegensatz zu dir kann ich lesen.

    *keiner* kann behauptungen hieb- und stichfest begründen. es gibt nur mehr (spagettimonster) und weniger (jehova) glaubwürdige geschichten.

    Ja, bla blah, ad hom. Sind wir im Kindergarten oder was?
    - "Ich stimme nicht mir dir überein."
    - "So? Du kannst nicht lesen/bist doof/etc. Ätsch!"

    Ich hab dich nicht nach einem hieb- und stichfestem Beweis gefragt, sondern nur nach einer Begründung, einer Erläuterung deiner Meinung. Und bis auf "Schwafel.. schwafel.. immer noch nichts.. schwafel.. ich spekuliere darauf dass andere einsehen dass ich recht habe." kam irgendwie nichts. Ach ja, "Wenn ich mein Argument nicht begründen kann dann geht's nicht" hätte ich fast vergessen. Tolle Begründung! 🙄 👍



  • volkard schrieb:

    finix schrieb:

    Aus "gut sein" folgt nicht dass man "böses" verhindert,...?

    korrekt. aus gut-sein folgt nicht, daß man böses verhindert.

    Begründung?

    Falls du eine hast wende sie doch mal bitte schnell auf folgendes Beispiel an:
    Du bist im Schwimmbad, stehst neben dem (flachen) Kinderbecken. Außer dir weit und breit keine Menschenseele in Sicht; außer einem kleinen Kind, was direkt vor deiner Nase am ertrinken ist. Obwohl dies deiner Aufmerksamkeit nicht entgeht unternimmst du nichts.
    "Gut" oder nicht "gut"?



  • scheisse 👎



  • finix schrieb:

    Ich hab dich nicht nach einem hieb- und stichfestem Beweis gefragt, sondern nur nach einer Begründung, einer Erläuterung deiner Meinung.

    sind denn die genannten analogien nicht genug? es gäbe gar keine begriffe für glück und leid, wenn es nicht glücklichere und leidvollere phasen gäbe. wir hätten auch nicht hormone dafür entwickelt und keine wahrnehmung dafür. nur die abgedrehtesten philosophen könnten könnten an so einem konzept arbeiten, aber es hätte keinen bezug zur welt; sie würden einen konstruierten begriff beschreiben, der nicht erfahrbar ist.

    wenn du dem nicht folgen kannst oder willst, verwiese ich für "weitergehende" argumente auf die erste matrix.

    ich hatte aber erwartet, daß du soweit selber denkst, also konnte das auffordern nach begründung nur heißen, daß du eine explizite niederschrift brauchst, um sie dann zu verreißen. und die arbeit wollte ich dir spraen,. indem ich schrieb, daß jede begründung prinzipiell angreifbar ist. begründungen außerhalb der mathematik ganz einfach, indem man die axiome bestreitet und die innerhalb, indem man unlogisch argumentiert (mit dem finalen argument "die welt ist nicht logisch").



  • finix schrieb:

    Du bist im Schwimmbad, stehst neben dem (flachen) Kinderbecken. Außer dir weit und breit keine Menschenseele in Sicht; außer einem kleinen Kind, was direkt vor deiner Nase am ertrinken ist. Obwohl dies deiner Aufmerksamkeit nicht entgeht unternimmst du nichts.
    "Gut" oder nicht "gut"?

    gut.
    - ich stehe zwar neben dem kinderbecken, mein vor 30 sekunden passierter herzinfarkt lähmt mich aber.
    - ich habe krankhafte angst vor wasser.
    - das kind sollte sterben, ich weiß aus anderer quelle, daß es schlimmer als stalin sein wird, wenn es nicht jetzt ertrinkt und ich bin ein zeitreisender und da, zu verhindern, daß jemand es rettet.
    - es sollte einfach nur sterben, um den gen-pool nicht zu verschlimmern.
    - ich bin besoffen, auf extasy und verliebt zugleich und deshalb nicht handlungsfähig.
    - ich habe keine veranlassung, zu denken, es sei gut, das kind zu retten, denn die welt wird ohne das kind vielleicht besser und vielleicht schlechter dran sein.

    außer dem "gut-sein" müssen für gute taten also noch allmacht und enorm viel wissenheit her, um gute taten stets zu tun.

    und dann kommt das fatale für uns. wir erkennen gar nicht, ob es gute oder böse taten sind, so im ganzen betrachtet und welche langfristigen auswirkungen es hat. ganz sicher ist stumpfsinniges kinder-retten ohne anbetracht der umstände nicht immer gut.

    und ich behauptete ja schon, daß gott bereits alles auf's best' bestellt hat. nur wir sind zu unwissend, um das zu erkennen und halten ihm ein paar kindesersäufnisse vor.



  • @TGGC: DU bist auf jeden Fall KEIN Gott. Damit wäre schon mal die NICHEXISTENZ des TGGC-Gottes bewiesen.



  • volkard schrieb:

    sind denn die genannten analogien nicht genug? es gäbe gar keine begriffe für glück und leid, wenn es nicht glücklichere und leidvollere phasen gäbe. wir hätten auch nicht hormone dafür entwickelt und keine wahrnehmung dafür. nur die abgedrehtesten philosophen könnten könnten an so einem konzept arbeiten, aber es hätte keinen bezug zur welt; sie würden einen konstruierten begriff beschreiben, der nicht erfahrbar ist.

    In der Tat, die Analogien waren mir nicht genug. Aber dieser Absatz sieht doch schon sehr viel besser aus.
    Doch denkst du wirklich das die Existenz von etwas abhängig ist ob Menschen einen Begriff dafür haben? Und nehmen wir dass es kein Leid gäbe, und auch dass wir unseren Zustand dann nicht als besonders wahrnehmen, oder ihn in Bezug zu etwas anderem setzen, weil es kein Leid gibt; wären wir deswegen weniger glücklich?
    Wenn du glücklich bist - bist du dann nur glücklich weil es dir ggf schon mal schlecht ging, oder weil du das Leid anderer wahrnimmst?

    volkard schrieb:

    ich hatte aber erwartet, daß du soweit selber denkst, also konnte das auffordern nach begründung nur heißen, daß du eine explizite niederschrift brauchst, um sie dann zu verreißen.

    Tja, siehst du, so kann man sich täuschen. Ich hatte auch erwartet dass du selber denkst, und dabei auf die Idee kommst dass nicht jeder mit dir übereinstimmen muss, und dass dir klar wird dass, neben der von dir genannten, eine mögliche Motivation für Fragen das Verständnis anderer Positionen ist.



  • volkard schrieb:

    finix schrieb:

    Du bist im Schwimmbad, stehst neben dem (flachen) Kinderbecken. Außer dir weit und breit keine Menschenseele in Sicht; außer einem kleinen Kind, was direkt vor deiner Nase am ertrinken ist. Obwohl dies deiner Aufmerksamkeit nicht entgeht unternimmst du nichts.
    "Gut" oder nicht "gut"?

    gut.

    Sehr schön.
    Ich hoffe du nimmst es mir nicht übel wenn ich einige deiner Punkte als albern oder nicht zweckmäßig verwerfe:

    volkard schrieb:

    - es sollte einfach nur sterben, um den gen-pool nicht zu verschlimmern.

    Weil es nicht schwimmen kann? Hm.
    Sollten wir dann, im Sinne der Reinheit des Gen-Pools, jegliche Hilfeleistungen ganz gleich welcher Art verweigern, gar unter Strafe stellen? Sozialhilfe, ALG, Spendenaktionen, Rettungsmissionen, etc, alles abschaffen?

    volkard schrieb:

    - ich habe keine veranlassung, zu denken, es sei gut, das kind zu retten, denn die welt wird ohne das kind vielleicht besser und vielleicht schlechter dran sein.

    Interessanter Aspekt. Sollten dementsprechend dann z.B. Mord nicht weiter als "nicht-gut" betrachten? Immerhin wissen wir nicht ob die Welt ohne die Opfer besser oder schlechter dran ist!?



  • finix schrieb:

    Doch denkst du wirklich das die Existenz von etwas abhängig ist ob Menschen einen Begriff dafür haben?

    je nach dem. ich glaube auch zum beispiel an die logik. das ist die menge der regeln, die allen strichkalkülen gemein ist. auch die natürlichen zahlen "sind einfach da".
    ist aber vereinfachend. solche gedanken sind genau genommen erst da, wenn jemand sie denkt. ohne menschen und auch keinen gott und keine außerirdischen intelligenzen, gäbe es keine natürlichen zahlen.

    entsteht ein geräusch, wenn im wald ein baum umfällt, aber keiner es hört?

    meine nichtexistenten natürlichen zahlen gehen etwas weiter und ich sage, daß die natürlichen zahlen erst dadurch entstehen, daß sie einer denkt. aber wenn jemand denkt, dann erdenkt er auch die natürlichen zahlen und die logik. weil jemand denkt, gibt es sie.

    mit leid und freud ist es ebenso. die kan es nur geben, wenn etwas empfindungsfähiges existiert.

    über die subjektivität des leids gibt es noch viel diskussionsbedarf, aber nicht in diesem posting.

    Und nehmen wir dass es kein Leid gäbe, und auch dass wir unseren Zustand dann nicht als besonders wahrnehmen, oder ihn in Bezug zu etwas anderem setzen, weil es kein Leid gibt; wären wir deswegen weniger glücklich?

    jo.
    sind wir jetzt glücklicher als die leute im mittelalter?
    wie viele autos werden gekauft, weil der nachbar dann ein kleineres hat? sein leid, meine freud.

    Wenn du glücklich bist - bist du dann nur glücklich weil es dir ggf schon mal schlecht ging, oder weil du das Leid anderer wahrnimmst?

    könnte man, wenn man immer nur glücklich wäre (und alle anderen auch immer nur glücklich wären), das überhaupt bemerken?

    Tja, siehst du, so kann man sich täuschen. Ich hatte auch erwartet dass du selber denkst, und dabei auf die Idee kommst dass nicht jeder mit dir übereinstimmen muss,

    ich gehe sogar davon aus, daß die mehrheit nicht meiner meinung ist.

    und dass dir klar wird dass, neben der von dir genannten, eine mögliche Motivation für Fragen das Verständnis anderer Positionen ist.

    war in diesem kontext nicht anzunehmen, da ich dir viel verständnisvermögen zubillige.

    nebenbei wundert mich, daß du reflektierst, "Doch denkst du wirklich das die Existenz von etwas abhängig ist ob Menschen einen Begriff dafür haben?" und "wären wir deswegen weniger glücklich?" waren doch schon beantwortet. klassische rhetorische technik, um jemanden reden zu lassen, ohne eigene stellung zu beziehen. dient im positiven (und davon würde ich gerne ausgehen)einer guten exploration, im negativen als wirksame waffe gegen leute, die nicht besonders tief nachdenken, bevor sie was sagen.
    kann natürlich auch sein, daß du nur rhetorische fragen stellt, daß du echt der meinunbg bist, bei den gestellten fraen hättest du es auf den punkt gebracht und ich könne unmöglich eine meinung vertreten, die von deiner abweicht.



  • finix schrieb:

    Ich hoffe du nimmst es mir nicht übel wenn ich einige deiner Punkte als albern oder nicht zweckmäßig verwerfe:

    wer mich ernst nimmt, hat selber schuld.

    volkard schrieb:

    - es sollte einfach nur sterben, um den gen-pool nicht zu verschlimmern.

    Weil es nicht schwimmen kann? Hm.
    Sollten wir dann, im Sinne der Reinheit des Gen-Pools, jegliche Hilfeleistungen ganz gleich welcher Art verweigern, gar unter Strafe stellen? Sozialhilfe, ALG, Spendenaktionen, Rettungsmissionen, etc, alles abschaffen?

    interesanter aspekt. nee, ich dachte gar nicht an das schwimmen-können, sondern an dumme-eltern-dumme-kinder und die elterliche alleinlassung im schwimmbad. hast aber recht, *jede* unterlassene hilfeleistung hat etwas implizit gutes an sich.

    volkard schrieb:

    - ich habe keine veranlassung, zu denken, es sei gut, das kind zu retten, denn die welt wird ohne das kind vielleicht besser und vielleicht schlechter dran sein.

    Interessanter Aspekt. Sollten dementsprechend dann z.B. Mord nicht weiter als "nicht-gut" betrachten? Immerhin wissen wir nicht ob die Welt ohne die Opfer besser oder schlechter dran ist!?

    mord ist aus praktischen erwägungen bereits unter strafe zu stellen. aus kurzfristigen überlegungen. die arbeitsteiligkeit der wirtschaft würde ohne mordverbot zusammenbrechen, wir müßten für unseren broterwerb mehr stunden am tag arbeiten und das wäre unpraktisch. mordverbot und polizeiwesen (auch keine stehende polizei, sonder sich spntan bildende lynch-rotten) ist genau genommen auch nur ein teil der arbeitsteilung, ein teil der wirtschaft, mit dem sie sich selbst schützt. dazu ist moral gar nicht notwendig. vielleicht wurde moral nur im nachhinein erfunden.



  • volkard schrieb:

    meine nichtexistenten natürlichen zahlen gehen etwas weiter und ich sage, daß die natürlichen zahlen erst dadurch entstehen, daß sie einer denkt. aber wenn jemand denkt, dann erdenkt er auch die natürlichen zahlen und die logik. weil jemand denkt, gibt es sie.

    mit leid und freud ist es ebenso. die kan es nur geben, wenn etwas empfindungsfähiges existiert.

    naja, 2 problemchen:
    auch wenn es leid und freud nur gibt, wenn es etwas empfindungsfähiges gibt, deine argumentation dahin mag stimmen oder nicht, macht das keine aussage darüber, dass etwas empfindungsfähiges nicht nur freude empfinden kann. wenn du leid als nichtvorhandensein von freude definierst, kein problem. aber über diese prämisse lässt sich streiten.
    zweitens vermischst du empfindungsfähigkeit und denken. wenn du natürliche zahlen denkst, gibt es natürliche zahlen. wenn du leid denkst, gibt es leid.
    aber außerhalb deiner gedanken muss es trotzdem noch immer kein leid geben, um es zu denken.

    so genug davon, jetzt lieber mal meine eigene meinung.
    ich halte die ganze leid/freud gut/böse geschichte prinzipiell für nicht diskutierbar und daher verwerfenswert.
    ich glaube daher nicht, dass moral erst im nachhinein erfunden worden ist, jede moral an sich ist etwas absolutes. wann etwas praktisch ist, ist wieder nur definitionssache, und welche ich nehme, hängt von meiner moral ab.

    volkard schrieb:

    nur die abgedrehtesten philosophen könnten könnten an so einem konzept arbeiten, aber es hätte keinen bezug zur welt; sie würden einen konstruierten begriff beschreiben, der nicht erfahrbar ist.

    naja, was tun denn wissenschaftler/philosophen im moment großartig anderes? bezüge zur realen welt herzustellen ist einfach. das geht sogar mit so abgedroschenen sachen wie gott oder dem spaghettimonster. das ist nicht das problem. die interessantere frage ist nicht was und warum sondern wie: wie kommt ausgerechnet das zustande, was so zustande kommt? und dabei spreche ich auch von naturwissenschaftlichen erkenntnissen wie z.b. die erde ist eine scheibe oder es gibt atome.



  • Ich bin verwirrt. 🙂
    Wie kommt ihr auf die Idee, dass sich Empfindungen wie "Gut" oder "Böse" tatsächlich sachlich diskutieren lassen? Das sind relative, subjektive Begriffe, die allein der Definition wegen schon jeder anders versteht (und auch soll).
    Hätte jmd. vor der Hitler-Zeit ihn getötet, dann wäre er als Mörder verurteilt worden, und als "Böse" abgestempelt. Hätte das jmd. mit heutigem Wissen getan, wäre es eine "gute" Tat gewesen.

    Ich kann mich doch z.B. freuen, und es als "gut" empfinden, wenn ich eine eigene Wohnung bewohne und als schlecht dem gegenüber, wenn man mit 7 Leuten ein Zimmer bewohnt. Mit Sicherheit gibt es aber viele Leute, die genau das als "gut" empfinden würden, weil sie z.B. auf der Strasse leben. Dass das eine immer noch besser als das andere ist (bzw. sein könnte) mal außen vor. Man sieht also, dass man Dinge durchaus als schlecht empfinden kann, obwohl andere Leute die selben Dinge als "gut" empfinden. Würde man "Gut" und "Böse" nun versuchen eindeutig zu definieren würde man an dieser Stelle in einem Widerspruch landen, was die ganze Diskussion darüber überfällig macht. Es ist niemand in der Lage zu definieren was "Gut" oder "Böse" ist, somit kann auch niemand sagen (behaupten), dass "Gott" (oder was auch immer) "gut" oder "böse" ist. Somit dürfte das 1. Axiom hinfällig sein und jeder Beweis, der darauf aufbaut.

    Was ist mit der Definition: Gott ist der Anfang allen Ursprungs? (ich meine das mal irgendwo gehört zu haben)
    Wenn dem so ist, dann muss Gott der Anfang aller Universen sein, demzufolge wäre Gott nichts anderes als die Energie, die den Urknall verursacht hat. Allerdings muss diese Energie ja auch einen Ursprung haben, denn sie ist ja nicht einfach so da. Wenn dem so wäre, dann wäre damit bewiesen, dass diese Energie Gott ist und nach heutiger Sicht könnte man das glaube ich auch so hinnehmen, denn weiter zurück als zum Urknall können wir glaube ich nicht gehen, oder gibt es da Erkenntnisse, wo ich noch nichts von gehört habe? 🙂

    Egal, Gott existiert nicht, basta. 🙂



  • axiome koennen nicht hinfaellig sein. axiome sind in einem konkreten modell gueltig oder sie sind es nicht. ich weise darauf hin, dass fuer hiesige axiome "gut" nichts weiter ist als der name eines praedikats. wenn es im konkreten modell keine geeignete interpretation dafuer gibt, dann kann mit hilfe dieser axiome in diesem modell die nicht-existenz gottes nicht bewiesen werden.



  • omni long int Gott;

    Gott ist nur eine Variable.

    Einsetzen kann man was man will... die Frage ist ob Fliesskomma oder Ganzzahl.

    Gott ist der ursprung von allem.
    Interessant gerade letztens hab ich n Buch gelesen, wo es um den Urknall geht... irgendein Multidimensionales (mindestens 10 Dimensionen) Etwas ist explodiert und wir waren da. Das waren wir schon vorher, aber mit mehr Dimensionen.
    Desswegen ist die kritische Masse des Universums nahezu 1. Was auch alle Theorien vereinfacht. Wenn sie grösser 1 ist breiten wir uns aus...kleiner, wir ziehen uns zusammen und werden wahrscheinlich wieder Multidimensional. Aber anscheinend stehen wir Still. Wir tun weder noch weil wir schon da waren...
    also in diesem Falle ist Gott ein multidimensionales Etwas was explodiert ist. Da aber explodierte Lebewesen meistens nicht am Leben bleiben muss er tot sein. Ist aber in uns allen, ein paar Stücke zumindest. Wir sind alle teilweise Gott.

    Kann mir jemand erklären was ein Axiom ist?

    Gruss MiniaturGott



  • mantiz schrieb:

    Hätte jmd. vor der Hitler-Zeit ihn getötet, dann wäre er als Mörder verurteilt worden, und als "Böse" abgestempelt. Hätte das jmd. mit heutigem Wissen getan, wäre es eine "gute" Tat gewesen.

    Was meinst du mit "heutigem Wissen"? Wenn derjenige damals das "heutige Wissen" hatte ist es eine andere Situation; wenn nicht, sprich es ist erst heute rausgekommen wie es gewesen wäre, ist es die selbe wie zuvor, auch wenn man das Abwenden der Konsequenzen aus heutiger Sicht als "gut" (siehe unten) bewerten mag.

    mantiz schrieb:

    ... es als "gut" empfinden, wenn ich eine eigene Wohnung bewohne und als schlecht dem gegenüber, wenn man mit 7 Leuten ein Zimmer bewohnt.

    Dir ist klar dass der Begriff "gut" mehrdeutig ist? Wenn es um "gut<->böse" geht kannst du nicht mittels "gut<->schlecht" argumentieren.

    mantiz schrieb:

    Was ist mit der Definition: Gott ist der Anfang allen Ursprungs? (ich meine das mal irgendwo gehört zu haben)

    Ja, was ist damit?
    Das kosmologische Argument ist unsinnig, auch wenn es erheblich geschickter als "steht in der Bibel" ist; selbst wenn es stimmen würde ist es noch längst kein Argument für Gott, schon gar nicht den jüdisch-christlichen.
    Wenn man, wie du, scheinbar, sagt "Gott = Energie", was meint das dann? Hängt da noch mehr dran als Energie-sein? Wenn ja, sollte die Behauptung irgendwie durch Fakten oder logische Argumente unterstützt werden, wenn nein, ist die Definition genauso sinnvoll wie "Yogihurl = Energie".



  • PeterTheMaster schrieb:

    es gibt doch den klassischen beweis.
    1. axiom: gott ist gut
    2. axiom: gott ist omnipotent
    3. axiom: wer gut ist und boeses verhindern kann, tut das
    4. axiom: es passieren boese dinge

    daraus laesst sich leicht beweisen, dass es gott nicht gibt.

    Du hast damit nur Bewiesen das die Axiome im Widerspruch stehen. Mehr nicht.

    Omnipotent führt immer zum Widerspruch. (Kann Gott einen Stein erschaffen den er selber nicht anheben kann?) Also streichen wir omnipotent (3).

    Böses verhindern ist Ansichtssache. Frage: Benutzt Ihr die Wörter Gut und Böse überhaubt? Sind Gut und Böse für Euch Kategorieren in die Ihr die Welt einteilt? Die billigen Chinesen oder Inder sind Eure Feinde am Arbeitsplatz. Aber als aufgeklärte Menschen wißt Ihr das sie auch nur leben wollen. Man kann sie nicht einfach als böse abstempeln. Ist Hilter böse? Wird Ihr ein Interview geben und für Hitler das Wort Böse benutzen? Wenn man sich seinen Werdegang und seine Umgebung ansieht versteht ihn besser. Böse würde man nur sagen wenn man einem Kind erklären möchte was Hilter getan hat.

    Worauf ich hinauswill ist das Wörter wie Gut und Böse nicht mehr in unsere Welt passen, weil wir für alles eine Erklärung suchen. Wir differenzieren. Ein Naturkatastrophe zeigt uns nur wie die Welt wirklich ist. Nichts ist böse. Alles ist Teil der Welt.

    Wenn Gott die Welt erschaffen hat, dann so wie sie ist. Wenn er die Naturgesetze becherscht, kann er sie auch manipulieren. Als SW Entwickler wißt Ihr was man für einen Aufwand treiben muß damit 1+1=2 ist, oder das in einer virtuellen Welt (Videospiel) die Schwerkraft auch wirklich funktioniert.



  • finix schrieb:

    Dir ist klar dass der Begriff "gut" mehrdeutig ist? Wenn es um "gut<->böse" geht kannst du nicht mittels "gut<->schlecht" argumentieren.

    Ja, das ist mir schon klar. Hab' das wohl etwas durcheinander geworfen, war schon spät. 😉 Keine Ahnung, wie ich darauf gekommen bin.
    Nichts desto trotz dürfte es auch klar sind, dass die Definition von "Gut" und "Böse" relativ ist (s. mein Beispiel von Hitler). Es dürfte damit aber auch klar sein, dass "Gut" ("Böse") damit zeitlich abhängig ist. Etwas, was heute eine "gute Tat" ist, kann sich morgen schon als "böse Tat" herausstellen, weil man nicht alle Konsequenzen bedacht hat und es evtl. auch gar nicht konnte.

    1. axiom: gott ist gut
    Wenn Gott "gut" ist, dann würde das bedeuten, dass er zu jeder Zeit, zu der Gott existiert "gut" sein muss, das wiederum würde bedeuten, dass Gott allwissend ist, um beurteilen zu können, ab eine Tat von ihm auf Dauer als "gut" angesehen werden kann, was nicht sein kann, da 2. nicht gilt.
    => 1. gilt nicht.

    2. axiom: gott ist omnipotent
    Kann nicht gelten, s. Beispiel "Kann Gott einen Stein erschaffen den er selber nicht anheben kann?", somit kann auch 1. nicht gelten.
    => 2. gilt nicht.

    3. axiom: wer gut ist und boeses verhindern kann, tut das
    Da Gott nicht "gut" (s. 1) ist und auch "böses" nicht verhindern kann (s. 2) haben wir hier eine falsche Voraussetzung woraus man bekanntlich alles folgern kann.
    => 3. gilt.

    4. axiom: es passieren boese dinge
    Das dürfte soweit klar sein, dass man zu jeder Zeit irgendwelche Dinge als "böse" einordnen kann, die sich aber in einer gewissen Sicht als "gut" herausstellen.
    1. Naturkatastrophen kann man als Versuch der Natur sehen sich selbst auszubalancieren
    2. Wenn irgendwo eine "Katastrophe" passiert (z.B. 1), wo sehr viele Menschen sterben kann man das als natürlichen Ausgleich der Überbevölkerung ansehen.
    3. ...
    => gilt evtl.

    Da die Axiome nicht gelten kann man keine Aussage darüber machen, ob Gott existiert oder nicht.



  • 1. axiom: Was ihr da schreibt interessiert keinen
    2. axiom: Ihr könnt aufhören
    3. axiom: Denkt euch selber was...


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