Warum redet die ganze welt von der Gefahr einer Pandemie?!?
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Ich hab zwar keine Ahnung von dem Zeug, aber letztens kam ein Interview mit einem Vogelgrippe-Forscher, der sagte, damit der Erreger eine Epidemie unter Menschen auslöst müsste ein und das selbe Virus ca 10 spezifische Mutationen durchleben und anschliessend eine bestimmte Anzahl Menschen infizieren damit das überhaupt möglich ist. Und das wäre rein rechnerisch sehr unwahrscheinlich bis unmöglich einzustufen.
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Marc++us schrieb:
Geschätzte Todesfälle bei Angriff durch Außerirdische: 6.000.000.000
Wenn du dazu ein konkretes Modell vorlegen kannst, das zudem komplett auf realistischen Annahmen basiert, wäre es vergleichbar. So ist es aber nur einfacher Schwachsinn.
Und da durch Autofahren keine Panik ausgelöst wird, ist auch die durch Vogelgrippe latent vorhandene Panikstimmung maßlos übertrieben.
Nein, das ist sie nicht. Denn nur so kann die Vogelgrippe, falls sie mutieren sollte, aufgehalten werden. Falls es zu einer solchen Mutation kommen sollte, zeigen die Modellrechnungen, dass maximal ein Zeitfenster von 30 Tagen bleibt, um den "Patienten 0" zu identifizieren und die Ausbrüche lokal zu begrenzen. Bei den meisten menschlichen Vogelgrippefällen konnte dieses Fenster bisher nicht bzw nur sehr knapp eingehalten werden. Die Panikstimmung ist deswegen insofern durchaus produktiv, indem die Menschen lieber zum Arzt gehen und nicht abwarten, bis "es sich wieder von alleine legt". Das wiederum ist die Grundvorraussetzung um eine Pandemie zu verhindern. Und darum geht es momentan schließlich.
Sicher, wenn diese Anstrengungen von Erfolg gekrönt sind, kommen bei der nächsten Pandemie auch wieder Menschen an und behaupten, dass doch eh alles nur übertriebene Panikmache sei. Aber so ignorant sind zum Glück nicht alle.
Ich für meinen Teil habe lieber eine gerechtfertigte Panikmache als bis zu zwei Milliarden Tote.
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Nein nein, das ist was komplett anderes.
Eine Epedemie ist lokal begrenzt, auf eine Region,
oder ein Land. Eine Pandemie hingegen ist global.
Der Erreger der Vogelgrippe mag noch harmlos sein,
was ihn aber so gefährlich macht, ist das es ein Grippevirus
ist, und somit evtl. sehr ansteckend sein kann.
Wenn also die Mutation erstmal auf einige Menschen
übergesprungen ist, wirds schwer, das einzukreisen,
weil ja auch infizierte Vögel es weitertragen können.Und übertrieben ist es nicht, schaut euch doch mal Sars an,
Sars ist aber harmlos gegen ein potentiell tötliches Grippevirus.phlox
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sarfuan schrieb:
Die Panikstimmung ist deswegen insofern durchaus produktiv, indem die Menschen lieber zum Arzt gehen und nicht abwarten, bis "es sich wieder von alleine legt".
Und noch viel mehr Menschen in dieser "Wartezeit" werden wegen einer simplen Erkältung voll Panik glauben, sie hätten die Vogelgrippe, und fressen dann Tamiflu und bringen sich auf diese Weise um. Oder blockieren die Labore, weil die Anzahl der verdächtigen Blutproben explodiert, weil jeder sich auf Infektion testen lassen will.
Es reicht völlig aus, wenn Ärzte, Krankenhäuser und die entsprechenden Behörden sensibilisiert sind und sich vorbereiten.
sarfuan schrieb:
Ich für meinen Teil habe lieber eine gerechtfertigte Panikmache als bis zu zwei Milliarden Tote.
Panik ist der Feind einer jeden geplanten oder planbaren Durchführung von Abläufen, da Panik mit Chaos Hand in Hand geht. Daher ist zur Durchführung von Plänen Panik unter allen Umständen immer zu vermeiden und niemals hilfreich.
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phlox81 schrieb:
Eine Epedemie ist lokal begrenzt, auf eine Region,
oder ein Land. Eine Pandemie hingegen ist global.
Der Erreger der Vogelgrippe mag noch harmlos sein,
was ihn aber so gefährlich macht, ist das es ein Grippevirus
ist, und somit evtl. sehr ansteckend sein kann.
Wenn also die Mutation erstmal auf einige Menschen
übergesprungen ist, wirds schwer, das einzukreisen,
weil ja auch infizierte Vögel es weitertragen können.Jaja, das ist ja nix neues. Ein Weltuntergangsszenario hätte man aber auch schon vor Jahren konstruieren können, als es erste Ausbrüche in Asien gab. Ich frage mich: Warum kam die Möglichkeit einer Pandemie erst im Sommer 2005 öffentlich zur Sprache? War es das Sommerloch oder wollte Roche die Geschäfte ein wenig ankurbeln?
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Marc++us schrieb:
Es reicht völlig aus, wenn Ärzte, Krankenhäuser und die entsprechenden Behörden sensibilisiert sind und sich vorbereiten.
Nicht wenn man eine Pandemie verhindern will. Denn das ist ab der ersten Mutation nur für ein kurzes Zeitfenster an möglich.
Anbetracht dieses kritischen Zeitdrucks ist es ein unverantwortbares Spiel mit dem Feuer, die Bevölkerung nicht gezielt zu informieren und zu sensibilisieren. Ab dem Zeitpunkt der Mutation zählt im Grunde jede einzelne Stunde um eine Pandemie noch zu verhindern.
Aber wer rennt schon wegen ein paar Erkältungssymptomen bzw später auch Grippesymptomen sofort zum Arzt?sarfuan schrieb:
Panik ist der Feind einer jeden geplanten oder planbaren Durchführung von Abläufen, da Panik mit Chaos Hand in Hand geht. Daher ist zur Durchführung von Plänen Panik unter allen Umständen immer zu vermeiden und niemals hilfreich.
Hm, jetzt haben wir uns von "latent vorhandener Panikstimmung" über "Panikmache" zu richtiger Panik hochgearbeitet. Meine Schuld, ich hätte "Panikmache" doch besser in Anführungszeichen setzen sollen

Natürlich hast du recht. Die Frage ist doch viel eher, ob man es wirklich mit einer Massenpanik zu tun hat. Und SARS hat doch gezeigt, dass es dazu auch wieder nicht kommt.
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www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,396161,00.html
edit:
Cpp_Junky schrieb:
(...) damit der Erreger eine Epidemie unter Menschen auslöst müsste ein und das selbe Virus ca 10 spezifische Mutationen durchleben und anschliessend eine bestimmte Anzahl Menschen infizieren damit das überhaupt möglich ist. Und das wäre rein rechnerisch sehr unwahrscheinlich bis unmöglich einzustufen.
Evolution funktioniert nicht unbedingt "Alles oder Nichts, jetzt sofort, auf einen Schlag"...
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kingruedi schrieb:
[...] Themen vor denen die Menschen Angst haben verkaufen sich sehr gut (noch besser als Titten!). Also sind die Medien natürlich an einer gewissen Panik mache schuld, wenn nicht gar interessiert [...]
Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten!
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finix schrieb:
www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,396161,00.html
edit:
Cpp_Junky schrieb:
(...) damit der Erreger eine Epidemie unter Menschen auslöst müsste ein und das selbe Virus ca 10 spezifische Mutationen durchleben und anschliessend eine bestimmte Anzahl Menschen infizieren damit das überhaupt möglich ist. Und das wäre rein rechnerisch sehr unwahrscheinlich bis unmöglich einzustufen.
Evolution funktioniert nicht unbedingt "Alles oder Nichts, jetzt sofort, auf einen Schlag"...
Die Evolution läuft bei Viren schneller ab:
* Große Anzahl an Viren
* Schnelle Produktions - Reproduktions-Zeiten
* Genaustausch zwischen Viren möglich (Das funktioniert irgend wie, wenn sich zwei verschiedene Viren in einer Zelle vermehren wollen)Besonders letzteres scheint kritisch zu sein, wenn jemand eine (leichte) Grippe hatte und sich nun mit H5N1 infiziert, könnten die Viren sich untereinander austauschen.
Im Endeffekt sind das natürlich nur geringe Wahrscheinlichkeiten, solange man die Vogelgrippe klein hält. Bei 100 infizierten muss man sich wohl nicht so extreme Sorgen machen. Aber würde man sich gar nicht um das Problem kümmern (Massentötung, Quarantäne etc.), dann haben wir schnell 1.000 infizierte und deutlich mehr Mutationen.
@Marc++us
Wenn man Panikmache vermeiden will, müsste man die Presse verbieten. Das gilt nicht nur bei Vogelgrippe, wie gesagt im Grunde ist die Presse daran interessiert aus jedem Thema eine Panik zu machen
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Grippeschutzimpfung, Tamiflu (mit korrekter Info über Handhabung/Wirkungen) und allgemeine Stärkung des Immunsystems sollten als individuelle Vorbeugeung ausreichen, oder existieren weitere konkrete Vorschläge? Je besser man selbst vorbereitet ist, desto weniger irritiert die allgemeine Medienlandschaft, die sich bezüglich der Fakten doch nur im Kreis dreht und sich zumeist gegenseitig kopiert.