Warum redet die ganze welt von der Gefahr einer Pandemie?!?



  • Wieso wird die Vogelgrippe bzw. die Möglichkeit das der VgE (Vogelgrippeerreger 😉 ) mutiert und von Mensch zu Mensch übertragen werden kann immer als 'pandemische' Gefahr eingestuft?!?
    Wenn jetzt wirklich eine Mutation stattfinden sollte, wäre sie doch trotzdem nur 'örtlich' begrenzt, oder?!?
    Afaik sind die neuesten Erkenntnisse, das eine Mensch zu Mensch übertragung nur bei sehr engen familären Verbänden (alle Einwohner eines Hauses, etc...) stattfindet... Also zumindest gab es wohl schon eine Mutation, die sich eben durch dieses Verhalten auszeichnet....

    Deshalb verstehe ich nicht ganz, warum immer von Pandemie gesprochen wird und nicht von Epidemie...
    Nur weil es eventuell durch Vögel schneller verbreitet werden kann?!?
    Was ist aber, wenn wirklich eine gefährliche Mutation entsteht, die sich komplett von Federvieh abspaltet und sich halt nur noch innerhalb menschlicher Körper aufhält?!? Wäre es dann nur noch eine Epidemie? Verbreiten wir Menschen Krankheiten langsamer als Vögel?

    ndT Lupo

    Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
    ^Antoine de Saint-Excupery^



  • Lupo4u2 schrieb:

    Wieso wird die Vogelgrippe bzw. die Möglichkeit das der VgE (Vogelgrippeerreger 😉 ) mutiert und von Mensch zu Mensch übertragen werden kann immer als 'pandemische' Gefahr eingestuft?!?

    Weil "Epidemie" nicht mehr gefährlich genug klingt, um damit gute Quoten/Auflagen zu erzielen?



  • Erinnere dich an folgende apokalyptische Bedrohungen von denen heute kein
    Mensch mehr spricht:
    Kreuzfeld-Jacobs (BSE?)
    SARS
    Ebola
    AIDS (ok, man spricht noch davon, aber als Weltuntergangsszenario taugt das nicht mehr)

    Alles nur ein Medienhype! Ich lasse mich jedenfalls nicht beeindrucken!
    Stell dir lieber die Frage, warum Menschen immer Ihren eigenen Untergang voraussagen, bzw. gern davon hören. Das hat bei der Offenbarung des Johannes angefangen und wird heute mit Meteoritenszenarien, Klimakatastrophen usw. fortgesetzt


  • Mod

    Durch Autounfälle kommen mehr Leute pro Jahr um's Leben, trotzdem spricht man nicht von einer Pandemie. 😉

    Ist halt die selektive Wahrnehmung des Menschen.



  • Mich beeindruckt es auch nicht... im gegenteil, ich glaube sogar das Epidemie viel medienwirksamer wäre, weil es halt ein bekannterer Begriff (aus Filmen [breakout]) ist....
    Denn welcher 'normale' Mensch weiss spontan schon, was Pandemie bedeutet?!?

    aber gut, wenn es soweit ist, wird sowieso niemand mehr darüber reden (können)... 🤡

    ndt Lupo

    Ein Heiliger ist ein toter Sünder, bearbeitet und neu herausgegeben.
    ^Ambrose Bierce^



  • [quote="Marc++us"]Durch Autounfälle kommen mehr Leute pro Jahr um's Leben, trotzdem spricht man nicht von einer Pandemie. 😉
    [quote]

    So lustig ist das nicht. Die Pandemie wird kommen und es wird eine Pandemie werden und keine Epidemie.
    Im Gegensatz zur Epidemie ist eine Pandemie nicht örtlich beschränkt. Das bedeutet, dass eine Pandemie die ganze Weltpopulation betreffen kann und nicht an den Grenzen eines Landes oder eines Kontinents Halt macht.

    Bei der letzten Pandemie - Spanische Grippe, 1918 - sind weltweit 50Millionen Menschen verreckt - mehr als im ersten Weltkrieg.

    Mutiert die Vogelgrippe, so wird sie um ein vielfaches gefährlicher sein. Außerdem wird auch die Ausbreitung schlimmer sein, da wir heute im Gegensatz zu 1918 viel mehr Austausch von Menschenmaterial haben (Flugverkehr, Autos, etc.).

    Nochmal zur Gefählichlichkeit, die Vogelgrippe wird sich mutiert genauso gut von Mensch zu Mensch verbreiten wie eine Grippe... Nix mit nur bei engem Kontakt. Die Sterberate bei VOgelgrippe liegt bei über 50%, jeder zweite erkrankte wird - trotz Medikamenten - jops gehen. Bei der Spanischen Grippe lag die Lethalitätsrate nur bei 10%.

    Es liegt also wirklich eine ernste Bedrohung vor... Die meisten unter uns haben das noch nicht kapiert, trotz Medienhype.



  • Die Gefahr einer Pandemie ist nicht zu unterschätzen. Seit 1918/19 warten wir ja nur auf die nächste. Nach der Pandemie ist vor der Pandemie 🙂

    Die Gefahr sollte man nicht unter- aber auch nicht überschätzen. Es bringt nichts auf Vorrat Medikamente zu bunkern, die wenn sie überhaupt noch helfen, bei einer wirklichen Pandemie schnell überholt sein dürften. Aber es ist auch sicher keine Panikmache, was die WHO betreibt.

    Was die Medien liefern ist natürlich eine andere Sache. Den Medien ist das Thema egal, solange es sich gut verkauft. Themen vor denen die Menschen Angst haben verkaufen sich sehr gut (noch besser als Titten!). Also sind die Medien natürlich an einer gewissen Panik mache schuld, wenn nicht gar interessiert.

    Die Sterberate bei VOgelgrippe liegt bei über 50%, jeder zweite erkrankte wird - trotz Medikamenten - jops gehen. Bei der Spanischen Grippe lag die Lethalitätsrate nur bei 10%.

    Zur Zeit sind auch zum größten Teil Kinder oder Alte betroffen. Also wird die Lethalitätsrate bei einem wirklichen Ausbruch noch sinken.



  • kingruedi schrieb:

    Zur Zeit sind auch zum größten Teil Kinder oder Alte betroffen. Also wird die Lethalitätsrate bei einem wirklichen Ausbruch noch sinken.

    Das ist nicht gesagt. Bei der spanischen Grippe traf es gerade auch gstarke und gesunde.

    Es trifft nicht immer nur Alte und Schwache. Die "Spanische Grippe" wütete besonders unter jungen und mittleren Jahrgängen. Die derzeitige Vogelgrippe im ost- und südostasiatischen Raum hat ebenfalls schon junge Menschen umgebracht.

    Quelle:
    http://www.stern.de/id/wissenschaft/gesundheit/?id=519829&p=2&nv=ct_cb



  • Minimee schrieb:

    kingruedi schrieb:

    Zur Zeit sind auch zum größten Teil Kinder oder Alte betroffen. Also wird die Lethalitätsrate bei einem wirklichen Ausbruch noch sinken.

    Das ist nicht gesagt. Bei der spanischen Grippe traf es gerade auch gstarke und gesunde.

    Daher wird die Lethalitätsrate auch sinken. Kinder und Alte sterben nämlich schneller an der Erkrankung.



  • Minimee schrieb:

    Bei der letzten Pandemie - Spanische Grippe, 1918 - sind weltweit 50Millionen Menschen verreckt - mehr als im ersten Weltkrieg.

    Nein, das ist die vorvorletzte Grippepandemie gewesen. Die letzten beiden waren 1957 und 1968. Diese waren aber ungewöhnlich harmlos. Der aktuelle Erreger hat leider ein ganz anderes Potential.

    Menschenmaterial

    Was ist das denn für eine Wortschöpfung? 👎



  • Marc++us schrieb:

    Durch Autounfälle kommen mehr Leute pro Jahr um's Leben, trotzdem spricht man nicht von einer Pandemie. 😉

    Ist halt die selektive Wahrnehmung des Menschen.

    👍



  • [quote="Minimee"][quote="Marc++us"]Durch Autounfälle kommen mehr Leute pro Jahr um's Leben, trotzdem spricht man nicht von einer Pandemie. 😉

    So lustig ist das nicht. Die Pandemie wird kommen und es wird eine Pandemie werden und keine Epidemie.
    Im Gegensatz zur Epidemie ist eine Pandemie nicht örtlich beschränkt. Das bedeutet, dass eine Pandemie die ganze Weltpopulation betreffen kann und nicht an den Grenzen eines Landes oder eines Kontinents Halt macht.

    Bei der letzten Pandemie - Spanische Grippe, 1918 - sind weltweit 50Millionen Menschen verreckt - mehr als im ersten Weltkrieg.

    Mutiert die Vogelgrippe, so wird sie um ein vielfaches gefährlicher sein. Außerdem wird auch die Ausbreitung schlimmer sein, da wir heute im Gegensatz zu 1918 viel mehr Austausch von Menschenmaterial haben (Flugverkehr, Autos, etc.).

    Nochmal zur Gefählichlichkeit, die Vogelgrippe wird sich mutiert genauso gut von Mensch zu Mensch verbreiten wie eine Grippe... Nix mit nur bei engem Kontakt. Die Sterberate bei VOgelgrippe liegt bei über 50%, jeder zweite erkrankte wird - trotz Medikamenten - jops gehen. Bei der Spanischen Grippe lag die Lethalitätsrate nur bei 10%.

    Es liegt also wirklich eine ernste Bedrohung vor... Die meisten unter uns haben das noch nicht kapiert, trotz Medienhype.

    Und? Es jammern doch eh so viele über die Überbevölkerung 😉



  • Minimee schrieb:

    Marc++us schrieb:

    Durch Autounfälle kommen mehr Leute pro Jahr um's Leben, trotzdem spricht man nicht von einer Pandemie. 😉

    So lustig ist das nicht. Die Pandemie wird kommen und es wird eine Pandemie werden und keine Epidemie.
    Im Gegensatz zur Epidemie ist eine Pandemie nicht örtlich beschränkt. Das bedeutet, dass eine Pandemie die ganze Weltpopulation betreffen kann und nicht an den Grenzen eines Landes oder eines Kontinents Halt macht.

    Bei der letzten Pandemie - Spanische Grippe, 1918 - sind weltweit 50Millionen Menschen verreckt - mehr als im ersten Weltkrieg.

    Mutiert die Vogelgrippe, so wird sie um ein vielfaches gefährlicher sein. Außerdem wird auch die Ausbreitung schlimmer sein, da wir heute im Gegensatz zu 1918 viel mehr Austausch von Menschenmaterial haben (Flugverkehr, Autos, etc.).

    Nochmal zur Gefählichlichkeit, die Vogelgrippe wird sich mutiert genauso gut von Mensch zu Mensch verbreiten wie eine Grippe... Nix mit nur bei engem Kontakt. Die Sterberate bei VOgelgrippe liegt bei über 50%, jeder zweite erkrankte wird - trotz Medikamenten - jops gehen. Bei der Spanischen Grippe lag die Lethalitätsrate nur bei 10%.

    Es liegt also wirklich eine ernste Bedrohung vor... Die meisten unter uns haben das noch nicht kapiert, trotz Medienhype.

    Das werden wir sehen. AFAIR haben sie aehnliches bei SARS auch gesagt.

    mfg
    v R



  • virtuell Realisticer schrieb:

    Das werden wir sehen. AFAIR haben sie aehnliches bei SARS auch gesagt.

    Ja. Aber das Wort "Bedrohung" bedeutet nicht "OMFIPU! Die Welt geht unter!!1!!1!einszwölf" sondern "OMFIPU! Die Welt könnte untergehen!!1!!1!einszwölf" 🙂



  • Marc++us schrieb:

    Durch Autounfälle kommen mehr Leute pro Jahr um's Leben, trotzdem spricht man nicht von einer Pandemie. 😉

    Ist halt die selektive Wahrnehmung des Menschen.

    Das sind Äpfel und Birnen.
    Aber tun wir einfach mal so, als ob es sich dabei nicht um einen extrem hinkenden Vergleich handeln würde: du überschätzt die tödlichen Autounfälle pro Jahr maßlos und unterschätzt bereits die normale Grippe um Größenordnungen. Denn ein Blick in die Statistik zeigt, dass bereits die normale, all-jährliche Grippewelle mehr Todesopfer pro Jahr fordert als alle Straßenverkehrsunfälle eines Jahres zusammen ...

    Gesamtzahl im Straßenverkehr Getöteter 2004: 5.842
    Tote bei durchschnittlicher Influenzawelle: 5.000 - 8.000
    Geschätzte Todesfälle bei mutierter Vogelgrippe: 48.000 - 160.000

    Die Zahlen beziehen sich alle auf Deutschland.
    Quelle: Statistisches Bundesamt und Robert Koch-Institut

    Sollte also klar sein, welche Menschen hier selektive Wahrnehmung betreiben 😉


  • Mod

    sarfuan schrieb:

    Gesamtzahl im Straßenverkehr Getöteter 2004: 5.842
    Tote bei durchschnittlicher Influenzawelle: 5.000 - 8.000
    Geschätzte Todesfälle bei mutierter Vogelgrippe: 48.000 - 160.000

    Da fehlt noch einer:

    Geschätzte Todesfälle bei Angriff durch Außerirdische: 6.000.000.000

    Der Unterschied zwischen den Autounfällen und den geschätzten Todesfällen ist, daß das eine ein Meßwert, das andere ein Schätzwert ist. Schätzwerte unterliegen aber politischen Zwängen, Annahmen und Abschätzungen. Und es unterliegt einem Wahrscheinlichkeitswert, der kleiner als 1 ist.

    Die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt von 5000 Toten pro Jahr durch Autounfälle liegt bei 1. Die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch einer mutierten Vogelgrippe-Epidemie liegt - da hier viele Faktoren zusammentreffen müssen - bei wenigen Prozent.

    Daher bleibe ich bei meiner Aussage, daß zur Zeit Autofahren gefährlicher ist als Vogelgrippe. Und da durch Autofahren keine Panik ausgelöst wird, ist auch die durch Vogelgrippe latent vorhandene Panikstimmung maßlos übertrieben.



  • Ich hab zwar keine Ahnung von dem Zeug, aber letztens kam ein Interview mit einem Vogelgrippe-Forscher, der sagte, damit der Erreger eine Epidemie unter Menschen auslöst müsste ein und das selbe Virus ca 10 spezifische Mutationen durchleben und anschliessend eine bestimmte Anzahl Menschen infizieren damit das überhaupt möglich ist. Und das wäre rein rechnerisch sehr unwahrscheinlich bis unmöglich einzustufen.



  • Marc++us schrieb:

    Geschätzte Todesfälle bei Angriff durch Außerirdische: 6.000.000.000

    Wenn du dazu ein konkretes Modell vorlegen kannst, das zudem komplett auf realistischen Annahmen basiert, wäre es vergleichbar. So ist es aber nur einfacher Schwachsinn.

    Und da durch Autofahren keine Panik ausgelöst wird, ist auch die durch Vogelgrippe latent vorhandene Panikstimmung maßlos übertrieben.

    Nein, das ist sie nicht. Denn nur so kann die Vogelgrippe, falls sie mutieren sollte, aufgehalten werden. Falls es zu einer solchen Mutation kommen sollte, zeigen die Modellrechnungen, dass maximal ein Zeitfenster von 30 Tagen bleibt, um den "Patienten 0" zu identifizieren und die Ausbrüche lokal zu begrenzen. Bei den meisten menschlichen Vogelgrippefällen konnte dieses Fenster bisher nicht bzw nur sehr knapp eingehalten werden. Die Panikstimmung ist deswegen insofern durchaus produktiv, indem die Menschen lieber zum Arzt gehen und nicht abwarten, bis "es sich wieder von alleine legt". Das wiederum ist die Grundvorraussetzung um eine Pandemie zu verhindern. Und darum geht es momentan schließlich.
    Sicher, wenn diese Anstrengungen von Erfolg gekrönt sind, kommen bei der nächsten Pandemie auch wieder Menschen an und behaupten, dass doch eh alles nur übertriebene Panikmache sei. Aber so ignorant sind zum Glück nicht alle.
    Ich für meinen Teil habe lieber eine gerechtfertigte Panikmache als bis zu zwei Milliarden Tote.



  • Nein nein, das ist was komplett anderes.

    Eine Epedemie ist lokal begrenzt, auf eine Region,
    oder ein Land. Eine Pandemie hingegen ist global.
    Der Erreger der Vogelgrippe mag noch harmlos sein,
    was ihn aber so gefährlich macht, ist das es ein Grippevirus
    ist, und somit evtl. sehr ansteckend sein kann.
    Wenn also die Mutation erstmal auf einige Menschen
    übergesprungen ist, wirds schwer, das einzukreisen,
    weil ja auch infizierte Vögel es weitertragen können.

    Und übertrieben ist es nicht, schaut euch doch mal Sars an,
    Sars ist aber harmlos gegen ein potentiell tötliches Grippevirus.

    phlox


  • Mod

    sarfuan schrieb:

    Die Panikstimmung ist deswegen insofern durchaus produktiv, indem die Menschen lieber zum Arzt gehen und nicht abwarten, bis "es sich wieder von alleine legt".

    Und noch viel mehr Menschen in dieser "Wartezeit" werden wegen einer simplen Erkältung voll Panik glauben, sie hätten die Vogelgrippe, und fressen dann Tamiflu und bringen sich auf diese Weise um. Oder blockieren die Labore, weil die Anzahl der verdächtigen Blutproben explodiert, weil jeder sich auf Infektion testen lassen will.

    Es reicht völlig aus, wenn Ärzte, Krankenhäuser und die entsprechenden Behörden sensibilisiert sind und sich vorbereiten.

    sarfuan schrieb:

    Ich für meinen Teil habe lieber eine gerechtfertigte Panikmache als bis zu zwei Milliarden Tote.

    Panik ist der Feind einer jeden geplanten oder planbaren Durchführung von Abläufen, da Panik mit Chaos Hand in Hand geht. Daher ist zur Durchführung von Plänen Panik unter allen Umständen immer zu vermeiden und niemals hilfreich.


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