Irgendwelche Fragen die die Schweizer betreffen?
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Stimmt das eigentlich, das die Schweizer für den Fall der Fälle alle ein Sturmgewehr und Munition zu Hause rumliegen haben ?
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Ja, das stimmt.
Sonst irgendwelche Fragen die die Schweizer betreffen?
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http://de.wikipedia.org/wiki/Schweiz#Landesverteidigung
Weltweit einzigartig ist die Abgabe der persönlichen Waffe an den Wehrmann; Angehörige der Armee bewahren ihre Waffe mit Munition zu Hause auf. So entstand die Redewendung «Die Schweiz hat keine Armee, die Schweiz ist eine Armee».
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Ok, noch mehr Stammtisch-Informationen wollen auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft werden:
Sind eure Brücken wirklich mit Sprengladungen versehen damit man sich bei einem Einmarsch abschotten kann ?

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Nein, sind sie nicht. Im Kriegsfall werden Sie von der Armee gesprengt. Im Terrorismus-Zeitalter wäre so etwas nicht denkbar.
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Cpp_Junky schrieb:
Sind eure Brücken wirklich mit Sprengladungen versehen damit man sich bei einem Einmarsch abschotten kann ?

Bei uns konnten sie noch vor 20 Jahren nen ganzen Gebirgspass in die Luft sprengen, sofern sie wollten. Die Atomminen-Schächte haben se letztens zubetoniert...
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da gibt's einige interessante Seiten zu diesem Thema (allerdings Deutschland):
http://www.fulda-gap.de/sperranlagen.htm
z.B. http://www.fulda-gap.de/sprengschaechte.htm
http://www.lostplaces.de/nlp/
http://www.lostplaces.de/sperren/index.html
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Ich auch 'ne Frage:
Und zwar meite mein Kumpel, dass fast alle Schweizer einen Bunker in ihrer Buzze haben und den auch noch staatlich gefördert bekommen.

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Du meinst wahrscheinlich den Luftschutzkeller.
In den neuere Häusern (Jünger als 50 Jahre) gibt es bestimmte Räume mit einer dicken Betontür, die sich mehr oder weniger luftdicht verschliessen lassen und genug Platz für alle Bewohner des Hauses bieten. Ausserdem wird den Bewohnern nahe gelegt, darin Essen und Wasser für ein paar Wochen aufzubewahren. Nur für den Fall der Fälle. Die meisten Leute bewahren dort aber ihre Fahrräder oder den Weihnachtsbaum vom letzten Jahr auf.
Jedem Einwohner ist ein Luftschutzkeller zugeordnet. Jene, die in einem älteren Haus leben und keinen solchen Keller haben ist einer unter einer örtlichen Schule oder irgendeinem Verwaltungsgebäude zugeordnet.
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Mal blöd gefragt: Warum? Gut, die Schweiz ist nicht gerade in vielen Verteidigungsbündnissen, aber ... nun... wer sollte die angreifen?
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Die Bunker wurden vorallem im kalten Krieg gebaut. Da hatten wohl alle Angst vor einem Atomkrieg. Ausserdem hatten wir damals nicht Angst direkt angegriffen zu werden, sondern nur so "nebenbei" unter die Räder zu kommen (Wenn die Russen zum Beispiel ein paar Bomben auf Deutschlang oder Frankreich runter lassen).
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@HEZ: nun, diese Haltung kann ich verstehen. Die Schweizer waren dreimal in den letzten 130 Jahren bedroht und haben mobil gemacht, zur Sicherheit. Das war dann immer 20-40 Jahre Abstand. Außerdem war die Schweiz im kalten Krieg ebenfalls zwangsläufig in den Ost-West-Konflikt eingebunden und mußte sich für einen Krieg in Deutschland rüsten. Diese Gefahr ist nun rund 16 Jahre Geschichte, aber betrachtet man den geschichtlichen Zeitraum so stellt man fest, daß diese 16 Jahre gar nichts sind - kein Grund deswegen massiv abzurüsten und die bewährte Vorgehensweise abzuschaffen. Z.B. liegen zwischen 1. und 2. Weltkrieg nur rund 20 Jahre. Wäre sicherlich töricht gewesen, nun 1930 die Schweizer Armee abzuschaffen.
Schließlich ist es sehr schwer, diese Fähigkeiten neu aufzubauen, daher ist die Form der Schweiz alles einfach abzuschrumpfen meines Erachtens sehr clever.
Die deutsche Variante, nun alles komplett zu zerstören (z.B. die Barrieren, Ersatzbrücken, Luftschutzeinrichtungen, Depots) oder zu verschenken (Panzer, Fahrzeuge) halte ich dagegen für außerordentlich töricht. Man kann immer wieder sehen was alles überraschend passieren kann, z.B. Erdgasstreit Ukraine und Rußland. Hätte man im November nicht erwartet.
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Marc++us schrieb:
Hihi, ne He-111 auf einer Autobahn landen. Das werde ich gleich erstmal im Simulator versuchen

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Marc++us schrieb:
Die deutsche Variante, nun alles komplett zu zerstören (z.B. die Barrieren, Ersatzbrücken, Luftschutzeinrichtungen, Depots) oder zu verschenken (Panzer, Fahrzeuge) halte ich dagegen für außerordentlich töricht. Man kann immer wieder sehen was alles überraschend passieren kann, z.B. Erdgasstreit Ukraine und Rußland. Hätte man im November nicht erwartet.
Ich dächte, das mit den Ersatzbrücken, Luftschutzeinrichtungen, Depots usw. besteht noch. Das die Panzer usw. verschenkt bzw. billig verschleudert werden ist doch auch nicht so dumm. Wozu soll D noch 5000 Leos bunkern, kostet doch alles nur Kohle und auf den neuesten techn. Stand ist es sowieso nicht.
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Das betrifft nicht nur Kernwaffen. Die Schweiz war in den 60ern auf dem "do it yourself"-Trip. Alles wurde selbst gebaut, und alles war der grosse Reinfall.
Das krasseste Beispiel hierfür: Der erste Atom-Reaktor in der Schweiz. Offiziell für die friedliche Nutzung, inoffiziell natürlich auch für die Militärs.
Das AKW wurde aufgrund eines Kompromisses in einem Berg bei Lucens gebaut, ursprünglich geplant war aber ein Standort unterhalb der ETH mitten in der Stadt Zürich. Jedenfalls wurde das Ding gebaut, eingeschaltet und *WUMMS*
wer hat die Reaktorschmelze erfunden? Die Schweizer warens...Marcus: Und doch, die Bedrohung die in den letzten 100 Jahren von der Armee ausging war deutlich grösser als die einer Invasion. Die Armee verhinderte vielleicht eine Invasion (was ich aber nicht glaube), aber es war auch die Armee die stets auf eine Teilnahme an den Kriegen drängte. Im 1.WK wollte die Armee eine Teilnahme am Krieg auf Seiten D/Oe, im 2.WK bestand die Armeeführung aus (zum Glück deutschfeindlichen) Faschisten, die auch nicht wirklich zur Erhaltung des Friedens beigetragen hat (jedenfalls sicher weniger als die Rüstung und Banken, etc...).
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durito schrieb:
Das AKW wurde aufgrund eines Kompromisses in einem Berg bei Lucens gebaut, ursprünglich geplant war aber ein Standort unterhalb der ETH mitten in der Stadt Zürich. Jedenfalls wurde das Ding gebaut, eingeschaltet und *WUMMS*
wer hat die Reaktorschmelze erfunden? Die Schweizer warens...Naja... es machte nicht direkt Wumms. Das Teil war 1 Jahr lang in Betrieb. Glücklicherweise war das Teil allerdings in nem Bergstollen, womit die Gefahr erheblich verkleinert wurde.
durito schrieb:
Die Armee verhinderte vielleicht eine Invasion (was ich aber nicht glaube),
Ich denke es war ein Zusammenspiel aus geschickter Politik und der Mobilmachung die dafür sorgte, dass die Schweiz nicht angegriffen wurde. Denn a) Wer überrennt seinen eigenen Handelskanal und seine eigene Bank und b) LIeferte die Mobilmachung sowie die damaligen Strategien den Beratern genügend Gegenargumente gegen einen Einmarsch in die Schweiz (zuviele Verluste)
durito schrieb:
Marcus: Und doch, die Bedrohung die in den letzten 100 Jahren von der Armee ausging war deutlich grösser als die einer Invasion. [...] aber es war auch die Armee die stets auf eine Teilnahme an den Kriegen drängte.
Quellen? Es war doch eher so, dass wir auch in der Schweiz durchaus gruppierungen hatten die mit den damaligen Zielen sympathisiert haben. Da die Regierung und auch die Armee allerdings kaum einen Schritt tun können ohne eine Abstimmung zumindest durchs Parlament, kam es nie zu einem "mitmischen". Man könnte also sagen, dieses Prinzip hat uns vor erheblichen Fehlschlägen bewahrt, wie es uns auch manchmal behindert...
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Rodney schrieb:
Cpp_Junky schrieb:
Sind eure Brücken wirklich mit Sprengladungen versehen damit man sich bei einem Einmarsch abschotten kann ?

Bei uns konnten sie noch vor 20 Jahren nen ganzen Gebirgspass in die Luft sprengen, sofern sie wollten.
Das gehörte in der CH lange auch noch zum Verteidigungsplan. Abgesehen davon, dass alle wichtigen Brücken mit der Möglichkeit der Sprengung (nicht scharf natürlich, aber die Vorrichtungen sind vorbereitet) versehen waren, wurden alle wichtigen Pässe etc. mit Bunkern, Sperrungen, etc. versehen, mit denen man den Durchmarsch des BöFei (Bösen Feindes) verhindern wollte.
Solltest du mal durch die schweizer Alpen auf dem Strassenweg reisen, versuch mal darauf zu achten: An jedem Taleingang vom Flachland her sind Befestigungen und Bunker vorhanden...
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warum redet ihr so unglaublich langsam?
da schläft man fast ein wenn man da zuhört
MfG RadiatioN
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Ich bezweilfe, dass du schon viele Schweizer reden gehört hast, und nehme an, dass du stattdessen einfach Vorurteile nachplapperst. :p
Fazit: Die generell Schweizerische Langsamkeit ist ein Gerücht. Natürlich gibt es in der Schweiz bestimmte Gegenden, deren Einwohner als langsamer als der Durchschnitt gelten, ansonsten sind wir nicht viel langsamer als ihr Germanisten oder die Schluchtenscheisser.

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Radiation2K5 schrieb:
warum redet ihr so unglaublich langsam?
Wir sind hald bedächtig (o;