Was macht ein Unternehmen mit dem Gewinn und Geldkreislauf?
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LunaGirl schrieb:
Kurzfassung:
Das nennt sich Geldschöpfung der Banken! Die Geschäftsbanken sind in der Lage durch die Einlagen ihrer Kunden (bspw. Geld das auf dem Girkonto gebunkert ist) neues Geld zu schaffen. So entsteht also neues Geld. Logisch, die jeweilige Zentralbank steuert diesen Prozess mit der ihr zur Verfügung stehenden Instrumenten.
Geldschöpfungsmultiplikator und (in dem Fall) Mindestreservepolitik sind mir schon ein Begriff... Aber primäres Ziel der (europ.) Zentralbank ist eigentlich die Preisstablilität, heißt wenig Inflation, was durch die Regulierung der vorhandenen Geldmenge (-> Mindestreservepolitik) geschehen soll (laut Keynes, oder?). D.h. aber, dass die Geldmenge so reguliert wird, dass der Wert der ges. Geldmenge verglichen mit allen Waren konstant bleibt...
Insofern entsteht doch eigentlich kein neues Geld (numerisch gesehen eventuell schon, aber der Wert des Geldes eben net), oder?@LunaGirl: Nur Punkte auf eine (zugegebenermaßen trivialisierte und ironisierte) Darstellung zu verteilen ohne jegliche weitere Begründung ist schon ein wenig dürftig, findest du nicht?
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LunaGirl schrieb:
Doch das entsteht auf magische Weise. Z.B macht die USA jeden TAG 1000.000.000$
Außenhandelsverlust. Jetzt würde jeder der bis zur 3. Klasse gekommen ist sagen0 Punkte
"Moment mal die müssen doch irgendwann kein Geld mehr haben weil alles im Außland ist."
Das stimmt auch eigentlich. Aber der Liebe George Bush sagt seinem Notenbankcheff " Ey der blöde Krieg ist so teuer, mach mal neues Geld" und so werden fleißig neue Dollar gedruckt, mindestens diese Milliarde pro Tag.
(Nicht alles als Scheine, manches existiert nur als Zahl in Computern)-2,5 Punkte
Jetzt sagt der 3 Klässler wieder: "Aber wenn die doch soviel neues machen, ist das doch nix mehr wert"
1 Punkt
Stimmt eigentlich auch. Aber der liebe Onkel Bush sagt: "Nö da kann man sich schön viel Öl von kaufen, das braucht ihr schließlich auch alle".
Denn der libe Onkel weiß genau, das die USA nicht genug Wahren dafür liefern könnten, wenn alle die Dollars die sie bunkern gegen Wahren eintauschen wollten. (Darum ja auch der Außenhandelsdefizit)
Oh weia! -1 Punkt
Jetzt sagt der 3 Klässler: "Aber die USA haben ja gar nicht mehr genug Öl, um allen für ihre Dollar was zu liefern"
Das wird ja immer schlimmer! Der Gold-Dollar wurde nicht durch den Öl-Dollar ersetzt! 0 Punkte
Stimmt auch, darum greift der liebe Onkel auch andere Länder an, um sich welches zu beschaffen (nur leider wehren die sich im Irak, dumm, dumm, dumm)
1 Punkt
Dann sagt der 3 Klässler: "Aber in 40 Jaher ist das Öl alle" (Sogar im Fernsehen)
Stimmt, und dann werden alle die fleißig Dollar gesammelt haben merken das sie kein Öl mehr davon kaufen können und feststellen dass die USA immer noch nicht genug Wahren dafür liefern können, weil die nicht viel produzier haben, sondern immer schön Krieg geführt haben. Tja, und dann haben die wohl Pech, denn wenn der Onkel in den USA der dann Präsident ist nicht was anderen liefern kann (Von seinen Eroberungskriegen) wird der Dollar so an Wert verliehren ,dass das Papier mehr wert ist auf dem es gedruckt ist als die Zahl darauf und die Dollaranhäufer haben nen echtes Problem.
Also wird nach meiner Meinung der Dollar irgendwann (aber plötzlich) ins Bodenlose absacken, wenn viele Menschen dies begreifen.
0 Punkte
Sei mir nicht böse, aber das ist zum Teil Blödsinn: Setzen 6!

Deine persönliche Abneigung Teile ich ja mehr oder weniger, das sollte aber nicht dazu ausufern die Geldpolitik und -theorie zu vergewaltigen.
Irgendeiner muss ja das Geld verlieren oder entsteht auf magische Weise neues Geld
Kurzfassung:
Das nennt sich Geldschöpfung der Banken! Die Geschäftsbanken sind in der Lage durch die Einlagen ihrer Kunden (bspw. Geld das auf dem Girkonto gebunkert ist) neues Geld zu schaffen. So entsteht also neues Geld. Logisch, die jeweilige Zentralbank steuert diesen Prozess mit der ihr zur Verfügung stehenden Instrumenten.Argumentation 6, setzen und Jahr wiederholen

Wartet mal ab. In 20 jahren sagt ihr "Hätt ich mal auf den Andreas gehört, aber ich wollte ja nicht" Tja Pech gehabt
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Andreas XXL schrieb:
Wartet mal ab. In 20 jahren sagt ihr "Hätt ich mal auf den Andreas gehört, aber ich wollte ja nicht" Tja Pech gehabt
Ich würde gerne mit dir wetten, aber ich fürchte, wir können uns nicht auf die Währung einigen, in der der Gewinn ausbezahlt werden soll

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Daniel E. schrieb:
Andreas XXL schrieb:
Wartet mal ab. In 20 jahren sagt ihr "Hätt ich mal auf den Andreas gehört, aber ich wollte ja nicht" Tja Pech gehabt
Ich würde gerne mit dir wetten, aber ich fürchte, wir können uns nicht auf die Währung einigen, in der der Gewinn ausbezahlt werden soll


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bluecode schrieb:
Geldschöpfungsmultiplikator und (in dem Fall) Mindestreservepolitik sind mir schon ein Begriff... Aber primäres Ziel der (europ.) Zentralbank ist eigentlich die Preisstablilität, heißt wenig Inflation, was durch die Regulierung der vorhandenen Geldmenge (-> Mindestreservepolitik) geschehen soll (laut Keynes, oder?). D.h. aber, dass die Geldmenge so reguliert wird, dass der Wert der ges. Geldmenge verglichen mit allen Waren konstant bleibt...
Insofern entsteht doch eigentlich kein neues Geld (numerisch gesehen eventuell schon, aber der Wert des Geldes eben net), oder?@LunaGirl: Nur Punkte auf eine (zugegebenermaßen trivialisierte und ironisierte) Darstellung zu verteilen ohne jegliche weitere Begründung ist schon ein wenig dürftig, findest du nicht?
Es wurde danach gefragt wie neues Geld entsteht und nicht nach dem Wert des Geldes. Stimmt Preisstabilität ist das vorrangige Ziel der Zentralbank. Die Zentralbank reguliert über die Geldmenge die Preisstablität. Und dennoch entsteht nominal neues Geld. Das man sich real nicht unbedingt mehr von der gesamten Geldmenge kaufen kann ist eine andere Geschichte.
Wenn es Dir eher um den reelen Wert get, muss es nicht immer Keynes sein - ich nehme an, wenn Du Keynes bemühst, dann willst Du (falls Dir das ein Begriff ist) auf die Liquiditätspräferenztheorie raus.
Nehmen wir mal die Quantitätstheorie der Monetaristen um die Frage nach der Realkasse und der Geldmenge zu klären: (Geldnachfragethorie)
M = Geldnachfrage, P=Preisniveau, k=Umlaufgeschwindigkeit und Y=VolkseinkommenM=k*P*Y <=> M/P = k*Y mit k=konst.
Ziel der Zentralbank ist ein konst. Preisniveau => P=konst., bei steigendem Volkseinkommen Y bedeutet das, dass mehr Geld nachgefragt wird: Wenn Y steigt muss auch M steigen.
Wenn das Volkseinkommen steigt und das Preiniveau stabil bleiben soll, muss die Zentralbank neues Geld in Umlauf bringen (nun eigentlich schafft ja nicht die Zentralbank selber neues Geld).
Ja, um eine umfassende Darstellung für die Schaffung neuen Geldes zu zeigen, reicht das hier nicht aus! Das ist eine extreme Kurzfassung und soll nur einen kleinen Teilaspekt über die Geldnachfrage beleuchten!
Bzgl. ironisiert und trivialisiert. Genau! Die Vergabe von Punkten war ebenfalls ironisert und trivialisiert!
Nun gut, gehen wir ein wenig auf die Argumentation von AndreasXXl ein. Nehmen wir bspw. den US-Dollar. Ganz früher war der Dollar an den Goldpreis gekoppelt. Ein entsprechender Gegenwert für die Währung wurde von der US Regierung seinerzeit in Form von Gold gebunkert. Was hat denn das für die Währung bedeutet? Ist das Angebot an Gold hoch und die Nachfrage bspw. konstant, geht der Wert der Währung in den Keller und vice versa.
Nehmen wir nun weiter an, die USA verfolgen eine Politik des ÖL-Dollars. Zunächst müsste sie erst mal immer genügend ÖL als Gegenwert bunkern. Wow! Bei dem derzeitigen Ölpreis, dem Angebot und der Nachfrage ist der Dollar aber echt viel Wert! Ironie des Lebens - leider ist der Dollar in der Realität nicht so viel Wert wie die USA gerne hätten. (Bitte zu bedenken das es auch hier reine Kurzfassung ist)
EDIT: Quote wieder hergestellt
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Ziel der Zentralbank ist ein konst. Preisniveau => P=konst.
Das wage ich mal zu bezweifeln. Viel mehr versuchen sie es konstant steigen zu lassen. Was deiner Argumentation aber keinen Abruch tut, da so die Geldmenge über das Einkommen steigen muss.
Ganz wichtig ist nämlich, dass das Preisniveau nicht sinkt (Deflation), weil das zu negativem Kaufverhalten führen würde.
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LunaGirl schrieb:
Wenn es Dir eher um den reelen Wert get, muss es nicht immer Keynes sein - ich nehme an, wenn Du Keynes bemühst, dann willst Du (falls Dir das ein Begriff ist) auf die Liquiditätspräferenztheorie raus.
Wird Keynes eigentlich noch irgendwo gelehrt? Wenn ja, warum?
Henno schrieb:
Ganz wichtig ist nämlich, dass das Preisniveau nicht sinkt (Deflation), weil das zu negativem Kaufverhalten führen würde.
Das ist in den Wirtschaftswissenschaften nicht unumstritten. http://www.mises.org/story/1241
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Wir haben in der VWL Grundlagenvorlesung hauptsächlich Keynes gelernt, meistens ohne es zu wissen. Aber natürlich nicht nur.
Und zur Deflation:
Ein Ausweg geht man doch gerade um beide Vorteile abschöpfen zu können. Man erhöht die Geldmenge stärker, als die Warenmenge wächst. Jetzt kann der nominale Preis gleich bleiben oder leicht wachsen, während der reelle Preis sinkt.
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Henno schrieb:
Ziel der Zentralbank ist ein konst. Preisniveau => P=konst.
Das wage ich mal zu bezweifeln. Viel mehr versuchen sie es konstant steigen zu lassen. Was deiner Argumentation aber keinen Abruch tut, da so die Geldmenge über das Einkommen steigen muss.
Ganz wichtig ist nämlich, dass das Preisniveau nicht sinkt (Deflation), weil das zu negativem Kaufverhalten führen würde.
Oberstes Ziel der EZB ist die Preisstabilität. Dieses Ziel gilt als erreicht, wenn die Preissteigerung höchstens 2% ist.
Keynes wird ja wohl hoffentlich an jeder Universität gelehrt! Keynes ist und bleibt VWL Grundlagen.
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Dann wären sie aber aus dem Gesichtspunkt der Regelungstechnik ganz schön bescheiden, denn der Erwartungswert der Preissteigerung liegt deutlich über 0%.
Wenn du jetzt nur meintest, dass Preisstabilität = Inflation von 2% ist, dann kannst du dieses Posting ignorieren.