[Studie] Deutsche sind die intelligentesten Europäer



  • borg schrieb:

    volkard schrieb:

    ja, es gibt viele fakten, die tabu sind. ganze wissenschaften können aus gründen der politischen korrektheit nicht betrieben werden.

    die fakten seiner "schwarz/weiß studie" sind nicht tabu. aber das was er daraus schließt ist große scheiße.

    haste mal ein Link auf seine Veröffentlichungen?



  • DEvent schrieb:

    borg schrieb:

    volkard schrieb:

    ja, es gibt viele fakten, die tabu sind. ganze wissenschaften können aus gründen der politischen korrektheit nicht betrieben werden.

    die fakten seiner "schwarz/weiß studie" sind nicht tabu. aber das was er daraus schließt ist große scheiße.

    haste mal ein Link auf seine Veröffentlichungen?

    das einzige was ich dazu gerade finde ist ein (leider) kostenpflichtiger artikel auf spiegel http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,353677,00.html

    grob: er hat leuten mit unterschiedlicher hautfarbe inteligenztests machen lassen und festgestellt das im schnitt desto dunkler die hautfarbe desto geringer der iq.
    er hat daraus geschlussfolgert das schwarze genetisch bedingt dümmer sind.

    dabei ist offensichtlich gerade in den usa die schwarze bevölkerung eher die ärmere was in den usa auch gleichzeitig schlechtere bildung bedeutet und auch das ergebnis erklärt.



  • Ich zitier mal aus einem anderem Forum:
    "So nett der Artikel geschrieben ist ("Germans are brainiest (but at least we're smarter than the French)" :D), so grausig ist der Inhalt. Ich erinner mich noch ziemlich deutlich an den Abschnitt über Intelligenzdiagnostik in meinem Psychologiebuch, wo immer wieder erwähnt wurde, dass ein IQ-Vergleich verschiedener Populationen aufgrund der Art der Berechnung des IQs völlig sinnfrei ist. Auch die Behauptung der Intelligenzunterschied zwischen ländlicher und städtischer Bevölkerung sei auf genetische Unterschiede zurückzuführen, ist heute wohl kaum noch haltbar. Aber der Vogel wird mit dem Vergleich von angeblichen Gehirngrößen abgeschossen. Männer haben durschnittlich mehr Hirnmasse als Frauen. Sind sie deswegen intelligenter? Der Verfasser dieser Studie bejaht das ja offenbar eindeutig. Aber dummerweise hatten Neanderthaler durchschnittlich auch deutlich größere Gehirne als der moderne Mensch. Und nu?"

    @volkard:
    Der Haken an der Sache ist nur, dass die Behauptungen in keinster Weise mit dem aktuellen Wissensstand der Wissenschaft vereinbar sind. Gerade so Sachen wie Rassenunterschiede und Geschlechtsunterschiede wurden schon ausgiebig erforscht und werden es noch immer. Beides wird bereits in Psychologie-Einführungsbüchern im ersten Semester behandelt. Interessante Definition von Tabu 😉



  • minhen schrieb:

    @volkard:
    Der Haken an der Sache ist nur, dass die Behauptungen in keinster Weise mit dem aktuellen Wissensstand der Wissenschaft vereinbar sind. Gerade so Sachen wie Rassenunterschiede und Geschlechtsunterschiede wurden schon ausgiebig erforscht und werden es noch immer.

    Nun, äh, daß die Varianz der IQ-Verteilung von Männern größer ist als von Frauen, scheint mir recht offensichtlich. Rund 90% (aus dem Kopf) der Gefängnisinsassen sind männlich, deutlich mehr Männer sind psychisch verwirrt, deutlich mehr Männer sterben unter 25 wegen Unfällen, deutlich mehr Männer werden Schachweltmeister oder gewinnen Nobelpreise in 'hard sciences'.
    Macht auch evolutionären Sinn -- hätten Frauen ähnliche Schwächen wie "wir Männer"(TM), dann stünden die Chancen für ein Überleben der Menschheit schlechter.

    Oder sehen das die Leute aus den Psychologie-Einführungsbüchern sehr anders (oder wissen die nicht, was die Varianz ist? ;))?



  • naja

    erstens sinds statistiken...

    zweitens machts nicht die hirnmasse, sondern die art der verknüpfungen aus

    drittens sind die herkömmlichen iq tests nicht aussagekräftig, da man diese art "intelligenz" trainieren kann, wahre intelligenz zeigt sich bei unbekannten aufgaben, problemlösungen, etc.

    ein grund zu sagen: stolz zu ein deutscher zu sein
    neeeeeee



  • Daniel E. schrieb:

    Nun, äh, daß die Varianz der IQ-Verteilung von Männern größer ist als von Frauen, scheint mir recht offensichtlich. Rund 90% (aus dem Kopf) der Gefängnisinsassen sind männlich, deutlich mehr Männer sind psychisch verwirrt, deutlich mehr Männer sterben unter 25 wegen Unfällen, deutlich mehr Männer werden Schachweltmeister oder gewinnen Nobelpreise in 'hard sciences'.

    Du machst hier den Fehler (mit heutigem Forschungsstand kann man in der Tat von Fehler sprechen) und führst Intelligenz ausschließlich auf genetische Faktoren wie z.B. das Geschlecht zurück. Intelligenz hat zwar einen großen erblichen (!= geschlechtlichen) Faktor, aber der Einfluß der Umwelt ist beachtlich und letztlich sogar dominierend. Man muss kein Soziologe sein, damit einem auffällt, dass die Umwelt für Mann und Frau keinesfalls identisch ist. Fängt ja im Grunde schon gleich nach der Geburt an, dass männliche Babys einen blauen Strampler und weibliche einen rosanen bekommen. Jungs Lego, Mädchen Puppen usw ...
    Zwar haben Männer einen gewissen Testosteron-Nachteil, was Gewaltbereitschaft angeht, aber das beeinflusst ja nicht die Intelligenz. Heutzutage sind wir doch zudem in einer Situation, dass immer mehr Frauen den Hochschulabschluß schaffen und auch in den Naturwissenschaften erfolgreich sind. Wir werden ja momentan sogar von einer Diplom-Physikerin regiert 😉
    Es dürfte wohl eher unwahrscheinlich sein, dass sich in den letzten 50 Jahren die Genetik der Frauen so stark geändert hat. Die Umweltbedingungen durch die Gesellschaft haben sich aber sehr wohl extrem geändert und sind trotz allem noch nicht identisch.
    Außerdem ist die Zahl der Schachweltmeister und Nobelpreise als Intelligenzindikator für ein Geschlecht wohl kaum valide. Heutzutage betrachtet man mathematisch-logische Fähigkeiten als Teil der allgemeinen Intelligenz und nicht als die Intelligenz selbst.
    (Auf Verlangen such ich auch gerne Quellenangaben heraus. Das Psychologiebuch ist dick und das Quellenverzeichnis beachtlich, aber ich verlange dann auch, dass derjenige in die Bibliothek geht und sich die Quellen dann auch *wirklich* heraussucht. Hab keine Lust umsonst, d.h. nur für den Aha-Effekt, die Seiten da zu durchforsten und abzutippen...)

    Oder sehen das die Leute aus den Psychologie-Einführungsbüchern sehr anders (oder wissen die nicht, was die Varianz ist? ;))?

    Selbst im Nebenfach Psychologie ist ein Statistkschein Voraussetzung um überhaupt ein Proseminar besuchen zu können. Diplom-Psychologen werden sogar drei Semester lang mit quantitativen Forschungsmethoden "gequält".



  • minhen schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    Nun, äh, daß die Varianz der IQ-Verteilung von Männern größer ist als von Frauen, scheint mir recht offensichtlich. Rund 90% (aus dem Kopf) der Gefängnisinsassen sind männlich, deutlich mehr Männer sind psychisch verwirrt, deutlich mehr Männer sterben unter 25 wegen Unfällen, deutlich mehr Männer werden Schachweltmeister oder gewinnen Nobelpreise in 'hard sciences'.

    Du machst hier den Fehler (mit heutigem Forschungsstand kann man in der Tat von Fehler sprechen) und führst Intelligenz ausschließlich auf genetische Faktoren wie z.B. das Geschlecht zurück.

    Eigentlich stelle ich nur fest. Warum das so ist, weiß ich nicht, aber ich stelle fest, daß die Statistiken in jedem Land der Erde recht ähnlich aussehen. Ob das das Resultat der patriarchalischen Erziehung ist oder genetische Ursachen hat, ist hier doch erst mal ziemlich uninteressant. Es ist halt so, oder können wir uns nicht darauf einigen, daß meine Befunde die Realität beschreiben?

    Zwar haben Männer einen gewissen Testosteron-Nachteil, was Gewaltbereitschaft angeht, aber das beeinflusst ja nicht die Intelligenz.

    Erst mal sitzt man ja nicht nur wegen Gewalt im Gefängnis, zweitens sehen die Daten für psychatrische Anstalten so ähnlich aus, wie für Gefängnisse. Das legt den Verdacht nahe, daß unsere Hirne "irgendwie anders" funktionieren und auch, daß männliche Gehirne anscheind öfter "ausfallen" (warum auch immer).

    Heutzutage sind wir doch zudem in einer Situation, dass immer mehr Frauen den Hochschulabschluß schaffen und auch in den Naturwissenschaften erfolgreich sind. Wir werden ja momentan sogar von einer Diplom-Physikerin regiert 😉

    Daß auch Frauen das können, will ich nicht bezweifeln. Marie Curie hat auch Nobelpreise gewonnen, und diese drei ungarischen(?) Schachschwestern waren wohl auch ziemlich faszinierend. Die Größenverhältnisse fallen aber nunmal einfach auf.

    Außerdem ist die Zahl der Schachweltmeister und Nobelpreise als Intelligenzindikator für ein Geschlecht wohl kaum valide. Heutzutage betrachtet man mathematisch-logische Fähigkeiten als Teil der allgemeinen Intelligenz und nicht als die Intelligenz selbst.

    Och, als Indikator für eine Grobabschätzung finde ich diese Werte sogar ganz hervorragend geeignet, selbst wenn es den Bereich von "Intelligenz" nicht vollständig umreißt. Nennen wir den Bereich halt "logische Intelligenz". Würde man einen perfekten Test dafür haben, wäre dann die Varianz und der Mittelwert bei Männern und bei Frauen gleich? Aus was besteht denn der Intelligenzbegriff heute?

    Oder sehen das die Leute aus den Psychologie-Einführungsbüchern sehr anders (oder wissen die nicht, was die Varianz ist? ;))?

    Selbst im Nebenfach Psychologie ist ein Statistkschein Voraussetzung um überhaupt ein Proseminar besuchen zu können. Diplom-Psychologen werden sogar drei Semester lang mit quantitativen Forschungsmethoden "gequält".

    Nun, äh, wenn das auf dem gleichen Niveau läuft, wie Mediziner Statistik lernen, dann könnte man das auch verlustfrei aus dem Lehrplan streichen. Das ist wenigstens meine Erfahrung mit medizinischen Artikeln; die machen Fehler auf einem Niveau, wie ich sie einem Mathe-LK-Schüler nie zugetraut hätte.



  • Daniel E. schrieb:

    Eigentlich stelle ich nur fest.

    Das ist ja auch in Ordnung. Deinen Feststellungen hab ich auch nicht widersprochen - wohl aber deiner Interpretation 🙂

    Erst mal sitzt man ja nicht nur wegen Gewalt im Gefängnis, zweitens sehen die Daten für psychatrische Anstalten so ähnlich aus, wie für Gefängnisse. Das legt den Verdacht nahe, daß unsere Hirne "irgendwie anders" funktionieren und auch, daß männliche Gehirne anscheind öfter "ausfallen" (warum auch immer).

    Männliche und weibliche Gehirne arbeiten nicht exakt identisch. Keine Frage, auch dem widerspreche ich nicht. Allerdings reden wir hier ja von Intelligenz, also der gesamten Leistungsfähigkeit. Und hier gibt es eben nichts Stichhaltiges, was für einen Unterschied zwischen den Geschlechtern sprechen würde. Dass männliche Gehirne öfter "ausfallen" mag sein. Das kann ich nicht beurteilen. Allerdings hat das nichts mit der Intelligenz von Männern zu tun.

    Würde man einen perfekten Test dafür haben, wäre dann die Varianz und der Mittelwert bei Männern und bei Frauen gleich?

    Naja, laut Definition liegt bei beiden Populationen eine Normalverteilung mit dem Mittelwert 100 und einer Standardabweichung von 15 Punkten vor. Gerade mit dieser Definition wird der IQ ja überhaupt erst berechnet. Intelligenzdiagnostik ist sehr stark von der zugrunde liegenden Intelligenztheorie abhängig. 🤡

    Aus was besteht denn der Intelligenzbegriff heute?

    Für ein komplettes Kapitel im Buch 😃
    Ich skizziere einfach mal zwei der Theorien:
    - Guilfords Intelligenzstrukturmodell, bei welchem der Intellekt drei "Achsen" hat: Inhalt (visuell, auditiv, symbolisch, semantisch, behavioral), Operationen (Evaluation, Konvergente Produktion, Divergente Produktion, Gedächtnis, Kognition) und Produkte (Einheiten, Klassen, Beziehungen, Systeme, Transformationen, Implikationen), insgesamt also 5*5*6 = 150 geistige Fähigkeiten. Ein Wortschatztest würde z.B. Kognition mit Einheiten semantischen Inhalts erfassen. Eine Schrittfolge beim Tanzen Gedächtnis für behaviorale Systeme.

    - Gardners multiple Intelligenz geht von 8 verschiedenen Intelligenztypen aus, für die jeder Mensch verschieden starke Ausprägungen besitzt. Diese Typen sind im Einzelnen logisch-mathematisch, linguistisch, naturalistisch, musikalisch, räumlich, kinästhetisch, interpersonal, intrapersonal. Aus interpersonal und intrapersonal ergibt sich übrigens etwas, was mittlerweile unter dem Schlagwort "Emotionale Intelligenz" bekannt geworden ist. Gardner stellt übrigens auch fest, dass westliche Gesellschaften besonders logisch-mathematisch und linguistisch verlangen und fordern (das lässt sich sehr gut mit dem Thread vereinbaren ;)), dies in vielen nicht-westlichen Gesellschaften dagegen nicht der Fall sei. Überspitzt gesagt ist also wer hier intelligent ist, dort strohdumm. Auch etwas, worüber man nachdenken kann 😉



  • minhen schrieb:

    Würde man einen perfekten Test dafür haben, wäre dann die Varianz und der Mittelwert bei Männern und bei Frauen gleich?

    Naja, laut Definition liegt bei beiden Populationen eine Normalverteilung mit dem Mittelwert 100 und einer Standardabweichung von 15 Punkten vor. Gerade mit dieser Definition wird der IQ ja überhaupt erst berechnet.

    Hmm, so kann man das ja wohl nicht machen. Vermutlich fittet man die _gesamte_ sich ergebende Verteilung für alle Testteilnehmer auf die Gaußverteilung, mit Erwartungswert 100 und sigma=15, aber doch nicht für jede teilnehmende, willkürlich herausgegriffene, Untergruppe (Frauen, Männer, Blonde, Schwarzhaarige, langohrige Dünne ... ;)).

    Männliche und weibliche Gehirne arbeiten nicht exakt identisch. Keine Frage, auch dem widerspreche ich nicht. Allerdings reden wir hier ja von Intelligenz, also der gesamten Leistungsfähigkeit. Und hier gibt es eben nichts Stichhaltiges, was für einen Unterschied zwischen den Geschlechtern sprechen würde. Dass männliche Gehirne öfter "ausfallen" mag sein. Das kann ich nicht beurteilen. Allerdings hat das nichts mit der Intelligenz von Männern zu tun.

    Anscheinend hat alles etwas mit Intelligenz zu tun, nur das nicht, was instinktiv reingehört 😉

    Aber nehmen wir mal kurz an, ich hätte mit meiner Vermutung recht, das männliche Gehirne öfter "ausfallen", was ich mal ganz banal an dem Aufenthalt in psychatrischen Anstalten festmache, dann schneiden diese Leute auch mit einer hohen Wahrscheinlichkeit in IQ-Tests sehr schlecht ab, was dann im Gegenzug eine "glass ceiling" doch ganz gut erklären würde.



  • Andererseits kann man auch alles anders erklären.
    So lange gibt es das mit der Gleichberechtigung und Emanzipation ja nun auch noch nicht.
    Da konnte man sich sich saufende, gegenseitig beklauende und schlagende Frauen eher nicht vorstellen und heute ist das bei den Meisten auch nicht der Fall.
    Genausowenig kommen Frauen damit seltener in Situationen wo sie psychologische Hilfe benötigen.
    Also ich behaupte mal das Leute in stressigen Jobs oder durch Drogen/Alkohol da am ehesten betroffen sind und da sind Männer in beiden Punkten ungeschlagene Tabellenführer ^^.

    Ich denke aber eher, das hat gesellschaftliche Gründe, weil die "Rolle des Mannes" und die "Rolle der Frau" für die Meisten Menschen immer noch unterschiedlich sind, kurz gesagt: Männer machen andere Sachen als Frauen ^^.
    Also nix mit Iq.

    Davon abgesehen gibt es "den IQ" meiner Meinung nach eh nicht.
    Ich bin etwa absolut mies im merken von zusammenhanglosen Dingen wie Namen, Karten(Welche Bundesländer sind wo-> unmöglich das ich mir das merke) oder Straßennamen, dagegen sehr sehr gut logische Probleme zu lösen.


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