Neoliberalismus / Globaler Kapitalismus
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Nun ist es soweit.
Unsere US Amerikanische Mutterfirma wurde gegen die Wand gefahren und verkauft.
Der amtierende CEO konnte sich ins Bord der durch den Merger entstehenden Firma retten, die oberen 6 Manager kassieren zusammen 6 Millionen Dollar Boni und Entschädigungen. (Bei einer Firma mit knapp 25 Mio. Umsatz im Jahr völlig unverhältnissmässig) Für besondere Aufwendungen wegen Umstrukturierung haben sie erst letztes Jahr Zehntausende Dollars an Boni eingestrichen.
Ich hab mir Tag und Nacht ( from 8AM to 8PM ! ) den A**** aufgerissen, Aufträge abgearbeitet, also die waren Revenues generiert, und bekomm nicht mal nen feuchten Händedruck. Ich kann froh sein, wenn es meinen Arbeitsplatz nächstes Jahr, ach was träum ich, im Herbst noch gibt.
Kennt ihr das Gefühl der Sklaverei?Sowas macht mich rasend, enttäuscht und depressiv.

ps...sorry musste raus
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a) Arbeit mit den Händen - wozu Deine Tätigkeit auch gehört - wird eben geringer entlohnt. Das zieht sich durch die ganze Pyramide durch. Putzfrau, Bandarbeiter, Mechaniker, Bürokraft, Softwareentwickler, usw... wird zwar immer höher entlohnt, aber je näher man am Produkt ist, desto weniger verdient man.
b) Durch die Änderungen der EU-Einfuhrmengen für die Kleiderindustrie - also einem typischen Schutzgesetz gegen den globalen Kapitalismus - verlieren alleine in Vietnam 25000 Menschen ihren Job.
Was willst Du also sagen?
Erwarte keinen feuchten Händedruck und keinen Dank, Du bekommst doch jeden Monat bereits Geld.
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Marc++us schrieb:
a) Arbeit mit den Händen - wozu Deine Tätigkeit auch gehört - wird eben geringer entlohnt. Das zieht sich durch die ganze Pyramide durch. Putzfrau, Bandarbeiter, Mechaniker, Bürokraft, Softwareentwickler, usw... wird zwar immer höher entlohnt, aber je näher man am Produkt ist, desto weniger verdient man.
b) Durch die Änderungen der EU-Einfuhrmengen für die Kleiderindustrie - also einem typischen Schutzgesetz gegen den globalen Kapitalismus - verlieren alleine in Vietnam 25000 Menschen ihren Job.
Was willst Du also sagen?
Erwarte keinen feuchten Händedruck und keinen Dank, Du bekommst doch jeden Monat bereits Geld.
Danke. Der letzte Satz ist genau das Gesäusel, welches ich mir jedes Jahr von unserem Chef anhören darf. Im Stil von: "Seid froh, dass ihr nen Job habt, und dafür müsst ihr mir dankbar sein und auf Knien rutschen."
Weisst Du, mir ist schon klar, dass ich ein Handwerk als Beruf hab.
Es geht doch aber nicht an, dass obenrum abgarniert wird, und unten wird man mit Argumenten wie "es war kein besonders gutes Jahr" abgespiesen. Dazu kommt, das einige Laboranten ne Grati bekommen haben, andere nicht. (Und sag jetzt nichts, von wegen Giesskannenprinzip und Leistungsbasierend. Ich hab mir den A**** aufgerissen wie kein anderer, während auf der Teppichabteilung aktiv(!) Kunden vergrault wurden) Mir gehts auch nicht ums Geld, sondern um Anerkennung der Leistung.Die Jobs in Vietnam betreffen nicht zufällig die armen ausgebeuteten Mainboard-Hersteller, die letzte Woche noch böswillig die Flüsse vergifteten? Also sorry, Deine Logik geht auch nicht immer ganz auf.
Von mir aus kann man die Grenzen für Waren wieder hochziehn, Schutzzölle wieder einführen, dann lohnt es sich für die Bauern in Vietnam wieder Reis anzubauen, statt Shrimps zu züchten, weil ihr lokaler Markt nicht von Billig Importen überschwemmt wird.
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1310-Logik schrieb:
Sowas macht mich rasend, enttäuscht und depressiv.

du musst dich irgendwie rächen. keine loyalität mehr. lass dich krankschreiben, immer und immer wieder, programmier einen virus, sorge dafür, dass konkurrenten und kunden firmengeheimnisse erfahren, schwängere die frau des chefs

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net schrieb:
1310-Logik schrieb:
Sowas macht mich rasend, enttäuscht und depressiv.

du musst dich irgendwie rächen. keine loyalität mehr. lass dich krankschreiben, immer und immer wieder,
mach ich schon so oft es geht, problem das team, ein anderer muss die arbeit machen

net schrieb:
programmier einen virus, sorge dafür, dass konkurrenten und kunden firmengeheimnisse erfahren,
das ginge in einem zug..gibts tuts fürs viren schreiben bzw datenbankhacking?

net schrieb:
schwängere die frau des chefs

ihh nein lieber nicht, die ist irgendwie giftig, die kommt manchmal vorbei, und dann schreien sie sich gegenseitig an.

ich hab meine konsequentz schon gezogen..sobald ich was anderes find bin ich weg!
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1310-Logik schrieb:
ich hab meine konsequentz schon gezogen..sobald ich was anderes find bin ich weg!
Das ist das Beste.

Trainier die LMAA-Einstellung und such einen Ausweg.Geht manchmal nicht mehr anders.
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estartu schrieb:
Trainier die LMAA-Einstellung und such einen Ausweg.
OT: Ich musste jetzt kurz überlegen, was "LMAA" sein könnte. Klang zunächst nach einer neuen Microsoft-Zertifizierung oä.

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nman schrieb:
OT: Ich musste jetzt kurz überlegen, was "LMAA" sein könnte. Klang zunächst nach einer neuen Microsoft-Zertifizierung oä.

Lousy Microsoft Application Architect

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1310-Logik schrieb:
Die Jobs in Vietnam betreffen nicht zufällig die armen ausgebeuteten Mainboard-Hersteller, die letzte Woche noch böswillig die Flüsse vergifteten? Also sorry, Deine Logik geht auch nicht immer ganz auf.
Nein, es betrifft Näherinnen, die Kleidung und Schuhe nähen. [Und die Flüsse wurden nicht böswillig, sondern leichtfertig vergiftet - aber das ist ein anderes Thema.]
Ich ziehe keine logischen Schlüsse daraus, insofern sind sie auch nicht falsch.

Ich wollte Dich nur mit einem Beispiel darauf hinweisen, daß der grundsätzliche Vorwurf "böser Neoliberalismus/Globaler Kapitalismus" auch nicht immer trifft - denn gibt's mal Schutzgesetze dagegen, trifft's auch viele Menschen, nur eben andere.
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1310-Logik schrieb:
Der letzte Satz ist genau das Gesäusel, welches ich mir jedes Jahr von unserem Chef anhören darf. Im Stil von: "Seid froh, dass ihr nen Job habt, und dafür müsst ihr mir dankbar sein und auf Knien rutschen."
Dann ist aber Dein Chef Scheiße, eine schwache Persönlichkeit, und er sollte nicht Führer einer Gruppe von Mitarbeitern sein (das hat jetzt nichts mit Kapitalismus zu tun, sondern ist ein individuelles Charakterproblem).
Er hat Angst zu loben, vermutlich weil er Gegenforderungen befürchtet. Offensichtlich fehlen ihm selbst die Grundlagenkenntnisse der Menschenführung und Mitarbeitermotivation.
Dummerweise sind viele Chefs so, gerade im technischen Bereich. Sie sind mit dem menschlichen Kontakt überfordert, ziehen sich daher auf diese Verteidigungslinie "Geld gegen Arbeit" zurück. Dabei ist das eigentlich der Trick: gerade weil ein AN außer Geld für seine Arbeit nicht mehr erwarten darf, ist es besonders motivierend, wenn dieser zusätzlich gelobt wird - weil dies eine freiwillige Zugabe ist - niemand müßte es tun, deswegen wirkt es stärker.
Gegenmittel hat net ja schon genannt: Scheißegal-Einstellung bekommen, und sobald Du selbst mal Chef wirst, Deine Mitarbeiter ebenfalls schlecht behandeln.
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Marc++us schrieb:
1310-Logik schrieb:
Der letzte Satz ist genau das Gesäusel, welches ich mir jedes Jahr von unserem Chef anhören darf. Im Stil von: "Seid froh, dass ihr nen Job habt, und dafür müsst ihr mir dankbar sein und auf Knien rutschen."
Dann ist aber Dein Chef Scheiße, eine schwache Persönlichkeit, und er sollte nicht Führer einer Gruppe von Mitarbeitern sein (das hat jetzt nichts mit Kapitalismus zu tun, sondern ist ein individuelles Charakterproblem).
Er hat Angst zu loben, vermutlich weil er Gegenforderungen befürchtet. Offensichtlich fehlen ihm selbst die Grundlagenkenntnisse der Menschenführung und Mitarbeitermotivation.
Dummerweise sind viele Chefs so, gerade im technischen Bereich. Sie sind mit dem menschlichen Kontakt überfordert, ziehen sich daher auf diese Verteidigungslinie "Geld gegen Arbeit" zurück. Dabei ist das eigentlich der Trick: gerade weil ein AN außer Geld für seine Arbeit nicht mehr erwarten darf, ist es besonders motivierend, wenn dieser zusätzlich gelobt wird - weil dies eine freiwillige Zugabe ist - niemand müßte es tun, deswegen wirkt es stärker.
Sry der Titel war wohl falsch gewählt, lassen wir das globalisierungs Problem. Global deshalb: nur weil wir über unsere US Mutterfirma im NASDAQ quotiert sind, haben wir die Probleme überhaupt. Denn die Administration drüben frisst etwa 40% der Revenues, nur fürs Quittungen zählen.

Dass ich nichts erwartend darf, hab ich nun auch gemerkt, obwohl das in unserer Branche durchaus üblich ist, dass man nen 14ten Monatslohn bekommt. Und sone motivation ist zwar toll, aber wenns sie einem dann noch dauernd unter die Nase gerieben wird, ist es schon fast mühsam.Marc++us schrieb:
Gegenmittel hat net ja schon genannt: Scheißegal-Einstellung bekommen,
Worauf Du einen lassen kannst, ich tippe grad den Kommentar hier auf Arbeitszeit

Marc++us schrieb:
und sobald Du selbst mal Chef wirst, Deine Mitarbeiter ebenfalls schlecht behandeln.
ich hoffe nicht, denn dann wird es nie aufhören. ich hoffe auch nicht, dass Du das so machst, falls Du denn leitende Funktion hast.
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Marc++us schrieb:
Gegenmittel hat net ja schon genannt: Scheißegal-Einstellung bekommen, und sobald Du selbst mal Chef wirst, Deine Mitarbeiter ebenfalls schlecht behandeln.
hey, letzteres hab' ich *nicht* geschrieben. als chef muss man mitarbeiter gut behandeln. anders geht's nicht!
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Es kommt immer drauf an, wie und warum jemand Chef wird, wie das Betriesbklima ist, die zugeordneten Leute und die Arbeitssituation.
Bei uns gibt es auch einige Seminare und Rollenspiele, die man durchlaufen muß, um als Führungskraft zum Einsatz zu kommen. Aber viele unserer Chefs kneifen, wenn es hart auf hart kommt und die Dinge nicht mehr so laufen, wie sie laufen sollten. Stichwort: soziale Kompetenz. Daran mangelt es vielen! Aber das gilt auch für Kollegen...Zum Thema selber: ich kann den Frust gut nachvollziehen. Da kann man sich gut die Frage stellen, weshalb man sich überhaupt so in seine Arbeit knieen soll und ob es das letztendlich wert ist. Da wir aber weltweit in noch nie gekanntem Ausmaß um Geld und Jobs kämpfen, stellt sich die Frage schlichtweg nicht. Die Zeiten, in denen Arbeitskräftemangel herrschte, sind längst vorbei.
Die Globalisierung ist letztlich schuld an der Misere. Aber die kam nicht von selbst, sondern wurde von vielen Staaten über lange Zeiträume vorbereitet. Ist also kein Unglück, sondern schlicht Menschenwerk. Insofern kann man jammern, aber nur handeln bringt uns weiter. Auch die Tatsache, daß sich immer die obersten Chefs die Taschen vollräumen, auch dann, wenn irgendwas nicht mehr läuft, ist auch kein Naturgesetz, sondern hat Methode und funktioniert, weil wir letztlich alle gierig sind und erst das Ego bedienen, bevor wir an's verteilen denken. Die einen mehr, die anderen weniger. Die mit dem größeren Ego sind aber meistens die mit dem größten Platzbedarf in ihren Taschen...
Das ist für 1310-Logik kein Trost, aber Realität.
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Auch die Tatsache, daß sich immer die obersten Chefs die Taschen vollräumen, auch dann, wenn irgendwas nicht mehr läuft, ist auch kein Naturgesetz, sondern hat Methode und funktioniert, weil wir letztlich alle gierig sind und erst das Ego bedienen, bevor wir an's verteilen denken.
Da liegt das Problem. Wenn ich künde, finden sich zehn andere, die sich zum Affen machen für 80% des Geldes. Wenn die Mainboard-Hersteller in Vietnam streiken, stehen 1000 Andere Schlange, um deren Job zu kriegen.
Wir sind selbst schuld, dass die kleine Gruppe reicher Menschen uns beherrscht, die volle Macht in der Hand hält.
Jammern nützt da tatsächlich nichts, nur mitspielen, sich nehmen was man bekommt, und den Rest im Privaten ausleben, auf den Haufen Deppen scheissen, und sich nicht selbst kaputt machen. Ich hab noch morgen, und dann ein langes Wochenende, und danach mach ich einen auf !tranquillo! das könnt ihr mir glauben.
Danke fürs Verständnis
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[quote=marc++us]a) Arbeit mit den Händen - wozu Deine Tätigkeit auch gehört - wird eben geringer entlohnt. Das zieht sich durch die ganze Pyramide durch. Putzfrau, Bandarbeiter, Mechaniker, Bürokraft, Softwareentwickler, usw... wird zwar immer höher entlohnt, aber je näher man am Produkt ist, desto weniger verdient man. [/quote]ja schon seltsam, dass das in cuba (fast) funktioniert. ein physik prof. verdient genau gleich viel, wie ein müllmann: rund 30 euro im monat.
nur die cops und cdr's verdienen etwa das doppelte. ach und "fidel es un loco", aber reich, wenn man mal eben schnell alle staatsbetriebe zu seinem privatbesitz zählt
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1310-Logik schrieb:
Auch die Tatsache, daß sich immer die obersten Chefs die Taschen vollräumen, auch dann, wenn irgendwas nicht mehr läuft, ist auch kein Naturgesetz, sondern hat Methode und funktioniert, weil wir letztlich alle gierig sind und erst das Ego bedienen, bevor wir an's verteilen denken.
Da liegt das Problem. Wenn ich künde, finden sich zehn andere, die sich zum Affen machen für 80% des Geldes. Wenn die Mainboard-Hersteller in Vietnam streiken, stehen 1000 Andere Schlange, um deren Job zu kriegen.
Wir sind selbst schuld, dass die kleine Gruppe reicher Menschen uns beherrscht, die volle Macht in der Hand hält.
Jammern nützt da tatsächlich nichts, nur mitspielen, sich nehmen was man bekommt, und den Rest im Privaten ausleben, auf den Haufen Deppen scheissen, und sich nicht selbst kaputt machen. Ich hab noch morgen, und dann ein langes Wochenende, und danach mach ich einen auf !tranquillo! das könnt ihr mir glauben.
Danke fürs VerständnisIch habe das Gefühl, Du hast meine Aussagen nicht ganz verstanden... Ich habe nicht gesagt, daß man das gutheißen soll oder dabei mitmachen soll. Letztlich tun das aber nahezu alle in welch ausgeprägter Form auch immer, sonst wären wir nicht an dem Punkt, an dem wir aktuell sind.
Ich halte Globalisierung für eine Schnappsidee und verstehe nicht, weshalb man Demokratie und nationale Parlamente opferte, nur damit Kapital weltweit dorthin springen kann, wo es am meisten Profit abwirft um sich dann Jahre später zu beklagen, daß die nationale Politik kaum noch Einflüsse auf die selbst geweckten Fondsgeister hat... Mit ein wenig Nachdenken hätte man damals schon wissen können, welches Elend man da aus der Flasche entlassen hat, als man den weltweiten Handelsflaschengeist geweckt hat.
Wenn es Dich doch trösten sollte: so wie wir unter der Globalisierung leiden, profitieren die 3.Weltländer und steigern ihren Wohlstand. Das ist das Grundgesetz von Angebot und Nachfrage: der Markt pegelt alles so ein, wie es die Rahmenbedingungen vorgeben. Wenn man im <Ausland + Transportkosten> mehr verdient also bei uns, werden bei uns auch wieder neue Arbeitsplätze entstehen.
An den vollen Taschen der oberen Hierarchien wird sich dabei aber nichts ändern, weil der unregulierte Markt immer zum Monopol strebt, was auch erklärt, wieso das Geld ständig von unten nach oben wandert.
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Hallo,
tut mir Leid, aber soviel Schwachsinn habe ich selten in einem Post gelesen.
Krönung ist ja das:
An den vollen Taschen der oberen Hierarchien wird sich dabei aber nichts ändern, weil der unregulierte Markt immer zum Monopol strebt, was auch erklärt, wieso das Geld ständig von unten nach oben wandert.
Auf einem unregulierten Markt kann es keine Monopole geben.
Schau mal z.B. hier:
www.mehr-freiheit.deDiese Diskussionen gegen Globalisierung-Kapitalismus-Liberalismus-Allesböse-Sager kosten mich irgendwann noch den letzten Nerv.

ChrisM (libertär & kapitalistisch)
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AndreasD schrieb:
Ich habe das Gefühl, Du hast meine Aussagen nicht ganz verstanden... Ich habe nicht gesagt, daß man das gutheißen soll oder dabei mitmachen soll. Letztlich tun das aber nahezu alle in welch ausgeprägter Form auch immer, sonst wären wir nicht an dem Punkt, an dem wir aktuell sind.
Da liegt das Problem.
Doch ich hab Dich verstanden, doch genau das find ich traurig

Ich halte Globalisierung für eine Schnappsidee
Ich auch...
Wenn es Dich doch trösten sollte:
ein wenig..ich hab seit manila eh nen schaden was das betrifft...
wieso das Geld ständig von unten nach oben wandert.

ChrisM schrieb:
Auf einem unregulierten Markt kann es keine Monopole geben.
Unreguliert heisst letzlich, dass der Staat einem nicht mehr dazwischenfunkt, beim Geschäftchen machen. Das heisst, es gibt sehr wohl und um so mehr Monopole, weil es keine Regulierung mehr gibt. Siehe Nestle und ihre internationale Terinkwasser-Strategie (und ich rede nun von Ländern wo Trinkwasser nur aus Flaschen kommt!)
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1310-Logik schrieb:
Marc++us schrieb:
a) Arbeit mit den Händen - wozu Deine Tätigkeit auch gehört - wird eben geringer entlohnt. Das zieht sich durch die ganze Pyramide durch. Putzfrau, Bandarbeiter, Mechaniker, Bürokraft, Softwareentwickler, usw... wird zwar immer höher entlohnt, aber je näher man am Produkt ist, desto weniger verdient man.
ja schon seltsam, dass das in cuba (fast) funktioniert. ein physik prof. verdient genau gleich viel, wie ein müllmann: rund 30 euro im monat.
nur die cops und cdr's verdienen etwa das doppelte. ach und "fidel es un loco", aber reich, wenn man mal eben schnell alle staatsbetriebe zu seinem privatbesitz zählt
Daß die Cops mehr verdienen ist auch klar, die müssen die Menschen, die nicht im wohlig-sonnigen Kuba leben möchten, am Strand erschiessen, da kann man das höhere Gehalt auch erwarten, nicht? Ist aber bestimmt trotzdem schön da.
1310-Logik schrieb:
Unreguliert heisst letzlich, dass der Staat einem nicht mehr dazwischenfunkt, beim Geschäftchen machen.
Na hoffentlich.
Das heisst, es gibt sehr wohl und um so mehr Monopole, weil es keine Regulierung mehr gibt. Siehe Nestle und ihre internationale Terinkwasser-Strategie (und ich rede nun von Ländern wo Trinkwasser nur aus Flaschen kommt!)
Und wo ist das Monopol? Füll halt hier gutes deutsches Leitungswasser in Benzinkanister und verkaufe es in diese Länder und schon ist es kein Monopol mehr.
PS: Ich bin auch voll gegen die Globalisierung! Voll schlimm! Bauen wir eine Mauer um uns rum und eröffnen Baumwollplantagen im Schwarzwald und Bananenstauden in den Alpen! Wenn die Mauer fertig, dann können wir auch oben eine Holzplatte drauflegen, damit die Sonne verdunkelt wird, damit gehts auch wieder bergauf mit der Glühbirnenindustrie.
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ChrisM schrieb:
Hallo,
tut mir Leid, aber soviel Schwachsinn habe ich selten in einem Post gelesen.
Krönung ist ja das:
An den vollen Taschen der oberen Hierarchien wird sich dabei aber nichts ändern, weil der unregulierte Markt immer zum Monopol strebt, was auch erklärt, wieso das Geld ständig von unten nach oben wandert.
Auf einem unregulierten Markt kann es keine Monopole geben.
Hast Du Dich mal mit VWL und BWL beschäftigt? Oder liest Du nur irgendwelche FDP-Links?
Wie erklärst Du Dir, daß der Großteil des weltweiten Kapitals im Westen liegt und das nur ein paar tausend Menschen im Westen der Welt den größten Teil des Kapitals kontrollieren? Hat die jemand gezwungen? Hier hat der "freie Markt" dazu geführt, daß die, die Geld haben, immer mehr bekommen haben, weil sie u.a. ihr Geld anderen gegeben haben, damit die noch mehr Geld daraus machen. Leute mit "liberaler" Anschauung haben viel zum Globalisierungselend beigetragen. Es gibt nämlich kein Gesetz, welches es verbietet, anderen Geld zu geben, wenn sie welches wollen. Ist das dann kein freier Markt?
Wieso glaubst Du, daß es in Deutschland wohl eines Bundeskartellamtes bedarf, wenn der Markt automatisch dafür sorgt, daß er ausgewogen bleibt?
Meinst Du, es existiert Markenvielfalt, weil Du Waschmaschinen von 10 verschiedenen "Herstellern" kaufen kannst, die alle baugleiche Produkt nur mit anderem Logo vertreiben? Wieso sind in Deutschland so viele Konzerne miteinander verflochten? Machen die das nur, weil sie sich damit "besser fühlen"?Wie erklärst Du Dir die Tatsache, daß die Schere zwischen Arm und Reich auch in Deutschland immer weiter auseinandergeht? Weil die einen immer blöder werden und die anderen immer pfiffiger?
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AndreasD schrieb:
Wie erklärst Du Dir die Tatsache, daß die Schere zwischen Arm und Reich auch in Deutschland immer weiter auseinandergeht? Weil die einen immer blöder werden und die anderen immer pfiffiger?
Die Antwort dafür lautet "Exponentialfunktion". Das ist nun wirklich kein erstaunlicher Effekt, in jedem System mit
a) ungleichen Startbedingungen
b) Zinsgewinnenwird die Schere zwischen Arm und Reich größer.
Das hat zunächst keine Bedeutung, da es nicht notwendigerweise sagt, daß die Armen absolut gesehen ärmer werden - obwohl der Abstand zwar zunehmen kann, ist es dennoch möglich, daß es den Armen ständig besser geht und immer weniger unter der Armutsschwelle leben.
Ich sage nicht, daß es so ist, aber wesentlich: aus der "Schere" kann man rein gar nichts folgern.
Auf so billige Rechentricks von Politikern sollte eigentlich kein Techniker reinfallen.