Neoliberalismus / Globaler Kapitalismus



  • Es kommt immer drauf an, wie und warum jemand Chef wird, wie das Betriesbklima ist, die zugeordneten Leute und die Arbeitssituation.
    Bei uns gibt es auch einige Seminare und Rollenspiele, die man durchlaufen muß, um als Führungskraft zum Einsatz zu kommen. Aber viele unserer Chefs kneifen, wenn es hart auf hart kommt und die Dinge nicht mehr so laufen, wie sie laufen sollten. Stichwort: soziale Kompetenz. Daran mangelt es vielen! Aber das gilt auch für Kollegen...

    Zum Thema selber: ich kann den Frust gut nachvollziehen. Da kann man sich gut die Frage stellen, weshalb man sich überhaupt so in seine Arbeit knieen soll und ob es das letztendlich wert ist. Da wir aber weltweit in noch nie gekanntem Ausmaß um Geld und Jobs kämpfen, stellt sich die Frage schlichtweg nicht. Die Zeiten, in denen Arbeitskräftemangel herrschte, sind längst vorbei.

    Die Globalisierung ist letztlich schuld an der Misere. Aber die kam nicht von selbst, sondern wurde von vielen Staaten über lange Zeiträume vorbereitet. Ist also kein Unglück, sondern schlicht Menschenwerk. Insofern kann man jammern, aber nur handeln bringt uns weiter. Auch die Tatsache, daß sich immer die obersten Chefs die Taschen vollräumen, auch dann, wenn irgendwas nicht mehr läuft, ist auch kein Naturgesetz, sondern hat Methode und funktioniert, weil wir letztlich alle gierig sind und erst das Ego bedienen, bevor wir an's verteilen denken. Die einen mehr, die anderen weniger. Die mit dem größeren Ego sind aber meistens die mit dem größten Platzbedarf in ihren Taschen...

    Das ist für 1310-Logik kein Trost, aber Realität.



  • Auch die Tatsache, daß sich immer die obersten Chefs die Taschen vollräumen, auch dann, wenn irgendwas nicht mehr läuft, ist auch kein Naturgesetz, sondern hat Methode und funktioniert, weil wir letztlich alle gierig sind und erst das Ego bedienen, bevor wir an's verteilen denken.

    Da liegt das Problem. Wenn ich künde, finden sich zehn andere, die sich zum Affen machen für 80% des Geldes. Wenn die Mainboard-Hersteller in Vietnam streiken, stehen 1000 Andere Schlange, um deren Job zu kriegen.
    Wir sind selbst schuld, dass die kleine Gruppe reicher Menschen uns beherrscht, die volle Macht in der Hand hält.
    Jammern nützt da tatsächlich nichts, nur mitspielen, sich nehmen was man bekommt, und den Rest im Privaten ausleben, auf den Haufen Deppen scheissen, und sich nicht selbst kaputt machen. Ich hab noch morgen, und dann ein langes Wochenende, und danach mach ich einen auf !tranquillo! das könnt ihr mir glauben.
    Danke fürs Verständnis



  • [quote=marc++us]a) Arbeit mit den Händen - wozu Deine Tätigkeit auch gehört - wird eben geringer entlohnt. Das zieht sich durch die ganze Pyramide durch. Putzfrau, Bandarbeiter, Mechaniker, Bürokraft, Softwareentwickler, usw... wird zwar immer höher entlohnt, aber je näher man am Produkt ist, desto weniger verdient man. [/quote]ja schon seltsam, dass das in cuba (fast) funktioniert. ein physik prof. verdient genau gleich viel, wie ein müllmann: rund 30 euro im monat.
    nur die cops und cdr's verdienen etwa das doppelte. ach und "fidel es un loco", aber reich, wenn man mal eben schnell alle staatsbetriebe zu seinem privatbesitz zählt 🙄



  • 1310-Logik schrieb:

    Auch die Tatsache, daß sich immer die obersten Chefs die Taschen vollräumen, auch dann, wenn irgendwas nicht mehr läuft, ist auch kein Naturgesetz, sondern hat Methode und funktioniert, weil wir letztlich alle gierig sind und erst das Ego bedienen, bevor wir an's verteilen denken.

    Da liegt das Problem. Wenn ich künde, finden sich zehn andere, die sich zum Affen machen für 80% des Geldes. Wenn die Mainboard-Hersteller in Vietnam streiken, stehen 1000 Andere Schlange, um deren Job zu kriegen.
    Wir sind selbst schuld, dass die kleine Gruppe reicher Menschen uns beherrscht, die volle Macht in der Hand hält.
    Jammern nützt da tatsächlich nichts, nur mitspielen, sich nehmen was man bekommt, und den Rest im Privaten ausleben, auf den Haufen Deppen scheissen, und sich nicht selbst kaputt machen. Ich hab noch morgen, und dann ein langes Wochenende, und danach mach ich einen auf !tranquillo! das könnt ihr mir glauben.
    Danke fürs Verständnis

    Ich habe das Gefühl, Du hast meine Aussagen nicht ganz verstanden... Ich habe nicht gesagt, daß man das gutheißen soll oder dabei mitmachen soll. Letztlich tun das aber nahezu alle in welch ausgeprägter Form auch immer, sonst wären wir nicht an dem Punkt, an dem wir aktuell sind.

    Ich halte Globalisierung für eine Schnappsidee und verstehe nicht, weshalb man Demokratie und nationale Parlamente opferte, nur damit Kapital weltweit dorthin springen kann, wo es am meisten Profit abwirft um sich dann Jahre später zu beklagen, daß die nationale Politik kaum noch Einflüsse auf die selbst geweckten Fondsgeister hat... Mit ein wenig Nachdenken hätte man damals schon wissen können, welches Elend man da aus der Flasche entlassen hat, als man den weltweiten Handelsflaschengeist geweckt hat.

    Wenn es Dich doch trösten sollte: so wie wir unter der Globalisierung leiden, profitieren die 3.Weltländer und steigern ihren Wohlstand. Das ist das Grundgesetz von Angebot und Nachfrage: der Markt pegelt alles so ein, wie es die Rahmenbedingungen vorgeben. Wenn man im <Ausland + Transportkosten> mehr verdient also bei uns, werden bei uns auch wieder neue Arbeitsplätze entstehen.

    An den vollen Taschen der oberen Hierarchien wird sich dabei aber nichts ändern, weil der unregulierte Markt immer zum Monopol strebt, was auch erklärt, wieso das Geld ständig von unten nach oben wandert.



  • Hallo,

    tut mir Leid, aber soviel Schwachsinn habe ich selten in einem Post gelesen.

    Krönung ist ja das:

    An den vollen Taschen der oberen Hierarchien wird sich dabei aber nichts ändern, weil der unregulierte Markt immer zum Monopol strebt, was auch erklärt, wieso das Geld ständig von unten nach oben wandert.

    Auf einem unregulierten Markt kann es keine Monopole geben.

    Schau mal z.B. hier:
    www.mehr-freiheit.de

    Diese Diskussionen gegen Globalisierung-Kapitalismus-Liberalismus-Allesböse-Sager kosten mich irgendwann noch den letzten Nerv. 😉

    ChrisM (libertär & kapitalistisch)



  • AndreasD schrieb:

    Ich habe das Gefühl, Du hast meine Aussagen nicht ganz verstanden... Ich habe nicht gesagt, daß man das gutheißen soll oder dabei mitmachen soll. Letztlich tun das aber nahezu alle in welch ausgeprägter Form auch immer, sonst wären wir nicht an dem Punkt, an dem wir aktuell sind.

    Da liegt das Problem.

    Doch ich hab Dich verstanden, doch genau das find ich traurig 😞

    Ich halte Globalisierung für eine Schnappsidee

    Ich auch...

    Wenn es Dich doch trösten sollte:

    ein wenig..ich hab seit manila eh nen schaden was das betrifft...

    wieso das Geld ständig von unten nach oben wandert.

    😡 😡 😡 😡

    ChrisM schrieb:

    Auf einem unregulierten Markt kann es keine Monopole geben.

    Unreguliert heisst letzlich, dass der Staat einem nicht mehr dazwischenfunkt, beim Geschäftchen machen. Das heisst, es gibt sehr wohl und um so mehr Monopole, weil es keine Regulierung mehr gibt. Siehe Nestle und ihre internationale Terinkwasser-Strategie (und ich rede nun von Ländern wo Trinkwasser nur aus Flaschen kommt!)



  • 1310-Logik schrieb:

    Marc++us schrieb:

    a) Arbeit mit den Händen - wozu Deine Tätigkeit auch gehört - wird eben geringer entlohnt. Das zieht sich durch die ganze Pyramide durch. Putzfrau, Bandarbeiter, Mechaniker, Bürokraft, Softwareentwickler, usw... wird zwar immer höher entlohnt, aber je näher man am Produkt ist, desto weniger verdient man.

    ja schon seltsam, dass das in cuba (fast) funktioniert. ein physik prof. verdient genau gleich viel, wie ein müllmann: rund 30 euro im monat.
    nur die cops und cdr's verdienen etwa das doppelte. ach und "fidel es un loco", aber reich, wenn man mal eben schnell alle staatsbetriebe zu seinem privatbesitz zählt 🙄

    Daß die Cops mehr verdienen ist auch klar, die müssen die Menschen, die nicht im wohlig-sonnigen Kuba leben möchten, am Strand erschiessen, da kann man das höhere Gehalt auch erwarten, nicht? Ist aber bestimmt trotzdem schön da.

    1310-Logik schrieb:

    Unreguliert heisst letzlich, dass der Staat einem nicht mehr dazwischenfunkt, beim Geschäftchen machen.

    Na hoffentlich.

    Das heisst, es gibt sehr wohl und um so mehr Monopole, weil es keine Regulierung mehr gibt. Siehe Nestle und ihre internationale Terinkwasser-Strategie (und ich rede nun von Ländern wo Trinkwasser nur aus Flaschen kommt!)

    Und wo ist das Monopol? Füll halt hier gutes deutsches Leitungswasser in Benzinkanister und verkaufe es in diese Länder und schon ist es kein Monopol mehr.

    PS: Ich bin auch voll gegen die Globalisierung! Voll schlimm! Bauen wir eine Mauer um uns rum und eröffnen Baumwollplantagen im Schwarzwald und Bananenstauden in den Alpen! Wenn die Mauer fertig, dann können wir auch oben eine Holzplatte drauflegen, damit die Sonne verdunkelt wird, damit gehts auch wieder bergauf mit der Glühbirnenindustrie.



  • ChrisM schrieb:

    Hallo,

    tut mir Leid, aber soviel Schwachsinn habe ich selten in einem Post gelesen.

    Krönung ist ja das:

    An den vollen Taschen der oberen Hierarchien wird sich dabei aber nichts ändern, weil der unregulierte Markt immer zum Monopol strebt, was auch erklärt, wieso das Geld ständig von unten nach oben wandert.

    Auf einem unregulierten Markt kann es keine Monopole geben.

    Hast Du Dich mal mit VWL und BWL beschäftigt? Oder liest Du nur irgendwelche FDP-Links?

    Wie erklärst Du Dir, daß der Großteil des weltweiten Kapitals im Westen liegt und das nur ein paar tausend Menschen im Westen der Welt den größten Teil des Kapitals kontrollieren? Hat die jemand gezwungen? Hier hat der "freie Markt" dazu geführt, daß die, die Geld haben, immer mehr bekommen haben, weil sie u.a. ihr Geld anderen gegeben haben, damit die noch mehr Geld daraus machen. Leute mit "liberaler" Anschauung haben viel zum Globalisierungselend beigetragen. Es gibt nämlich kein Gesetz, welches es verbietet, anderen Geld zu geben, wenn sie welches wollen. Ist das dann kein freier Markt?

    Wieso glaubst Du, daß es in Deutschland wohl eines Bundeskartellamtes bedarf, wenn der Markt automatisch dafür sorgt, daß er ausgewogen bleibt?
    Meinst Du, es existiert Markenvielfalt, weil Du Waschmaschinen von 10 verschiedenen "Herstellern" kaufen kannst, die alle baugleiche Produkt nur mit anderem Logo vertreiben? Wieso sind in Deutschland so viele Konzerne miteinander verflochten? Machen die das nur, weil sie sich damit "besser fühlen"?

    Wie erklärst Du Dir die Tatsache, daß die Schere zwischen Arm und Reich auch in Deutschland immer weiter auseinandergeht? Weil die einen immer blöder werden und die anderen immer pfiffiger?


  • Mod

    AndreasD schrieb:

    Wie erklärst Du Dir die Tatsache, daß die Schere zwischen Arm und Reich auch in Deutschland immer weiter auseinandergeht? Weil die einen immer blöder werden und die anderen immer pfiffiger?

    Die Antwort dafür lautet "Exponentialfunktion". Das ist nun wirklich kein erstaunlicher Effekt, in jedem System mit

    a) ungleichen Startbedingungen
    b) Zinsgewinnen

    wird die Schere zwischen Arm und Reich größer.

    Das hat zunächst keine Bedeutung, da es nicht notwendigerweise sagt, daß die Armen absolut gesehen ärmer werden - obwohl der Abstand zwar zunehmen kann, ist es dennoch möglich, daß es den Armen ständig besser geht und immer weniger unter der Armutsschwelle leben.

    Ich sage nicht, daß es so ist, aber wesentlich: aus der "Schere" kann man rein gar nichts folgern.

    Auf so billige Rechentricks von Politikern sollte eigentlich kein Techniker reinfallen.



  • AndreasD schrieb:

    Meinst Du, es existiert Markenvielfalt, weil Du Waschmaschinen von 10 verschiedenen "Herstellern" kaufen kannst, die alle baugleiche Produkt nur mit anderem Logo vertreiben?

    Stimmt, Stiftung Warentest testet dann normalerweise das Aussehen des Logos, den c_w-Wert der Öffnungsluke und die Füllmenge des Kartons, weil sonst sind sie ja eh gleich.

    Wie erklärst Du Dir die Tatsache, daß die Schere zwischen Arm und Reich auch in Deutschland immer weiter auseinandergeht? Weil die einen immer blöder werden und die anderen immer pfiffiger?

    Vielleicht sollte man dazu erst mal klären, inwiefern Begriffe wie Marktwirtschaft oder Kapitalismus in Verbindung zu bringen sind, mit dem heute vorherrschenden Wirtschaftssystem. Wo man hinsieht, sieht man eine Zunahme der "Schutzgesetze gegen den Kapitalismus", und gleichzeitig logischerweise eine Zunahme der Armut. Das ist so unendlich traurig.



  • Und wo ist das Monopol? Füll halt hier gutes deutsches Leitungswasser in Benzinkanister und verkaufe es in diese Länder und schon ist es kein Monopol mehr.

    Ach ja, genau so einfrach ist es.
    Kauf mal eben ein paar Quellen, und füll es in Flaschen.
    Ich empfehl Dir mal Urlaub ausserhalb von Europa, und dann versuch mal trinkbares Wasser zu bekommen, dass nicht von Nestle abgefüllt wird!!!!!!!!!!!¨¨¨¨¨¨¨üüüpünktchen



  • Hallo,

    FDP-Links lese ich nicht, was die als Liberalismus verkaufen ist nur neu aufbereiteter Etatismus.

    Wieso glaubst Du, daß es in Deutschland wohl eines Bundeskartellamtes bedarf, wenn der Markt automatisch dafür sorgt, daß er ausgewogen bleibt?

    Wer redet denn davon, dass es in Deutschland einen freien Markt gibt. Den gibt es ja nicht mal in der Theorie (nennt sich dann "soziale" Marktwirtschaft). Das Bundeskartellamt ist vor allem dazu da, die großen Anbieter vor den kleinen zu schützen (also macht genau das Gegenteil von dem, was es tun soll). Und natürlich zur Durchsetzung von anderen sinnlosen Eingriffen der Politik wie etwa Öko-Aktionismus (Bsp.: Festsetzung der Solarstrompreise).

    Hier hat der "freie Markt" dazu geführt, daß die, die Geld haben, immer mehr bekommen haben, weil sie u.a. ihr Geld anderen gegeben haben, damit die noch mehr Geld daraus machen.

    Und das ist ihr gutes Recht. Hast du zuviel Marx gelesen? Oder glaubst du, jemand würde Kapital zur Verfügung stellen, wenn er nicht mit mehr Kapital in der Zukunft dafür entlohnt werden würde (Zinsen). Ohne die Heuschrecken (Finanzinvestoren) hätte der typische Sozialist sicherlich kein Feindbild mehr, nur, diese Investoren sorgen für liquide Märkte und eine gute Ressourcenallokation, die besser kein zentrales staatliches Kontrollorgan bewältigen könnte.

    Meinst Du, es existiert Markenvielfalt, weil Du Waschmaschinen von 10 verschiedenen "Herstellern" kaufen kannst, die alle baugleiche Produkt nur mit anderem Logo vertreiben?

    Ehrlich gesagt ist das eine typische Übertreibung, es gibt durchaus verschiedene Modelle. Und wenn nicht, was wäre daran schlimm? Gäbe es Markt für ein besseres Modell würde sich das ja wohl durchsetzen, oder zweifelst du auch daran?

    Wie erklärst Du Dir die Tatsache, daß die Schere zwischen Arm und Reich auch in Deutschland immer weiter auseinandergeht? Weil die einen immer blöder werden und die anderen immer pfiffiger?

    Nein, sondern weil es einige Leute gibt, die wirklich was schaffen und andere, die unterm Strich Vorteile vom Staat haben (dazu gehören auch viele Arbeitnehmer). Ich will ja nicht sagen, dass es keine Ausnahmen gibt, also Leute, die unverdient viel Geld haben und solche, die trotz Anstrengungen nichts schaffen, dennoch ist die sozialistische Folgerung daraus, allen gleiche Chancen oder noch besser, gleich das gleiche zu geben, falsch; genauso, wie jede Anwendung von Zwang.

    Ganz abgesehen davon, hast du eine Alternative zum Kapitalismus? Sozialismus funktioniert nicht (abgesehen davon, dass er ethisch sehr fragwürdig ist), das hat die Geschichte gezeigt und auch das Fundament der sozialdemokratischen Staaten bröckelt langsam.

    Ich würde noch mehr schreiben, aber ich hab dir ja schon einen Link gegeben und muss jetzt hier noch weiterarbeiten.

    ChrisM



  • Daniel E. schrieb:

    Wo man hinsieht, sieht man eine Zunahme der "Schutzgesetze gegen den Kapitalismus", und gleichzeitig logischerweise eine Zunahme der Armut.

    Wo lebst Du?? Regulierende Gesetzte werden gebodigt, gewinnbringende Zweige privatisiert, Kosten sozialisiert!



  • 1310-Logik schrieb:

    Und wo ist das Monopol? Füll halt hier gutes deutsches Leitungswasser in Benzinkanister und verkaufe es in diese Länder und schon ist es kein Monopol mehr.

    Ach ja, genau so einfrach ist es.
    Kauf mal eben ein paar Quellen, und füll es in Flaschen.
    Ich empfehl Dir mal Urlaub ausserhalb von Europa, und dann versuch mal trinkbares Wasser zu bekommen, dass nicht von Nestle abgefüllt wird!!!!!!!!!!!¨¨¨¨¨¨¨üüüpünktchen

    Ja, wo ist eigentlich dein Problem? Entweder sie machen ihre Arbeit schlecht, sind also teuer:
    Dann kann ich (oder ein anderer Unternehmer) hergehen und mein Leitungswasser in hektargroße Tanks füllen und es "außerhalb Europa" zu 'Nestle-Preis weniger einen Cent' verkaufen. Dann mache ich auch satte Profite und die Leute bekommen billigeres Leitungswasser als jetzt. Dieses Spielchen geht genau so lange, bis das Abfüllen hier etwa genau so teuer ist, wie der Verkauf dort (Gleichgewichtspreis).

    Oder Nestle macht seine Arbeit verdammt gut, also so billig, daß sich ein Einstieg in das Wassergeschäft nicht lohnt, produzieren also fast am Gleichgewichtspreis. Dann ist doch alles perfekt. Was willst Du überhaupt? Soll Nestle den Leuten das Wasser schenken (und dafür ein paar Mitarbeiter -- hey, das könntest ja Du sein -- rausschmeissen?)? Oder sicherheitshalber überhaupt kein Wasser verkaufen, weil Wasser ja lebenswichtig ist und man solche Güter auf keinen Fall dem Markt überlassen kann und es unmoralisch ist, Geld damit zu verdienen, daß die Leute sterben, wenn sie's nicht bekommen? Der Einwand ist offenbar auch lächerlich, weil jeder Bäcker profitiert davon, daß man ohne Essen verhungert und trotzdem kostet die Semmel nicht 1000 EUR sondern 20 Cent, woran man sieht, daß das System wunderbar funktioniert.



  • Das Problem ist, dass man in diesen Ländern das Leitungswasser nicht trinken kann. SOmit hinkt Deine Argumentation schonmal gewaltig.
    Das runterschippern von hektolitergrossen Tanks Wasser wird sich niemals lohnen. Das Geheimniss sind die Quellen, und das hat Nestle erkannt, und mal eben mehr als den Löwenanteil in Besitz gebracht, wie auch immer.
    Profitieren tut nicht der Wasserträger, sondern der CEO und Chairman in Personalunion, sowie die geheiligten Anleger!!
    Unmoralisch ist das auf jedenfall, egal wie lächerlich Du das findest.
    Trinkwasser ist etwas, was in Staatshände gehört, oder zumindest staatlcih kontrolliert werden sollte.
    Dein Vergleich mit der Semmel funktioniert auch nur, weil es genug Bäcker gibt!



  • Daniel E. schrieb:

    Das heisst, es gibt sehr wohl und um so mehr Monopole, weil es keine Regulierung mehr gibt. Siehe Nestle und ihre internationale Terinkwasser-Strategie (und ich rede nun von Ländern wo Trinkwasser nur aus Flaschen kommt!)

    Und wo ist das Monopol? Füll halt hier gutes deutsches Leitungswasser in Benzinkanister und verkaufe es in diese Länder und schon ist es kein Monopol mehr.

    Dann kannst Du möglicherweise ein reicher Mann werden, wenn Du in den Handel einsteigst. Wieso tust Du es nicht?
    Ist es nicht komisch, daß in Deutschland selbst PC-Hightech kaum noch hergestellt wird? Nenne mir bitte Textilherstellende Betriebe in Deutschland. Schuhhersteller usw.
    Selbst unsere hochgelobte Autoindustrie lebt nur noch in Deutschland, weil immer mehr aus dem billigen Ausland zugeliefert wird.

    Ich verstehe nicht, wieso das Fehlen jeglicher Gesetze, wie es die sogenannten Liberalen immer propagieren, zu mehr Gerechtigkeit und Wohlstand führen soll. Gemäß dieses Ansatzes könnte ich auch das Geld wieder abschaffen und den Tauschhandel einführen. Aber selbst zu jener Zeit gab es bereits Leute, die Macht inne hatten und viele, die nicht so gut dran waren. Komisch. Der freie Markt (die möglichen Regierenden) bietet doch jede Menge Kandidaten an, die das auch machen könnten. Dennoch sammeln sich an der Spitze wenige, die alles kontrollieren. Angebot und Nachfrage versagen. Weil diese nur im Markt funktionieren, wenn auf Angebot & Nachfragerseite viele Beteiligte sind. Jede Hersteller eines Gutes will die Welt aber mit seinen Produkten beglücken und sein Wachstum und damit seinen Ertrag steigern. 1% mehr Gehalt für die Arbeiter, 15% mehr für den Chef. Das nennt man Gewinnstreben. Das führt aber dazu, daß der Markt beeinflußt und immer mehr monopolisiert wird; durch Konzentrationen (Fussion/Aufkäufe).

    Wieso hat die Nachkriegs-BRD damals ein Bundeskartellamt eingeführt, weltweit gibt es aber nicht vergleichbares? Haben das unsere politischen Chefs schlichtweg vergessen oder wollte man es gar nicht? Könnte das mit Lobbiearbeit zu tun haben oder mit dem einen oder anderen Aufsichtsratsposten, den der eine oder andere Berater/Politiker so ganz zufällig inne hat (hatte)?

    Trotzdem laufen die milliardenschweren Fonds über die ganze Welt und bleiben dort stehen, wo es Rendite gibt. Ist das kein Markt: der Kapitalmarkt? Gibt es Regelungen, die Geldflüsse kontrollieren? Die gab es mal. Aber das ist Vergangenheit. Also: freier Kapitalmarkt = weltweiter Kapitalismus.

    Ich sage nicht, daß Deutschland am Ende ist. Noch sind wir gut. Aber wir sind längst nicht mehr so gut, wie wir es einmal waren. Wieso hilft uns die Globalisierung dabei, wieder besser zu werden? Auf die Antwort dazu bin ich gespannt.
    Das Thema Exportweltmeister kannste gleich stecken lassen. Das beweist nämlich folgendes: aufgrund unserer schwachen Gehaltsentwicklungen seit den 90ern + Technisierung + Zulieferung aus dem Ausland können wir noch Produkte verkaufen. Wenn das nicht wäre, hätten wir hier noch ganz andere Verhältnisse!
    Dumm daran ist aber, daß immer weniger in Deutschland sich etwas leisten können (Bürger, Unternehmen und damit auch "Papa Staat"), weil das Geld für Investitionen lieber nach Indien und China geht, da dort sagenhafte Wachstumsraten möglich sind. So geht auch so manches in deutschland in diversen Fonds ersparte Geld um die Welt herum. Man will ja mitverdienen am großen Profit. Das aber des einen Profit immer des anderen Verlust ist, scheint man nicht so direkt zu erkennen.

    Auf jeden Fall enstehen dort auch ein paar chinesische Milliardäre und ein gewisser Wohlstand in den Städten. Dumm dort ist nur, daß sich auf dem Land dort nix zeigt und die Leute in ärmlichen Verhältnissen leben mit sogar pseudo-feudalen Strukturen.
    Auch dort hat die Milliardäre niemand gezwungen, soviel Geld einzusammeln. Trotzdem tun sie's, weil man's ihnen gibt. Für gute Leistungen qausi... Man ist ja unter sich... gell? 😕

    Aber das hat mit Kapitalismus und Globalisierung alles nichts zu tun. Ich irre mich da gewaltig. Weil wir nur die Steuern noch weiter runter senken müssen, damit auch die armen Einkommensmillionäre und das sonstige wohlhabende Völkchen wieder vernünftig und standesgemäß in Deutschland residieren können und sich nicht so mit den Folgen der deutschen Politik finanziell auseinander setzen müssen.
    Die Wiedervereinigung wollte schließlich das Volk. Aldi, Ackermann und Co hat niemand gefragt. Also soll das Volk das allein ausbügeln. Und wenn die Politik das nicht mitmacht, wird eben noch schneller in den ehemaligen Ostblock verlagert. Das Kapital hat auch noch nie eine soziale Ader gezeigt. Das ist aber gut so. Deswegen ist Kapitalismus auch was feines und bringt nur Friede und Wohlstand für.......... ihre Besitzer.... 🙄



  • @AndreasD 👍
    genau auf den punkt gebracht.



  • Hallo,

    hier lernt man ja richtig neue Dinge, nur eine Frage, wenn Nestle deiner Meinung nach ethisch handeln sollte, was sollten sie dann tun? Offensichtlich haben sie ja nur zwei Alternativen:
    - Kein Trinkwasser mehr verkaufen
    - So viele Mitarbeiter wie möglich entlassen und die restlichen über Spenden finanzieren

    Welche Möglichkeit würdest du jetzt genau vorschlagen?

    Wieso hat die Nachkriegs-BRD damals ein Bundeskartellamt eingeführt, weltweit gibt es aber nicht vergleichbares?

    Die Tatsache, dass die Politiker etwas einführen, ist eher Garant dafür, dass es ein schlechtes Konzept ist. Oder findest du den Generationenvertrag auch gut? Ein Staat basiert immer auf Zwang. Die wenigsten Politiker tuen etwas primär, um ihrem Land zu helfen, sondern das meiste ist nur Populismus und taktisches Kalkulieren bis zur nächsten Wahl (wenn überhaupt). Weiter denkt da keiner, warum sollte er auch.

    China ist ein Fall für sich, aufgrund der politischen Situation. Wenn du aber unbedingt ein Beispiel aus Asien haben willst, schau dir mal Taiwan an: Eine sehr liberale Politik, was den Markt angeht (in anderen Lebensbereichen weniger) und so wenig Regulation wie möglich, und das Geschäft boomt. So ein Zufall aber auch. 😉

    Nochmal zum Markt. Wie wär's, wenn du mal ein konkretes Beispiel für Marktversagen nennst, statt immer nur das gleiche sozialistische Lamento zu singen?

    ChrisM


  • Mod

    1310-Logik schrieb:

    Und wo ist das Monopol? Füll halt hier gutes deutsches Leitungswasser in Benzinkanister und verkaufe es in diese Länder und schon ist es kein Monopol mehr.

    Ach ja, genau so einfrach ist es.
    Kauf mal eben ein paar Quellen, und füll es in Flaschen.
    Ich empfehl Dir mal Urlaub ausserhalb von Europa, und dann versuch mal trinkbares Wasser zu bekommen, dass nicht von Nestle abgefüllt wird!!!!!!!!!!!¨¨¨¨¨¨¨üüüpünktchen

    Kein Problem. Es stimmt zwar, daß Nestle erschreckend stark auf diesem Sektor vertreten ist, aber es gibt überall ausreichende Alternativanbieter, noch dazu ist das Nestle-Wasser eher im oberen Preisbereich angesiedelt.

    Wo ist da eigentlich das Problem? Coca-Cola gibt's doch auch weltweit?



  • ChrisM schrieb:

    Hallo,

    hier lernt man ja richtig neue Dinge, nur eine Frage, wenn Nestle deiner Meinung nach ethisch handeln sollte, was sollten sie dann tun? Offensichtlich haben sie ja nur zwei Alternativen:
    - Kein Trinkwasser mehr verkaufen
    - So viele Mitarbeiter wie möglich entlassen und die restlichen über Spenden finanzieren

    Welche Möglichkeit würdest du jetzt genau vorschlagen?

    He, Nestle ist kein armer Schlucker.
    Vielleicht sollte man sich mal die Zahlen von 2005 reinziehn

    Net profit increases 20.7% to record CHF 8.0 billion;

    Quelle:http://www.ir.nestle.com/News_Events/Press_Releases/Latest_Press_Releases/Latest+Press+Releases.htm

    Damit wär das Verschenken des Wassers längstens gedeckt.

    Weitere unmoralische Aktivitäten von Nestle:

    Propagieren von Muttermilchersatz in Entwicklungsländern, Folge: Unterernährte Kinder
    Ausbeutung von Bauern rund um die Welt
    Unterdrückung jeglicher Arbeiterbewegung in ihren Betrieben (man kann ja gehn, wenns einem nicht passt..)

    edit: zum letzten Punkt ein interessanter Artikelhttp://www.woz.ch/dossier/nestle/13179.html


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