Selbstmord von Mr. WM - Thread versehentlich geschlossen
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Hallo
F98 schrieb:
WEas ich damit sagen will: Nur weil jemand psychisch krank/querschnittsgelähmt/sonstwas ist, bedeutet das also automatisch, er hat einen Freibrief sich der Situation/Verantwortung womöglich durch Selbsstötung zu entziehen?
Ich würde diese Frage ganz klar mit Nein beantworten. Natürlich kann ein Leben auch mit einer Krankheit, Behinderung usw. noch absolut lebenswert sein, aber jemand Egoismus zu unterstellen, weil er sich umbringt und ihn dazu noch zu beschimpfen kann ja wohl auch nicht gerade als der Steinder Weisen bezeichnet werden. Man sollte schauen, was Menschen in den Suizid treibt und eventuell an diesen Ursachen arbeiten, um zukünftig Gefahrenpotentiale zu vermeiden, aber bitte nicht diese Menschen nach dem Tod beschimpfen.
chrische
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chrische5 schrieb:
...aber bitte nicht diese Menschen nach dem Tod beschimpfen.
das interessiert ihn dann auch nicht mehr...
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net schrieb:
chrische5 schrieb:
...aber bitte nicht diese Menschen nach dem Tod beschimpfen.
das interessiert ihn dann auch nicht mehr...
Das ist respektlos.

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1310-Logik schrieb:
net schrieb:
chrische5 schrieb:
...aber bitte nicht diese Menschen nach dem Tod beschimpfen.
das interessiert ihn dann auch nicht mehr...
Das ist respektlos.

naja, vielleicht bin ich der meinung dass selbstmörder keinen respekt verdienen?
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F98 schrieb:
Vor sich selbst davonzulaufen ist also Eurer Meinung nach legitim/besser, anstatt sich aktiv mit seinen Problemem auseinanderzusetzen, die Situation zu akzeptieren wie sie ist, an sich zu arbeiten?
Wer hat das gesagt?
F98 schrieb:
Da hätten sich ja alle nach dem WK II sofort erschießen müssen. Jeder Krebskranke sollte sich sofort die Pulsadern aufritzen. Jeder der Liebeskummer hat von der Brücke stürzen.
Wieso sollten sie das tun? Solange Sie die Freude am Leben nach wie vor haben, werden sie das auch nicht wollen. Allerdings kann ichs z.B: keinem Krebskranken verdenken, der sich die Pulsadern aufschlitzt, weil er a) die Schmerzen nicht mehr erträgt, b) so mit dem Gedanken an den feststehenden tod belastet ist, das ihm das Leben schrecklicher vorkommt als der Tod.
F98 schrieb:
WEas ich damit sagen will: Nur weil jemand psychisch krank/querschnittsgelähmt/sonstwas ist, bedeutet das also automatisch, er hat einen Freibrief sich der Situation/Verantwortung womöglich durch Selbsstötung zu entziehen?
Nur weil dein Horizont zu eingeschränkt ist, als das du dir vorstellen könntest, dass es Leute gibt, die keinen Grund im eigenen Leben sehen, hast du einen Freibrief diese LEute zur Folter zu verdammen, indem du sie zwingst das von ihnen als schrecklich empfundene LEben weiter zu leben?
Ausserdem: Was bringt dich zu der irrigen Annahme, dass für jemanden der sich zur Selbsttötung entschlossen hat automatisch nach wie vor unser Wertesystem akzeptiert und lebt? Da kannst du ja auch gleich noch davon ausgehen, dass unser westliches, christlich geprägtes Wertesystem mit dem arabischen, muslimisch geprägten Wertesystem übereinstimmt, und du machst dich zu 100% der Ignoranz schuldig.
F98 schrieb:
Bin ich im falschen Film oder was?
Nö, du hast nur ein Interpretationsproblem.
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tja, vielleicht...
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net schrieb:
1310-Logik schrieb:
net schrieb:
chrische5 schrieb:
...aber bitte nicht diese Menschen nach dem Tod beschimpfen.
das interessiert ihn dann auch nicht mehr...
Das ist respektlos.

naja, vielleicht bin ich der meinung dass selbstmörder keinen respekt verdienen?
Vielleicht bringt mich diese Aussage eignetlich zur Meinung, dass du Ebenfalls keinen Respekt verdienst. Zumindest solange nicht, wie du dargelegt hast, worauf deine Meinung fusst...
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@chrische5
... aber jemand Egoismus zu unterstellen, weil er sich umbringt und ihn dazu noch zu beschimpfen kann ja wohl auch nicht gerade als der Steinder Weisen bezeichnet werden.
Wo habe ich diesen Menschen beschimpft? WebFritzi hat ihn indirekt beschimpft (ich erinnere: "Wichser").
Ich bleibe dabei: Selbsttötung ist Egoismus pur. Der Mensch, der sowas tut, sieht nur seinen eigenen unerträglichen Lebenszustand, den er als ausweglos betrachtet, nicht aber das Umfeld, das er durch die Selbsstötung nachhaltig in eine schwere Krise stürzt.
Im Beispiel hier wird das Kind irgendwie einen psychischen Knacks behalten, sich vielleich in Zukunft an Problemlösungen festbeißen und daran zugrunde gehen (um es einfach besser zu machen als der Vater) oder aber auch vor möglichen Problemen davonrennen.Wer weis das schon so genau?
Die Leute, die hier die Selbstötung als sauberste Lösung für alle ansehen, weil derjenige aus "freier Entscheidung" mit sich selbst kurzen Prozeß gemacht hat, die sollten nochmal alle ganz scharf nachdenken.
Nochwas:
Zitat Egoismus (Wikipedia):
Egoismus (frz. égoïsme, zu lat. ego = ich) bedeutet "Eigennützigkeit". Das Duden Fremdwörterbuch beschreibt Egoismus als "Ich-Bezogenheit", "Ich-Sucht", "Selbstsucht", "Eigenliebe". Egoismen (Plural) sind demnach selbstsüchtige Handlungsweisen.
Ein Selbsmörder handelt defininitiv eigennützig, insofern er die Unerträglichkeit seiner Situation definitiv unumkehrbar beendet, ohne jemals mögliche Auswege aus der Krise beschritten zu haben. Er hat sich selbst aufgegeben, im Kampf des Lebens versagt. Das ist für mich zutiefst verachtenswert und unmoralisch.
Egal ob es ein mögliches (spekulatives, nicht nachweisbares) Leben nach dem Tod gäbe, das macht die Entscheidung nicht besser, ändert nichts an der feigen Flucht vor sich selbst.
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F98 schrieb:
Egal ob es ein mögliches (spekulatives, nicht nachweisbares) Leben nach dem Tod gäbe, das macht die Entscheidung nicht besser, ändert nichts an der feigen Flucht vor sich selbst.
Wie kommst Du eigentlich auf den Quatsch? Wenn ich ein PC-Spiel spiele und es mir nicht gefällt, dann mach ichs auch aus, bevor ich's durchgespielt habe. Bin ich für dich dann auch ein feiger Versager, der seine Freunde egoistischerweise um potenziellen Multiplayergenuss gebracht hat?
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F98 schrieb:
Ich bleibe dabei: Selbsttötung ist Egoismus pur.Der Mensch, der sowas tut, sieht nur seinen eigenen unerträglichen Lebenszustand, den er als ausweglos betrachtet, nicht aber das Umfeld, das er durch die Selbsstötung nachhaltig in eine schwere Krise stürzt.
...Wäre die Kriese weniger nachhaltig, mit einem Depressiven Menschen im Selben Umfeld?
F98 schrieb:
Im Beispiel hier wird das Kind irgendwie einen psychischen Knacks behalten, sich vielleich in Zukunft an Problemlösungen festbeißen und daran zugrunde gehen (um es einfach besser zu machen als der Vater) oder aber auch vor möglichen Problemen davonrennen.
Auch ein Aufwärmen von Fritzis Argumentationskette macht sie nicht besser. Oder bist du der Meinung, dass ein depressiver Mensch einen besseren Einfluss auf das Kind hätte?
Wer weis das schon so genau?
Ein sehr wichtiger Punkt.
Ein Selbsmörder handelt defininitiv eigennützig, insofern er die Unerträglichkeit seiner Situation definitiv unumkehrbar beendet, ohne jemals mögliche Auswege aus der Krise beschritten zu haben.
... Findest du leute die dafür sorgen, dass es ihnen gut geht, bevor sie anderen Handreichen wollen ebenfalls verabscheuungswürdig?
Er hat sich selbst aufgegeben, im Kampf des Lebens versagt. Das ist für mich zutiefst verachtenswert und unmoralisch.
Man kann nicht immer nur gewinnen. Jedoch wäre ich an deiner Stelle mit Verachtung vorsichtig. Man hat nicht alles in der eigenen Hand... Auch seh ich das unmoralische daran nicht. Es entspricht vielleicht nicht DEINER Vorstellung von Moral...
Egal ob es ein mögliches (spekulatives, nicht nachweisbares) Leben nach dem Tod gäbe,
In der Tat Irelevant.
das macht die Entscheidung nicht besser, ändert nichts an der feigen Flucht vor sich selbst.
Was tust du, wenn du nicht mehr weiter weisst, dir aber keiner weiter helfen kann, dich das Gefühl von Ohnmacht befällt und du schlicht keinen Parameter siehst, an dem du drehen könntest, damit sich nochmal etwas bewegt?
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F98 schrieb:
... aber jemand Egoismus zu unterstellen, weil er sich umbringt und ihn dazu noch zu beschimpfen kann ja wohl auch nicht gerade als der Steinder Weisen bezeichnet werden.
[...]Ich bleibe dabei: Selbsttötung ist Egoismus pur.
Genau so, wie die Entscheidung der meisten Menschen, sich jetzt *nicht* umzubringen, Egoismus pur ist.
Da denkt man nicht lange nach, wenn man morgens aufsteht und *nicht* aus dem Fenster springt, was der Nachbar, der Arbeitskollege, der Kumpel oder der Erzfeind davon hält, man machts einfach nicht. So eine egoistische Entscheidung aber auch, sich nicht umzubringen, echt ey. Lauter selbstsüchtige Egoisten hier. Schlimme Sache.
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junix schrieb:
net schrieb:
1310-Logik schrieb:
net schrieb:
chrische5 schrieb:
...aber bitte nicht diese Menschen nach dem Tod beschimpfen.
das interessiert ihn dann auch nicht mehr...
Das ist respektlos.

naja, vielleicht bin ich der meinung dass selbstmörder keinen respekt verdienen?
Vielleicht bringt mich diese Aussage eignetlich zur Meinung, dass du Ebenfalls keinen Respekt verdienst. Zumindest solange nicht, wie du dargelegt hast, worauf deine Meinung fusst...
okay, du kannst mich dissen. ich rauche und fahre motorrad. das hat zwar nicht unsausweichlich den tod zur konsequenz, ist aber einem langen leben auch nicht gerade zuträglich...
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net schrieb:
okay, du kannst mich dissen.
Ich dachte eigentlich immer, ich sei nicht soooo alt, dennoch stell ich vermehrt fest, das mir gewisse Wörter schlicht fehlen in meinem Wortschatz... Also was bitte ist "dissen"?
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guckst du: http://de.wikipedia.org/wiki/Dissen_(Slang)
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thx
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F98 schrieb:
Selbsttötung ist Egoismus pur. Der Mensch, der sowas tut, sieht nur seinen eigenen unerträglichen Lebenszustand, den er als ausweglos betrachtet, nicht aber das Umfeld, das er durch die Selbsstötung nachhaltig in eine schwere Krise stürzt.
Im Beispiel hier wird das Kind irgendwie einen psychischen Knacks behalten, sich vielleich in Zukunft an Problemlösungen festbeißen und daran zugrunde gehen (um es einfach besser zu machen als der Vater) oder aber auch vor möglichen Problemen davonrennen.
[...]
Die Leute, die hier die Selbstötung als sauberste Lösung für alle ansehen, weil derjenige aus "freier Entscheidung" mit sich selbst kurzen Prozeß gemacht hat, die sollten nochmal alle ganz scharf nachdenken.hier redet doch niemand davon, daß es eine saubere lösung ist. vielleicht hast du es ja bisher überlesen, daher nochmal: diese menschen sind größtenteils krank oder sind aus anderen gründen nicht in der lage, rational abzuwägen. wie willst du ihnen da helfen, wenn du sie beschimpfst? ach so, du willst ihnen nicht helfen, weil sie böse egoisten sind. es ist eben keine "freie entscheidung", und alle, die dir widersprechen, haben das erkannt, du aber nicht.
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Ob ich mir das Leben nehme oder nicht ist meine Entscheidung. Meine allein in der stillen Kammer. Und selbst wenn 1000 Leute um mich rumstehen und sagen "Tu's nicht!", es bleibt meine eigene Entscheidung.
Und nochmal zum mitmeißeln: Ich habe niemanden beleidigt.
Du bist nicht befähigt Banales (Unlust, Ende eines Computerspiels) von ernsten Problemen eines Menschen (Selbstmord) zu trennen und machst mich an?
@Daniel E.
Was quatsch'n Du für'n Blech? Isses heiß im Büro?
...Wäre die Kriese weniger nachhaltig, mit einem Depressiven Menschen im Selben Umfeld?
Schwer zu sagen. Zumindest könnte versucht werden, diesem Menschen und seinem unmittelbaren Umfeld zu helfen. Ansonsten könnte man sich ja immer auf einfache Weise solcher Personen entledigen, unter dem Vorwand damit die Gemeinschaft zu entlasten. Das hatten wir schonmal.
Auch ein Aufwärmen von Fritzis Argumentationskette macht sie nicht besser. Oder bist du der Meinung, dass ein depressiver Mensch einen besseren Einfluss auf das Kind hätte?
Ein depressiver Mensch hätte sicherlich nicht unbedingt pos. Einfluß. Mir geht es vielmehr im Kern darum, dass der Mensch an sich selbst jeden Tag feilen MUß, Probleme lösen, lernen Auswege zu finden und nicht vor sich selbst verzweifelt und sich aufgibt. Dazu hatt er ja diesen hohen Intellekt bekommen, über sich selbst hinauszuwachsen.
Findest du leute die dafür sorgen, dass es ihnen gut geht, bevor sie anderen Handreichen wollen ebenfalls verabscheuungswürdig?
Nein, insofern dieses zum Nutzen der anderen geschieht also ohne die Anderen dabei zu übervorteilen.
Man kann nicht immer nur gewinnen. Jedoch wäre ich an deiner Stelle mit Verachtung vorsichtig. Man hat nicht alles in der eigenen Hand... Auch seh ich das unmoralische daran nicht. Es entspricht vielleicht nicht DEINER Vorstellung von Moral...
Ja, es entspricht nicht meiner Vorstellung von Moral. Auch wenn man nicht immer seinen Weg selbst bestimmen kann, so muß es doch weitergehen (Prinzip Hoffnung).
Was tust du, wenn du nicht mehr weiter weisst, dir aber keiner weiter helfen kann, dich das Gefühl von Ohnmacht befällt und du schlicht keinen Parameter siehst, an dem du drehen könntest, damit sich nochmal etwas bewegt?
Gegenfrage: Gibt es in Wirklichkeit solche Lebenssituationen? Das klingt genauso wie die Neger in der Wüste, die seit mehreren 100 Jahren anstatt auf die Idee zu kommen einen Brunnen zu bauen um Hilfe von Außen flehen ...
Nur weil dein Horizont zu eingeschränkt ist, als das du dir vorstellen könntest, dass es Leute gibt, die keinen Grund im eigenen Leben sehen, hast du einen Freibrief diese LEute zur Folter zu verdammen, indem du sie zwingst das von ihnen als schrecklich empfundene LEben weiter zu leben?
Sie foltern sich doch eigentlich selbst und erkennen nicht, dass sie selbst das Problem sind. Außerdem verdamme ich nicht, ich habe, zum Glück, keine solchen Fähigkeiten dies zu tun, sondern ich sehe es mit Grausen, dass wiedermal einer nicht zur kritischen Selbstreflexion mit anschließender Problemlösung fähig war. Derjenige hat deswegen über lange Zeit einen Problemberg angehäuft vor dem er verzweifelt ist, den er nicht mehr überblicken konnte. Ich kenne eine Menge solcher Leute, es ist erschreckend.
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F98 schrieb:
Ob ich mir das Leben nehme oder nicht ist meine Entscheidung. Meine allein in der stillen Kammer. Und selbst wenn 1000 Leute um mich rumstehen und sagen "Tu's nicht!", es bleibt meine eigene Entscheidung.
es stehen keine 1000 leute um einen herum, trotzdem ist man nicht allein- man ist getrieben und am boden. da ist nix mit "freie entscheidung", von der du mal geredet hast.
F98 schrieb:
Und nochmal zum mitmeißeln: Ich habe niemanden beleidigt.
hätte sich fast so angehört, du verfluchter egoist

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F98 schrieb:
@Daniel E.
Was quatsch'n Du für'n Blech? Isses heiß im Büro?
Nein, Du hast bloß nicht verstanden, daß alle Handlungen aus ****purem**** ****Egoismus**** (böseböse!!!!) begangen werden. Wenn man vor zwei Handlungsalternativen steht, so nimmt man immer die, nach der es einem subjektiv besser geht. Ohne Ausnahme. Du stellst das für Selbstmord explizit fest und findest das dann furchtbar verwerflich.
Ich wollte dich auf diese sehr eigenwillige Argumentation aufmerksam machen, aber wir müssen gar nicht weiterreden, ich hab eh keine Lust auf Diskussionen mit Leuten, die meinen, sie hätten eine Bestimmungsgewalt über anderer Leute Leben. Das ist mir zu bizarr.
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F98 schrieb:
@Daniel E.
Was quatsch'n Du für'n Blech? Isses heiß im Büro?
Wieso? Er verwendet doch deine Argumentation?
F98 schrieb:
...Wäre die Kriese weniger nachhaltig, mit einem Depressiven Menschen im Selben Umfeld?
Schwer zu sagen. Zumindest könnte versucht werden, diesem Menschen und seinem unmittelbaren Umfeld zu helfen.
Um helfen zu können, muss das Opfer erst einmal Hilfe annehmen / zulassen. Das fängt damit an, zu erkennen, dass es ein Problem gibt, und dieses Problem zu kommunizieren. Das tun aber Selbstmörder selten. Und selbst wenn sies tun, kann man nicht jedem Menschen helfen... Ich hoffe du siehst das realistisch genung, um mir zustimmen zu können.
F98 schrieb:
Auch ein Aufwärmen von Fritzis Argumentationskette macht sie nicht besser. Oder bist du der Meinung, dass ein depressiver Mensch einen besseren Einfluss auf das Kind hätte?
Ein depressiver Mensch hätte sicherlich nicht unbedingt pos. Einfluß.
F98 schrieb:
Mir geht es vielmehr im Kern darum, dass der Mensch an sich selbst jeden Tag feilen MUß, Probleme lösen, lernen Auswege zu finden
und was ist, wenn jeder Versuch fehlgeschlagen ist, und man nicht mehr weiss, woran man noch feilen könnte?
F98 schrieb:
Findest du leute die dafür sorgen, dass es ihnen gut geht, bevor sie anderen Handreichen wollen ebenfalls verabscheuungswürdig?
Nein, insofern dieses zum Nutzen der anderen geschieht also ohne die Anderen dabei zu übervorteilen.
Wer übervorteilt denn jemanden mit dem Freitod? Sorry, das Argument versteh ich nicht. Ausserdem teile ich deine Ansicht nicht, das jede Tat dem Gemeinwohl dienen muss. Ich bin nicht bereit, jemand anders zu helfen, wenn ich nicht selber mit mir im reinen bin. Dann verwende ich meine Energie für mich. Ein gesunder Egoismus ist wichtig.
Man kann nicht immer nur gewinnen. Jedoch wäre ich an deiner Stelle mit Verachtung vorsichtig. Man hat nicht alles in der eigenen Hand... Auch seh ich das unmoralische daran nicht. Es entspricht vielleicht nicht DEINER Vorstellung von Moral...
Ja, es entspricht nicht meiner Vorstellung von Moral. Auch wenn man nicht immer seinen Weg selbst bestimmen kann, so muß es doch weitergehen (Prinzip Hoffnung).
Und wenn der Weg in eine Sackgasse führt, und hinter einem der Zugang abgeschnitten ist?
Das Prinzip Hoffnung? Das ich nicht lache. Ich sage immer "Die Hoffnung stribt zuletzt! - Und das bringt uns alle nochmal um." Denk mal darüber nach. Aber bitte erst in 5 min. Und länger als 20s.
Gegenfrage: Gibt es in Wirklichkeit solche Lebenssituationen?
Ja.
Das klingt genauso wie die Neger in der Wüste, die seit mehreren 100 Jahren anstatt auf die Idee zu kommen einen Brunnen zu bauen um Hilfe von Außen flehen ...
Mal abgesehen davon das mittlerweile "Neger" aus mir unverständlichen Gründen als verpönt gilt.... Was tut der Schwarze denn, wenn er zwar gräbt und gräbt, aber nicht auf Wasser stösst? Weitergraben? Wäre in dem Fall ja wohl auch suizid...
Nur weil dein Horizont zu eingeschränkt ist, als das du dir vorstellen könntest, dass es Leute gibt, die keinen Grund im eigenen Leben sehen, hast du einen Freibrief diese LEute zur Folter zu verdammen, indem du sie zwingst das von ihnen als schrecklich empfundene LEben weiter zu leben?
Sie foltern sich doch eigentlich selbst und erkennen nicht, dass sie selbst das Problem sind.
Womit? Mit ihrem eigenen Leben, dessen sie dauernd erfolglos zu verändern sie überdrüssig sind. Ja, in der Tat, das ist eine Folter für derlei Menschen. Aber hey! Der Folterknecht bist du, der diesen Menschen zwingen will, seine Folter weiter ertragen zu müssen.
Derjenige hat deswegen über lange Zeit einen Problemberg angehäuft vor dem er verzweifelt ist, den er nicht mehr überblicken konnte. Ich kenne eine Menge solcher Leute, es ist erschreckend.
Man häuft sich derlei Berge nicht immer selber an. Und es gibt Situationen im Leben, die es einem verunmöglichen Reflexion zu betreiben.... Aber ich muss sagen, auf Grund deiner Argumentationsweise, erwarte ich nicht, dass du das verstehst.