"Es ist etwas faul im Staate Deutschland"
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Xqgene schrieb:
Aber zurück zu dem Artikel, der absolute Knaller daraus ist das hier:
Müntefering bezeichnete es als “unfair”, dass die Koalitionsparteien an ihren Versprechen im Wahlkampf gemessen würden.
Ja, ja, den Zusatz, dass man sie am Koalitionsvertrag messen müsse, kann man natürlich unter den Tisch fallen lassen. Sonst könnte ja noch jemand auf die Idee kommen, dass die Mehrheit der Deutschen weder CDU noch SPD sondern CDU und SPD und somit die Koalition gewählt hat. "BILD"-"Journalismus" lässt grüßen.
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chrische5 schrieb:
Hallo
Dir Frage lautet doch: Was passiert, wenn sich niemand beteiligt?
Dann hat die Ausbeutung ein Ende, zumindes vorläufig.
ChrisM
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Walli schrieb:
Nein, die Frage ist: Was kann man denn selber überhaupt machen?
Mein Vorschlag wäre ja: Weltverbesserungspläne vergessen stattdessen versuchen, sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen und seine unmittelbare Umwelt ein bißchen besser zu machen.
Unter "den Arsch hochkriegen" verstehe ich, für seine Entscheidungen geradezustehen und nicht alle vier Jahre in der Wahlkabine mal so richtig Verantwortung zu übernehmen oder für benötigtes Geld einfach Steuersätze anzupassen.
Was chrische5 aber vermutlich darunter versteht, nämlich Planspiele mit fremder Leute Eigentum (= Politik), dann kann ich nicht verstehen, was daran wünschenswert sein soll. Sich an politischen Prozessen zu beteiligen ist oft das genaue Gegenteil von "den Arsch hochkriegen" -- "Planspiel" beschreibt es ganz gut.
Der unpolitische Mensch ist der wahre Held der Menschheit.
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Du spinnst doch. Diese Gesellschaft wendet gemeinsam Mittel auf, um eine lebenswerte Umgebung zu realieren un zu erhalten. Um das einigermaßen performant hinzubekommen, muß man dazu einige Leute bestimmen, die diese Mittel verwalten, und denen nötigenfalls deutlich machen, was sie genau zu tun haben. Das alles geht aber nur, wenn sich die Bürger beteiligen- indem sie wählen, regelmäßig an den öffentlichen (!) Sitzungen teilnehmen (wo sie zwar nichts zu entscheiden haben, aber allein durch ihre Anwesenheit Wirkung erzielen) und sich gegen sinnlosen Scheiß wehren.
Was Du vorschlägst, ist ein Rückschritt. Der unpolitische Mensch ist ein Vollidiot, weil er sich einer Fremdbestimmung unterwirft und damit seine Freiheit aufgibt.
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Du bsit garantiert nicht der einzige der so verblendet denkt und deswegen sitzen garantiert schon Leute in den öffentlichen Sitzungen.
Und? Bringts was?
Ich gehe zwar wählen, halte es insgeheim aber für sinnlos. Ich halte es eher wie Daniel E. und versuche meine unmittelbare Umgebung vorteilhaft für mich zu gestalten.
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Ja, das sollte man AUCH tun. AUCH. Aber nicht ausschließlich.
In meinem Heimatkreis sitzen da übrigens auch fast nie welche drin. Dafür wählen Sie fleißig. Letztens haben sie sich gegen einen mit der Materie seit Jahren vertrauten Verwaltungsfachwirt entschieden und lieber eine größtenteils unbekannte Juristin gewählt, die auch gleich mit "Mist bauen" angefangen hat. Das ganze übrigens mit nicht mal zwei Dutzend Stimmen an Mehrheit (Direktwahl!).
Man soll ja auch gar nicht ständig da sein. Aber wenn im Saal 200 Plätze da sind, dann sollten die auf jeden Fall besetzt sein. Damit zeigt man mindestens "Wir wissen, was Ihr hier macht, und lassen uns nicht mit Halbwahrheiten verarschen". Das wäre schonmal besser als jetzt, wo niemand da sitzt.
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Daniel E. schrieb:
Walli schrieb:
Nein, die Frage ist: Was kann man denn selber überhaupt machen?
Mein Vorschlag wäre ja: Weltverbesserungspläne vergessen stattdessen versuchen, sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen und seine unmittelbare Umwelt ein bißchen besser zu machen.
full ack
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scrub schrieb:
Was Du vorschlägst, ist ein Rückschritt. Der unpolitische Mensch ist ein Vollidiot, weil er sich einer Fremdbestimmung unterwirft und damit seine Freiheit aufgibt.
Na dann mach doch mal einen Vorschlag was der einzelne bewegen kann. Alle paar Jahre ein Kreuzchen machen bringt verhältnismäßig wenig, da kann man nicht von Mitgestaltung reden.
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Lektion 1 für den Staatsbürger von morgen ist "Wie artikuliere ich meine Meinung?". Damit dürften die Deutschen schon ausreichend lange beschäftigt sein.
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Kann es sein, dass du meiner Frage ausweichst?
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Walli schrieb:
Na dann mach doch mal einen Vorschlag was der einzelne bewegen kann. Alle paar Jahre ein Kreuzchen machen bringt verhältnismäßig wenig, da kann man nicht von Mitgestaltung reden.
Da kommt mir spontan "Einmal in 4 Jahren" in den Sinn.

Ich bin auch wahnsinnig genervt von der aktuellen Situation, aber so ein richtiger Ausweg ist mir noch nicht eingefallen.
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Mir schon: Egoismus, Beziehungen, Ellbogen und Einsatz an der richtigen Stelle.
Auf dass der bessere überlebe oder so ähnlich...
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dEUs schrieb:
Mir schon: Egoismus, Beziehungen, Ellbogen und Einsatz an der richtigen Stelle.
Auf dass der bessere überlebe oder so ähnlich...Okay, da hab ich wohl grundsätzlich die falsche Einstellung dazu.

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Und das ist auch gut so, sonst würde es nicht funktionieren

Irgendwer ist halt immer der Depp...
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Hier haben mal wieder einige die Demokratie nicht verstanden. Jeder darf sich aufstellen. Wer mit der derzeitigen Situation unzufrieden ist und keine Partei als "wählbar" einstuft, stellt sich selbst auf. Das ist kein Problem, wenn man die Antwort auf alle Fragen eingeflößt bekommen hat, hat man schnell die nötigen Wähler beisammen. Wenn man natürlich noch mehr Käse als die vorhandenen Parteien von sich abgibt darf man sich nicht wundern...
"Ich kann ja ohnehin nichts tun, die tun mit mir was sie wollen" passt in militärische Diktaturen aber nicht in freie demokratische Länder wie Deutschland eins ist. Wer glaubt in einer militärischen Diktatur zu leben sollte nochmal zurück in die Grundschule.
MfG SideWinder
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Zu diesem realitätsfernen Gelaber hat Marcus mal einen sehr schönen Beitrag verfasst in dem bereits alles zu diesem Thema gesagt wurde...
Für die jenigen die sich nicht erinnern können mache ich mich sogar extra auf die Suche danach...
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Afaik hat er damals auch auf mich geantwortet. Ich bleibe aber bei meiner Meinung. Wir leben in keiner Diktatur wo die böse Regierung die Menschen behandeln kann wie sie will. Ihr entscheidet euch dazu so behandelt zu werden.
MfG SideWinder
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Und genau diese Aussage ist sowas von verblendeter Schwachsinn.
Ich geh wieder arbeiten jetzt, da kommt mehr bei rum als mit Rosa-Brille-Leuten zu diskutieren.
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Dann schreibe doch einen Brief:
An die militärische Diktatur Deutschland, zH Diktatorin MerkelWär interessant ob der ankommt.
MfG SideWinder
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dEUs schrieb:
Und genau diese Aussage ist sowas von verblendeter Schwachsinn.
Ich geh wieder arbeiten jetzt, da kommt mehr bei rum als mit Rosa-Brille-Leuten zu diskutieren.Dieser Beitrag wird am besten durch Wiedergabe seines eigenen Inhalts bewertet.
Ich gehe zwar wählen, halte es insgeheim aber für sinnlos.
Das verstehe ich nicht. Warum gehst du wählen?
Auf dass der bessere überlebe oder so ähnlich...
Kind, innerhalb einer Lebensform ist eine objektive Unterscheidung zwischen hoch und minderwertige Gruppen unmöglich.
