Der Papst -- Homoehe



  • Daniel E. schrieb:

    Auf den zweiten Teil der Kritik gehe ich nicht ein, da der Autor selbst anscheinend Logik grundlegend ablehnt.

    Was erscheint dir denn so furchtbar unlogisch daran?
    Und was ist mit dem dritten Teil der Kritik?

    Daniel E. schrieb:

    Ja, das mit dem "von niemandem daran gehindert" habe ich mal unterstrichen. Was meinst du wie die Eltern in besagtem Artikel dazu stehen? Haben sie irgendein Recht die Bildung des Kindes zu beschneiden?

    Pardon, gäbe es ein staatliches "Recht" (lies: Pflich), den Kindern den linken Fuß abzuschneiden, wäre es dann gerecht gegen dieses "Recht" zu verstoßen? Vergleich beiseite.

    Mir ist nicht ganz klar wie du auf dieses hypothetische Szenario kommst. Ich fragte wie die Eltern zu diesem Recht des Kindes stehen.

    Daniel E. schrieb:

    [Schulpflicht höchstens auf Grundfertigkeiten beschränken]
    Naja, das ein oder andere gibt's da schon noch, aber prinzipiell stimme ich dir zu, was die Schulpflicht angeht.

    Schön.

    Naja, fast. ... Sehr ambivalentes Thema.

    Daniel E. schrieb:

    Lieber "der Gesellschaft" als den Eltern. Gerade die Fundies sind ein Musterbeispiel dafür was schiefgehen kann.

    Ich verstehe ich nicht ganz. Es ist doch kein Weltuntergang, wenn jemand nicht das Selektionsaxiom der Evolutionstheorie verteidigen möchte oder auf dem Standpunkt steht, die Relativitätstheorie wäre Judenphysik und ohnehin hickehackefalsch. Da bricht für mich keine Welt zusammen, besonders, da diese Heinis auch durch unser Schulsystem gekommen sind.

    Doch. Das wäre weder für die betroffenen Kinder noch für die Gesellschaft sinnvoll.

    Daniel E. schrieb:

    Nicht dass keine Homeschooler-Lösungen vorstellbar sind, aber - du irrst dich gewaltig in bezug auf Schule, die ist rein gar nichts im Vergleich zum Manipulationsapparat Homeschooling.

    Letztes ist immerhin dezentral also schon deswegen deutlich weniger furchteinflössend. Was glaubst Du, warum alle totalitären Herrscher sich bei erster Gelegenheit über das Schulsystem und die Jugend generell hermachen, wenn man doch anscheinend das ganze Geld auch hätte sparen können?

    Dezentral? Ja. Aber inhomogen? Glaube ich ganz sicher nicht.
    Darüber hinaus gibt es einen weiteren Aspekt zum Thema Homeschooling über den man sich sicher Gedanken machen könnte: Sozialisation. (Nicht?)

    Daniel E. schrieb:

    Vor was fürchtest Du dich? Daß die Kinder zu Hause "falsche Werte" unterrichtet bekommen könnten? Wenn es diese Gefahr gäbe (und, herrje, es gibt sie), so ist sie doch ziemlich überschaubar.

    Ziemlich überschaubar - meinst du das wirklich ernst?

    Daniel E. schrieb:

    Wäre den Eltern an einer solchen Manipulation ihrer Kinder etwas gelegen, warum tun sie es dann nicht jetzt (in dem Maßstab, wie Du befürchtest), wo die Kinder nur 5h/Tag zur Schule gehen? So lange die Eltern einen Teil der Erziehung übernehmen, besteht diese Gefahr immer und das ist gut so.
    ...
    Sind wir uns einig, daß man sich eine freie Gesellschaft anders vorstellt?

    Ja natürlich. Aber mit diesem erzwungenem Kontakt mit der Außenwelt ist diese Gefahr nicht nur "überschaubar", spricht potentiell bemerkbar sondern auch und vor allem wird den Kindern dadurch erst die Möglichkeit gegeben über den Tellerrand hinauszuschauen und selber zu beurteilen, noch vielmehr: dadurch erfahren sie im Zweifelsfall überhaupt erst dass der Teller einen Rand hat, und bei weitem nicht allein und absolut da steht.
    Aber natürlich, dass die Eltern einen Teil der Erziehung übernehmen ist gut und wichtig.

    Daniel E. schrieb:

    Ich möchte hier nicht unbedingt Homeschooling das Wort reden, ich kenne mich damit nicht besonders aus. Ich halte aber im konkreten Falle die Staatsreaktion vollkommen überzogen, das Verhalten der Eltern für nachvollziehbar und die Signale an das Kind ziemlich fatal.

    Das hast du nun schon mehrfach erwähnt. Was genau ist daran denn überzogen, und welche Maßnahmen wären angemessen?

    Das Verhalten der Eltern halte ich auch für "nachvollziehbar", allerdings meine ich das nicht synonym mit "gerechtfertigt". Ich sehe nicht wie das zum Wohl des Kindes beitragen sollte, eher völlig im Gegenteil.

    Daniel E. schrieb:

    Selbst der Bildungsgutschein-Vorschlag von Milton Friedman würde das aktuelle System durchbrechen, sich trotzdem an Schulpflichten halten und keinen Cent mehr kosten ....

    Wie sähe denn deine konkrete Ausprägung zu dieser Idee aus?



  • net schrieb:

    Heimscheißer schrieb:

    Mal ganz ehrlich, was ist daran unnormal homosexell zu sein?

    mal ganz ehrlich: dass es nicht 'normal' ist schwul zu sein, ist doch wohl klar.

    Google: homosexual animals, oder worauf basierst du deine Aussage?



  • finix schrieb:

    net schrieb:

    Heimscheißer schrieb:

    Mal ganz ehrlich, was ist daran unnormal homosexell zu sein?

    mal ganz ehrlich: dass es nicht 'normal' ist schwul zu sein, ist doch wohl klar.

    Google: homosexual animals, oder worauf basierst du deine Aussage?

    homosexualität entspricht nun mal nicht der 'norm' (wie auch immer man normal definieren mag). sexualität dient eigentlich der fortpflanzung und da können weibchen/weibchen bzw. männchen/männchen -beziehungen nicht so richtig mithalten.
    ist nun mal so. sorry, sex ist nicht nur spass sondern soll hauptsächlich für mehr bevölkerung sorgen...

    btw: mir scheint du suchst gezielt nach aussagen gegen schwule. bist du vielleicht selbst schwul? dir ist bestimmt nicht entgangen, dass ich nix gegen schwule habe....



  • net schrieb:

    homosexualität entspricht nun mal nicht der 'norm' (wie auch immer man normal definieren mag). sexualität dient eigentlich der fortpflanzung und da können weibchen/weibchen bzw. männchen/männchen -beziehungen nicht so richtig mithalten.
    ist nun mal so. sorry, sex ist nicht nur spass sondern soll hauptsächlich für mehr bevölkerung sorgen...

    Was ist denn deine Definition von "Normal", oder "Norm"? Was bedeutet es für dich "Unnormal" zu sein bzw. "nicht der Norm zu entsprechen"?

    net schrieb:

    btw: mir scheint du suchst gezielt nach aussagen gegen schwule. bist du vielleicht selbst schwul? dir ist bestimmt nicht entgangen, dass ich nix gegen schwule habe....

    Nein, ich bin weder schwul noch bi. Mir ist auch nicht direkt ersichtlich wie du zu deinen Mutmaßungen kommst - wenn du den Thread aufmerksam durchgehst wirst du sicher feststellen können dass ich da einiges an Aussagen gegen Schwule links liegen gelassen habe, und stattdessen vorwiegend in eine Diskussion mit Daniel E. verwickelt war/bin die rein gar nichts mit Schwulen, Homoehe oder dergleichen zu tun hat.
    Meine Nachfrage sollte war auch nur, naja, eine Nachfrage halt. Deine Verwendung des Wortes "normal" schien nicht lediglich "üblich" zu meinen sondern war scheinbar mit durchaus negativen Konnotationen verbunden.



  • Heimscheißer schrieb:

    this->that schrieb:

    Hab neulich in der Öffentlichkeit zwei knutschende Schwule gesehen. Sorry, ich finde das einfach eklig -.-

    Und, ist es etwa auch eklig wenn du deine Freundin küsst?

    Nö. w&m (und w&w 😃 ) ist ja in Ordnung. Nur m&m ist eklig. Ich sag ja nicht das ich sie irgendwie anmache oder was gegen sie unternehme. Ich finde es halt nur unnormal und eklig -.-



  • this->that schrieb:

    Heimscheißer schrieb:

    this->that schrieb:

    Hab neulich in der Öffentlichkeit zwei knutschende Schwule gesehen. Sorry, ich finde das einfach eklig -.-

    Und, ist es etwa auch eklig wenn du deine Freundin küsst?

    Nö. w&m (und w&w 😃 ) ist ja in Ordnung. Nur m&m ist eklig. Ich sag ja nicht das ich sie irgendwie anmache oder was gegen sie unternehme. Ich finde es halt nur unnormal und eklig -.-

    Und warum? Weil dir die Gesellschaft sagt das so etwas unnormal ist...
    Womit wir wieder beim Grundproblem wären...



  • Heimscheißer schrieb:

    this->that schrieb:

    Heimscheißer schrieb:

    this->that schrieb:

    Hab neulich in der Öffentlichkeit zwei knutschende Schwule gesehen. Sorry, ich finde das einfach eklig -.-

    Und, ist es etwa auch eklig wenn du deine Freundin küsst?

    Nö. w&m (und w&w 😃 ) ist ja in Ordnung. Nur m&m ist eklig. Ich sag ja nicht das ich sie irgendwie anmache oder was gegen sie unternehme. Ich finde es halt nur unnormal und eklig -.-

    Und warum? Weil dir die Gesellschaft sagt das so etwas unnormal ist...
    Womit wir wieder beim Grundproblem wären...

    Wüsste nicht wo mir das die Gesellschaft sagt. Ich weiß auch nicht warum mir Streichwurst besser schmeckt als Gelbwurst. Is halt vielleicht einfach so 🤡



  • this->that schrieb:

    Heimscheißer schrieb:

    this->that schrieb:

    Heimscheißer schrieb:

    this->that schrieb:

    Hab neulich in der Öffentlichkeit zwei knutschende Schwule gesehen. Sorry, ich finde das einfach eklig -.-

    Und, ist es etwa auch eklig wenn du deine Freundin küsst?

    Nö. w&m (und w&w 😃 ) ist ja in Ordnung. Nur m&m ist eklig. Ich sag ja nicht das ich sie irgendwie anmache oder was gegen sie unternehme. Ich finde es halt nur unnormal und eklig -.-

    Und warum? Weil dir die Gesellschaft sagt das so etwas unnormal ist...
    Womit wir wieder beim Grundproblem wären...

    Wüsste nicht wo mir das die Gesellschaft sagt. Ich weiß auch nicht warum mir Streichwurst besser schmeckt als Gelbwurst. Is halt vielleicht einfach so 🤡

    Wenn dir jemand Jahrelang einreden würde das Schwarz=Weiß, würdest du irgendwann Schwarz als Weiß ansehen.
    Genauso ist es mit den Schwulen. Dir wurde immer wieder eingeredet schwul zu sein ist unnormal, also ist es so, obwohl es gar nicht so ist.(Bin auch verwirrt 😃 )



  • finix schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    Auf den zweiten Teil der Kritik gehe ich nicht ein, da der Autor selbst anscheinend Logik grundlegend ablehnt.

    Was erscheint dir denn so furchtbar unlogisch daran?

    Der Autor des entsprechenden Paragraphen sagt, daß man alles irgendwie erscheinen lassen kann, wenn man sich nur wortverdreherisch genug anstellt. Damit wirft er sich selbst auf einen Stand vor der aristotelischen Logik zurück. A ist A und bleibt A auch wenn man es mit einem Stein in der linken Backentasche und einem zugehalten Nasenloch eher wie Q ausgesprochen klingt. Es ist ja bekannt, daß aktuell Logik vielfach als das Übel schlechthin verteufelt und überall auf Gefühle gesetzt wird, aber so Argument sollte kein vernunftbegabter Mensch bringen. Gibt es einen Unterschied zwischen einem Anspruch gegenüber einem dritten oder keinem Anspruch gegenüber einem dritten? Ja.

    Hat jemand, der keine Kravatte hat, einen Anspruch auf die Ersatzkravatte von jemandem, der zwei Kravatten hat? Wieso sollte das für Essen (nicht?) gelten? Wenn man so ein Anspruchsrecht konsequent weiterdenkt, dann kommt man in einer Gesellschaft an, in der jeder im besten Falle noch etwas zu essen hat, im erwarteten Falle nicht einmal das.

    Der dritte Absatz erschließt sich mir noch viel weniger. Was ist ein Recht auf politische Teilnahme? Woher kommt das? Außerdem ist so ein Recht auf politische Teilnahme auch ein Anspruchsrecht gegenüber anderen (weil Politik sich immer mit dem Eigentum anderer Leute beschäftigt, sonst wäre es nicht Politik). Wenn man aus einem Anspruchsrecht [Bildung] ein anderes Anspruchsrecht herleiten kann, dann wird das erste Anspruchsrecht ein Abwehrrecht? Oder wie?

    Ja, das mit dem "von niemandem daran gehindert" habe ich mal unterstrichen. Was meinst du wie die Eltern in besagtem Artikel dazu stehen? Haben sie irgendein Recht die Bildung des Kindes zu beschneiden?

    Die Frage ist doch bewußt verzerrend gestellt, da sie es ja nicht tun.

    Daniel E. schrieb:

    Es ist doch kein Weltuntergang, wenn jemand nicht das Selektionsaxiom der Evolutionstheorie verteidigen möchte oder auf dem Standpunkt steht, die Relativitätstheorie wäre Judenphysik und ohnehin hickehackefalsch. Da bricht für mich keine Welt zusammen, besonders, da diese Heinis auch durch unser Schulsystem gekommen sind.

    Doch. Das wäre weder für die betroffenen Kinder noch für die Gesellschaft sinnvoll.

    Tja, wie gesagt, davon sind genug Leute durch unser Schulsystem gekommen. Hast Du einen Beleg dafür, daß diese Fälle durch Homeschooling zunehmen würden? Zeigen, bitte. Ich behaupte jetzt nämlich einfach mal aus der Hüfte: sie nehmen dadurch ab.

    Daniel E. schrieb:

    Letztes ist immerhin dezentral also schon deswegen deutlich weniger furchteinflössend. Was glaubst Du, warum alle totalitären Herrscher sich bei erster Gelegenheit über das Schulsystem und die Jugend generell hermachen, wenn man doch anscheinend das ganze Geld auch hätte sparen können?

    Dezentral? Ja. Aber inhomogen? Glaube ich ganz sicher nicht.

    Was bedeutet "inhomogen" hier? Erwartest Du, daß alle Homeschooler die gleichen "Fehler" machen? Aber ein Lehrplaner macht so etwas nicht. Ich habe in der Schule so viel haarstreubendes und offensichtlich falsches Zeug gelernt, daß ich das kaum glauben kann (wobei ich natürlich nicht weiß, ob es tatsächlich Lehrplaninhalt ist, zu behaupten, die Jahreszeiten hätten nichts mit der Neigung der Erde zu tun). Extrapolierst Du dir hier nicht nur deine Vorurteile zurecht?

    Darüber hinaus gibt es einen weiteren Aspekt zum Thema Homeschooling über den man sich sicher Gedanken machen könnte: Sozialisation. (Nicht?)

    Dieser Aspekt ist aber keiner, weil sozialisiert wird man nicht durch die Schule. Vielleicht auch, aber dann könnte müßte man hier das Argument, Kinder würden nicht mehr selbständig einkaufen lernen, weil das am besten auf dem Nachhauseweg geht, ebenso bereden.

    Außerdem sehe ich nicht, daß "Sozialisation" ein Argument an sich wäre. Wenn sich die Kinder mit 8 Jahren gemeinsam einen Joint auf dem Pausenhof schlöbern, dann spricht das eher nicht für dein Argument.

    Daniel E. schrieb:

    Vor was fürchtest Du dich? Daß die Kinder zu Hause "falsche Werte" unterrichtet bekommen könnten? Wenn es diese Gefahr gäbe (und, herrje, es gibt sie), so ist sie doch ziemlich überschaubar.

    Ziemlich überschaubar - meinst du das wirklich ernst?

    Ja. Die Argumente, warum das so ist, habe ich genannt.

    Aber mit diesem erzwungenem Kontakt mit der Außenwelt ist diese Gefahr nicht nur "überschaubar", spricht potentiell bemerkbar

    Das "sprich" unterstellt hier eine Gleichheit, die aber gar nicht gegeben ist.

    Ich sprach davon, daß so eine Gefahr in fast allen Fällen fiktiv ist, da gibt es nichts zu bemerken. Desweiteren bringst Du schon wieder das Sozialisationsargument, daß unterstellt, Homeschooler würden ihre Kinder in einem Käfig im Keller halten und würden das Haus nie verlassen. Ich halte das für eine lächerliche Diskussionsvoraussetzung.

    Aber natürlich, dass die Eltern einen Teil der Erziehung übernehmen ist gut und wichtig.

    ... aber von "relevanten" Inhalten (wie Evolution!!!!!) sollen sie bitte die Finger lassen, hab schon kapiert.

    Daniel E. schrieb:

    Ich möchte hier nicht unbedingt Homeschooling das Wort reden, ich kenne mich damit nicht besonders aus. Ich halte aber im konkreten Falle die Staatsreaktion vollkommen überzogen, das Verhalten der Eltern für nachvollziehbar und die Signale an das Kind ziemlich fatal.

    Das hast du nun schon mehrfach erwähnt. Was genau ist daran denn überzogen

    Inhaftierung, Entzug des Sorgerechtes, Hochverrat.

    Das Verhalten der Eltern halte ich auch für "nachvollziehbar", allerdings meine ich das nicht synonym mit "gerechtfertigt". Ich sehe nicht wie das zum Wohl des Kindes beitragen sollte, eher völlig im Gegenteil.

    Ich halte es für gerechtfertigt und sehe nicht, was daran so schlimm ist, wenn man König Drosselbart nicht gesehen hat. Andererseits könnte das natürlich meine Beiträge erklären, ich habe es schließlich auch nicht gesehen 🙂

    Daniel E. schrieb:

    Selbst der Bildungsgutschein-Vorschlag von Milton Friedman würde das aktuelle System durchbrechen, sich trotzdem an Schulpflichten halten und keinen Cent mehr kosten ....

    Wie sähe denn deine konkrete Ausprägung zu dieser Idee aus?

    Umsetzen. Schlechter als jetzt wirds schon nicht werden.



  • Daniel E. schrieb:

    Ja, das mit dem "von niemandem daran gehindert" habe ich mal unterstrichen. Was meinst du wie die Eltern in besagtem Artikel dazu stehen? Haben sie irgendein Recht die Bildung des Kindes zu beschneiden?

    Die Frage ist doch bewußt verzerrend gestellt, da sie es ja nicht tun.

    Häh? Lass mich kurz aus dem Artikel zitieren:
    - "Die Eltern ... hatten ihren Kindern ... den Besuch einer Schultheater-Aufführung verboten"
    - "[Eine andere Mutter] hatte ihrem Kind einen Theaterbesuch untersagt"
    - "halten ... sieben Familien ... Kinder von der Grundschule fern"
    Soll ich die kritischen Passagen für dich unterstreichen?

    Daniel E. schrieb:

    Tja, wie gesagt, davon sind genug Leute durch unser Schulsystem gekommen. Hast Du einen Beleg dafür, daß diese Fälle durch Homeschooling zunehmen würden? Zeigen, bitte. Ich behaupte jetzt nämlich einfach mal aus der Hüfte: sie nehmen dadurch ab.

    Hm. Wäre in der Tat interessant mal nachzuschauen in wieweit Homeschooling einen Einfluss darauf hat. (Obwohl intuitiv klar erscheint dass dies der Fall ist, nicht zuletzt durch dein eigenes Argument der Manipulation.)

    Daniel E. schrieb:

    Dezentral? Ja. Aber inhomogen? Glaube ich ganz sicher nicht.

    Was bedeutet "inhomogen" hier? Erwartest Du, daß alle Homeschooler die gleichen "Fehler" machen? Aber ein Lehrplaner macht so etwas nicht. Ich habe in der Schule so viel haarstreubendes und offensichtlich falsches Zeug gelernt, daß ich das kaum glauben kann (wobei ich natürlich nicht weiß, ob es tatsächlich Lehrplaninhalt ist, zu behaupten, die Jahreszeiten hätten nichts mit der Neigung der Erde zu tun). Extrapolierst Du dir hier nicht nur deine Vorurteile zurecht?

    Ich habe nie behauptet dass das existierende System nicht verbesserungsfähig (oder nicht verbesserungswürdig) sei, schon gar nicht dass Menschen keine Fehler machen oder sich Lehrer ggf. unzureichend fortbilden oder von vorneherein unqualifiziert sind.

    Ich denke nicht dass dir nicht klar ist dass ich genau das nicht gemeint habe (und würde mich über eine Erklärung darüber freuen warum meine Einschätzungen diesbezüglich Vorurteile sein sollen).
    Aus dem Spiegel-Artikel: "weigern sich ... etliche Eltern aus religiösen Gründen, ihre Kinder zur Schule zu schicken. ... Die Eltern gehören einer Baptistengemeinde an". Aber vielleicht habe ich auch einfach nicht verstanden was du mit dezentral meinst. Etwa die im Artikel erwähnte, bundesweit agierende Philadelphia-Schule?

    Daniel E. schrieb:

    Darüber hinaus gibt es einen weiteren Aspekt zum Thema Homeschooling über den man sich sicher Gedanken machen könnte: Sozialisation. (Nicht?)

    Dieser Aspekt ist aber keiner, weil sozialisiert wird man nicht durch die Schule. Vielleicht auch, aber dann könnte müßte man hier das Argument, Kinder würden nicht mehr selbständig einkaufen lernen, weil das am besten auf dem Nachhauseweg geht, ebenso bereden.

    Außerdem sehe ich nicht, daß "Sozialisation" ein Argument an sich wäre. Wenn sich die Kinder mit 8 Jahren gemeinsam einen Joint auf dem Pausenhof schlöbern, dann spricht das eher nicht für dein Argument.

    Entweder misslingt es mir einfach deine Ironie auszumachen oder dir ist nicht wirklich klar was Sozialisation ausmacht, oder dass sie in der Tat wichtig ist.

    Daniel E. schrieb:

    ["falsche Werte"]
    Ich sprach davon, daß so eine Gefahr in fast allen Fällen fiktiv ist, da gibt es nichts zu bemerken. Desweiteren bringst Du schon wieder das Sozialisationsargument, daß unterstellt, Homeschooler würden ihre Kinder in einem Käfig im Keller halten und würden das Haus nie verlassen. Ich halte das für eine lächerliche Diskussionsvoraussetzung.

    Mich würde die Basis für deine Behauptung dass diese Gefahr in "fast allen Fällen fiktiv" ist doch brennend interessieren.
    Darüber hinaus sehe ich nicht dass das eine lächerliche Diskussionsvoraussetzung ist. Fast hätte ich entgegnet dass ich nie behauptet habe alle Homeschooler würden "falsche Werte" vermitteln und vor allem dass das Kellerargument bewusst absurd und falsch ist; aber nein, im Grunde ist genau das der Fall, ich denke der Großteil der Homeschooler würde diesen Weg aus Gründen fanatischer Ideologie gehen (was nicht zwangsläufig "falsche Werte" bedeuten muss, aber naja..), und eines der Motive ist ganz exakt die Kinder im - metaphorischen - Keller zu halten.

    Daniel E. schrieb:

    Aber natürlich, dass die Eltern einen Teil der Erziehung übernehmen ist gut und wichtig.

    ... aber von "relevanten" Inhalten (wie Evolution!!!!!) sollen sie bitte die Finger lassen, hab schon kapiert.

    Sollen die Anführungs- und Ausrufezeichen andeuten dass du Realität und Fakten für irrelevant hälst?

    Daniel E. schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    Selbst der Bildungsgutschein-Vorschlag von Milton Friedman würde das aktuelle System durchbrechen, sich trotzdem an Schulpflichten halten und keinen Cent mehr kosten ....

    Wie sähe denn deine konkrete Ausprägung zu dieser Idee aus?

    Umsetzen. Schlechter als jetzt wirds schon nicht werden.

    wp:Bildungsgutschein#Kritik hört sich an als könnte es durchaus wesentlich schlimmer kommen, deswegen fragte ich nach deiner Idee zur konkreten Umsetzung.



  • Heimscheißer schrieb:

    this->that schrieb:

    Heimscheißer schrieb:

    this->that schrieb:

    Heimscheißer schrieb:

    this->that schrieb:

    Hab neulich in der Öffentlichkeit zwei knutschende Schwule gesehen. Sorry, ich finde das einfach eklig -.-

    Und, ist es etwa auch eklig wenn du deine Freundin küsst?

    Nö. w&m (und w&w 😃 ) ist ja in Ordnung. Nur m&m ist eklig. Ich sag ja nicht das ich sie irgendwie anmache oder was gegen sie unternehme. Ich finde es halt nur unnormal und eklig -.-

    Und warum? Weil dir die Gesellschaft sagt das so etwas unnormal ist...
    Womit wir wieder beim Grundproblem wären...

    Wüsste nicht wo mir das die Gesellschaft sagt. Ich weiß auch nicht warum mir Streichwurst besser schmeckt als Gelbwurst. Is halt vielleicht einfach so 🤡

    Wenn dir jemand Jahrelang einreden würde das Schwarz=Weiß, würdest du irgendwann Schwarz als Weiß ansehen.
    Genauso ist es mit den Schwulen. Dir wurde immer wieder eingeredet schwul zu sein ist unnormal, also ist es so, obwohl es gar nicht so ist.(Bin auch verwirrt 😃 )

    Sorry, das ist einfach nur peinlich. Du geilst dich wahrscheinlich an lesbischem Sex auf, lässt aber solchen stuss raus. Lass doch die zwei knutschen, du musst ja nicht mitmachen oder hinsehen, und was die zwei im Bett tun kann dir sowieso sch**ssegal sein!
    Öffentliches geknutsche ist so oder so irgendwie eklig (egal w&m, w&w, m&m, m/w&m, m&w&m, w&w&w, beliebig erweiterbar).
    Meine Kollegin sagt dann immer, "Haben die kein Bett zuhause?" 😃
    Ich kann mit queerem Verhaltem auch nicht viel anfangen kann, aber das sind eh nur 10% der "Szene", und irgendwie ist die ganze Maskerade witzig zum anschauen.

    Ich bin nicht der Meinung, dass das normal ist, was die Mehrheit tut, sondern was die Norm verlangt. Und die bestimmt das Standardkomitee oder wer immer, in dem Fall der Pubst. Aber was der labert ist mir Wurst.



  • this->that schrieb:

    Heimscheißer schrieb:

    Und warum? Weil dir die Gesellschaft sagt das so etwas unnormal ist...
    Womit wir wieder beim Grundproblem wären...

    Wüsste nicht wo mir das die Gesellschaft sagt. Ich weiß auch nicht warum mir Streichwurst besser schmeckt als Gelbwurst. Is halt vielleicht einfach so 🤡

    Ich glaub auf was er hinaus wollte war folgendes: wenn du schon von Kleinkind auf Schwule gesehen haettest die rumknutschen (egal ob im Fernsehen oder auf der Strasse oder bei dir zu Hause oder sonstwo), dann wuerdest du's nicht eklig finden.

    Womit ich jetzt gern die Diskussion wieder zurueck zum Topic fuehren wuerd, sonst gehts irgendwann noch mal darum dass sich alle beweisen wollen, wie schrecklich un-homophob sie sind 😉
    Ich zum Beispiel hab immer noch keine Argumente gehoert, WARUM (bzw. OB) diejenigen, die hier gegen Kinderadoption durch eingeschlechtliche Paare der Meinung sind, dass Kinder, die nur mit 1 Elternteil aufwachsen keine Probleme haben damit, niemanden in der "Mutterrolle" (oder der "Vaterrolle") zu haben?



  • finix schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    Ja, das mit dem "von niemandem daran gehindert" habe ich mal unterstrichen. Was meinst du wie die Eltern in besagtem Artikel dazu stehen? Haben sie irgendein Recht die Bildung des Kindes zu beschneiden?

    Die Frage ist doch bewußt verzerrend gestellt, da sie es ja nicht tun.

    Häh? Lass mich kurz aus dem Artikel zitieren:
    - "Die Eltern ... hatten ihren Kindern ... den Besuch einer Schultheater-Aufführung verboten"
    - "[Eine andere Mutter] hatte ihrem Kind einen Theaterbesuch untersagt"
    - "halten ... sieben Familien ... Kinder von der Grundschule fern"

    Und? Nur weil die Familien ihre Kinder nicht dem staatlichen Schulsystem zuführen (und die Kinder nicht König Drosselbart gucken dürfen!!!), bilden sie sie doch trotzdem. Das ist doch gerade der Witz am Home*schooling*.

    Daniel E. schrieb:

    Tja, wie gesagt, davon sind genug Leute durch unser Schulsystem gekommen. Hast Du einen Beleg dafür, daß diese Fälle durch Homeschooling zunehmen würden? Zeigen, bitte. Ich behaupte jetzt nämlich einfach mal aus der Hüfte: sie nehmen dadurch ab.

    Hm. Wäre in der Tat interessant mal nachzuschauen in wieweit Homeschooling einen Einfluss darauf hat. (Obwohl intuitiv klar erscheint dass dies der Fall ist, nicht zuletzt durch dein eigenes Argument der Manipulation.)

    In den USA oder Australien gibt es ja einschlägige Erfahrungen mit Homeschooling und die Leute, die das überlebt haben, sind auch nicht doofer als der Rest. Eher das Gegenteil, weil die Ausbildung besser ist, so ist der Anteil der homegeschoolten Menschen mit akademischem Abschluß höher als bei normalen Menschen.

    Ich habe nie behauptet dass das existierende System nicht verbesserungsfähig (oder nicht verbesserungswürdig) sei, schon gar nicht dass Menschen keine Fehler machen oder sich Lehrer ggf. unzureichend fortbilden oder von vorneherein unqualifiziert sind.

    Dann ist es natürlich skandalös, wenn man seine Kinder davor schützen möchte.

    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/535396/ erzählt auch etwas von systematischer Schulbuchpropaganda. Aber das ist natürlich okay ...

    [Sozialisation]
    Entweder misslingt es mir einfach deine Ironie auszumachen oder dir ist nicht wirklich klar was Sozialisation ausmacht, oder dass sie in der Tat wichtig ist.

    Ich weiß, was Sozialisation ausmacht und eben deswegen verstehe ich dein Argument nicht. Die meisten Leute in christlichen Gemeinden haben doch haufenweise Sozialkontakte und die Qualität der Sozialkontakte sollte auch nicht unter der sein, die man an einer üblichen Grundschule hat. Daß das nicht *deine* Wunschvorstellungssozialkontakte sind, glaube ich gerne.

    Ob und wie wichtig Sozialisation ist, kann ich nicht beurteilen, dazu kenne ich auch kein empirisches Material. Aber nehmen wir den Fall von Frau Kampusch (der mit Homeschooling nichts zu tun hat), bei der die deutsche(?) Presse absolut schockiert war, daß jemand, der nie eine Schule besucht hat und keine nennenswerte Sozialisation hatte, trotzdem ganze Sätze formulieren kann, was eigentlich ja hätte überhaupt nicht gehen darf!!!1!

    Daniel E. schrieb:

    ["falsche Werte"]
    Ich sprach davon, daß so eine Gefahr in fast allen Fällen fiktiv ist, da gibt es nichts zu bemerken. Desweiteren bringst Du schon wieder das Sozialisationsargument, daß unterstellt, Homeschooler würden ihre Kinder in einem Käfig im Keller halten und würden das Haus nie verlassen. Ich halte das für eine lächerliche Diskussionsvoraussetzung.

    Mich würde die Basis für deine Behauptung dass diese Gefahr in "fast allen Fällen fiktiv" ist doch brennend interessieren.

    Die Basis dieser Behauptung hatte ich schon erklärt. Während der Schulzeit sind die Kinder ca. 18 von 24 Stunden daheim. Man kann Kinder aber nicht nur zwischen 8 und 13 Uhr indoktrinieren.

    aber nein, im Grunde ist genau das der Fall, ich denke der Großteil der Homeschooler würde diesen Weg aus Gründen fanatischer Ideologie gehen (was nicht zwangsläufig "falsche Werte" bedeuten muss, aber naja..), und eines der Motive ist ganz exakt die Kinder im - metaphorischen - Keller zu halten.

    Selbst dann sehe ich nicht, wo die Vorteile von Zwangssozialisation liegen oder wo das Problem dabei ist, wenn man sein Kind vor bestimmten Sozialkontakten schützen möchte. Das machen normale Eltern doch auch ständig.

    Daniel E. schrieb:

    Aber natürlich, dass die Eltern einen Teil der Erziehung übernehmen ist gut und wichtig.

    ... aber von "relevanten" Inhalten (wie Evolution!!!!!) sollen sie bitte die Finger lassen, hab schon kapiert.

    Sollen die Anführungs- und Ausrufezeichen andeuten dass du Realität und Fakten für irrelevant hälst?

    Nein, aber Evolutionstheorie halte ich tatsächlich für irrelevant und war bei uns maximal eine Woche in der elften Klasse oder so dran, jedenfalls nicht in dem Bereich der Grundschulausbildung, um den wir uns hier die ganze Zeit unterhalten. Kosmologische Prinzipien oder Hawkings Weltentstehungstheorie kam überhaupt nicht dran. Warum auch? Man kann ganz gut ohne überleben.

    wp:Bildungsgutschein#Kritik hört sich an als könnte es durchaus wesentlich schlimmer kommen, deswegen fragte ich nach deiner Idee zur konkreten Umsetzung.

    Marktorientierung ... der Vorschlag von Friedman ist doch ein typischer sozialistischer, nach dem "ein anderer zahlt"-Prinzip.

    Die Kritikpunkte sind auch, räusper, etwas eigenwillig. Das soziale Brennpunktproblem haben wir auch jetzt schon (ist ist oft durch staatliche Wohungs- und Asylpolitik erst geschaffen worden). Und wer Fabrikarbeitereltern unterstellt, sie könnten über Qualität nicht urteilen, der schreibt ihnen doch pauschal eine unglaubliche Doofheit zu, was absolut lächerlich ist.
    Der Einwand, daß reichere Familien tatsächlich Vorteile haben, kommt mir auch sehr bizarr vor. Den Vorteil haben Reiche nämlich tatsächlich immer (sei es, daß sie bessere Nachhilfelehrer bezahlen können, sei es, daß sie ihre Kinder auf bessere Schulen schicken ...). Das ist der Witz daran, reich zu sein.
    Letzter Punkt: uh, oh, ein natürliches Monopol, da spritzt es dem gelernten Marktwirtschaftssozialist natürlich sofort das Blut aus den Ohren. Jetzt haben wir aber auch ein *Zwangs*monopol (weil unsere Privatschulen totreguliert werden).

    Macht Wikipedia die Kritik-Sektion immer rein, damit der Artikel länger wird oder meinen die das ernst? Ach ne, die wird auch auf der Diskussionsseite kritisiert.



  • Daniel E. schrieb:

    Häh? Lass mich kurz aus dem Artikel zitieren:
    - "Die Eltern ... hatten ihren Kindern ... den Besuch einer Schultheater-Aufführung verboten"
    - "[Eine andere Mutter] hatte ihrem Kind einen Theaterbesuch untersagt"
    - "halten ... sieben Familien ... Kinder von der Grundschule fern"

    Und? Nur weil die Familien ihre Kinder nicht dem staatlichen Schulsystem zuführen (und die Kinder nicht König Drosselbart gucken dürfen!!!), bilden sie sie doch trotzdem. Das ist doch gerade der Witz am Home*schooling*.

    Ich muss gestehen ich kann dir teilweise nur schwer folgen. Zuerst behauptest du die Eltern würden sowas nicht tun und jetzt ist es plötzlich der Witz an der ganzen Sache?

    Daniel E. schrieb:

    In den USA oder Australien gibt es ja einschlägige Erfahrungen mit Homeschooling und die Leute, die das überlebt haben, sind auch nicht doofer als der Rest. Eher das Gegenteil, weil die Ausbildung besser ist, so ist der Anteil der homegeschoolten Menschen mit akademischem Abschluß höher als bei normalen Menschen.

    Ich habe nicht behauptet dass die Kinder generell doofer als der Rest sind.
    Und der Anteil von "homegeschoolten Menschen mit akademischem Abschluß höher als bei normalen Menschen"? Hat deine Quelle auch herausgefunden dass "Korrelation = Kausalzusammenhang" ist?

    Daniel E. schrieb:

    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/535396/ erzählt auch etwas von systematischer Schulbuchpropaganda. Aber das ist natürlich okay ...

    Ich habe keine Lust wieder und wieder wiederholen zu müssen dass ich nie behauptet habe "das Schulsystem derzeit ist teh r0xxorz!!1!"

    Daniel E. schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    ["falsche Werte"]
    Ich sprach davon, daß so eine Gefahr in fast allen Fällen fiktiv ist, da gibt es nichts zu bemerken. Desweiteren bringst Du schon wieder das Sozialisationsargument, daß unterstellt, Homeschooler würden ihre Kinder in einem Käfig im Keller halten und würden das Haus nie verlassen. Ich halte das für eine lächerliche Diskussionsvoraussetzung.

    Mich würde die Basis für deine Behauptung dass diese Gefahr in "fast allen Fällen fiktiv" ist doch brennend interessieren.

    Die Basis dieser Behauptung hatte ich schon erklärt. Während der Schulzeit sind die Kinder ca. 18 von 24 Stunden daheim. Man kann Kinder aber nicht nur zwischen 8 und 13 Uhr indoktrinieren.
    [/quote]
    Ja ne, ist klar. Durch Homeschooling löst sich diese Möglichkeit plötzlich in Luft auf, was?

    Daniel E. schrieb:

    im Grunde ist genau das der Fall, ich denke der Großteil der Homeschooler würde diesen Weg aus Gründen fanatischer Ideologie gehen (was nicht zwangsläufig "falsche Werte" bedeuten muss, aber naja..), und eines der Motive ist ganz exakt die Kinder im - metaphorischen - Keller zu halten.

    Selbst dann sehe ich nicht, wo die Vorteile von Zwangssozialisation liegen oder wo das Problem dabei ist, wenn man sein Kind vor bestimmten Sozialkontakten schützen möchte. Das machen normale Eltern doch auch ständig.

    Sehr überzeugend...

    Daniel E. schrieb:

    Sollen die Anführungs- und Ausrufezeichen andeuten dass du Realität und Fakten für irrelevant hälst?

    Nein, aber Evolutionstheorie halte ich tatsächlich für irrelevant und war bei uns maximal eine Woche in der elften Klasse oder so dran, jedenfalls nicht in dem Bereich der Grundschulausbildung, um den wir uns hier die ganze Zeit unterhalten. Kosmologische Prinzipien oder Hawkings Weltentstehungstheorie kam überhaupt nicht dran. Warum auch? Man kann ganz gut ohne überleben.

    Sicherlich gibt es Dinge die man nicht wissen muss. Ich stimme sogar mit dir überein dass es unnötig ist das sich jeder genaustens mit z.B. der Evolutionstheorie auskennen sollte, wozu auch? Dennoch sollten die grundlegenden Fakten bekannt sein.
    Aber selbst wenn wir uns darauf nicht einigen können - wäre es deiner Meinung nach "gerechtfertigt" wenn die Eltern dem Kind offenkundig Falsches einbläuen?



  • wp:Bildungsgutschein#Kritik hört sich an als könnte es durchaus wesentlich schlimmer kommen, deswegen fragte ich nach deiner Idee zur konkreten Umsetzung.

    Daniel E. schrieb:

    Marktorientierung ... der Vorschlag von Friedman ist doch ein typischer sozialistischer, nach dem "ein anderer zahlt"-Prinzip.

    Also bitte. Es zahlt auch derzeit "ein anderer". Und der Punkt "Marktorientierung" sollte wohl nicht an und für sich als Kritik verstanden werden - insbesondere wenn sie zum Teil explizit Motivation für den Bildungsgutschein ist -, sondern sie birgt ganz einfach auch Gefahren mit denen man sich auseinander setzen muss. (Vgl. z.B. die zunehmende Leistungsorientierung im Bildungssystem, die Ambitionen der Wirtschaft bzgl. der Lehrpläne, etc.)

    Daniel E. schrieb:

    Die Kritikpunkte sind auch, räusper, etwas eigenwillig. Das soziale Brennpunktproblem haben wir auch jetzt schon (ist ist oft durch staatliche Wohungs- und Asylpolitik erst geschaffen worden).

    Vielleicht hättest du den angesprochenen Punkt lesen sollen statt von vorneherein zum Schluss "der Staat ist schuld!!" zu kommen:

    wiki schrieb:

    werden Segregationseffekte, noch weiter verstärkt, anstatt abgebaut

    Davon ab sehe ich die Logik deiner Aussage nicht. (Wir haben Problem X bereits, deshalb ist es OK wenn Plan B dieses nicht behebt bzw. verstärkt?)

    Daniel E. schrieb:

    Und wer Fabrikarbeitereltern unterstellt, sie könnten über Qualität nicht urteilen, der schreibt ihnen doch pauschal eine unglaubliche Doofheit zu, was absolut lächerlich ist.

    Die Ursache dafür muss nicht zwangsläufig "Doofheit" sein (und wird es in diesem Fall, bei den meisten wenigstens, wohl nicht sein). Glaubst du wirklich der durchschnittliche Bandarbeiter wird eine ähnlich kompetente und informierte Entscheidung treffen können wie der durchschnittliche Arzt?

    Daniel E. schrieb:

    Der Einwand, daß reichere Familien tatsächlich Vorteile haben, kommt mir auch sehr bizarr vor. Den Vorteil haben Reiche nämlich tatsächlich immer (sei es, daß sie bessere Nachhilfelehrer bezahlen können, sei es, daß sie ihre Kinder auf bessere Schulen schicken ...). Das ist der Witz daran, reich zu sein.

    Daniel E. schrieb:

    Letzter Punkt: uh, oh, ein natürliches Monopol, da spritzt es dem gelernten Marktwirtschaftssozialist natürlich sofort das Blut aus den Ohren. Jetzt haben wir aber auch ein *Zwangs*monopol (weil unsere Privatschulen totreguliert werden).

    Fällt es dir tatsächlich so schwer gewisse Unterschiede zwischen diesen "Monopolen" auszumachen? (OT würde mich auch dein Plädoyer für Monopole interessieren...)

    Daniel E. schrieb:

    Macht Wikipedia die Kritik-Sektion immer rein, damit der Artikel länger wird oder meinen die das ernst? Ach ne, die wird auch auf der Diskussionsseite kritisiert.

    Bist du generell gegen die Erwähnung von Kritikpunkten oder nur bei Theorien etc. die du selber vertrittst?

    Wie auch immer, schauen wir uns die Kritik an der Kritik doch mal an:

    Kritik-Kritik schrieb:

    Ich halte den Abschnitt "Kritik" für überarbeitungsbedürftig, da er sehr einseitig argumentiert.

    Um. Das stimmt! Der Abschnitt argumentiert einseitig!!1!@! 😮 🙄

    Kritik-Kritik schrieb:

    Außerdem werden die Prognosen (welche es ja sind) als sichere Erkenntnisse dargestellt.

    Hat er (berechtigterweise) umformuliert. (Jedoch hat er komischerweise den Abschnitt "Intentionen" nicht in der gleichen Weise überarbeitet.)

    Kritik-Kritik schrieb:

    Was bitte ist "Segregationseffekte" (sollte im Text erklärt werden).

    Ja, klar. Ich bin auch dafür immer und überall, bei jeder Gelegenheit jedes Wort zu erklären und zu definieren. Gibt ja schließlich keine Wörterbücher oder dergleichen.



  • finix schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    Und? Nur weil die Familien ihre Kinder nicht dem staatlichen Schulsystem zuführen (und die Kinder nicht König Drosselbart gucken dürfen!!!), bilden sie sie doch trotzdem. Das ist doch gerade der Witz am Home*schooling*.

    Ich muss gestehen ich kann dir teilweise nur schwer folgen. Zuerst behauptest du die Eltern würden sowas nicht tun und jetzt ist es plötzlich der Witz an der ganzen Sache?

    ??

    Homeschooling, von to school = informieren, nicht the school = die Schule (als Institution). Frei: Homeschooling = Heimunterricht. Guck dir halt mal an, wie Homeschoolung in der Praxis funktioniert. Da werden oft auch Prüfungen geschrieben und ähnliches. (Es gibt auch noch Unschooling, was deutlich autonomer funktioniert ...) Mir kommt es so vor, als argumentierst Du gegen den Fall "Eltern lassen ihre Kinder 24/7 fernsehen".

    Und der Anteil von "homegeschoolten Menschen mit akademischem Abschluß höher als bei normalen Menschen"? Hat deine Quelle auch herausgefunden dass "Korrelation = Kausalzusammenhang" ist?

    [*] Nein, natürlich nicht. Ich werde mir darum sparen, dich weiter mit statistischen Informationen zu belästigen.

    Ich habe keine Lust wieder und wieder wiederholen zu müssen dass ich nie behauptet habe "das Schulsystem derzeit ist teh r0xxorz!!1!"

    Ja, wieso muß man dann seine Kinder fast(?) nur in Deutschland diesem System zuführen? Sogar Frankreich oder Schweden kriegen das anders hin. Aber ne, ist klar, der nazi-deutsche Weg der Schulanwesenheitspflicht muß notfalls bis aufs Messer verteidigt werden ...

    Daniel E. schrieb:

    Die Basis dieser Behauptung hatte ich schon erklärt. Während der Schulzeit sind die Kinder ca. 18 von 24 Stunden daheim. Man kann Kinder aber nicht nur zwischen 8 und 13 Uhr indoktrinieren.

    Ja ne, ist klar. Durch Homeschooling löst sich diese Möglichkeit plötzlich in Luft auf, was?

    [*] Ich komme mir etwas vor, wie in einem Loriot-Sketch. *Du* hast doch behauptet, daß man mit Homeschooling deutlich mehr heimindoktrinierte Kinder produziert, nicht ich, daß es weniger werden ...

    Aber selbst wenn wir uns darauf nicht einigen können - wäre es deiner Meinung nach "gerechtfertigt" wenn die Eltern dem Kind offenkundig Falsches einbläuen?

    [*] Guck, mit dir kann man sich nicht unterhalten. Das ist jetzt dir dritte Suggestivfrage in so einem kurzen Absatz. Damit verschleppst Du ein ums andere mal die Diskussion auf eine neue Ebene, nur damit Du nicht nach A auch mal selbst B sagen mußt.

    Warum ist das eine Suggestivfrage? Weil Du hier wieder die Eltern als das Kind mißhandelnde Einheit unterstellst. Allgemein müßtest Du fragen, ob es gerechtfertigt ist, daß irgendjemand den Kindern offensichtlichen Quatsch erzählt. Und ja, ich habe in der Schule genug falschen Quatsch erzählt bekommen und sogar über die Osterhasenlüge meiner Eltern bin ich weggekommen. War das 'gerechtfertigt' mir etwas falsches zu erzählen? Keine Ahnung, ein Recht auf Richtigkeit gibt es jedenfalls nicht.

    Also bitte. Es zahlt auch derzeit "ein anderer".

    Ja, und deswegen kann es nicht sozialistisch sein, oder wie? Aber wenn Du unbedingt willst: Im Friedman-System wird der Luxus, Privatschulen zu besuchen, nicht nur den Reichen vorbehalten, die im aktuellen System doppelt bezahlen leisten können (Steuern+Schulgebühren). Keine Ahnung, ob das jetzt auf einem sinnlosen Links-Rechts-Schema links oder rechts vom aktuellen System anzutragen ist, sonderlich weit davon ist es jedenfalls nicht weg.

    Und der Punkt "Marktorientierung" sollte wohl nicht an und für sich als Kritik verstanden werden - insbesondere wenn sie zum Teil explizit Motivation für den Bildungsgutschein ist -, sondern sie birgt ganz einfach auch Gefahren mit denen man sich auseinander setzen muss. (Vgl. z.B. die zunehmende Leistungsorientierung im Bildungssystem, die Ambitionen der Wirtschaft bzgl. der Lehrpläne, etc.)

    Tatsächlich, die Gefahr, daß irgendwann Kenntnisse vermittelt werden, die im Beruf auch benötigt werden, läßt sich vermutlich nicht 100% ausschließen. So was aber auch.

    Vielleicht hättest du den angesprochenen Punkt lesen sollen statt von vorneherein zum Schluss "der Staat ist schuld!!" zu kommen:

    wiki schrieb:

    werden Segregationseffekte, noch weiter verstärkt, anstatt abgebaut

    Davon ab sehe ich die Logik deiner Aussage nicht. (Wir haben Problem X bereits, deshalb ist es OK wenn Plan B dieses nicht behebt bzw. verstärkt?)

    Und ich verstehe deine Logik nicht: A verschuldet X, also lassen wir A noch weiter da rummurksen. Ich sage: läßt es halt mal B probieren.

    Die Ursache dafür muss nicht zwangsläufig "Doofheit" sein (und wird es in diesem Fall, bei den meisten wenigstens, wohl nicht sein). Glaubst du wirklich der durchschnittliche Bandarbeiter wird eine ähnlich kompetente und informierte Entscheidung treffen können wie der durchschnittliche Arzt?

    Nein. Das gleiche gilt übrigens auch beim Autokauf, darum bin ich dafür, daß in Zukunft die Ärzte ('die Gebildeten') den Bandarbeitern ('den Doofen') die Autos aussuchen. Absurd, nicht? Das passiert aber doch im aktuellen System. Heck, niemand erwartet, daß man aus dem Ärmel zu seinem Kind die perfekte Schule aussuchen können soll, also gibt es vielleicht einen Vermittler, so ähnlich, wie es auch eine ADAC-Zeitung gibt oder was weiß ich.

    Aber "jemand, der besser informiert über Produkt X ist, hat Vorteile. Also beseitigen wir Qualitätsunterschiede in X" erscheint dezent absurd.

    Fällt es dir tatsächlich so schwer gewisse Unterschiede zwischen diesen "Monopolen" auszumachen? (OT würde mich auch dein Plädoyer für Monopole interessieren...)

    Klar sehe ich einen Unterschied, den Begriff "Zwangsmonopol" für das aktuelle System habe ich schon gebraucht. Konkurrenten werden mit vorgehaltener Waffe aus dem Markt rausgehalten (bzw. eingesperrt, so hat der Thread ja angefangen).
    Mit einem bösen natürlichen Monopol sehe ich keine besonderen Probleme: so lange dieses Monopol seine Arbeit gut macht, sind ohnehin alle zufrieden und wenn nicht, dann gibt es eine Marktlücke. Wenn es sich an einem Ort für Mitbewerber nicht lohnt, eine Schule hinzustellen, dann ist die Marktlücke offenbar nicht allzu riesig, aber könnte dennoch geschlossen werden, zB durch, äh, Heimunterricht ... Gibt es solche Marktlücken im Falle eines Zwangsmonopols, so können diese per definitionem nicht (legal) befriedigt werden.

    [Kritik der Kritik der Kritik gesnippt, weil OT, aber nein, ich kritisiere Kritiken nicht speziell, aber ich kann zur meiner Verteidigung vorbringen, Wikipedia weitestmöglich zu ignorieren.]



  • Hab neulich in der Öffentlichkeit zwei knutschende Schwule gesehen. Sorry, ich finde das einfach eklig.

    Die Majorität kann das nachvollziehen. Für einen normalen Mann (immer noch die Mehrheit) ist das abstoßend. Das ist auch gut so. 😉 Man muss allerdings wissen, dass zwischen 2 und 10% (aus verschiedenen Umfragen) in gewisser Weise homosexuell sind. Denen sagt dies wiederum zu.

    Die rechtliche Beurteilung ist in Abhängigkeit von Land und Zeitraum völlig verschieden und variiert von Homoehe bis Todesstrafe, ein merkwürdiges Phänomen: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Rechtsstatus-Homosexualitaet-Welt.png



  • ...
    Das ist auch gut so.
    ...

    Warum?

    gruss
    v R



  • Wowereit schrieb:

    ...und das ist gut so



  • Wowereit gehört zu einer Minderheit, und er ist keinesfalls ein Vorbild, dem es nachzueifern gilt. Merkel + Sauer sicher auch nicht.


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