Der Papst spricht --- Moslems sauer
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Achte nur darauf, daß die Gläubigen auch den Ungläubigen die Köpfe einschlagen. In diesem Konflikt wird jeder Stellung beziehen müssen. Hier geht's nicht um Gott, hier geht's um Religion und Kultur. Das geht alle an. Intellektuelles Beiseitestehen und schönes Reden werden niemandem nützen.
Marcus Bäckmann spricht hier einen wichtigen Punkt an. Um einen Krieg zwischen islamisch und jüdisch/christlischen Ländern zu vermeiden, sollte man sich im Sinne des Papstes wahrhaft um eine Vermittlung zwischen den verhärteten Fronten bemühen. Judentum, Islam und Christentum sind nah verwandte Religionen. Alle drei Religionen basieren auf dem alten Testament und schöpfen daraus ihre kulturellen Wurzeln.
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Erhard Henkes schrieb:
Dir geht es in diesem noch(!) christlich geprägten Land bezüglich Deiner Freiheit besser als in einem fundamentalistischen Islamstaat. Das solltest Du nicht vergessen.
"christlich geprägtes Land"? Mir erscheint es eher so, dass in diesem Land insgesamt überhaupt keine starke religiöse Prägung vorliegt. Die Freiheit hier ist wohl weniger auf die Religion vieler hier lebender Menschen zurückzuführen, als vielmehr darauf, dass hier ein System jenseits der Religion geschaffen wurde, welches eben entsprechendes hergibt.
...wobei mir durchaus klar ist, dass viele westliche Moralvorstellungen und Wertevorstellungen christlichen Ursprung haben. Ich glaube aber nicht, dass dieses Land freiheitlicher wäre, wenn eine stärkere christliche Religiösität bei den hier lebenden Menschen vorliegen würde. Es wäre IMHO eher das Gegenteil der Fall.
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erinnert mich an einen Sozialkunde-Kurs in den 70ern, der außer mir nur von extremen Linken besetzt war.

alle außer dir waren also extrem. kannste dir vorstellen, was das bedeutet, wenn man auf der autobahn fährt und bemerkt, daß alle anderen geisterfahrer sind?
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wayne
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volkard schrieb:
erinnert mich an einen Sozialkunde-Kurs in den 70ern, der außer mir nur von extremen Linken besetzt war.

alle außer dir waren also extrem. kannste dir vorstellen, was das bedeutet, wenn man auf der autobahn fährt und bemerkt, daß alle anderen geisterfahrer sind?
Selten, dass ich tatsächlich lachen muss wenn ich vorm Monitor sitze *g*Gregor schrieb:
Mir erscheint es eher so, dass in diesem Land insgesamt überhaupt keine starke religiöse Prägung vorliegt.
Oh, das würde ich nicht sagen. Alleine was die Leute für das tägliche Horoskop ausgeben möchte ich nicht wissen. Da lässt man sich von Aberglaube bis hin zu bestimmten Mondphasen alles einreden und das hat sowohl auch mit Religion zu tun.
Das Großreligionen in Zeiten totalen Überflusses wenig Zulauf haben ist klar, die predigen ja des Öfteren Enthaltsamkeit statt Egoismus, und das kommt dann nicht gut ;). Sieht man ja sehr oft: Umso schlechter es einem geht desto eher sucht man wieder jemanden der einem aus der Misere raushelfen kann.
MfG SideWinder
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Was ist den los? Hat wieder jemand eine Karikatur gezeichnet?
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Vertexwahn schrieb:
Was ist den los? Hat wieder jemand eine Karikatur gezeichnet?
Nein der Pappa Ratzi hat nen Witz auf Kosten der Moslems gerissen und wills jetzt nicht so gemeint haben.
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Lol "Pappa Ratzi".

Aber entschuldige dich trotzdem gefälligst für diesen Witz.
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SeppSchrot schrieb:
Lol "Pappa Ratzi".

Das ist aus der SUN glaub ich.
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...
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Ja ja.. gab's da nicht einen Spruch zu, Erhard? Irgendwas mit einem Esel und einem Langohr?
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Dumme Sprüche gibt es viele. Es kommt auf die Haltung an. Der Papst hat vielen Christen in diesem Land wieder Mut gegeben offen zu ihrem Glauben zu stehen. Dieser Kraft können weder Atheisten mit ihren leeren Sprüchen noch Moslems mit ihrer Empfindlichkeit etwas anhaben.

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Erhard Henkes schrieb:
Dumme Sprüche gibt es viele. Es kommt auf die Haltung an. Der Papst hat vielen Christen in diesem Land wieder Mut gegeben offen zu ihrem Glauben zu stehen. Dieser Kraft können weder Atheisten mit ihren leeren Sprüchen noch Moslems mit ihrer Empfindlichkeit etwas anhaben.

jo. organische spambots halt.
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Ach ja, stimmt, danke. Mit den empfindlichen Moslems hast du mich drauf gebracht: "Ein Esel schilt den anderen Langohr."
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Erhard Henkes schrieb:
Dumme Sprüche gibt es viele. Es kommt auf die Haltung an. Der Papst hat vielen Christen in diesem Land wieder Mut gegeben offen zu ihrem Glauben zu stehen. Dieser Kraft können weder Atheisten mit ihren leeren Sprüchen noch Moslems mit ihrer Empfindlichkeit etwas anhaben.

ist dir eigentlich klar, dass du durch deine beleidigenden und unverschämten sprüche einen religiösen/kulturellen konflikt auf die ebene jedes x bliebigen flamewars reduzierst. um auf denen smilie zu antworten. das ist nicht lustig.

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Erhard Henkes schrieb:
Dumme Sprüche gibt es viele. Es kommt auf die Haltung an. Der Papst hat vielen Christen in diesem Land wieder Mut gegeben offen zu ihrem Glauben zu stehen.
Öffentliche Religionsausübung halte ich für schlecht. Die Religion sollte Privatsache jedes einzelnen sein. Das sollte nichts mit der Öffentlichkeit zu tun haben. ...und abgesehen davon: Wenn momentan hunderttausende zu einer Papst-Predigt gehen, dann würde ich das in der heutigen Zeit nicht unbedingt als Ausdruck des Glaubens interpretieren, sondern eher als eine Modeerscheinung. Das ist gerade "In" und in 5 Jahren ist es dann wieder "Out".
Ich bin mir sicher, dass der Glaube im Leben der meisten Leute, die zu soetwas hingehen, eine eher geringe Rolle spielt.
Erhard Henkes schrieb:
Atheisten mit ihren leeren Sprüchen
Was für leere Sprüche meinst Du da denn? Was sagen die Atheisten aus Deiner Sicht und in Deinen Worten?
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Erhard Henkes schrieb:
Judentum, Islam und Christentum sind nah verwandte Religionen. Alle drei Religionen basieren auf dem alten Testament und schöpfen daraus ihre kulturellen Wurzeln.
Nicht nur das, sie sind auch Weiterentwicklungen. Die jeweils jüngere Religion erbt und entwickelt Merkmale der Vorgänger weiter. Gerade darin besteht auch das Konfliktpotential, denn wenn man sich weiterentwickelt, muß der Vorgänger ja was falsch machen, wenn er dem neuen Pfad nicht folgt.
Schlimmer noch, da alle drei Religionen an den gleichen Gott glauben, impliziert das ja, daß wenn eine etwas ablehnt, was die andere macht, daß diese gegen Gotts Gebot verstößt. Monotheistische Relgionen sind daher grundsätzlich miteinander unvereinbar und es muß zum einem Konflikt eskalieren. [Außer eine "Unified Religion" löst alle drei Religionen komplett ab. ;)]
Nur polytheistische Religionen können friedlich nebeneinander exisitieren.
Man sieht das gerade auch am Papstwort. Das mag hier bei viele Atheisten etwas untergehen, aber der Papst ist der Stellvertreter Gottes auf Erden. Wie kommen die Moslems dazu, eine Entschuldigung für eine Aussage zu fordern? Das geht nicht. Die Forderung der Entschuldigung zeigt, daß sie ihn nicht anerkennen, würde er sich entschuldigen, so würde er damit den Islam über das Christentum erhöhen. Es gibt hier keinen Kompromiss.
Unter dem Strich finde ich aber die Äußerung gut - auch wenn sie vermutlich nicht so offensiv gemeint war, wie sie jetzt gemacht wird. Denn anders als die hündisch vor dem Mob auf der Straße kriechenden Politiker hat die katholische Kirche etwas mehr Durchhaltevermögen und beugt sich Drohungen und Attacken nicht so leicht. Letztlich ermöglicht es die Aussage des Papstes den Wackeligen und Wankelmütigen, ihre Kritik am Islam ebenfalls zu äußern, da dieses Thema mehr und mehr aus der politisch inkorrekten Ecke herausgezogen wird.
Kritik kommt natürlich wie üblich aus dem grünen Lager und aus der Liga der ewigen Bedenkenträger, die sich peinlicherweise gerne als Vertreter der Freiheit und Menschenrechte sehen.
Findet Ihr das nicht auch beschämend, daß ausgerechnet die katholische Kirche - nicht gerade ein Sprachrohr der Freiheit - heute Stellung beziehen muß für das Recht auf Diskussion und Diskurs der Religion, während sich die eigentlichen Erben der Säkularisierung hinter Floskeln verbergen und darauf hinweisen, daß man in Bezug auf den Islam mal eben nicht alles so kritisch durchleuchten dürfe, und daß man eben bei diesem speziellen Fall auch mal auf seine Redefreiheit verzichten müsse, damit niemand beleidigt sei?
Oder anders: hat Galileo darauf Rücksicht genommen, ob er die Christen beleidigt, als er auf der Suche nach Wahrheit war?
[Wobei mir beim letzten Satz natürlich diese Geschichtsverzerrung durchaus bewußt ist, ich suchte nur nach einem griffigen Ausspruch.]
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Hallo
Marc++us schrieb:
Findet Ihr das nicht auch beschämend, daß ausgerechnet die katholische Kirche - nicht gerade ein Sprachrohr der Freiheit - heute Stellung beziehen muß für das Recht auf Diskussion und Diskurs der Religion, während sich die eigentlichen Erben der Säkularisierung hinter Floskeln verbergen und darauf hinweisen, daß man in Bezug auf den Islam mal eben nicht alles so kritisch durchleuchten dürfe, und daß man eben bei diesem speziellen Fall auch mal auf seine Redefreiheit verzichten müsse, damit niemand beleidigt sei?
Vielleicht sollte die katholische Kirche auch mit der kritischen Durchleuchtung erstmal bei sich selber anfangen. Ist es Zufall, das der Papst ausgerechnet ein negatives Zitat über den Islam verwendet hat, wo es doch sicher auch genug über die katholische Kirche gegeben hätte? Oder um es mit den bekannten Worten zu sagen : "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein"
bis bald
akari
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Nun, die katholische Kirche hat einen großen Vorteil: das, was heute im Islam geschieht, hat sie vor einigen 100 Jahren getan. Folglich ist Dein Einwand ohne Belang für das Jahr 2006. Ob die Kirche geholfen hat, im 16. Jahrhundert Indianer auszurotten ist für den heutigen Papst Benedikt in Bezug auf die Religionskonflikte des Jahres 2006 nicht wichtig.
Letztlich kann man das sogar umdrehen, die Kirche kann heute sagen "seht her, wir haben aus den Kreuzzügen gelernt, daß Gewalt und Religion nicht vereinbar sind, jetzt lernt das auch".
Es ist auch anderweitig unlogisch. Viele jüngere Deutsche wehren sich dagegen, daß ihnen immer noch die Nazi-Zeit Deutschlands vorgehalten wird. (Sorry für die Sache mit dem Godwin's Law...) Man geht davon aus, daß die Zeit dafür sorgt, daß man nicht mehr für die Sünden seiner Großväter haftet, aber daraus lernt. Die Kirche kann das für sich genauso gut in Anspruch nehmen, daß sie aus der Zeit gelernt hat, das nicht wiederholt, aber sich dafür auch nicht entschuldigt.
Was Dir außerdem nicht klar zu sein scheint, die Kirche kann sich gar nicht entschuldigen, aus zwei einfachen Gründen:
a) die Kirche - bzw. der Papst - vertritt Gott auf Erden. Nach diesem Selbstverständnis ist keine Entschuldigung für irgendwas möglich. Das ist doch offensichtlich. Wer das fordert, hat die Institution der Kirche nicht verstanden.
b) würde man heute seine Schuld an irgendwelchen Ausrottungen eingestehen, würde man sofort vor Gericht verklagt, wodurch eine seltsame rechtliche Situation entsteht, die auch sehr teuer würde. Dies gefährdet kann konkret die Existenz, ist also ebenfalls nicht machbar. Aus dem gleichen Grund entschuldigt sich ja auch kein Staat für seine koloniale Vergangenheit.
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Hallo
Es ist auch anderweitig unlogisch. Viele jüngere Deutsche wehren sich dagegen, daß ihnen immer noch die Nazi-Zeit Deutschlands vorgehalten wird. (Sorry für die Sache mit dem Godwin's Law...) Man geht davon aus, daß die Zeit dafür sorgt, daß man nicht mehr für die Sünden seiner Großväter haftet, aber daraus lernt. Die Kirche kann das für sich genauso gut in Anspruch nehmen, daß sie aus der Zeit gelernt hat, das nicht wiederholt, aber sich dafür auch nicht entschuldigt.
Da du nun einen Vergleich Kirche-Nazivergangenheit ansprichst : Die Nazis wurden (so gut wie möglich) für ihre Verbrechen bestraft. Und die Kirche?
a) die Kirche - bzw. der Papst - vertritt Gott auf Erden. Nach diesem Selbstverständnis ist keine Entschuldigung für irgendwas möglich. Das ist doch offensichtlich. Wer das fordert, hat die Institution der Kirche nicht verstanden.
Stimmt, ich kann nicht verstehen wie eine Organisation Dogmen ohne jede logische und nachvollziehbare Grundlage nur allein auf der Basis "Das hat ein höheres, imaginäres Wesen so befohlen, also haltet die Klappe und denkt was wir euch sagen" aufstellen darf.
b) würde man heute seine Schuld an irgendwelchen Ausrottungen eingestehen, würde man sofort vor Gericht verklagt, wodurch eine seltsame rechtliche Situation entsteht, die auch sehr teuer würde. Dies gefährdet kann konkret die Existenz, ist also ebenfalls nicht machbar. Aus dem gleichen Grund entschuldigt sich ja auch kein Staat für seine koloniale Vergangenheit.
Der Unterschied ist : Kein Staat (der ernst genommen wird) behauptet von sich die moralische Instanz und von Gott geschickt zu sein. Die Kirche schon.
bis bald
akari