C++ Stringoperationen im Vergleich zu C Stringoperationen, C++Anfänger
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Hallole.
Wie schon in meinem gestrigen Post beschrieben bin ich, was C++ angeht Anfänger.
Ich programmiere ISAPI DLLs mit C, möchte aber langfristig auf C++ umsteigen und mache immer wieder Versuche mit c++.In meiner DLL bekomme ich per Socket Streams rein die einen festgelegten Text enthalten. Meine (Haupt) Aufgabe ist es, diesen auseinander zu hacken und in HTML Code zu verpacken, damit ich das an den Browser ausgeben kann.
Bisher arbeitete ich immer mit folgenden funktionen:
strtok - um nach einem Bestimmten Zeichen zu suchen und der String zu zerhacken.
sprintf - um die verschiedenen String-Teile mit HTML Code zusammen zu bauen
strcpy - strcat usw.
Das Ganze oft in einer Schleife.Dabei gehe ich so vor:
- Ich kopiere den OriginalString in einen buffer (damit strtok den nicht zerstört).
- Kopiere den entsprechenden HTML Code in einen anderen HTMLbuffer.
- Verhexle den buffer durch manchmal 10-20 Aufrufe hintereinander von strtok und kopieren die Teilstrings wiederum in verschieden zwischen buffer.
Das Ganze oft in einer Schleifen weil ich bis zu 300 Strings bekomme.- Reserviere Speicher und baue die viele verschiedenen Teilstrings zusammen und schicke das zusammen mit men header, footer usw an den Browser.
Nun meine Frage:
Gibts -vor allem in Sachen strtok- mit C++ eine bessere/einfachere/komfortablere Möglichkeit?
Denn das zerhacken und gleichzeitig Fehlerabfangen nach jedem Strtok (falls der String durch nen Fehler mal anders aussieht) kommt mir ziemlich umständlich und aufwendig vor.
Habe das schon so zig mal gemacht aber es ist ein Mordsaufwand.Aber was anderes fällt mir nicht ein.
Wie kann man das sonst noch machen?Danke Mondmann
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Hi,
also die Klasse std::string bietet einem sehr viel in dieser Richtung: Eine ganze Reihe find()s, substr(), append(), replace, ...
Ich behaupte mal, dass Du mit denen alles hinbekommst, was Du brauchst - und zwar viel einfacher, sicherer, übersichtlicher, .... als mit strtok()&Co.
Gerade bei String-Bearbeitung lohnt sich IMO der Umstieg auf "++".Gruß,
Simon2.
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Du kannst mit find_first_of() nach deinen Trennzeichen im String suchen und anschließend per subtr() die Teilstücke herausschneiden, die dich interessieren.
(und im Gegensatz zu char* kümmert sich std::string selber um den Speicher, den es benötigt)
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std::string ist die String-Klasse. Damit kannst Du strcpy, strcat, strlen und co erschlagen. Statt sprintf verwendest Du std::ostringstream. Bei strtok hilft Dir std::istringstream und istream-operatoren oder std::getline. Hier ein paar Beispiele:
std::string s1; // statt char s1[256]; s1 = "Hallo"; // statt strcpy(s1, "Hallo"); s1 += ", Welt!"; // statt strcat(s1, ", Welt!"); std::istringstream is(s1); std::string t1, t2; is >> t1 >> t2; // ergibt t1 => "Hallo," und t2 => "Welt!" if (!is) throw std::runtime_error("fehler"); // einer der extraction-operatoren ging nicht; die streams werfen selbst leider keine ExceptionsIn den Kommentaren habe ich den äquivalenten C-code untergebracht. Ein wesentlicher Unterschied ist auch, daß Du mit den C++-code keine Bufferüberläufe zu befürchten hast.
Du bist schon auf dem richtigen Weg, auf C++ umzusteigen

Tntnet
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tntnet schrieb:
std::string ist die String-Klasse. Damit kannst Du strcpy, strcat, strlen und co erschlagen. Statt sprintf verwendest Du std::ostringstream. Bei strtok hilft Dir std::istringstream und istream-operatoren oder std::getline.
Wobei strtok vermutlich etwas mächtiger ist als die stringstreams (die nehmen nur Leerzeichen als Worttrennungen - für andere Zerlegungen (z.B. CSV-Dateien werden an ; getrennt) müsstest du da einiges schrauben. Deshalb solltest du strtok() lieber durch find_first_of() und substr() abbilden.
if (!is) throw std::runtime_error("fehler"); // einer der extraction-operatoren ging nicht; die streams werfen selbst leider keine ExceptionsWenn du wirklich Exceptions benötigst - Streams können auch welche werfen (du mußt es ihnen nur sagen)

is.exception(ios::failbit);//von jetzt ab wirft der Stream bei Fehlern eine ios_base::failure Exception
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Also gerade im Falle strtok sieht das folgendermaßen aus:
String den ich bekomme:
123457809 Name,Vorname (10/32) 15-20 **Beantragt** Testkommentar bis 40 Zeichen
So.
Die einzelnen stücke brauche ich jetzt, vor allem die Zahlen in der Klammer, die Uhrzeit, Name und die Zahl am Anfang.
ALso gehe ich hin mit Strtok, suche das erste Leerzeichen:
Den String kopieen ich in einen buffer:char buffer[1024],*p,*p1,*p2,*p3...usw;
strcpy(buffer,String);
//Zahl am Anfang
p=strtok(buffer," ");
if(p==NULL)throw("Fehler beim zerhacken des Strings");//Name
p1=strtok(NULL,",");
if(p1==NULL)throw("Fehler beim zerhacken des Strings");//Vorname
p2=strtok(NULL," ");
if...USW...
bis ich alles durch habe und die verschiedenen pointer auf die enstsprechenden Stellen im buffer Zeigen.
Das packen ich dann in HTML usw....Das ist ein typisches Beispiel.
Denn nur das erste Zeichen finden bringt mir nichts, ich muss den kompletten String systematisch durchsuchen und die einzelnen Teilstücke erst mal behalten und dann weiterverarbeiten.
Wie würde das jetzt mit C++ aussehen?
Mondmann
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OK, dann setze ich mal deinen Code um:
string buffer,p,p1...; //char buffer[1024],*p,*p1,*p2,*p3...usw; int pos,apos; buffer = String; //strcpy(buffer,String); //Zahl am Anfang pos = buffer.find(" "); //p=strtok(buffer," "); if(pos==string::npos) //if(p==NULL) throw("Fehler beim zerhacken des Strings"); else p=buffer.substr(0,pos); //Name apos=pos+1;pos=buffer.find(",",apos); //p1=strtok(NULL,","); if(apos==string::npos) throw("Fehler beim zerhacken des Strings"); else p1=buffer.substr(apos,pos-apos); ...Denn nur das erste Zeichen finden bringt mir nichts,
Das nette an find() und Kollegen ist, daß du auch eine Startposition angeben kannst - auf diese Weise suchst du beim nächsten Durchlauf hinter der letzten gefundenen Position weiter.
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Ich glaube boost bietet auch einiges an Stringoperationen und hat wenn ich mich recht erinnere auch so einen tokenizer. Wenn die Daten komplexer werden ist vielleicht auch spirit interessant, weil man die Daten direkt beim parsen an die variablen binden kann.
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@CStoll
Total Klasse!Vielen Herzlichen Dank...wieder ein Schritt weiter
Habe nur noch das Problemchen , daß er string nicht kennt obwohl ich#include <string>
#include <iostream>eingebunden habe und using namespace std; angegeben habe (was auch immer das heist)
wenn ich string test; angebe, sagt er:
Syntaxfehler: Fehlendes ';' vor Bezeichner 'test' und
'test': nichtdeklarierter BezeichnerKönnte es daran liegen, daß ich langsam einen ziemlichen C/C++ mischmasch habe?
Aber das sollte ja kein Problem sein, denke ich.Was fehlt denn da noch?
Mondmann
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Bei solchen Dingen gibt es 2 Möglichkeiten (zumindest fallen mir 2 gute ein): reguläre Ausdrücke oder ein handgeschriebener Parser.
Regulare Ausdrücke findest Du beispielsweise in der Boost-Bibliothek (wobei die Site momentan ein 404 - not found liefert
). Ein handgeschriebener Parser ist weit aufwendiger aber schneller. Wenn es nicht auf das letzte Quentchen Geschwindigkeit ankommt, nimm reguläre Ausdrücke. Die sind auch wartbarer als was handgeschriebenes.@CStoll: mit dem strtok hast Du nicht ganz recht. Ich habe extra den Verweis auf std::getline(std::istream&, std::string&) gebracht. Das ist die exakte Entsprechung. Dafür hast Du bei den Exceptions bei Streams voll gepunktet

Tntnet
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Mondmann schrieb:
@CStoll
Total Klasse!Vielen Herzlichen Dank...wieder ein Schritt weiter
Habe nur noch das Problemchen , daß er string nicht kennt obwohl ich#include <string>
#include <iostream>eingebunden habe und using namespace std; angegeben habe (was auch immer das heist)
wenn ich string test; angebe, sagt er:
Syntaxfehler: Fehlendes ';' vor Bezeichner 'test' und
'test': nichtdeklarierter BezeichnerKönnte es daran liegen, daß ich langsam einen ziemlichen C/C++ mischmasch habe?
Aber das sollte ja kein Problem sein, denke ich.Was fehlt da noch?
Mondmann
Entweder ergänzt Du nach den includes "using namespace std;" oder Du verwendest voll Qualifizierte Namen, also statt "string" immer "std::string". Wobei ich persönlich das zweite bevorzuge.
Tntnet
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Wenn ich "using namespace std;" einfüge funktionierts nicht.
Bei Deinem 2. Beispiel schon...Vielen Dank, tolles, hilfreiches Forum hier.
Mondmann
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tntnet schrieb:
@CStoll: mit dem strtok hast Du nicht ganz recht. Ich habe extra den Verweis auf std::getline(std::istream&, std::string&) gebracht. Das ist die exakte Entsprechung.
Dann versuch' mal, einen Ausdruck wie 'strtok(data,".,;");' mit getline() darzustellen (bei getline() kannst du nur ein Trennzeichen angeben).
Dafür hast Du bei den Exceptions bei Streams voll gepunktet

Danke für die Blumen

(tja, ein bisschen was bleibt schon hängen, wenn man sich intensiver mit der Standardlib beschäftigt)
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CStoll schrieb:
OK, dann setze ich mal deinen Code um:
string buffer,p,p1...; //char buffer[1024],*p,*p1,*p2,*p3...usw; int pos,apos; buffer = String; //strcpy(buffer,String); //Zahl am Anfang pos = buffer.find(" "); //p=strtok(buffer," "); if(pos==string::npos) //if(p==NULL) throw("Fehler beim zerhacken des Strings"); else p=buffer.substr(0,pos); //Name apos=pos+1;pos=buffer.find(",",apos); //p1=strtok(NULL,","); if(apos==string::npos) throw("Fehler beim zerhacken des Strings"); else p1=buffer.substr(apos,pos-apos); ...Denn nur das erste Zeichen finden bringt mir nichts,
Das nette an find() und Kollegen ist, daß du auch eine Startposition angeben kannst - auf diese Weise suchst du beim nächsten Durchlauf hinter der letzten gefundenen Position weiter.
Bei diesem Beispiel hier..da könnte ich doch das else weglassen, da er nach dem throw eh rausspringt, oder?
Mondmann
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Ja, könntest du eigentlich.
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Ok.
UND wie kann ich das jetzt darstellbar machen?
Ich meine wenn ich in einem Messagebox:MessageBox(NULL,p_buf, "Erster Teilstring", MB_OK);ausgebem will, meckert der, daß er std:string nicht in LPCSTR umwandeln kann. Muss ich das machen?
Generell?
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std::string hat auch eine Methode c_str(), mit der du auf das unterliegende char-Array zugreifen kannst:
MessageBox(NULL,p_buf.c_str(), "Erster Teilstring", MB_OK);PS: Im Zuge der UNICODE-Euphorie wäre vielleicht ein "typedef std::basic_string<TCHAR> tstring;" angebracht

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hmmmm...ich muss als immer wenn ich den String ausgeben will ihn mit c_st() konvertieren???(ich muss ihn ja immer ausgeben)
Kommt mir jetzt etwas umständlich vor....
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Hallo
Du must gar nichts konvertieren, c_str() gibt nur einen Pointer auf das interne char-Array zurück.
Und das must du auch nur dann machen, wenn du einen C-String brauchst. Bei den Standard-Streams aus der STL brauchst du das zum Beispiel nicht, diese verstehen direkt std::string.bis bald
akari
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ok alles klar. Mir fehlt einfach nur noch C++ Grundkenntnisse, es gibt ja genügend tutorials im Internet.
Der größte Vorteil erschließt sich mir dadaurch, da0 ich mich nicht um den Speicher kümmern muss. Ansonsten wird es nicht umbedingt schneller sein..eher langsamer. Das werde ich dann bei weitaus größeren dieser meiner "operationen" schnell merken.
Vielen Dank, Mondmann
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Mondmann schrieb:
...Ansonsten wird es nicht umbedingt schneller sein...
Ich denke, dass man auch nicht der Performance wegen von C auf C++ wechselt. Schließlich kommt man mit C-Code (den man glücklicherweise ja ebenso in C++ nutzen kann) nahezu beliebig tief auf die technische Ebene runter, auf denen man "optimal optimieren" (
) kann.Es hat sich aber einfach in der Praxis heruasgestellt, dass viel an Ärger und Kosten gar nicht durch das eine oder andere % Performanceabstrich verursacht werden, sondern durch Dinge wie "Strukturierung". .... wie sonst hätte sich Java etablieren können
?Wie gesagt: Wo immer das letzte Quentchen an Performance wirklich wichtig ist (und man nicht durch 100 Euro Prozessorkauf 50 Tage Tun-/Testing sparen kann), kann man in C++ immer noch dieselben "Spezialitäten" machen wie unter C.
Gruß,
Simon2.