Windows Xp oder Vista?
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árn[y]ék schrieb:
Es ist einfach ein Unterschied, ob man sich das, was man will, aus fünf Bibliotheken zusammen suchen muss, und diese dann noch zur Zusammenarbeit zu bewegen, oder, ob man alles aus einer Hand schön aufeinander abgestimmt bekommt. Vergiss mal nicht: Die meisten Spiele, die beim Stichwort DirectX immer so schön angehimmelt werden, haben mit DirectX selbst direkt nicht viel am Hut. Vielmehr mit einer der zahlreichen Engines, die ihrerseits DirectX verwenden. Und sei mal ehrlich: Wie viele Engines in der Größenordung von der Unreal- oder Doom-Engine gibt es für Linux?
Ich glaub, das zusammensuchen der bibliotheken wird bei einem großen projet wie einem spiel(/spieleengine) das geringste problem sein... Zudem sind die Bibliotheken bekannt, sodass man sie nur besorgen muss. Durch die portabilität kann man ein weit aus breiteres Publikum erreichen.
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árn[y]ék schrieb:
Es ist einfach ein Unterschied, ob man sich das, was man will, aus fünf Bibliotheken zusammen suchen muss, und diese dann noch zur Zusammenarbeit zu bewegen, oder, ob man alles aus einer Hand schön aufeinander abgestimmt bekommt. Vergiss mal nicht: Die meisten Spiele, die beim Stichwort DirectX immer so schön angehimmelt werden, haben mit DirectX selbst direkt nicht viel am Hut. Vielmehr mit einer der zahlreichen Engines, die ihrerseits DirectX verwenden. Und sei mal ehrlich: Wie viele Engines in der Größenordung von der Unreal- oder Doom-Engine gibt es für Linux?
Warte mal. Erst sagst du es seih ein Nachteil 5 Bibliotheken zu haben, dann sagst du man benuzt doch eh eine Engine. Also was nu?
OpenGL und DirectX geben sich nichts als APIs fuer die Grafikkarte. Beides sind blos APIs, um mit den Treiber der Karte zu kommunizieren. OpenGL hat aber den Vorteil, dass es ein Standard ist und das sich die API nicht aendert.
Zum anderen, OpenGL, OpenAL usw, machen eh was foellig anderes. Die muss man nicht unter einem Hut unterbringen. Bzw., es ist gut das es getrennte Bibliotheken sind, weil man sie dann leichter austauschen kann.
Auch verstehe ich einfach nicht, wieso die Spielehersteller zuerst ein DirectX Spiel programmieren, um ein paar Wochen spaeter einen Mac-Port (auf OpenGL) herausbringen. Wieso programmieren die nicht gleich fuer beide Systeme?
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DEvent schrieb:
Warte mal. Erst sagst du es seih ein Nachteil 5 Bibliotheken zu haben, dann sagst du man benuzt doch eh eine Engine. Also was nu?
Oh, stimmt, da ist mir ein gedachter Satz nicht mit in den Text eingeflutscht

Was ich eben meinte war, dass viele solcher Spiele eine Engine verwenden, und sich dadurch nicht aus zig Bibliotheken eine eigene basteln müssen. Das war kein Punkt pro DirectX sondern ein Punkt contra 5 Libs zusammenwürfeln.
(P.s. ja, ich weiß, dass es Ausnahmen gibt ;))DEvent schrieb:
Auch verstehe ich einfach nicht, wieso die Spielehersteller zuerst ein DirectX Spiel programmieren, um ein paar Wochen spaeter einen Mac-Port (auf OpenGL) herausbringen. Wieso programmieren die nicht gleich fuer beide Systeme?
Wobei du auch zugeben musst, dass sich die Anzahl solcher Portierungen (leider) in Grenzen hält. Ich denke, die meisten solcher Projekte verwenden eine Engine, bei der man mit relativ wenig Aufwand von DirectX auf OGL um"switchen" kann; ein komplettes Recoden würde sich vermutlich nicht rentieren ...
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Also ich bekomme jedesmal einen Kotzkrampf wenn ich OpenGL benutzen muss. Bei DirectX ist wenigens ein objekt(orientiert,basiert)er ansatz dabei mit gespeicherten Status. Also am besten wäre es, wenn es dafür ein platformübergreifenden Wrapper gäbe.
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Es geht ja nicht nur darum, sich mal eben als Entwickler fünf Bibliotheken zusammenzusuchen. Die Machine des Endkunden muss das ja dann auch alles unterstützen.
Linux ist so schon nicht gesegnet mit überschwenglichen Treibersupport - das wird ja nicht besser, wenn es noch mehrere konkurierende APIs gibt.
Die Für-Windows-Entwickler schreiben einfach auf die Packung: Braucht Windows98, DirectX 7 und ne windowsfähige Soundkarte - und das Ding läuft.
Der arme Support für den Linuxport... oh, hab ich vergessen, ID und co. schließen ja für ihre Linuxports Support von vornherein aus
DEvent schrieb:
Auch verstehe ich einfach nicht, wieso die Spielehersteller zuerst ein DirectX Spiel programmieren, um ein paar Wochen spaeter einen Mac-Port (auf OpenGL) herausbringen. Wieso programmieren die nicht gleich fuer beide Systeme
Weil Portablität naturgemäß immer mehr abdecken muss als Spezialanfertigung.
In einer Branche wie der Spielebranche -- wo es nur darauf ankommt, ein Spiel mit der richtigen Jahreszahl im Namen pünklich zum Weinachtsgeschäft in den Regalen stehen zu haben -- bringt man das Spiel natürlich zuerst auf der Plattform raus, die eben doch noch den kleinen Tick schneller ist, um noch den einen kleinen Grafikeffekt reinzubauen, den die Konkurenz nicht hat.Wenn dann die PC Version so langsam auf dem 5Euro Wühltisch rumliegt, kann man ja die Kuh noch weiter melken und portieren, da dann inzwischen auch die anderen Systeme leistungs- und treibermäßig Anschluss gefunden haben.
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árn[y]ék schrieb:
Und sei mal ehrlich: Wie viele Engines in der Größenordung von der Unreal- oder Doom-Engine gibt es für Linux?
Unreal (Tournament 2004, bzw. die Engine davon) und Doom (3). Schonmal zwei.
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In einer Branche wie der Spielebranche -- wo es nur darauf ankommt, ein Spiel mit der richtigen Jahreszahl im Namen pünklich zum Weinachtsgeschäft in den Regalen stehen zu haben -- bringt man das Spiel natürlich zuerst auf der Plattform raus, die eben doch noch den kleinen Tick schneller ist, um noch den einen kleinen Grafikeffekt reinzubauen, den die Konkurenz nicht hat.
Was hat das mit OpenGL zutun?
Also ich bekomme jedesmal einen Kotzkrampf wenn ich OpenGL benutzen muss. Bei DirectX ist wenigens ein objekt(orientiert,basiert)er ansatz dabei mit gespeicherten Status. Also am besten wäre es, wenn es dafür ein platformübergreifenden Wrapper gäbe.
DirectX und OpenGL sind beides State-Maschinen. Nur weil in DirectX paar Klassen drinner sind, ist der Unterschied gering.
Die Für-Windows-Entwickler schreiben einfach auf die Packung: Braucht Windows98, DirectX 7 und ne windowsfähige Soundkarte - und das Ding läuft.
Auf der Verpackung steht: Windows 95, Windows 98, Windows Me, Windows 2000, Windows XP und Vista. Und seit wann geben die irgendeinen Support auf die Spiele? Man muss ja dankbar sein das nach einem Jahr noch Patches fuer das Spiel gibt, aber Garantien gibts da IMHO keine.
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DEvent schrieb:
árn[y]ék schrieb:
Es ist einfach ein Unterschied, ob man sich das, was man will, aus fünf Bibliotheken zusammen suchen muss, und diese dann noch zur Zusammenarbeit zu bewegen, oder, ob man alles aus einer Hand schön aufeinander abgestimmt bekommt. Vergiss mal nicht: Die meisten Spiele, die beim Stichwort DirectX immer so schön angehimmelt werden, haben mit DirectX selbst direkt nicht viel am Hut. Vielmehr mit einer der zahlreichen Engines, die ihrerseits DirectX verwenden. Und sei mal ehrlich: Wie viele Engines in der Größenordung von der Unreal- oder Doom-Engine gibt es für Linux?
Warte mal. Erst sagst du es seih ein Nachteil 5 Bibliotheken zu haben, dann sagst du man benuzt doch eh eine Engine. Also was nu?
OpenGL und DirectX geben sich nichts als APIs fuer die Grafikkarte. Beides sind blos APIs, um mit den Treiber der Karte zu kommunizieren. OpenGL hat aber den Vorteil, dass es ein Standard ist und das sich die API nicht aendert.
Zum anderen, OpenGL, OpenAL usw, machen eh was foellig anderes. Die muss man nicht unter einem Hut unterbringen. Bzw., es ist gut das es getrennte Bibliotheken sind, weil man sie dann leichter austauschen kann.
Auch verstehe ich einfach nicht, wieso die Spielehersteller zuerst ein DirectX Spiel programmieren, um ein paar Wochen spaeter einen Mac-Port (auf OpenGL) herausbringen. Wieso programmieren die nicht gleich fuer beide Systeme?
foellig

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DEvent schrieb:
Was hat das mit OpenGL zutun?
Ich hatte deine Frage "Wieso programmieren die nicht gleich fuer beide Systeme?" weiter aufgefasst, nicht nur auf die GrafikAPI bezogen.
DEvent schrieb:
Auf der Verpackung steht: Windows 95, Windows 98, Windows Me, Windows 2000, Windows XP und Vista.
Ja genau, "und"! Das ist doch für jedes SW-Unternehmen der Hammer, wenn sie so eine breite Käuferschicht bedienen können, ohne den Aufwand oder Kompromiss machen zu müssen, der bei Portabiliät zwischen z.B. MacOs & Win aufkäme.
DEvent schrieb:
Man muss ja dankbar sein das nach einem Jahr noch Patches fuer das Spiel gibt, aber Garantien gibts da IMHO keine.
Ja -- leider war. Trotzdem finde ich die gängige Praxis bezeichnend, dass Spiele in der Winversion in den Handel kommt und dann erst später für umsonst evtl. eine kostenlose Linuxbinary zum Download angeboten wird. Man hat da ja schon irgendwie den Eindruck, die Entwickler/Publisher trauten sich nicht, Geld dafür zu verlangen. Das verbleibende Risiko bei einer (nachträglichen!) Portierung scheint ja dann auf Drittfirmen abgewälzt zu werden. Loki ist ja schon Pleite...
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SeppSchrot schrieb:
DEvent schrieb:
Man muss ja dankbar sein das nach einem Jahr noch Patches fuer das Spiel gibt, aber Garantien gibts da IMHO keine.
Ja -- leider war. Trotzdem finde ich die gängige Praxis bezeichnend, dass Spiele in der Winversion in den Handel kommt und dann erst später für umsonst evtl. eine kostenlose Linuxbinary zum Download angeboten wird. Man hat da ja schon irgendwie den Eindruck, die Entwickler/Publisher trauten sich nicht, Geld dafür zu verlangen. Das verbleibende Risiko bei einer (nachträglichen!) Portierung scheint ja dann auf Drittfirmen abgewälzt zu werden. Loki ist ja schon Pleite...
Loki? Du meinst jetzt aber nicht die Bibliothek von Alexandrescu? Ne im Ernst, was war das für ne Firma?
Also bei Unreal Tournament 2004 war die Linux-Version gleich mit auf der DVD. Deswegen hab ichs auch gekauft.

Hmm, da fällt mir die lustige Praxis ein, dass einige Radio-Sender nur englische Lieder spielen weil die Werbekunden darauf bestehen, dass ihre Werbung zwischen zwei englischen Liedern platziert wird.

EDIT: Und noch was vergleichbares fällt mir ein:
Es gab mal (ganz ganz früher) PCs, die wurden ohne Lüfter verkauft, weil das einfach nicht nötig war. Die waren also schön leise. Irgendwann ist man aber dazu übergegangen, grundlos nen Lüfter einzubauen damit die Kunden das auch kaufen.
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Loki? Du meinst jetzt aber nicht die Bibliothek von Alexandrescu?
Die Bibliothek von Alexandria ist auch pleite, da unversichert abgebrannt.

Ich meinte Loki Games. Die haben einige bekannte PC Spiele nachträglich portiert und sind auch an der SDL nicht ganz unschuldig.
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Es sei noch erwähnt, dass OpenAL zur Zeit von Creative ordentlich gepusht wird, weil es sonst keinen hardwarebeschleunigten Klang unter Vista zu haben gibt. (Wobei Creative es aber immernoch nicht hinbekommen hat einen Linux-Treiber für X-Fi-Karten zu veröffentlichen oder gar ein paar Spezifikationen freizulegen
)Das hat praktischerweise sowohl mit der aktuellen Diskussion als auch mit der Ursprungsfrage zu tun ;).