"Gotteslästerung" - §166 des StGB verschärfen?
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Ich befürworte ganz klar eine Einstampfung dieses unseeligen Paragraphen.
Und als ob das Ansinnen an sich schon nicht schwachsinnig genug wäre, die Formulierung «das Vertrauen der Betroffenen in die Achtung ihrer religiösen oder weltanschaulichen Überzeugung beeinträchtigen oder bei Dritten die Bereitschaft zu Intoleranz» macht das Ganze entweder prinzipiell undurchführbar oder entlarvt es als Heuchelei, zugeschnitten auf bestimmte Gruppen.
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Ach die CSU mal wieder

Meinungs-/Pressefreiheit geht vor!
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Ich will auch einen, der uns vor klischee-behafteten Programmierer-Witzen schützt!

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Ich finde es bemerkenswert, dass der Glaube an das Wirken und die Existenz höherer Wesen gesetzlich geschützt werden muss.
Nachvollziehen kann ich nur eins :
Wenn ich meinen Kindern erzähle, dass es Drachen, Feen, Zauberer oder Teddybären in Wirklichkeit nicht existieren, dann störe ich in der Tat den (häuslichen) "öffentlichen Frieden".
Aber drei Jahre Knast oder eine Geldstrafe dafür sind definitiv absurd.

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Was nicht existiert kann auch nicht belästert werden. Also wäre Abschaffung die richtigere Lösung.
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Auch wenn das einen möglichen Flamewar provoziert (an dem ich nicht vorhabe teilzunehmen): Woher willst du wissen, dass Gott nicht existiert?
Ganz genau, das kannst du nämlich nicht sagen.
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Demnach soll künftig nicht erst eine Beschimpfung von Religion und Kirche strafbar sein, die den öffentlichen Frieden stören könnte. Bereits die Herabwürdigung oder Verspottung soll unter Strafe gestellt werden. Der öffentliche Friede sei schon dann gestört, wenn der Spott «das Vertrauen der Betroffenen in die Achtung ihrer religiösen oder weltanschaulichen Überzeugung beeinträchtigen oder bei Dritten die Bereitschaft zu Intoleranz» gegenüber Religion fördern könne
wenn sich also jemand herabwürdigend oder verspottent über das fliegendes spaghettimonster äußert darf ich ihn verklagen? cool
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muhi schrieb:
Auch wenn das einen möglichen Flamewar provoziert (an dem ich nicht vorhabe teilzunehmen): Woher willst du wissen, dass Gott nicht existiert?
Ganz genau, das kannst du nämlich nicht sagen.
Stimmt. Genau so wenig, wie man mit Sicherheit sagen kann, dass der Weihnachtsmann, der Osterhase, die Zahnfee oder kleine grüne Marsmännchen nicht existieren.
Merke: Dinge, deren Existenz nicht bewiesen werden kann, exisitieren so lange nicht, bis deren Existenz bewiesen werden kann.
Ergo: Es gibt keinen Gott, bis eindeutig das Gegenteil bewiesen ist.
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muhi schrieb:
Auch wenn das einen möglichen Flamewar provoziert (an dem ich nicht vorhabe teilzunehmen): Woher willst du wissen, dass Gott nicht existiert?
Ganz genau, das kannst du nämlich nicht sagen.
Das stimmt. Man kann niemandes Existenz oder Nichtexistenz beweisen. Allerdings koennen wir Gott nicht erkennen. Es ist also irrational, von seiner Existenz auszugehen.
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Fye schrieb:
muhi schrieb:
Auch wenn das einen möglichen Flamewar provoziert (an dem ich nicht vorhabe teilzunehmen): Woher willst du wissen, dass Gott nicht existiert?
Ganz genau, das kannst du nämlich nicht sagen.
Stimmt. Genau so wenig, wie man mit Sicherheit sagen kann, dass der Weihnachtsmann, der Osterhase, die Zahnfee oder kleine grüne Marsmännchen nicht existieren.
Merke: Dinge deren Existenz nicht bewiesen werden kann, exisitieren so lange nicht, bis deren Existenz bewiesen werden kann.
Ergo: Es gibt keinen Gott, bis eindeutig das Gegenteil bewiesen ist.
Er existiert einfach genau für diejenigen, die glauben dass er existiert. Und das hat nichts mit irgendwelchen mathematischen Widerspruchsbeweisen oder sowas zu tun. (Finde das immer ziemlich lächerlich, wenn man mit strikter Logik an so etwas wie Glauben rangeht)
Also wenn wir mit dem Gesetz vor so Dreck wie "Popetown" verschont werden würden, wäre ich sogar dafür.

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this->that schrieb:
Er existiert einfach genau für diejenigen, die glauben dass er existiert.
Aber nur in deren Fantasie.
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Fye schrieb:
Merke: Dinge, deren Existenz nicht bewiesen werden kann, exisitieren so lange nicht, bis deren Existenz bewiesen werden kann.
Ahja, die Welt war also nicht immer aus Atomen aufgebaut. Die gibt's ja erst seit sie nachgewiesen wurden. Aus was war sie vorher? Zucker?
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this->that schrieb:
(Finde das immer ziemlich lächerlich, wenn man mit strikter Logik an so etwas wie Glauben rangeht)
Wie soll man sich denn einer Hypothese naehern, wenn nicht mit Logik?
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muhi schrieb:
Auch wenn das einen möglichen Flamewar provoziert (an dem ich nicht vorhabe teilzunehmen): Woher willst du wissen, dass Gott nicht existiert?
Kommt ganz drauf an was du nun mit "Gott" meinst. Wenn du vom christlichen Gott sprichst gibt es, je nachdem an welche Definition desselben du dich hältst, schon einige durchaus überzeugende Argumente dass dieser nicht existiert. Wenn du auf "Beweise" im mathematischen Sinn aus bist: diese Forderung ist komplett absurd.
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Fye schrieb:
Merke: Dinge, deren Existenz nicht bewiesen werden kann, exisitieren so lange nicht, bis deren Existenz bewiesen werden kann.
man kann aber trotzdem glauben oder annehmen, dass sie vielleicht doch existieren. einfach zu sagen, wofür es keinen beweis gibt, das gibt es definitiv nicht, halte ich für falsch und dumm. wenn man die existenz von etwas nicht beweisen kann, dann kann man über dessen existenz oder nicht-existens keine aussage treffen (ausser vermutungen vielleicht).

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Undertaker schrieb:
einfach zu sagen, wofür es keinen beweis gibt, das gibt es definitiv nicht, halte ich für falsch und dumm.
Noch schlimmer: es ist fantasielos.
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Undertaker schrieb:
Fye schrieb:
Merke: Dinge, deren Existenz nicht bewiesen werden kann, exisitieren so lange nicht, bis deren Existenz bewiesen werden kann.
man kann aber trotzdem glauben oder annehmen, dass sie vielleicht doch existieren. einfach zu sagen, wofür es keinen beweis gibt, das gibt es definitiv nicht, halte ich für falsch und dumm. wenn man die existenz von etwas nicht beweisen kann, dann kann man über dessen existenz oder nicht-existens keine aussage treffen (ausser vermutungen vielleicht).

Aber man kann, wie du schon sagst, Vermutungen darüber anstellen wie wahrscheinlich deren Existenz ist. Vor allem aber, solange es absolut keinerlei Hinweis auf deren Existenz gibt, wäre es albern so zu tun als gäbe es sie.
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this->that schrieb:
Undertaker schrieb:
einfach zu sagen, wofür es keinen beweis gibt, das gibt es definitiv nicht, halte ich für falsch und dumm.
Noch schlimmer: es ist fantasielos.
Ja, Fantasie ist tatsächlich die richtige Bezeichnung

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Undertaker schrieb:
man kann aber trotzdem glauben oder annehmen, dass sie vielleicht doch existieren.
Ich habe ja gar nichts gegen die Leute, die an Fabelwesen, Götter oder Ähnliches glauben. Die müssen sich nur im klaren sein, dass die falsch liegen können, und alles nur in ihrer Fantasie existiert.
Undertaker schrieb:
einfach zu sagen, wofür es keinen beweis gibt, das gibt es definitiv nicht, halte ich für falsch und dumm.
Das habe ich auch nicht gesagt. Lies meine Sätze zu Ende:
Fye schrieb:
Merke: Dinge deren Existenz nicht bewiesen werden kann, exisitieren so lange nicht, bis deren Existenz bewiesen werden kann.
Von definitiv ist keine Rede.
Undertaker schrieb:
wenn man die existenz von etwas nicht beweisen kann, dann kann man über dessen existenz oder nicht-existens keine aussage treffen.
Mein Reden.
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finix schrieb:
Undertaker schrieb:
Fye schrieb:
Merke: Dinge, deren Existenz nicht bewiesen werden kann, exisitieren so lange nicht, bis deren Existenz bewiesen werden kann.
man kann aber trotzdem glauben oder annehmen, dass sie vielleicht doch existieren. einfach zu sagen, wofür es keinen beweis gibt, das gibt es definitiv nicht, halte ich für falsch und dumm. wenn man die existenz von etwas nicht beweisen kann, dann kann man über dessen existenz oder nicht-existens keine aussage treffen (ausser vermutungen vielleicht).

Aber man kann, wie du schon sagst, Vermutungen darüber anstellen wie wahrscheinlich deren Existenz ist. Vor allem aber, solange es absolut keinerlei Hinweis auf deren Existenz gibt, wäre es albern so zu tun als gäbe es sie.
das stimmt. es gilt in beide richtungen.
Fye schrieb:
Fye schrieb:
Merke: Dinge deren Existenz nicht bewiesen werden kann, exisitieren so lange nicht, bis deren Existenz bewiesen werden kann.
Von definitiv ist keine Rede.
man kann es auch so markieren:
Fye schrieb:
Merke: Dinge deren Existenz nicht bewiesen werden kann, exisitieren so lange nicht, bis deren Existenz bewiesen werden kann.
der kern deines satzes ist: sie existieren nicht, bis deren existenz bewiesen ist.
das würde ja bedeuten, dass man durch beweise dinge herbeizaubern kann und eine solche aussage ist einfach nicht richtig.
