Warum gibts es soviel Freeware?



  • nman schrieb:

    Apeman schrieb:

    rüdiger schrieb:

    Und Firmen die mit Open Source Geld machen, sind ja mittlerweile gar nicht mal so selten...

    die können aber nur durch sponsoren überleben.

    Blödsinn. MySQL braucht keine Almosen.

    mysql z.b. verdient an dem kostenpflichtigen 'mysql-network' und mysql ist z.b. eine sehr gute software, die sich mit grossen, kommerziellen dbms messen kann. aber das ist eine ausnahme. z.b. irgendwelche linux-distributoren würden wohl ohne sponsoring nicht überleben können.
    🙂



  • Apeman schrieb:

    z.b. irgendwelche linux-distributoren würden wohl ohne sponsoring nicht überleben können.
    🙂

    Ich würd ehr sagen, irgendwelche Linux-Distributionen könnten nicht ohne die freiwilligen Helfer überleben, die Packete einpflegen. Die Sponsoren bezahlen dann das Hosting. Aber das ist eh eine viel zu allgemeine Aussage 🙂

    Ich sehe genau ein Problem. Es gibt zwei Situationen:

    1. Eine Firma gibt einen Auftrag eine Software zu erstellen und bezahlt damit die gesamte Entwicklung, damit sie am Ende ihre Speziallösung haben. In diesem Fall ist es gut, wenn die Quelltexte mit übergeben werden, oder vielleicht sogar veröffentlicht werden. Denn durch das veröffentlichen entstehen keine zusätzlichen Kosten und der Kunde, also die Firma, ist nicht vom Willen des Softwareherstellers abhängig.

    2. Ein Softwarehaus entwickelt eine Software für, sagen wir alle Dachdecker. Jetzt soll und kann natürlich ein Dachdeckerbetrieb nicht die gesamte Softwareentwicklung bezahlen, damit die Software dann kostenlos an andere Dachdecker weiter gegeben werden kann. Also stellt die Softwarefirma die Software her und verkauft sie an so viele Dachdecker, wie möglich. Somit zahlt im Idealfall jeder Dachdecker seinen Anteil an der Software, die er nutzt.

    Im ersten Fall, kann man leicht die Software als OpenSource freigeben. Wie man aber mit OpenSource erreichen will, dass jeder Kunde seinen Anteil an der Entwicklung bezahlt, ist mir bis jetzt nicht nicht eingefallen 😞



  • Apeman schrieb:

    z.b. irgendwelche linux-distributoren würden wohl ohne sponsoring nicht überleben können.
    🙂

    So ein Schwachsinn 👎



  • ProgChild schrieb:

    Im ersten Fall, kann man leicht die Software als OpenSource freigeben. Wie man aber mit OpenSource erreichen will, dass jeder Kunde seinen Anteil an der Entwicklung bezahlt, ist mir bis jetzt nicht nicht eingefallen 😞

    Sowas macht man dann über die Dachdeckerinnung oä. Oder man schreibt irgendwas kleines für einen einzelnen Dachdecker und verdient dann daran, dass man das allen anderen Dachdeckern einrichtet. (Die decken lieber Dächer, als Software in Betrieb zu nehmen und eanzupassen.)



  • Apeman schrieb:

    mysql z.b. verdient an dem kostenpflichtigen 'mysql-network' und mysql ist z.b. eine sehr gute software, die sich mit grossen, kommerziellen dbms messen kann.

    Eigentlich ist MySQL Schrott, der sich nur für ein kleines Anwendungsgebiet überhaupt einsetzen lässt, aber lassen wir das.

    z.b. irgendwelche linux-distributoren würden wohl ohne sponsoring nicht überleben können. 🙂

    Schau Dir mal RedHat an. Glaubst Du wirklich, dass _die_ Almosen nötig haben?



  • nman schrieb:

    z.b. irgendwelche linux-distributoren würden wohl ohne sponsoring nicht überleben können. 🙂

    Schau Dir mal RedHat an. Glaubst Du wirklich, dass _die_ Almosen nötig haben?

    du suchst immer die extremfälle heraus 😉
    ausserdem ist sponsoring kein 'almosen verteilen'. die geldgeber haben meistens auch was davon und wenn's nur dazu dient, weniger steuern zu zahlen oder aus public relations -gründen.
    🙂



  • Apeman schrieb:

    und mysql ist z.b. eine sehr gute software, die sich mit grossen, kommerziellen dbms messen kann. aber das ist eine ausnahme.

    lol, klar, DB2 und Oracle müssen sich bei mysql echt warm anziehen.



  • nman schrieb:

    Sowas macht man dann über die Dachdeckerinnung oä. Oder man schreibt irgendwas kleines für einen einzelnen Dachdecker und verdient dann daran, dass man das allen anderen Dachdeckern einrichtet. (Die decken lieber Dächer, als Software in Betrieb zu nehmen und anzupassen.)

    Und was ist, wenn die Software keine Anpassung braucht und "Out-Of-The-Box" funktioniert? Okay... man könnte Schulungen machen, aber die kann man ja nicht so teuer machen, dass die Entwicklungskosten gedeckt werden.



  • GPC schrieb:

    lol, klar, DB2 und Oracle müssen sich bei mysql echt warm anziehen.

    Warscheinlich nicht, was Features und Skalierbarkeit angeht, aber man braucht nicht immer solche Featuremonster für ein Projekt/Auftrag zu benutzen.



  • Apeman schrieb:

    du suchst immer die extremfälle heraus 😉

    Naja, gibt es so furchtbar viele kommerzielle GNU/Linux-Distros?

    Natürlich sind nonkommerzielle Distros bis zu einem gewissen Grad auf Sponsoring angewiesen, aber kommerzielle?

    ausserdem ist sponsoring kein 'almosen verteilen'. die geldgeber haben meistens auch was davon und wenn's nur dazu dient, weniger steuern zu zahlen oder aus public relations -gründen.
    🙂

    Wegen Steuervorteilen und Public Relations? Hast Du eine Ahnung. Eher deswegen, weil man bestimmte Features gut gebrauchen kann oder Software dann selbst (auch für Kunden) weiterverwendet.

    ProgChild: Die ursprünglichen Entwicklungskosten müssen natürlich schon mit dem ersten Auftrag gedeckt sein. Darum schreibt man dem ersten Dachdecker auch nur was kleines, weil der vmtl. nicht so viel Geld ausgeben kann/möchte. Mit Schulungen/Inbetriebnahmeunterstützung oä kann man ja nicht Kosten für eine bereits abgeschlossene Entwicklung abdecken.



  • nman schrieb:

    Die ursprünglichen Entwicklungskosten müssen natürlich schon mit dem ersten Auftrag gedeckt sein. Darum schreibt man dem ersten Dachdecker auch nur was kleines, weil der vmtl. nicht so viel Geld ausgeben kann/möchte. Mit Schulungen/Inbetriebnahmeunterstützung oä kann man ja nicht Kosten für eine bereits abgeschlossene Entwicklung abdecken.

    Ja, sag ich ja. Okay... hierfür wäre das eine Lösung, die in den meisten Situationen wohl ausreichend ist. Allerdings gibt es auch Software, wo ein einzelner Benutzer nichtmal die Entwicklung einer Minimalversion bezahlen kann. Also das, was man alles so im Kaufhaus zu kaufen kriegt, bzw. ein anderes Beispiel wäre wäre Studio-Software für Musikproduktion.



  • ProgChild schrieb:

    nman schrieb:

    Die ursprünglichen Entwicklungskosten müssen natürlich schon mit dem ersten Auftrag gedeckt sein. Darum schreibt man dem ersten Dachdecker auch nur was kleines, weil der vmtl. nicht so viel Geld ausgeben kann/möchte. Mit Schulungen/Inbetriebnahmeunterstützung oä kann man ja nicht Kosten für eine bereits abgeschlossene Entwicklung abdecken.

    Ja, sag ich ja. Okay... hierfür wäre das eine Lösung, die in den meisten Situationen wohl ausreichend ist. Allerdings gibt es auch Software, wo ein einzelner Benutzer nichtmal die Entwicklung einer Minimalversion bezahlen kann. Also das, was man alles so im Kaufhaus zu kaufen kriegt, bzw. ein anderes Beispiel wäre wäre Studio-Software für Musikproduktion.

    Darum wünsche ich eine Koexistenz von freier und kommerzieller Software.



  • code_pilot schrieb:

    thordk schrieb:

    für geld zu coden hat meist den nachteil, dass man sich dann kunden einfängt, die bestimmte features wollen, man plötzlich unter zeitdruck arbeitet usw. freie software ist da wesentlich angenehmer.

    Dir ist schon klar, das es hier EINIGE gibt, die für Geld Software entwickeln???

    ich bin z.b. einer von denen 😉 und ich seh in open source keinerlei bedrohung. was open source nicht bieten kann sind wartungsverträge vom hersteller, garantie von funktionalität und sicherheit, leistungsmerkmale nach lastenheft usw. das bleibt immer noch professioneller software-entwicklung vorbehalten und das ist auch der bereich, wo das meiste geld gemacht wird.



  • code_pilot schrieb:

    nman schrieb:

    Und OpenSource bedeutet ja auch nicht, dass Du auf gut Glück Software schreibst und diese dann gratis überall verfügbar machst. Idr. beauftragt Dich ein Kunde, Du sagst, was das kostet, entwickelst und bekommst Dein Geld. Und wenn dann ein anderer Kunde die Software auch benötigen könnte, ihm aber noch ein paar Features fehlene, dann bezahlt er eben für Erweiterung, Anpassungen, Support und Inbetriebnahme oä.

    Gut, in diesem Punkt gebe ich dir Recht. Aber der Nebeneffekt ist doch, das wenn man als Firma seine Software als Open Source veröffentlichen würde, es auch neue Mitbewerber am Markt gibt, die sich auf die Weiterentwicklung eben dieser Software konzentrieren würden. Weil sie ja "frei" ist, und nicht mehr an den Hersteller gebunden. Der Hersteller geht dann irgendwann pleite, erzeugt, durch seine eigene Software, und durch Unternehmen - vielleicht sogar nur kleine Ein-Mann Firmen - die dann weiterhin damit leben. Oder sehe ich das auch falsch? Ich meine, man kann doch den Kunden nicht vertraglich daran binden, wer seine Software weiterschreibt, wenn sie quelloffen ist? Wenn der Kunde sogar das Recht hat, sie weiterzuverbreiten, inkl. dem Quelltext?

    Dann benutze eine vernueftige Lizenz. Die GPL z.b. sagt dass wenn ein Konkurrent deinenen Quellcode benutzt, modifiziert und vertreibt, er den Code ebenfalls unter GPL stellen muss. Somit kannst du aus den Erweiterungen von deinem Konkurrenten deinen Vorteil ziehen.

    Man kann auch mehrere Lizenzen vergeben, mach es so wie Trolltech. Quellcode ist offen, aber es kann sich keine Konkurrenzfirma dran bereichern. Komischerweise gibts es etliche ziemlich erfolgreiche Firmen, die OSS verkaufen, ohne negativen Beispiele. Aber trotzdem gibt es haufenweise Leute die OSS als den Ruin der IT-Wirtschaft ansehen.

    Oder gabs irgendwann den Fall das eine Firma, die OSS verkauft hat, von einer anderen "uebernommen" wurde, wie du es schilderst?



  • ProgChild schrieb:

    1. Ein Softwarehaus entwickelt eine Software für, sagen wir alle Dachdecker. Jetzt soll und kann natürlich ein Dachdeckerbetrieb nicht die gesamte Softwareentwicklung bezahlen, damit die Software dann kostenlos an andere Dachdecker weiter gegeben werden kann. Also stellt die Softwarefirma die Software her und verkauft sie an so viele Dachdecker, wie möglich. Somit zahlt im Idealfall jeder Dachdecker seinen Anteil an der Software, die er nutzt.

    Im ersten Fall, kann man leicht die Software als OpenSource freigeben. Wie man aber mit OpenSource erreichen will, dass jeder Kunde seinen Anteil an der Entwicklung bezahlt, ist mir bis jetzt nicht nicht eingefallen 😞

    Woher kommen diese komischen Legenden? Wenn ihr eine vernueftige Lizenz habt, dann kann euch das gar nicht passiere, denn es waehre Diebstahl. Das ist das gleiche wie wenn jemand deine Software cracken wuerde und bei emule sharen wuerde.



  • thordk schrieb:

    was open source nicht bieten kann sind wartungsverträge vom hersteller, garantie von funktionalität und sicherheit, leistungsmerkmale nach lastenheft usw. das bleibt immer noch professioneller software-entwicklung vorbehalten und das ist auch der bereich, wo das meiste geld gemacht wird.

    Ach herrje. Natürlich, die Lizenz sagt nämlich, dass man kein Lastenheft habe darf, keine Wartungsverträge anbieten darf, Funktionalität und Sicherheit weniger gut als bei anderen Lizenzen garantieren kann etc. 🙄

    ProgChild: Klar, ich sage ja auch nicht, dass FOSS die Universallösung ist, ich widerspreche ja nur diesem Schwachsinn von wegen "FOSS kann nicht professionell sein", "mit FOSS kann man kein Geld verdienen", etc.



  • ProgChild schrieb:

    GPC schrieb:

    lol, klar, DB2 und Oracle müssen sich bei mysql echt warm anziehen.

    Warscheinlich nicht, was Features und Skalierbarkeit angeht, aber man braucht nicht immer solche Featuremonster für ein Projekt/Auftrag zu benutzen.

    Klar, das stimmt schon. Aber es gibt Alternativen, die den "MySQL-Bereich" ebenso abdecken. Und das besser. Der Punkt ist nur, das MySQL halt keine sehr gute Software ist.



  • nman schrieb:

    thordk schrieb:

    was open source nicht bieten kann sind wartungsverträge vom hersteller, garantie von funktionalität und sicherheit, leistungsmerkmale nach lastenheft usw. das bleibt immer noch professioneller software-entwicklung vorbehalten und das ist auch der bereich, wo das meiste geld gemacht wird.

    Ach herrje. Natürlich, die Lizenz sagt nämlich, dass man kein Lastenheft habe darf, keine Wartungsverträge anbieten darf, Funktionalität und Sicherheit weniger gut als bei anderen Lizenzen garantieren kann etc. 🙄

    ProgChild: Klar, ich sage ja auch nicht, dass FOSS die Universallösung ist, ich widerspreche ja nur diesem Schwachsinn von wegen "FOSS kann nicht professionell sein", "mit FOSS kann man kein Geld verdienen", etc.

    und wartungsverträge, lastenheft und co. bietest du unentgeldlich an? open source war das falsche wort, bevor das zu sehr in richtung open source und "frei" geht: es ging um freeware, kostenlose software. ob nu open source oder nich is hupe.
    wenn man ein softwarepaket kostenlos zur verfügung stellt, aber dann verträge für service und dergleichen in rechnung stellt, ist die abgrenzung zur freeware maximal noch eine ideelle.



  • DEvent schrieb:

    Woher kommen diese komischen Legenden? Wenn ihr eine vernueftige Lizenz habt, dann kann euch das gar nicht passiere, denn es waehre Diebstahl. Das ist das gleiche wie wenn jemand deine Software cracken wuerde und bei emule sharen wuerde.

    Ja, das ist schon richtig. Aber der vorteil von OpenSource geht zumindest in Teilen verloren, wenn der Kunde sie nicht selbst erweitern kann, wie er will. Natürlich kann man das, was im Moment mehr oder weniger technisch durchgesetzt wird, auch durch Verträge erreichen. Dann hat man aber wohl kaum noch einen Unteschied.



  • open source hat nur einen einzigen vorteil. leute die selbst programmieren, können sich den code anschauen, davon lernen und/oder den code für eigene programme ausschlachten (egal, ob die lizenz das erlaubt. es merkt ja doch keiner).
    🙂


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