Was hindert ein Betriebssystem wie Linux daran sich durchzusetzen?



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  • Nobuo T schrieb:

    Ja, das hat wahrlich Niveau. Ihr seid echt schon ziemlich 1337. 🙄

    Niemand hier behauptet 1337 zu sein und hält sich für 1337. Du stellst dich erst doof an und beklagst dich dann, wie schlecht Linux doch sei, weil die "Evaluation Binaries" deiner kommerziellen Anwendung nicht so einfach zu installieren sind, wie die kostenpflichtigen Hersteller-Pakete. Das war der eigentliche Punkt, der mich störte. Denn das ist einfach nur lächerlich.
    Daraus folgt aber nicht, dass ich irgendein Linux-Freak bin oder Linux für das beste System seit Erfindung des Toastbrots halte. Ich kann dir dirchaus auch erzählen, was an Linux nicht so optimal ist. Trotz deutscher Lokalisierung auftauchende englische Texte kann ich zum Beispiel bestätigen. Aber das macht den Rest, den du erzählst, nicht besser.

    scrub schrieb:

    Die Auswahlliste mit Servern gibts sogar schon bei Debian. Da vermute ich einfach mal, daß dieser Teil der Installation bei Ubuntu _noch_ einfacher ist.

    Ist es.

    Badestrand schrieb:

    Und da ist die Antwort halt: Weil viele Dinge, die unter Windows einfach sind, unter Linux die Konsole oder Fachwissen erfordern.

    Nein, die Antwort lautet schlicht fast nicht existierende Unterstützung seitens der Hardware-Hersteller. Wenn du wegen einer WLAN- oder Grafikkarte "in die Konsole" musst, dann ist das im Grunde immer eine direkte Folge davon.



  • Ben04 schrieb:

    Mit regedit rumspielen = nicht trivial
    sudo gedit /etc/irgendwas = trivial mit inet Anleitung

    Na, wir wollen doch von einem durchschnittlichen Benutzer ausgehen, da ist das sudo Gedöns (mit anschließender fehlerfreier Bearbeitung einer fachlichen Textdatei) nicht besonders trivial - und der durchschnittliche Benutzer dürfte auch eine Weile brauchen um die Anleitung zu finden 🙂

    scrub schrieb:

    Das führt automatisch zur (von mir auch schon gestellten non-Scherz-)Frage, was denn nun komplex und was einfach ist.

    Ich finde, einfach ist intuitiv. Wenn ich also die Bildschirmauflösung verstellen will, finde ich die Ubuntu-Lösung mit dem Eintrag in der oberen Leiste einfacher als Rechtsklick auf den Desktop, Auflösung, blabla - allerdings nicht, wenn meine Wunsch-Auflösung da (bei Linux) nicht drin ist und ich in Konsole und Textdateien rumhacken muss.

    Ein Standard-Benutzer braucht ja auch nicht viel: Programme installieren, ausführen, Dateien öffnen. Und das soll so intuitiv wie möglich gehen.
    Unter Windows bedeutet installieren ja meistens: CD einschieben (Installations-Programm startet automatisch) und im Dialog auf "Weiter" klicken bis nix mehr geht; dann findet man die Verknüpfung auf dem Desktop, auf die man nur doppelt draufklicken muss.
    Programm ausführen: Doppelklick
    Datei öffnen: Doppelklick

    Was bei "einfach" gar nicht geht: Stundenlang im Internet nach Lösungen suchen müssen, Befehle auswendig lernen müssen, in schröcklichen Dingen wie der Registry rumkramen müssen oder ähnliches.

    minhen schrieb:

    Nein, die Antwort lautet schlicht fast nicht existierende Unterstützung seitens der Hardware-Hersteller.

    Nö, hat ja nicht immer alles was mit Hardware zu tun. Nimm aus Linux die Konsole raus, wenn ich dann immer noch alles bequem lösen kann, ist es gut, wenn nicht, dann nicht.



  • Badestrand schrieb:

    Unter Windows bedeutet installieren ja meistens: CD einschieben (Installations-Programm startet automatisch) und im Dialog auf "Weiter" klicken bis nix mehr geht;

    ROFLMAO! Nimms wörtlich 😉



  • hihihihihi schrieb:

    Badestrand schrieb:

    Unter Windows bedeutet installieren ja meistens: CD einschieben (Installations-Programm startet automatisch) und im Dialog auf "Weiter" klicken bis nix mehr geht;

    ROFLMAO! Nimms wörtlich 😉

    😃 👍



  • Außerdem noch:

    Vom Otto-Normal-Benutzer sollte man nicht verlangen, Software mittels Sourcepaketen zu installieren,
    denn 90% aller PC-Benutzer sind meiner Schätzung nach schon mit Dingen wie
    sudo mkdir /usr/local/
    überfordert, von tar -xzvf und dem selbständigen Auflösen von Dependency-Konfliketen ganz zu schweigen.

    Bleiben also nur Binary-Pakete. Und hier ist das nächste Problem: das Binärpaket
    abcd85-6.2.8.rpm gibt es nur für distro A in Version 4.5 und 4.6
    Hat man distro B in Version 20.3, muß man abcd-6.2.9.rpm nehmen, es sei denn, man hätte bereits Kernel 1.2.34 oder neuer, dann reicht abcd-6.2.8.rpm.
    Distro C braucht Binärpakete nicht in .rpm, sondern vielleicht im Debian-Format.
    Und so weiter.

    Hat man ein passendes Binary gefunden, muß man vielleicht nocht 3 Libraries installieren, die es nur als Source-Paket gibt, und deren Download-Seiten man erst googeln muß.

    Unter XP gelingt es nicht selten sogar, >10 Jahre alte Binaries mit einem Doppelklick zu installieren, selbst 16-Bit-Software läuft bei mir noch.

    Hat man allerdings den technischen Background, um Linux zu installieren und zu betreiben, ist es natürlich toll - zum ernsthaften Arbeiten.

    Gruß



  • Badestrand schrieb:

    Bevor ich mir den nächsten Anlauf genehmige, werden noch ein oder zwei Jahre ins Land streichen, ich werd aber gewiss auf kein OS umsteigen, wo man nicht ohne Konsole kann.

    Veruch mal 7.10. Hab's gestern installiert, habs statt von einem zugemüllten 7.04 (k(?))ubuntu upzugraden neuinstalliert. Hab mir nicht einmal eine Textkonfigurationsdatei angekuckt. Kenne meine Xorg.conf, fstab und menu.lst nicht. In letzterer ist WinXP allerdings zweimal vorhanden. Bei 6.10 hatte ers noch nur einmal reingetan. Macht aber nix.

    Ich hatte gleich die richtige Auflösung, er hat mich gefragt ob ich den proprietären nvidia-treiber will, mein 5.1-sound hat problemlos funktioniert.

    Wenn man ne mp3-Datei in totem(der videoplayer ;)) öffnet fragt der jetzt auch ob er bösen mp3-support installiern soll. Mit wmvs geht das auch. Um dvds ankucken zu können musste ich aber von gstreamer auf xine wechseln, sone andere repository dazupacken(medibuntu) und n bisschen zeugs installieren. Mit mplayer oder vlc statt totem wär das wohl leichter gewesen.

    Der sound war auch etwas problematisch. Wie stell ich die Lautstärken richtig ein? Was ist der Analog/Digital OutputJack(die sagen alle nur dass man den aus/an machen soll aber nicht warum und was der bewirkt. vermutlich aus wenn man digitalen output will.)? 😉 Mit PCM Center, LFE, Front, Surround, etc kann ich nich viel anfangen, da müsste mal einer n tutorial zu schreiben wo nich nur drinsteht dass ich die so einstellen soll wie ich se haben will.

    Also *ich* konnte ohne Konsole. Hab mal zum sound testen einen konsolenbefehl benutzt aber der ging ja eh. Nur die lautstärken waren falsch. Also das zählt nicht. Dann hab ich mir noch nen link zu sda2 in meinen homeordner getan. Das kann man auch lassen. 😉

    Badestrand schrieb:

    edit: ansonsten stimme ich noch meinem Vorposter zu. Windows darf keine 10 verschiedenen Versionen rausbringen, aber dass Linux mit 100erten Distributionen daherkommt, das stört keinen 😕

    Bei windows ist es einfach dämlich. Ist ja nicht so dass die verschiedenen versionen von vista verschiedene vor und nachteile haben. Das ist einfach künstliche geldmacherei. Warum geben die nicht einfach allen ultimate? Kostet sogar weniger wenn die das so machen. 😉 bei mac os x isses ja auch so, das jeder die beste version kriegt. Bei Linux kann halt jeder seine eigene Distribution machen. Das heißt ja nicht dass die irgendwie von bedeutung wären. Welche die man in betracht ziehen kann sind vielleicht 10. Das ist nicht so leicht sich zu entscheiden, geb ich zu. Aber das ist nichtder Grudn warum linux sich noch nicht mehr verbreitet hat.

    Badestrand schrieb:

    Und zu Bugs und Sicherheitslücken: Würde man genauso von Linux hören, wenn es denn mehr als 5% einsetzen würden, Vista soll wesentlich sicherer sein als der aktuelle Linux-Kernel.

    lol 🙂 Das ist sicher eine Tatsache. 😃



  • Badestrand schrieb:

    Unter Windows bedeutet installieren ja meistens: CD einschieben (Installations-Programm startet automatisch) und im Dialog auf "Weiter" klicken bis nix mehr geht;

    Einspruch! Windows Vista reagiert darauf indem der Desktop abgedunkelt wird und die einschüchternde Frage, ob "autorun.ini" wirklich ausgeführt werden soll, eingeblendet wird. Du kannst mich gerne für naiv halten, aber ich kann mir gut vorstellen, wie ein unbedarfter "Standard-Benutzer" da ganz blass wird und erschreckt zum Telefon greift, um sich bei der Service-Hotline des Herstellers über den "autorun.ini"-Virus auf der CD zu beschweren 😉



  • Doch, das geht sogar sehr oft. Zip entzippen, exe ausführen, fertig. Fast alle Programme laufen auf diese Weise, sogar die die mit einem Installer kommen.[/quote]
    Ich glaub ich habe mittlerweile locker 1000 Programme installiert und es war immer (!) der selbe Vorgang: Exe oder Installer doppelklicken. Und genau sollte es auch sein. Ich will komfortabel das Ding auf meinem Rechner haben und nicht irgend ein apt-get wtfbbq gedöns auf einer Konsole eingeben und dann auch noch irgendwelche *.conf Dateien hacken. 👎



  • NIMM SYNAPTIC! Da musste netmal den installer umstädnlich über google suchen.

    Du startest das grafische tool synaptic, und installierst bequem das paket.

    Es wird automatisch runtergeladen und installiert!

    fertig. konfigurationsdateiengehacke is nutr nötig wenn etwas unangepsst installiert wird oder etwas im endeffekt net geht.



  • minhen schrieb:

    Badestrand schrieb:

    Unter Windows bedeutet installieren ja meistens: CD einschieben (Installations-Programm startet automatisch) und im Dialog auf "Weiter" klicken bis nix mehr geht;

    Einspruch! Windows Vista reagiert darauf indem der Desktop abgedunkelt wird und die einschüchternde Frage, ob "autorun.ini" wirklich ausgeführt werden soll, eingeblendet wird. Du kannst mich gerne für naiv halten, aber ich kann mir gut vorstellen, wie ein unbedarfter "Standard-Benutzer" da ganz blass wird und erschreckt zum Telefon greift, um sich bei der Service-Hotline des Herstellers über den "autorun.ini"-Virus auf der CD zu beschweren 😉

    Oh, na gut, hab ewig nix mehr von CD installiert 😃 Und stimmt, fällt dann auch nicht mehr unter "einfach"!

    Und danke @Lügner, werde's mir vielleicht nochmal überlegen 🙂



  • Was btw noch nicht angesprochen wurde: Wenn Linux sich auf dem Desktop durchsetzen will, muss es den Windowsern übel oder wohl einen Umstieg einfach machen. Also gucken wo es hapert und evtl sogar einige Dinge von Win übernehmen, oder aber an geeigneten Stellen darauf hinweisen wie dies und das geht. Ultimativ wäre es natürlich, wenn man auf Linux einfach seine gewohnten Exe-Dateien laufen lassen könnte.
    Die Hardware würde ja eher das geringere Problem sein, da man Linux ja vorinstalliert ausliefern könnte.



  • Hab nicht alle Punkte gelesen, aber meine Gründe nicht komplett zu wechseln sind recht einfach:
    - Fehlende Treiber für best. Hardware oder nur schwer einzubinden.
    - Ich bin Zocker 😃
    - Manche Programme sind auf Win32 einfach gut (Visual Studio zum proggen als Bsp, der Debugger is großartig) und man kriegt sie nicht für Linux. Ok, auf VS könnte ich verzichten, aber viele andere kleine Programme sind halt auch Ihr Geld/Speicherplatz wert.

    Ich denke gerade das Spiele-Argument ist ein großes für viele User im Bereich 15-40. Klar, es gibt Wine, Cedega etc. Aber es dauert halt einfach oft verdammt lange bis gar nicht, bis so ein Game emuliert läuft, sprich die neuen Versionen der Emus rauskommen. Gäbe es die Blockbuster-Games auch unter Linux zeitnah mit dem Win32-Release, wäre ich schon lange umgestiegen... ich bin ein großer Fan vom OpenSource Gedanken.
    rya.



  • Badestrand schrieb:

    Wenn Linux sich auf dem Desktop durchsetzen will, muss es den Windowsern übel oder wohl einen Umstieg einfach machen.

    Eine der möglichen Antworten darauf (und damit auch auf die gestellte Frage, was ein Betriebssystem wie Linux daran hindert usw.) ist, daß "Linux" das gar nicht will. Es ist ihm vermutlich wurscht.



  • linux ist also lethargisch^^



  • Scorcher24 schrieb:

    Gäbe es die Blockbuster-Games auch unter Linux zeitnah mit dem Win32-Release, wäre ich schon lange umgestiegen... ich bin ein großer Fan vom OpenSource Gedanken.

    Wär natürlich gut, aber die Treiberunterstützung ist auch sehr wichtig für uns Zocker. Hab selbst nocht XP installiert. Aber ATi/AMD hat ja grad Spezifikationen veröffentlicht bzw. ist dabei(?). 🙂

    Ehrlich gesagt glaube ich die Verbreitung von Linux auf dem Desktop ist nur eine Frage der Zeit. Ubuntu wird auch immer einfacher.

    In Frankreich hat doch letzens ein Gericht entschieden dass der Hardwareverkäufer nem Kunden den kompletten Einzelhandelspreis für die mitgelieferte Software erstatten muss obwohl der Verkäufer das viel billiger gekriegt hat oder? Irgendwie sowas war da glaub ich. 🙂



  • scrub schrieb:

    Badestrand schrieb:

    Wenn Linux sich auf dem Desktop durchsetzen will, muss es den Windowsern übel oder wohl einen Umstieg einfach machen.

    Eine der möglichen Antworten darauf (und damit auch auf die gestellte Frage, was ein Betriebssystem wie Linux daran hindert usw.) ist, daß "Linux" das gar nicht will. Es ist ihm vermutlich wurscht.

    Kommt auf die Distribution an 😃
    Der Kernel ist da relativ flexibel.
    Außerdem: Wenn Linux genau so ist wie WIN kann ich mir den Umstieg auch gleich spaaren. Um mich zum umstieg zu bewegen brauch ich schon einen Vorteil.

    Was Linux primär fehlt ist wohl die Hard- und Softwareunterstützung.

    fglrx ist nicht so problemlos wie er sein sollte und Photoshop ersetzt GIMP so schnell nicht.

    Ein gewisser Radio-Livestream funktioniert bei mir nur, wenn ich den mit mplayer aus der Konsole öffne (Das Gnome-Frontend s chafft das auch nicht), unter Win reicht ein Doppelklick.

    Mit WIN kennen sich die meisten user aus gerade die DAUs, und die bringen ihnren Kindern auch wieder WIN bei. Zusammen mit der MS-Strategie an Schulen ist das als Grund nicht unerheblich.

    Dafür hab ich mit meiner bash vieles erledigt, bevor WIN auch nur die Systemsteuerung geladen hat.

    apt-get erlaubt mir, Software restlos zu entfernen, ohne dass ich mit WIN-Uninstallern auf mein Glück hoffen muss.

    Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte mal online nach Software gesucht habe. apt-cache search hat das abgelöst. Für GUI Freaks gibt's Add/Remove

    P.S.: Ich arbeite seit ~12 Monaten primär mit Linux und möchte nicht mehr zurück. Linux würde ich dem empfehlen, der es haben will. Wer nicht, bleibt mit WIN glücklich.



  • darthdespotism schrieb:

    apt-get erlaubt mir, Software restlos zu entfernen, ohne dass ich mit WIN-Uninstallern auf mein Glück hoffen muss.

    Wo wir grad beim entfernen sind: 😃 ich hab mit make und make install und so die aurora theme engine installiert weil's kein Paket gab. Wie löscht man sowas eigentlich wieder? Muss ich jetzt wissen was alles dazugehört? 😮



  • Linux hat einfach nicht so überzeugende Werbekampagnen wie Windows

    http://youtube.com/watch?v=tGvHNNOLnCk


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