C++ ist eigentlich eine schöne Sprache, nur...
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Optimizer schrieb:
Wieso denn jetzt beides? Aber klar, auf blöd ist es für jede Funktion, die was aufräumen muss, eine clean-up Funktion. Mit goto wäre es dann eine Liste von clean-up statements für jede Funktion. Ich sehe nicht, was daran besser ist.
Vielleicht verstehe ich nicht, was du sagen willst.
Sagen wir, du hast eine Funktion, die eine beliebig große Matrix mit malloc erstellt und mit Werten aus einer Datei füllt. Und einen Pointer auf **double, also die Matrix zurück liefert.
Es kann ein Fehler auftreten, wenn die Datei nicht gefunden wirt und wenn sie ungültige Werte enthält.
Um eine Cleanup Funktion benutzten zu können, müsste ich die Anzahl der Spalten, den double** Pointer und das FileHandle übergeben. Überall, wo ein Fehler beim einlesen auftritt. Diese Variablen habe ich aber schon in der Funktion zur verfügung.
Was bringt mir der Mehraufwand für eine extra Funktion?
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Ok. Und was ist jetzt der Mehraufwand? Ich sehe keinen. Ich markiere den Code, der die Matrix löscht, klick auf extract function und ruf sie überall dort auf, wo ich das brauche.
Das hat sogar den Vorteil, dass ich die Funktion woanders wieder verwenden kann, ne Matrix löschen kann man ja immer brauchen.
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Optimizer schrieb:
Ok. Und was ist jetzt der Mehraufwand? Ich sehe keinen. Ich markiere den Code, der die Matrix löscht, klick auf extract function und ruf sie überall dort auf, wo ich das brauche.
Der Mehraufwand ist, dass ich immer eine Recht lange Argumentliste übergeben muss, die überall stimmen muss. Wenn ist jetzt die Argumentliste ändere, weil ich z.B. zwei File-Handles schließen will, muss ich den Aufruf überall ändern.
Optimizer schrieb:
Das hat sogar den Vorteil, dass ich die Funktion woanders wieder verwenden kann, ne Matrix löschen kann man ja immer brauchen.
Ich kann die Funktion woanders nicht gebrauchen, weil ich ja in der Funktion noch ein File-Handle schließe.
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int iBreak=0x0000; while(!(iBreak & 0x0001)) while(!(iBreak & 0x0002)) iBreak= 0x0003;
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BorisDieKlinge schrieb:
int iBreak=0x0000; while(iBreak & 0x0001) while(iBreak & 0x0002) iBreak= 0x0003;
Siehe, ich stehe vor der Tür
Die erste Strophe aus dem altehrwürdigen Adventslied „Nun komm der Heiden Heiland“ und ein Vers aus der letzten Strophe von Philipp Nicolais „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ geben in der Kantate BWV 61 den Rahmen für eine musikalische Adventspredigt. Heute würde man das Thema flott so formulieren: „Advent heißt Ankunft. Jesus kommt – aber kommt er auch bei dir an?“ Erdmann Neumeister, der konservative Pfarrer und Kantatendichter, hat im Text zu BWV 61 den Raum zwischen den beiden Liedstrophen mit diesem „predigtartigen Gedanken“ (Dürr) gefüllt.
Das in der Ouvertüre so eindringlich benannte Staunen, dass Gott Mensch werden will, führt der Tenor im 2. Satz weiter aus. Er fragt – eine rhetorische Frage – was dieser Heiland denn nun für die Seinen tue? Mit einer zu Herzen gehenden Basso-Figur leitet sein Rezitativ in ein Arioso über, so als sei die Antwort zu groß, zu wichtig, als dass sie ein Rezitativ noch fassen könne. Glückliches Staunen: „Du kommst und lässt dein Licht mit vollem Segen scheinen“.
Schroffer Wechsel zur Tenorarie (Nr. 3). Jesus wird in ziemlich bestimmtem Ton gebeten, zum Jahresbeginn – dem Kirchenjahresbeginn, wir haben ja den 1. Advent – zu „seiner Kirche“, der protestantischen selbstverständlich, zu kommen und dafür zu sorgen, dass sich die „gesunde Lehre“ erhalte. Der Hintergrund dieser Bitte um „gesunde Lehre“ scheint mir die damalige Auseinandersetzung zwischen Pietisten und Traditionalisten zu sein; Bach übrigens war stets bemüht, sich da raus zu halten.
Wieder ein Wechsel. Und welche Dramatik! Gerade ist Jesus gebeten worden, zu kommen und zu segnen, nun erscheint er und spricht selber. Aber nicht als der erbetene strahlend Ordnung schaffende Heilsbringer, nein! Sondern als Bittender, der das Heil nur jenen bringt, die sich für ihn öffnen. „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ Das schlichte Bibelzitat (Offenbarung 3 Vers 20) wird durch Bachs Genie zu einem expressiven Kunstwerk auf kleinstem Raum. Gezupfte Streicherakkorde machen das Klopfen hörbar. Nur zehn Takte hat dieses Rezitativ und ist doch der Kern und Höhepunkt der Kantate. Wie Bach hier das Bild eines gütigen und zugleich majestätischen Himmelsherrscher zeichnet, der vor der Tür des Herzens steht und um Einlass bittet – mir fehlen da die Adjektive, die Genialität zu würdigen.
Ich will gleich hier erwähnen, dass mich unter meinen fünf Aufnahmen bei diesem Rezitativ nur eine wirklich begeistert. Das ist die von Fritz Werner mit Erich Wenk als Bass. Schade, dass ich nicht die Aufnahme von Karl Richter habe, in der Dietrich Fischer-Dieskau singt. Seine Kunst, jedem Wort das ihm zukommende Gewicht und die ihm passende Klangfarbe zu geben, müsste dieses Rezitativ zu etwas tief Beeindruckenden machen.
In der Sopran-Arie folgt die Antwort auf Jesu Bitte: Ja. Zusammen mit dem Bass-Rezitativ ist diese Arie einer der vielen Dialoge zwischen Jesus (Bass) und Seele (Sopran) in den Kantaten Bachs. Mit der Besonderheit, dass diesmal die Seele quasi in einem Selbstgespräch ihr frommes Vertrauen ausbreitet. Die Begleitung lediglich vom Continuo betont noch den intimen Charakter – welch ein Gegensatz zur Tenor-Arie! Mit einem „Amen, amen!“, das sich zu adventlichem Jubel steigert, schließt das Werk.
Die Interpretationen
Hier möchte ich zuerst auf die Besprechung von salisburgensis weiter oben hinweisen. Eigentlich könnte ich es mir sparen, über die von ihm beschriebenen Aufnahmen hier noch etwas zu schreiben; ich bin, soweit ich die gleichen Einspielungen habe, völlig seiner Ansicht. Außer dass ich vielleicht mit Leusink nicht ganz so harsch umgehen würde – aber natürlich hat salisburgensis bei allem, was er in der Sache zu Leusinks Aufnahme schreibt, Recht. (Und einige seiner Formulierungen, besonders jene von den „zur Faust geballten Gesichtern“ sind so schön, dass ich sie demnächst bedenkenlos klauen werde).
Ich kenne leider nur fünf Aufnahmen der Kantate BWV 61. Leider deshalb, weil diesmal beim intensiven Hören der Gedanke keimte: Das kann noch nicht alles sein! Jede dieser fünf ist auf ihre Weise großartig, und in jeder sind Stellen, die ich mit tiefer Ergriffenheit und großer Freude höre. Und doch...
Alle bekannten Kantaten-Spezialisten haben BWV 61 eingespielt. Neben den fünf hier näher besprochenen gibt es Aufnahmen unter anderem von Karl Richter, Ton Koopman, Philippe Herreweghe, Masaaki Suzuki sowie eine DVD, die Nikolaus Harnoncourt mit dem Schönberg-Chor aufgenommen hat. Insgesamt werden im Internet 17 Aufnahmen dieser Kantate genannt.
Ach, und eh ich’s vergesse: Die folgenden Beschreibungen sind selbstverständlich subjektiv und geben vor allem meine Eindrücke beim Hören wieder. Ich gehe davon aus, dass jeder Musikfreund diese und alle anderen Bachkantaten auf seine eigene Art hört und versteht.
Werner
Für den, der traditionelle Interpretationen bevorzugt, tut sich mit dieser Einspielung das Himmelreich auf. Die Aufnahme ist technisch ohne Tadel, hat hervorragende Solisten und ist stellenweise von einer derartigen Wucht, dass man, wenn man sie im Auto hört, besser nicht das Fenster runterdreht – es könnte den Fahrradfahrer, den man gerade überholt, von seinem Rad pusten.Für mich geradezu eine Offenbarung: Tenor Helmut Krebs in seinen beiden Sätzen, Rezitativ und Arie. Er singt wunderbar klar, eindringlich, ernsthaft, ohne jede Anstrengung. Er will nicht glänzen, er will dienen – das ist tief beeindruckend. Beeindruckend auch die massive Ausgestaltung des Bass-Rezitativs Nr. 4 „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an“. Der Gesang von Erich Wenk ist grandios – herrscherlich und gütig zugleich. Die Pizzicato-Töne sind bei Fritz Werner so überdeutliche Klopfzeichen, dass sie mir wie Wassertropfen in einer Tropfsteinhöhle erscheinen, die langsam, einer nach dem anderen, auf den Boden klatschen, und wenn der Bass weiter sänge, würden Stalagmiten im Konzertsaal wachsen, ganz sicher.
Orgel und Kontrabass begleiten als Continuo Friederike Sailer in der Sopran-Arie „Öffne dich, mein ganzes Herze“. Auch sie gibt nicht dem Drang nach, glänzen zu wollen. Jubelnd und zugleich mit großem Ernst geht die Kantate mit dem Choral zu Ende.
Fritz Werner 1961, Ev. Kirche Ilsfeld
Heinrich-Schütz-Chor Heilbronn, Pforzheimer Kammerorchester
Friederike Sailer Sopran, Helmut Krebs Tenor, Erich Wenk Bass
Länge 17.09 Minuten (3.48 / 1.29 / 5.27 / 1.15 / 3.59 / 1.11)Harnoncourt
Musiker und Chor starten in die Ouvertüre, als würden sie nicht eine Kantate spielen, sondern das Holz für einen langen Winter hacken: „Nun! Komm! Der! Hei! de-hen! Hei! Land!“ Ich sehe fast die Scheite fliegen. Ganz sicher wird es dafür eine musiktheoretisch gültige, einleuchtende Begründung geben. Ich kenne sie nicht und genieße, so lange sich das noch nicht geändert hat, den Vorzug der Ignoranz, diese Art zu musizieren nicht mögen zu dürfen.Weiter oben hatte ich geschrieben, im 2. Satz, dem Tenor-Rezitativ, werde eine rhetorische Frage gestellt. Kurt Equiluz, der dieses Stück unerhört ausdrucksstark singt, stellt diese Frage wirklich fragend: „Was hast du nicht an uns getan?“ Da geht seine Stimme – kein anderer in meinen Aufnahmen singt das so – noch einmal nach oben, und man erwartet fast mit Herzklopfen die Antwort. Wunderbar. Und wo ich gerade beim Schwärmen bin: Wie Equiluz die folgende Tenorarie singt „Komm, Jesu, komm“ – mal lockend, mal bittend, mal fordernd, das ist große Kunst. Aber wie die Streicher diese Bitten begleiten – hinterfragend, soufflierend, vorwegnehmend, kommentierend – das ist noch darüber. Über das, was in dieser Arie bei Harnoncourt zwischen den Streichern und dem Tenor passiert, könnte Glockenton wahrscheinlich mindestens fünf Seiten schreiben. Ich beschränke mich da auf ein einziges Wort: genial.
Zu den Pluspunkten dieser Aufnahme zählt auch das Bass-Rezitativ mit der leisen, aber eindringlichen Pizzicato-Begleitung. Kein Pluspunkt ist die Sopranarie „Öffne dich, mein ganzes Herze“. Seppi Kronwitter, der Jungensopran, klingt wie eine dieser modernen ständig atemlosen Popsängerinnen, die bewusst auf kindlich machen – ich grübele seit Tagen über den Namen nach. Nee, fällt mir nicht ein. Schlecht finde ich die Arie nicht wegen des stimmlichen Unvermögens des jungen Sängers – so unvermögend ist er nämlich gar nicht – sondern weil er die interpretatorischen Möglichkeiten der Arie nicht erkennt. Er ist froh, dass er sauber durchgekommen ist, nun gut. Aber reicht das? Nein.
Beim Sichten von dem, was andere vor mir bereits über diese Arie geschrieben haben, bin ich auf einen Gedankengang gestoßen, der über diese Besprechung hinausführt. Ich hänge ihn deshalb unten an mein Posting an und nenne es „Das Seppi-Kronwitter-Argument“.
Der 6. Satz, diese jubelnd bis zum dreigestrichenen G in den Violinen hinauf führende Begrüßung des Advents, gefällt mir recht gut. Nur die Tenöre, die im Hintergrund „pom-pom-pom-pom“ singen, stören mich etwas. Das wirkt auf mich wie ein schwuler a-capella-Chor.
Nikolaus Harnoncourt 1976
Tölzer Knabenchor, Concentus musicus Wien
Seppi Kronwitter (Tölzer Knabenchor) Sopran, Kurt Equiluz Tenor, Ruud van der Meer Bass
Länge 14.40 Minuten (3.42 / 1.34 / 3.59 / 1.04 / 3.24 / 0.57)Rilling
„Meine Damen und Herren, Sie hören das Largo von Johann Sebastian Bach. Am Pult Helmuth Rilling.” Fast en passant setzt die Musik ein, der erste Ton kommt, als sei man bereits mitten im Stück. Langsam, fließend umfangen uns die Klänge. Wer die Harnoncourt-Aufnahme noch im Ohr hat, mag es kaum glauben. Die Ouvertüre ist aber kein Largo, und das langsame Tempo, das Rilling anschlägt, wirkt auf mich orientierungslos und lahm. Auch wenn es angenehmer in den Ohren ist als Harnoncourts Holzhacker-Ouvertüre.Dass Helmuth Rilling ein Cembalo als Continuo-Instrument einsetzt, stört mich in anderen Kantaten meist nicht. In dieser sehr. Das Märchenspiel-Geklimper von Martha Schuster lässt die Stimme von Adalbert Kraus im 2. Satz, dem Tenor-Rezitativ, überdreht und zu dramatisch wirken. Das setzt sich im dritten Satz fort. Die Ausführungen des Tenors, dessen Stimme ich sonst sehr mag, wirken hier ein wenig wie Show. Was bei Equiluz echt ist, erinnert hier an Talmi.
Ganz besonders stört mich das Cembalo im 4. Satz, dem anklopfenden Bass-Rezitativ. Statt Streicher-Pizzicato gibt es hier Topfdeckelschlagen. Aber herrlich langsam gesungen!
5. Satz, die Sopranarie. Oh nein, nicht schon wieder dieses Cembalo! Wie eine Spieluhr, Modell Weihnachtsglöckchen. Warum fällt mir dabei die Nussknackersuite ein? Nun, wie geht das alte Spruch – man muss es halt mögen, und wenn man’s mag, dann mag man’s, aber wenn man es nicht mag, dann mag man es schon gar nicht mögen. Helen Donath singt schön dazu.
Helmuth Rilling Jan./Feb. 1974, Gedächtniskirche Stuttgart
Gächinger Kantorei Stuttgart, Bach-Collegium Stuttgart
Helen Donath Sopran, Adalbert Kraus Tenor, Philippe Huttenlocher Bass
Länge 18.07 Minuten (4.42 / 1.31 / 5.00 / 1.07 / 4.42 / 1.05)Gardiner
Schon an der Länge der Sätze lässt sich erkennen, wie ähnlich sich die musikalischen Auffassungen von Gardiner und Leusink sind. Auffallend bei John Eliot Gardiner ist das mächtige Continuo in der Ouvertüre, angesichts dieser Wucht wirkt der Chor schon blass. Den 2. Satz gestaltet Anthony Rolfe Johnson dezent, unaufdringlich. In der folgenden Arie wirkt er etwas pomadig. Dass er „und gib ein SEELISCH neues Jahr“ singt, wie bereits MarcCologne kritisch angemerkt hat, wird alle Psychiater im Publikum von Herzen freuen.Gardiner hat sicher genau überlegt, wie er das Anklopfen im Bass-Rezitativ gestaltet. Das Pizzicato kommt leise, der Gesang von Olaf Bär noch leiser, verschwörerisch. „Pssss! Ein Haustür-Angebot, ganz persönlich nur für Sie!“
In der Sopran-Arie „Öffne dich, mein ganzes Herze“ soll sich wirklich das Herz in frommem Vertrauen und rückhaltlos öffnen – so interpretieren Gardiner wie auch Leusink (beziehungsweise ihre Sopranistinnen) sehr richtig diese Arie, übrigens auf die Sekunde gleich lang. Dass mir Nancy Argenta diesmal nicht gefällt, liegt daran, dass ich auf dem Lande groß geworden bin: ihr Vibrato klingt für mich wie Ziegengemecker.
Der Schlusschoral ist mir zu schnell. Das „Amen, amen!“ hört sich an, als kicherten die Sänger.
John Eliot Gardiner Januar 1992 Blackheath Concert Halls, Great Hall, London
Monteverdi Choir, English Baroque Soloists
Nancy Argenta Sopran, Anthony Rolfe Johnson Tenor, Olaf Bär Bariton
Länge 14.05 Minuten (2.48 / 1.20 / 4.17 / 1.08 / 3.47 / 0.45)Leusink
Der 1. Satz in der Aufnahme von Pieter Jan Leusink kommt wuchtig – nicht ganz so wuchtig wie bei Gardiner, aber gut strukturiert, rhythmisch, ohne zu übertreiben, jedoch mit Schwächen im Chor.Als ich die Leusink-Einspielung das erste Mal hörte, notierte ich mir zu Knut Schoch, dem Tenor: „Zu dünn. Innigkeit fehlt. Es fehlt ihm an Wärme.“ Beim zweiten Mal stand auf meinem Notizblock „Weiß mit dem Thema nicht so recht etwas anzufangen.“ Als ich sie das dritte Mal hörte, schrieb ich „Nichts ist falsch, aber überzeugen kann es mich nicht.“ Die letzte Notiz ist von gestern und lautet „Je länger ich es höre, desto besser gefällt es mir.“ So kann es gehen. Die technischen Schwierigkeiten bei tiefen Tönen, die Salisburgensis angeführt hat, bestehen aber durchaus.
Hat noch jeder die Pizzicati von Gardiner im 4. Satz im Ohr? Hier kommen die Klopfzeichen ebenfalls verhalten. Aber viel hastiger, und das zerstört alles, obwohl Bas Ramselaar wunderbar singt. Dieser Leusinksche Jesus hat es mindestens so eilig wie mein Postbote, wenn ich ein Päckchen mit neuen CDs erwarte. Da habe ich jedes Mal das Gefühl, wenn ich nicht sofort runter renne und die Tür aufreiße, ist er schon ein paar Häuser weiter.
Die Sopran-Arie von Ruth Holton in einem Wort: Grandios! Nur dezent von Frank Wakelkamp am Cello begleitet, singt sie dieses Bekenntnis einer frommen Seele bescheiden, schüchtern und doch voller Gewissheit. Zu Herzen gehend ist das, wunderbar.
Pieter Jan Leusink 1999, St. Nicolaskirche, Elburg, Holland
Holland Boys Choir, Netherlands Bach Collegium
Ruth Holton Sopran, Knut Schoch Tenor, Bas Ramselaar Bass
Länge 14.15 Minuten (3.10 / 1.33 / 3.59 / 0.46 / 3.47 / 1.00 )Fazit
Meine Lieblingsinterpretation: Bislang Fritz Werner. Aber ich warte auf Herreweghe.
Herausragende Sätze: bei Fritz Werner die Sätze 2, 3 und ganz besonders das Bass-Rezitativ Nr. 4. Bei Nikolaus Harnoncourt die beiden Tenor-Sätze 2 und 3. Bei Pieter Jan Leusink Nr. 5, die Sopran-Arie.
So, und hier zum Abschluss noch eine Anekdote, die weiter oben nicht hinein passte:
Das Seppi-Kronwitter-Argument
Echte Fans – das gilt für Anhänger von Metallica ebenso wie für Verehrer von sagenwirmal Pavarotti, Karajan, Gould, oder, wo wir gerade bei Bachkantaten sind, die Adepten von Richter, Gardiner oder Harnoncourt – finden immer Argumente, die auch grobe Fehlgriffe noch in ein goldenes Licht der bewussten Gestaltung rücken. („Wie, das klingt schrecklich? Das muss so!“). Und wenn das nicht geht, werden sie klein geredet, zu unbedeutenden Randerscheinungen erklärt.
Ein schönes Beispiel fand ich in einer älteren Internet-Diskussion über die Knabensoprane in Harnoncourts Kantateneinspielungen, speziell über Seppi Kronwitter in der Sopran-Arie „Öffne dich, mein ganzes Herze“. Da schrieb ein Fan dieser Aufnahme, es stimme schon, dieser junge Sänger lasse bei Technik und Atemkontrolle viel zu wünschen übrig. Natürlich könnte es auch sein, dass damals, als die Kantate aufgenommen wurde, gerade kein besserer Sänger zur Hand war. Er hingegen glaube jedoch lieber, Harnoncourt habe ganz bewusst diese sehr kindliche Stimme für diese Arie ausgewählt. Denn stehe nicht in der Bibel, Matthäus 18, 2 bis 4: „Jesus rief ein Kind zu sich und stellte das mitten unter sie und sprach: Wahrlich ich sage euch: Es sei denn, dass ihr euch umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst erniedrigt wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich.“ Und deshalb, versicherte damals der Fan, sei diese Aufnahme für ihn „total glaubwürdig“.
Seitdem ich das gelesen habe, nenne ich Argumente, die völlig an den Haaren herbei gezogen sind, still für mich „Seppi-Kronwitter-Argumente“.
Alfons
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Ich will nur mal anmerken, es ging um goto in C++. Und dafür fehlen noch die Argumente
Gerade auch durch RAII und Exceptions sind solche Aufräumkaskaden und Sprung zu Fehlerbehandlungen nicht mehr nötig .
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fazit:
in 100% aller fälle kommt man ohne 'goto' aus. die 2% aller fälle, bei denen ein 'goto' den code lesbarer oder einfacher gestalten würde, ignoriert man einfach und bastelt sich eine leicht umständlichere variante mit funktionen, flags oder was auch immer. so kann der überzeugte goto-hasser seinen code goto-frei halten, während weniger vorurteilsbehaftete programmierer im schnitt alle 1000 zeilen ihr 'gotochen' setzen dürfen. ...und alle sind zufrieden.

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Badestrand schrieb:
Ich will nur mal anmerken, es ging um goto in C++. Und dafür fehlen noch die Argumente
Gerade auch durch RAII und Exceptions sind solche Aufräumkaskaden und Sprung zu Fehlerbehandlungen nicht mehr nötig .Naja... Ich bin expliziet nur auf C eingegangen. In C++ hab ich für goto noch keine Verwendung gefunden...
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goto macht Spagetticode
goto ist schlecht

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schlusswort-freak schrieb:
fazit:
in 100% aller fälle kommt man ohne 'goto' aus. die 2% aller fälle, bei denen ein 'goto' den code lesbarer oder einfacher gestalten würde, ignoriert man einfach und bastelt sich eine leicht umständlichere variante mit funktionen, flags oder was auch immer. so kann der überzeugte goto-hasser seinen code goto-frei halten, während weniger vorurteilsbehaftete programmierer im schnitt alle 1000 zeilen ihr 'gotochen' setzen dürfen. ...und alle sind zufrieden.

amen
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Nein, das Amen zählt im C++-Forum nicht. Wer da auf alle 1000 Zeilen ein goto braucht macht was falsch. In C kommt das vielleicht hin.
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ihr dreht euch im kreis

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aber der sinn und unsinn von goto muss halt immer mal wieder diskutiert werden
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und in 102% aller Fälle machen die goto setzer eine optimierung die der Compiler zu 99% schonmacht.
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goto-freak schrieb:
Vevusio schrieb:
wer meint es gibt fett-gedruckt-immer bessere lösungen als gotos kann sich ja diesen artikel durchlesen
http://stevemcconnell.com/ccgoto.htmund natürlich den klassiker: http://pplab.snu.ac.kr/courses/adv_pl05/papers/p261-knuth.pdf

Hab mir letzte Nacht den Artikel reingezogen. OMG ich haette nicht gedacht dass es um goto soviel Wirbel gibt.
Mir gefaellt dieser Satz hier:In other words, it seems that there is wide-
spread agreement that go to statements are
harmful, yet programmers and language
designers still feel the need for some euphe-
mism that "goes to" without saying go to.break, continue, Funktionen, closures, usw. sind doch alle Ersatz fuer ein (oder zwei) goto.
Vielleicht wuerde ich ueber goto anders denken wenn ich aus der 1960 Zeit kommen wuerde, in der Spaghetie-Code ueberhand nahm und mal ganze Buecher und Aufsaetze ueber fuer und contra goto geschrieben hat.
Aber ich denke ganz einfach: Goto ist in der Sprache drinner, also verwendet es, aber mit bedacht. Ich persoehnlich fand noch keine Verwendung fuer ein goto, aber es gibt gute Beispiele wo ein goto Sinn macht.
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Einige der Argumente für goto unter C++ (habe die letzten Seiten nur überflogen) fallen mit Verwendung von "Resource Acquisition Is Initialization" (RAII) weg. Sowas wie nachfolgend ist nur nötig wenn man RAII nicht kennt oder nicht verwendet:
ProgChild schrieb:
schöner
if (!expr1) { [ aufräumen ] return FEHLER; } if (!expr 2) { [ aufräumen ] return FEHLER; } if (!expr3) { [ aufräumen ] return FEHLER; } if (!expr 4) { [ aufräumen ] return FEHLER; } // aufräumencu André
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asc schrieb:
Einige der Argumente für goto unter C++ (habe die letzten Seiten nur überflogen) fallen mit Verwendung von "Resource Acquisition Is Initialization" (RAII) weg. Sowas wie nachfolgend ist nur nötig wenn man RAII nicht kennt oder nicht verwendet:
Schön, dass du die Seiten überflogen hast. Ich habe das explizit im Zusammenhang mit C nicht C++ genannt.

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queer_boy schrieb:
ihr dreht euch im kreis

Weil hier die ganze Zeit Mist geredet wird, seit Seite 1.

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ProgChild schrieb:
Schön, dass du die Seiten überflogen hast. Ich habe das explizit im Zusammenhang mit C nicht C++ genannt.

Du hast explizit Beispiele für C und C++ gebracht, und das C++ Beispiel war ein Beispiel das man nur ohne sinnvolle Ressourcenverwaltung (Objekte für Freigabe etc.) so stehen lassen kann (Die goto-Variante hat nichtmal einen Vorteil für das Lesen unter der Berücksichtigung des genannten). Daher habe ich mich genau darauf bezogen.
cu André