Alternative zu Linux gesucht - und nein kein Windows oder Mac OS



  • .filmor schrieb:

    Nebenbei, da du ja ein ganz abenteuerlustiger bist, es gibt bei Gentoo noch ein paar ganz schön coole Sachen die man machen kann:

    • LVM (auch die Rootpartition, sonst kann's ja jeder)
    • Paludis statt Portage (ein in C++ geschriebener Portage-Ersatz, der dieselben Ebuilds aus dem normalen Portage-Tree verwendet, aber imho mit etwas Konfiguration deutlich besser ist)
    • Baselayout 2 mit OpenRC (wenn es denn nicht schon Standard ist, ist auch nicht soo abgefahren) oder auch alternative Initsysteme wie InitNG oder einit.

    Gibt natürlich noch viel mehr, du solltest auf jeden Fall mal in die Gentooforen schauen. Damit wird dir ganz sicher nicht langweilig 😉

    Im Moment bin ich schon so zufrieden, aber werd ich mir mal ansehen. Von InitNG hab ich schonmal gehört, da war mal irgendwas mit InitV, das mich gestört hat bzw. Probleme gemacht hatte, weiß nur nicht mehr was es war und bin am Ende auch bei InitV geblieben.

    Aber könnte ich mal ausprobieren, da hast du recht 🙂

    @nman danke für den Hinweis, was macht denn das -pv? In der manpage hab ich keine solchen Flags gefunden.



  • Auja, probier mal initng aus und sag uns dann, wieviel Bootgeschwindigkeit man da so raus holen kann.



  • Tim schrieb:

    fricky schrieb:

    erstmal die zig verschiedenen, inkompatiblen benutzeroberflächen, die's für linux gibt

    Inkompatibel?

    da gibts doch 1000 oberflächen, kde, gnome, motif, cde, ... und jede hat ihre eigenen anwendungen. linux ist nun mal nur ein kernel und jede distri kocht ihr eigenes süppchen damit.

    Linuckser schrieb:

    Die wpa_supplicant.conf einzustellen ist schon recht lästig, das stimmt schon, aber dafür kann man wirklich alles einstellen, das kann man bei den ganzen Sachen die auf benutzerfreundlichkeit getrimmt sind halt nicht.

    doch, das kann man, aber dann muss man auch in den eingeweiden rumfummeln. im normalfall aber erfährt der windosen-user noch nicht mal, dass es sowas wie 'nen wpa-supplicanten überhaupt gibt. er wird einmalig aufgefordert, die SSID auszuwählen und den pre-shared key einzugeben und damit ist die WPA konfiguration schon erledigt.

    langeweile schrieb:

    ? Bist du Programmierer oder Memme?

    beides. wenn ich vor'm pc sitze, bin ich die supermemmme. ein pc ist für mich ein arbeitsgerät, das einfach nur funktionieren soll, ohne dass ich vorher überall dran rumschrauben muss, bevor die einfachsten dinge möglich sind, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. aber davon ist linux nicht mehr allzu weit entfernt. in diesem sinne sollten selbst die härtesten windows-hasser unter den linux-usern einsehen, dass windows vorreiter in sachen benutzerfreundlichkeit war (und dass linux letztlich auch davon profitiert hat).
    🙂

    btw: http://www.computerworld.com/softwaretopics/os/story/0,10801,83708,00.html



  • fricky schrieb:

    Tim schrieb:

    fricky schrieb:

    erstmal die zig verschiedenen, inkompatiblen benutzeroberflächen, die's für linux gibt

    Inkompatibel?

    da gibts doch 1000 oberflächen, kde, gnome, motif, cde, ... und jede hat ihre eigenen anwendungen.

    Ich verstehe "inkompatibel" in diesem Zusammenhang immernoch nicht. Und davon abgesehen sind es gerade die flexiblen Fenstermanager die mich bei Linux halten. _Das_ ist für mich usability.



  • So ich kompilier grad meinen Kernel. Ich hab ja schon grub installiert und würd einfach mit dem Gentoo booten. Wo muss ich dann das Gentoo Bootimage hinkopieren? In den /boot Ordner wo auch Grub ist, oder in den /boot Ordner von der Gentoo System Partition?



  • fricky schrieb:

    ein pc ist für mich ein arbeitsgerät, das einfach nur funktionieren soll, ohne dass ich vorher überall dran rumschrauben muss, bevor die einfachsten dinge möglich sind, die eigentlich selbstverständlich sein sollten.

    gut erkannt 👍



  • Linuckser schrieb:

    So ich kompilier grad meinen Kernel. Ich hab ja schon grub installiert und würd einfach mit dem Gentoo booten. Wo muss ich dann das Gentoo Bootimage hinkopieren? In den /boot Ordner wo auch Grub ist, oder in den /boot Ordner von der Gentoo System Partition?

    Zu GRUB, sollte aber auch im Handbuch stehen und logisch sein 😉

    @fricky:
    Den Inkompatibilitäten auf dem Linux/Unix-Desktop wird seit geraumer Zeit mit Freedesktop meines Erachtens recht erfolgreich entgegen gewirkt.



  • Linuckser schrieb:

    Was gibt es denn noch an voll funktionsfähigen Betriebssystemen bei denen man einen großen Einfluss auf die Konfiguration hat und bereits bei der Installation möglichst viel selbst mitbeeinflussen kann?

    Außer FreeBSD, Plan9 und Solaris wurden ja keine echten Alternativen zu Linux genannt.

    Denn Gentoo ist auch nur ein Linux unter vielen, du willst aber gar kein Linux sondern etwas eigenständiges.

    In diesem Fall solltest du dir mal folgende 3 Betriebssysteme anschauen:

    1. Aros
    http://de.wikipedia.org/wiki/AROS

    2. Haiku
    http://de.wikipedia.org/wiki/Haiku_(Betriebssystem)

    3. Syllable
    http://de.wikipedia.org/wiki/Syllable

    All das sind echte Betriebssysteme die zu Linux komplett anders sind.





  • So ich wollte eben schonmal testen ob Gentoo bootet (noch nicht fertig konfiguriert).
    In Grub habe ich folgende Zeilen:

    # (2) Gentoo
    title  Gentoo
    root   (hd0,5)
    kernel /boot/kernel-2.6.24-gentoo-r8 root=/dev/hda6
    

    Zuerst hatte ich /dev/sda6 bei root angegeben, aber scheinbar verwendet Gentoo da noch die alten Namen. Jetzt kommt er zwar etwas weiter, aber stoppt dann beim Booten weil er kein passendes Dateisystem findet, ich habe JFS benutzt und das scheint das Einzige was er nicht kennt zu sein.
    Beim Kompilieren des Kernels habe ich natürlich JFS Support miteinkompiliert. Kann es sein, dass mein Grub JFS nicht unterstützt, oder woran liegt das denn?
    Wenn ich bei Grub das System auswähle zum Booten, dann lädt er doch bereits den entsprechenden Kernel oder?
    Das heißt doch schon, dass mein Gentoo Kernel scheinbar doch kein JFS Support miteinkompiliert hat, oder?



  • Hast du es auch im Kernel drinne oder JFS nur als Modul?

    Und warum hda, wenn du eine SCSI/SATA Platte hast?



  • GNU-Fan schrieb:

    Hast du es auch im Kernel drinne oder JFS nur als Modul?

    Und warum hda, wenn du eine SCSI/SATA Platte hast?

    Ne ist noch PATA, aber die sollte trotzdem als sda gemountet werden mit 2.6er Kernel.

    Ich hab wie im guide beschrieben die Sourcen gezogen, dann make menuconfig und dort bei Filesystems hab ich JFS mitausgewählt (die anderen waren schon alle markiert), aber jetzt wo du es sagst, er hat eigentlich alle als durchprobiert aufgelistet welche ausgewählt waren in der Config, ich werd ihn Morgen nochmals kompilieren.

    Aber ihr könntet mir in der Zwischenzeit verraten was ich tun muss damit er meine HDD als sda einbietet statt hda.



  • Linuckser schrieb:

    Aber ihr könntet mir in der Zwischenzeit verraten was ich tun muss damit er meine HDD als sda einbietet statt hda.

    Ich hoff das kommt jetzt nicht falsch rüber, beim Schreiben hat das noch anders geklungen.



  • Linuckser schrieb:

    Ne ist noch PATA, aber die sollte trotzdem als sda gemountet werden mit 2.6er Kernel.

    Nein, das passt schon genau so.

    Hast Du den Support für Deinen Festplatten-Controller auch sicher nicht vergessen?



  • nman schrieb:

    Linuckser schrieb:

    Ne ist noch PATA, aber die sollte trotzdem als sda gemountet werden mit 2.6er Kernel.

    Nein, das passt schon genau so.

    Hast Du den Support für Deinen Festplatten-Controller auch sicher nicht vergessen?

    Das heißt? Ich wusste nicht, dass man bei ner PATA Festplatte da auf etwas rücksicht nehmen muss.



  • Linuckser schrieb:

    Das heißt? Ich wusste nicht, dass man bei ner PATA Festplatte da auf etwas rücksicht nehmen muss.

    Steht im Gentoo-Manual bestimmt drin. Du darfst natürlich nicht vergessen, die Unterstützung für Deinen IDE-Controller fest in den Kernel einzubinden.



  • nman schrieb:

    Linuckser schrieb:

    Das heißt? Ich wusste nicht, dass man bei ner PATA Festplatte da auf etwas rücksicht nehmen muss.

    Steht im Gentoo-Manual bestimmt drin. Du darfst natürlich nicht vergessen, die Unterstützung für Deinen IDE-Controller fest in den Kernel einzubinden.

    Steht im Standardhandbuch tatsächlich nicht drin, davor steht zwar groß man müsste schauen was man so an HW hat, aber in Handbuch sind die Schritte für die Konfiguration dann doch ziemlich unabhängig davon.
    Aber google hat ein paar nütliche Artikel auf der gentoo Seite ausgespuckt, Morgen bzw. heut Abend werd ich den mal komplett konfigurieren.



  • Ich glaube genau aus solchen Threads kommt die Meinung der Windows-User das Linux nur ein frickel System ist.

    Ich stell mal nur eben klar das dieses Thread nur fuer Gentoo gilt, eine Distribution die nicht fuer den Normalbenutzer gedacht ist, sondern an Leute die Zeit und Lust haben alles selbst zu konfigurieren.

    Ich z.B. benutze sidux, eine Distribution die versucht Debian Sid fuer den Endnutzer benutzbar zu machen. Debian Sid enthaellte die neuesten Versionen der Software aka Bleeding-Edge. Hab inzwischen sicher 400 Megs an Updates runtergeladen (hab ca. 10 Kernels auf der Platte rumliegen) und es laueft super stabil.

    Andere benutzen z.B. Ubuntu und sie wissen sicher auch nichts von wpa_supplicant oder aenlichen Dingen. Sie geben einfach nur eine SSID ein.

    Aber ich kann schon verstehen wieso Leute die nur Windows kennen von Sachen wie KDE, Gnome, Fluxbox usw. eher verwirrt sind.

    Damals in der Uni habe ich das erste mal Linux gesehen. Ich war vor dem Login-Screen und musste mich zwischen 5 verschiedenen Desktop-Umgebungen entscheiden, von denen ich nur die Namen lesen konnte. KDE, IceWM, und andere.

    Das war fuer mich damals auch ziemlich verwirrend und fuer 5min dachte ich das waehren andere Betriebsysteme, aber mir fiel dann doch auf das ich den PC nicht neu starten musste um zu wechseln.



  • Das /muss/ natürlich auch bei Gentoo nicht sein. genkernel erstellt einem einen modularen Läuft-mit-alles-wo-gibt-Kernel. Aber ein selbst konfigurierter Kernel ist (so er denn läuft ;)) schon cooler.
    Übrigens ist genkernel durchaus auch für monolithische Kernel interessant, da es die Installation und die Erstellung einer initrd übernehmen kann.



  • Da es auf der letzten Seite schon angesprochen wurde, dass ich experimentierfreudig sei und da jetzt gerade die Benutzerfreundlichkeit angepsrochen wurde, will ich doch mal was dazu sagen:
    Auf meinem normalen Arbeitsgerät läuft xubuntu (gutsy), so viel dazu ich wäre experimentierfreudig 🤡

    Arch läuft auf meinem alten Notebook und ist mehr ein Spielzeug für mich, ebenso Gentoo. Wobei Arch sehr gute Chancen hat mal zu meinem Haupt-OS zu werden, bei Gentoo bin ich mir da noch nicht so sicher...


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