"Weltuntergang" durch Banken- und "General Motors"-Pleite? (vorher: "Weltuntergang" durch



  • Mr. N schrieb:

    phlox81 schrieb:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,578352,00.html

    Das System ist wohl erstmal wieder an seine Grenzen gestossen.
    Die Blase is geplatzt. Viel Feind viel Ehr, weiter gehts 😉
    Es lebe der Kapitalismus *hrhr*

    Weiter gehts? Meinst du die Krise oder den Kapitalismus? 😉

    Beides wohl erstmal. Barclays scheint ja jetzt doch einen Teil zu übernehmen.
    Und AIG ist der nächste Patient für die Intensivstation.
    Herr Bush ist am Ende, und seine Wirtschaft auch, das passt irgendwie in meinen Augen.
    Das Geld wurde wo anders hingepumpt, so das die Blase instabil werden konnte und platzte.
    Langsam muss man sich fragen, ob Amerika nicht daran pleite geht, oder ausverkauft wird,
    da sie ja jetzt wohl erstmal wieder Gelder brauchen.



  • Hallo,

    @phlox81: Grundsätzlich stimme ich dir zu, aber verfalle bitte nicht in den plumpen (und typisch deutschen) Versuch, gleich wieder bei Bush die Schuld zu sehen. Meinst du, mit Gore wäre es anders gelaufen?

    Wenn du einen Schuldigen suchst, richte deinen Blick mal auf Alan Greenspan.

    Chris



  • ChrisM schrieb:

    Hallo,

    @phlox81: Grundsätzlich stimme ich dir zu, aber verfalle bitte nicht in den plumpen (und typisch deutschen) Versuch, gleich wieder bei Bush die Schuld zu sehen. Meinst du, mit Gore wäre es anders gelaufen?

    Wenn du einen Schuldigen suchst, richte deinen Blick mal auf Alan Greenspan.

    Chris

    Unter Clinton war der Staatshaushalt noch im Plus 😉
    Bush hat sehr viel Geld in den Irak gepumpt. Und jetzt pumpen sie das Geld in die Börsen, wie lange können sie da noch Geld neuauflegen?
    Ich gebe auch nicht Herrn Bush die Schuld, sondern viel mehr das System Bush was sich in den letzten Jahren etabliert hat, und großzügig weg sah, als die Spekulation immer stärker wurde.



  • phlox81 schrieb:

    Ich gebe auch nicht Herrn Bush die Schuld, sondern viel mehr das System Bush was sich in den letzten Jahren etabliert hat, und großzügig weg sah, als die Spekulation immer stärker wurde.

    Hmm, kannst Du das mal näher erklären?

    ZB. im Immobilien- und Hypothekenmarkt wurde ja nicht weggesehen, sondern ziemlich aktiv hingesehen und das auch nicht erst seit gestern; die Regulierungsmaßnahmen, wie Kredite zu vergeben sind, fiel in das Ende Regierungszeit von König Bush I. bzw. den Anfang der Zeit von Clinton I. Die Zinsen für Hypotheken sind auch irgendwo um 1995 massiv gesenkt worden. Dazu kamen viele Fehleinschätzungen in der Branche und natürlich das typische Bubble-Phänomen: es lohnt sich sogar mitzusielen, wenn man weiß, daß es eine Blase ist ...

    Ende der Regierungszeit von Clinton I. ist dann außerdem noch die dot-com-Blase geplatzt (war das sein Fehler? Oder der Congress? Oder die Zentralbank?) und zu Beginn von Bush II. sind dann auch zusätzliche Regulierungen eingeführt worden (SOX zB.). Aber offensichtlich sind die Regulierer auch nicht wirklich schlauer als die Investoren, im Gegenteil, sie setzen zum Teil auch noch ungünstigere Anreize.

    So ist, @Mr. N, auch der Marginalrevolution/dealbreaker-Kommentar zu verstehen, die Anreize sind für Banken teilweise ziemlich verquirlt und wir sollten die mal zu entwirren verstehen (was im wesentlichen auch mein Verständnisproblem ist; mein anderes Problem ist, daß ich eigentlich keine Zeit habe, mich damit näher zu befassen ;)). Mindestens sind da noch die Regulierungen und die Geldpolitik zu beachten. Und die Frage, wie Risiken verteilt sind. Und wieso so viele intelligente Leute über Jahre hinweg voll danebenliegen können. Was steckt da wieder dahinter ...?



  • Hier ein kleines Bild für an die Wand hängen: http://c.onvista.de/h_kl.html?PERIOD=4&ID_NOTATION=271274


  • Mod

    phlox81 schrieb:

    Es lebe der Kapitalismus *hrhr*

    Wenn Du Dir die Bericht zur Situation durchschaust, siehst Du eigentlich, daß oftmals das Problem eher zu wenig Markt als zu viel Markt ist. Zum Beispiel werden viele Derivat- und Kreditausfallhedges zwischen Banken nicht an einer Börse gehandelt, sondern telefonisch durchgeführt, d.h. die Entstehung der Preise ist intransparent und nicht nachvollziehbar. Deswegen können z.B. die Geschäftspartner von Lehman selbst Mitte dieser Woche noch gar nicht beziffern, wie hoch ihre Verluste durch den Ausfall von Lehman sind - denn es gibt für viele Derivate gar keine Marktpreise, man weiß nur, es gab Positionen hierfür und dafür, aber keiner kennt Werte.

    Das Hauptproblem bei den Bankgeschäften ist meines Erachtens die mangelnde Transparenz, nicht die Tatsache an sich. Die ziehen da Geschäfte in Höhe von Billionen durch, und letztlich gibt's nirgendwo eine zentrale Aufzeichnung darüber. Dagegen ist die Börse relativ überschaubar, man kann jeden Tag immer sehen, welche Papiere zu welchen Preisen gehandelt wurden, wie groß die Blöcke waren, und welche Mengen umgeschlagen wurden.



  • Und weiter gehts: Sparkasse kaputt.



  • Marc++us schrieb:

    Das Hauptproblem bei den Bankgeschäften ist meines Erachtens die mangelnde Transparenz, nicht die Tatsache an sich. Die ziehen da Geschäfte in Höhe von Billionen durch, und letztlich gibt's nirgendwo eine zentrale Aufzeichnung darüber. Dagegen ist die Börse relativ überschaubar, man kann jeden Tag immer sehen, welche Papiere zu welchen Preisen gehandelt wurden, wie groß die Blöcke waren, und welche Mengen umgeschlagen wurden.

    Deshalb gibt es auch tonnenweise Verschwörungstheorien, wenn es um den Bankmarkt geht. Man sollte solche Bücher/Artikel zwar mit Vorsicht lesen, aber was dort teilweise skuriles erzählt wird, das ist echt hart.



  • Tja, wen wunderts? Wenn - mal ganz banal ausgedrückt - durch das hin- und herschieben von Geldern aus Nichts immer mehr Geld wird, dann sollte es nicht überraschen wenn zwischenzeitlich auch mal aus Geld wieder Nichts wird...



  • pumuckl schrieb:

    Tja, wen wunderts? Wenn - mal ganz banal ausgedrückt - durch das hin- und herschieben von Geldern aus Nichts immer mehr Geld wird, dann sollte es nicht überraschen wenn zwischenzeitlich auch mal aus Geld wieder Nichts wird...

    Dumm nur, wenn deutsche Mittelständler ihren Laden mit "Nichts" finanzieren, wenn du verstehst, was ich meine.



  • Rettungspaket für Hypo Real Estate steht nicht mehr. Sollte die Hypo Real Estate Pleite gehen, würde das Banken wie die BayernLB und somit wohl indirekt auch die Sparkassen überaus schmerzlich treffen.



  • Endlich ist es soweit! Das amerikanische Dollarimperium bricht zusammen, bald kommt der Winter -> gestern sind die Spekulanten noch Porsche gefahren und morgen liegen die mit ner Zeitung bedeckt auf der Parkbank!
    Irgendwie hab ich ein grinsen im Gesicht, wenn ich daran denke.

    Ivo

    PS: Nicht zu ernst nehmen 😉



  • pumuckl schrieb:

    Wenn ... durch das hin- und herschieben von Geldern aus Nichts immer mehr Geld wird, dann sollte es nicht überraschen wenn zwischenzeitlich auch mal aus Geld wieder Nichts wird...

    👍 Treffender hätte man es nicht sagen können.

    Ivo schrieb:

    Endlich ist es soweit! Das amerikanische Dollarimperium bricht zusammen, bald kommt der Winter -> gestern sind die Spekulanten noch Porsche gefahren und morgen liegen die mit ner Zeitung bedeckt auf der Parkbank!
    Irgendwie hab ich ein grinsen im Gesicht, wenn ich daran denke.

    Ich auch. Und bitte ernst nehmen.



  • Hallo,

    1. Wieso wird allein aus dem Hin- und Herschieben von Geld immer mehr Geld? Kann mir das jemand erklären?

    2. Ist es klar, dass die Wirtschaft und damit auch die Börse als Teilbereich davon keine abgeschlossene Einheit ist, wo ein paar Gordon Gekkos zocken, sondern auch euer Leben betrifft? Insbesondere in Amerika legen z.B. Pensionsfonds Gelder dort an und investieren stark in Hedge Fonds. Was passiert da wohl bei einem Crash? 🙄

    3. Kotzt mich eure asoziale Schadenfreude an. 😡

    Chris



  • Warum Schadenfeude?
    In erster Linie trifft es irgendwelche Fondmanager die Dich nicht mal mit dem Arsch anschauen wuerden. Die haben sich jahrelang immer schoen die Taschen gefuellt und nun kommt die Quittung.
    Ich habe mal eine Weile in einer grossen Bank gearbeitet und kenne solche Typen.

    Die Welt wird sich schon wieder erholen, hauptsache einige von diese Typen verlieren alles! Und wenn es dann noch die USA betrifft, umso besser.
    Nur leider haben die Verantwortlichen genuegend Reserven. Wenn die damit haften muessten, wuerden die viel vorsichtiger sein.

    Ivo



  • Hallo,

    Ivo schrieb:

    In erster Linie trifft es irgendwelche Fondmanager die Dich nicht mal mit dem ***** anschauen wuerden. Die haben sich jahrelang immer schoen die Taschen gefuellt und nun kommt die Quittung.

    ähm, primär arbeitet ein Fondsmanager erstmal für die, die Anteile an seinem Fonds halten. Solange er nicht selbst 100% hält (dann wäre es kein Fonds), arbeitet er also nicht in die eigene Tasche, sondern in die Tasche von Leuten, die ihm Geld zur Verwaltung anvertrauen. Verdienen tut er nur an den Gebühren, die diese Leute ihm bereit sind, für seine Arbeit zu geben. Er hat das Geld also freiwillig von Leuten erhalten, die zumindest glauben, dass er für sie einen Mehrwert geschaffen hat. Warum willst du ihm das jetzt absprechen?

    Aber mit Aussagen wie

    Ivo schrieb:

    Die Welt wird sich schon wieder erholen, hauptsache einige von diese Typen verlieren alles! Und wenn es dann noch die USA betrifft, umso besser.

    disqualifizierst du dich schon selbst.

    Lass mich raten: Du wählst links?

    Viele Grüße
    Christian



  • Ivo schrieb:

    Warum Schadenfeude?
    In erster Linie trifft es irgendwelche Fondmanager die Dich nicht mal mit dem ***** anschauen wuerden. Die haben sich jahrelang immer schoen die Taschen gefuellt und nun kommt die Quittung.
    Ich habe mal eine Weile in einer grossen Bank gearbeitet und kenne solche Typen.

    Schön wärs, wenn es nur einige wenige treffen würde.



  • Lass mich raten: Du wählst links?

    Falsch geraten, Wahlen aendern nichts sonst waeren sie verboten.
    Uebrigens habe ich kein Wahlrecht hier. Aber das ist ein anderes Thema.

    Es ging ja auch nicht darum, das sich die Manager am Geld der Kunden bereichern. Es sind die Gehaelter die so unverhaeltnissmaessig hoch sind. Das habe ich damit gemeint. Kannst ja mal jemanden aus einen Handelsraum in Frankfurt fragen, was er verdient.

    Und wegen:
    Die Welt wird sich schon wieder erholen, hauptsache einige von diese Typen verlieren alles! Und wenn es dann noch die USA betrifft, umso besser.

    Wer zu hoch pokert, kann eben auch mal schnell alles verlieren.

    Gruss Ivo



  • Hallo,

    wieso maßt du dir an, zu bestimmen, welches Gehalt für jemand anderen gerecht ist?

    Fakt ist, es gibt Leute, die den Personen das Gehalt zahlen, das sie nunmal kriegen. In den meisten Fällen (bei Aktiengesellschaften wie z.B. DB/Ackermann) sind das die Aktionäre, die mit dem Management offenbar sehr zufrieden sind. Geh doch mal zur HV der DB (oder einer anderen Bank) und frage dort ein paar Aktionäre, ob sie eher für eine Entlassung von Ackermann oder für eine Ausgabe von 10 Millionen für ein Jahr entscheiden würden.

    Ich gehe daher jetzt einfach mal davon aus, dass du keine Aktien von der DB hältst. Was geht dich jetzt also an, was Ackermann oder sonst jemand, dort verdient? Warum sollte es dich überhaupt interessieren- Neid ausgenommen?

    Viele Grüße
    Christian



  • Ds ist nur meine persoenlich Meinung zum Thema. Es gibt einige Jobs, die solch hohe Gehaelter rechtfertigen.

    Und stimmt, ich habe keine Aktioen von DB/Ackermann usw...

    Und warum es mich interessiert? Gegenfrage: Warum interessiert sich jemand dafuer; was ein Micheal Schuhmacher verdient hat, obwohl man selber nicht mir einen Pizzablech unterwegs ist? Weil es immer von den Medien so aufgeblasen wird...

    Ivo


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