Blizzard Entertainment bekommt $6 Millionen Schadensersatz zugesprochen.



  • rapso schrieb:

    Chiptuning schaedigt nicht wirklich jemanden, die 5%-10% mehr leistung die du mit der halben haltbarkeit des motors bezahlst ist dem hersteller doch nur recht. Sie waeren doch nicht unfaehig einfach selbst jedem motor 10% mehr leistung zu geben, nur wuerden sie massig garantiefaelle haben, also lieber tuner die ihre garantie verkorkst haben.

    Ich weiß nicht, was Du jetzt mit "Chiptuning" willst. Ich verkaufe Dir für 10 EUR ein kleines Buch, wo drinsteht, wie Du mit anderer Fahrweise Sprit sparen kannst. Ich bereichere mich um 10 EUR, Aral und Genossen verdienen weniger, weil sie weniger Sprit verkaufen. Jetzt habe ich mich doch auf Kosten von Aral bereichert, oder?



  • scrub schrieb:

    rapso schrieb:

    Chiptuning schaedigt nicht wirklich jemanden, die 5%-10% mehr leistung die du mit der halben haltbarkeit des motors bezahlst ist dem hersteller doch nur recht. Sie waeren doch nicht unfaehig einfach selbst jedem motor 10% mehr leistung zu geben, nur wuerden sie massig garantiefaelle haben, also lieber tuner die ihre garantie verkorkst haben.

    Ich weiß nicht, was Du jetzt mit "Chiptuning" willst. Ich verkaufe Dir für 10 EUR ein kleines Buch, wo drinsteht, wie Du mit anderer Fahrweise Sprit sparen kannst. Ich bereichere mich um 10 EUR, Aral und Genossen verdienen weniger, weil sie weniger Sprit verkaufen. Jetzt habe ich mich doch auf Kosten von Aral bereichert, oder?

    mieser Vergleich... schließlich sind Gaming-Guides zu WoW auch nicht verboten oder Ratgeber, wie man schneller levelt, da man dort nur die Möglichkeiten nutzt, die eh jeder hat. Ein Bot beschert dem Nutzer aber mehr Möglichkeiten, als man ohne ihn hätte.
    Und wie gesagt kommt es zu Bots zu Inflationen im Spiel, was viele User abschreckt, da Items teils unbezahlbar werden und die Items, die man selber farmen/herstellen kann enorm an Wert verlieren



  • scrub schrieb:

    Ich bereichere mich um 10 EUR, Aral und Genossen verdienen weniger, weil sie weniger Sprit verkaufen. Jetzt habe ich mich doch auf Kosten von Aral bereichert, oder?

    Wobei es sicher nur eine Frage der Zeit ist, bis der erste Radiosender von denen verklagt wird, weil Durchsagen gemacht werden, wo der Scheberit am günstigsten ist.

    Andererseits könnte ich auch Blizzard verklagen, weil ich nicht mit Bots spielen darf, deshalb weniger arbeiten kann und dadurch ne Menge Geld verliere.
    Dann könnten auch direkt die Krankenkassen mitklagen, die die Therapien für die ganzen WoW-Süchtigen bezahlen müssen ...



  • scrub schrieb:

    rapso schrieb:

    Chiptuning schaedigt nicht wirklich jemanden, die 5%-10% mehr leistung die du mit der halben haltbarkeit des motors bezahlst ist dem hersteller doch nur recht. Sie waeren doch nicht unfaehig einfach selbst jedem motor 10% mehr leistung zu geben, nur wuerden sie massig garantiefaelle haben, also lieber tuner die ihre garantie verkorkst haben.

    Ich weiß nicht, was Du jetzt mit "Chiptuning" willst. Ich verkaufe Dir für 10 EUR ein kleines Buch, wo drinsteht, wie Du mit anderer Fahrweise Sprit sparen kannst. Ich bereichere mich um 10 EUR, Aral und Genossen verdienen weniger, weil sie weniger Sprit verkaufen. Jetzt habe ich mich doch auf Kosten von Aral bereichert, oder?

    Das Buch ist aber dann eher auf dem Niveau von Tipps & Tricks in der PC Games veröffentlichen und nicht auf dem Niveau von Cheaten. Das halte ich nicht für einen passenden Vergleich.

    rüdiger schrieb:

    @Optimizer
    Genauso wie sich zB Hersteller von Energiesparlampen auf Kosten der Energiekonzerne "bereichern"?

    Das halte ich für keinen passenden Vergleich, die benutzen nicht das den Energiekonzernen eigene Produkt, manipulieren es, verkaufen die Manipulation und schaden damit dem Urheber, bei gleichzeitiger Verletzung des Urheberrechts und der Nutzungsbedingungen.

    Ein passenderer Vergleich wäre, einen Verteilerkasten zu verkaufen, der für den eigenen Haushalt Spannungsschwankungen auf Kosten anderer Haushalte ausgleicht (woanders wird's dann schlechter) und was aus irgendwelchen Gründen nur mit dem Strom von Energieanbieter A funktioniert, so dass die Leute von A deswegen abwandern, sobald einige das machen. Natürlich verstößt es auch gegen die Nutzungsbedingungen, das Stromnetz derartig zu manipulieren. Ich glaube, A würde sich dagegen dann auch wehren.

    EDIT: Und ICH soll nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. 😃



  • rapso schrieb:

    scrub schrieb:

    Optimizer schrieb:

    Es ist doch offensichtlich (und wurde bereits verlinkt) um welchen Schaden es geht. Blizzard behauptet und konnte offenbar glaubhaft darstellen, dass Leute sich durch sein Tool schneller im Online-Spiel entwickeln können und damit ihr Abo verkürzen. Somit [...]

    Aber es sind doch die Kunden, die so gehandelt haben. Nicht er selbst. Das ist mir einfach zu indirekt, Bashars Sichtweise finde ich viel eingängiger, denn die kann man auch so umformulieren: Blizzard hätte demütig einsehen können, daß tatsächlich Leute Geld bezahlen, um weniger lang zu spielen. Klingt irgendwie schräg, aber welche Schuld trägt denn bitte der Typ daran, daß die Spieler das Spiel so verkürzen wollen? Er hat dieses Programm geschrieben, aber das Abo verkürzt haben eben die Spieler selbst. Und es geht Blizzard auch einen Dreck an, warum jemand sein Abo nicht weiterführt. Da kann es tausend verschiedene Gründe geben.

    Wenn das Deine Definition von "auf Kosten jemandes bereichern ist", dann bereichert sich wahrscheinlich auch ein Verkäufer von Spritspartips auf Kosten der Ölkonzerne?!?

    die kunden wurden auch gesperrt wenn blizzard das herausfand.
    das ist wie mit tickets fuers kino/bahn/WM, sowohl die die gefaelschte tickets nutzen, als auch die die sie verkaufen/verbreiten werden abgestrafft. weil sie sich am schaden anderer bereichern.
    Chiptuning schaedigt nicht wirklich jemanden, die 5%-10% mehr leistung die du mit der halben haltbarkeit des motors bezahlst ist dem hersteller doch nur recht. Sie waeren doch nicht unfaehig einfach selbst jedem motor 10% mehr leistung zu geben, nur wuerden sie massig garantiefaelle haben, also lieber tuner die ihre garantie verkorkst haben.

    Falls es dir nicht aufgefallen sein sollte: es gibt genug Hersteller (wie z.B. Mercedes) die ein Auto mit ein und dem selben Motor mit unterschiedlicher Leistung verkaufen. Ich denke schon dass die was dagegen haben wenn ein Chiptuning Hersteller einen Chip anbietet mit dem ich aus dem billigeren Auto das teurere machen kann.

    @rüdiger:
    Nicht nur das Recht des Kunden einschränken. Was mich so schockiert ist dass hier wiedermal eine Firma dafür verantwortlich gemacht wurde, dass ihre Kunden etwas gemacht haben, was Blizzard nicht gefällt, obwohl es (laut einem von dir verlinkten Artikel) nichtmal gegen die Lizenzbestimmungen von WOW ist/war. Mit anderen Worten: vollkommene Willkür.

    ----

    Also ich bin kein Anwalt. Entweder hat das Urteil eine solide rechtliche Grundlage oder nicht, das kann ich nicht sagen. WENN es eine solide rechtliche Grundlage gibt, dann ist etwas am amerikanischen Rechtssystem gröbstens faul (OK, nicht nur dann, da ist sowieso was faul, aber egal). Wenn es keine hat ist es nur ein weiteres Beispiel dafür wie man sich mit Geld und Einfluss ein Urteil kaufen kann. Welches dann im nächsten ähnlichen Verfahren u.U. als Präzedenzfall herangezogen wird. Irgendwann ist es dann "etabliert" dass solche Klagen in der Art zu entscheiden sind, und keiner schert sich mehr darum was das Gesetz eigentlich sagt.

    Tolles System 👍



  • btw. Blizzard hat auch mal einen Cease&Desist-Letter gegen ein harmloses Opensourceprojekt losgelassen, weil deren Spiel "Craft" im Namen hatte. Komischerweise regen sich alle Leute auf, wenn irgend welche Webseitenbetreiber Abmahnungen verschicken, weil jemand Bilder von der Seite klaut, aber wenn ein mehrere Millionen-US$ schwerer Konzern Programmierer und Nutzer mit den Füßen tritt, feiern alle, da dies ja gegen die "blöden Cheater" geht...

    Optimizer schrieb:

    rüdiger schrieb:

    @Optimizer
    Genauso wie sich zB Hersteller von Energiesparlampen auf Kosten der Energiekonzerne "bereichern"?

    Das halte ich für keinen passenden Vergleich, die benutzen nicht das den Energiekonzernen eigene Produkt, manipulieren es, verkaufen die Manipulation und schaden damit dem Urheber, bei gleichzeitiger Verletzung des Urheberrechts und der Nutzungsbedingungen.

    Achso, Energiesparlampen laufen gar nicht mit Energie :). Das Urheberrecht wurde nach meiner Ansicht nicht verletzt. Wenn Du Dir die verlinkten Artikel (und nicht diesen "Gam0r"-Link) anschaust, siehst Du das Blizzard damit argumentiert, dass der Bot das Blizzard-Programm "in den RAM kopieren" (=> ausführen des Programmes) würde. Ich bitte dich, wenn du das als Programmierer ernsthaft als Urheberrechtsverletzung ansiehst, dann weiß ich auch nicht weiter...

    Ganz zu schweigen davon, dass dies ja auch rechtlich sehr umstritten ist, da die Nutzerlizenz so in Rechte eingreift, die Blizzard sonst nicht haben würde.

    Optimizer schrieb:

    Ein passenderer Vergleich wäre, einen Verteilerkasten zu verkaufen, der für den eigenen Haushalt Spannungsschwankungen auf Kosten anderer Haushalte ausgleicht (woanders wird's dann schlechter) und was aus irgendwelchen Gründen nur mit dem Strom von Energieanbieter A funktioniert, so dass die Leute von A deswegen abwandern, sobald einige das machen. Natürlich verstößt es auch gegen die Nutzungsbedingungen, das Stromnetz derartig zu manipulieren. Ich glaube, A würde sich dagegen dann auch wehren.

    Das ist ein relativ unpassender Vergleich, da dies ja implizieren würde, dass der Bothersteller einen Betrug verursachen würde, was ja noch nicht einmal das Gericht so gesehen hat. Der Bothersteller und auch nicht der Botbetreiber stehlen irgend wem Geld. Sie optimieren nur einen Prozess, so wie es eine Energiesparlampe tut.

    rapso schrieb:

    Chiptuning schaedigt nicht wirklich jemanden, die 5%-10% mehr leistung die du mit der halben haltbarkeit des motors bezahlst ist dem hersteller doch nur recht. Sie waeren doch nicht unfaehig einfach selbst jedem motor 10% mehr leistung zu geben, nur wuerden sie massig garantiefaelle haben, also lieber tuner die ihre garantie verkorkst haben.

    Natürlich schädigt Chiptuning nicht, genauso wie ein Bot in irgend einem Spiel niemanden schadet. Aber da siehst du ja, was faul an dem Urteil ist.

    Der Vergleich ist imho schon passend. Der Autohersteller erhält den Schaden, weil der Kunde eben nicht das teurere Auto kauft, was von Haus aus mehr Leistung hat. Und aus der Spielerperspektive wird eben die "Ampelanfahr"-Perspektive: "Ist ja unfair, der kann viel schneller anfahren!!1!".



  • Ich würde mal sagen die Richter haben etwas mehr Ahnung als Frickler/Cheaterkiddie-Inschutznehmer wie rüdiger.

    Also spielt euch hier nicht so auf und geht lieber wieder das machen was ihr sonst so macht (Kernel kompilieren oder sonst was).



  • Jurafrage schrieb:

    Ich würde mal sagen die Richter haben etwas mehr Ahnung als Frickler/Cheaterkiddie-Inschutznehmer wie rüdiger.

    Also spielt euch hier nicht so auf und geht lieber wieder das machen was ihr sonst so macht (Kernel kompilieren oder sonst was).

    Rofl. Du bist schon ziemlich naiv.



  • Das Urheberrecht wurde nach meiner Ansicht nicht verletzt. Wenn Du Dir die verlinkten Artikel (und nicht diesen "Gam0r"-Link) anschaust, siehst Du das Blizzard damit argumentiert, dass der Bot das Blizzard-Programm "in den RAM kopieren" (=> ausführen des Programmes) würde. Ich bitte dich, wenn du das als Programmierer ernsthaft als Urheberrechtsverletzung ansiehst, dann weiß ich auch nicht weiter...

    Das ist Juristen-Geblubber und das machen die wahrscheinlich nicht mal freiwillig sondern müssen irgendwas begründen. Wir können uns den Luxus erlauben, das ganze nach unsere Moral zu be- und verurteilen.

    Der Sachverhalt ist doch der: Du programmierst ein Spiel, jemand anders ein Cheat-Tool dazu, dessen Nutzung du untersagst (ja, tatsächlich ist Cheaten beim Online-Spielen in Blizzards Onlinediensten untersagt. Aus naheliegenden Gründen). Jetzt macht der Entwickler Millionen damit und reißt damit auf der anderen Seite ein Millionenloch in deine Kasse, weil frustrierte Spieler, die den Cheat nicht benutzen das Spielen aufgeben.

    Ich verstehe absolut beim besten Willen nicht, ich versuch es wirklich, was daran unmoralisch sein soll, dagegen vorzugehen. Ich check's nicht. Welches Recht hat der Cheat-Entwickler, sich an dieser Fremdsoftware zu bereichern und das auch noch auf unmoralische Art und Weise, nämlich indem er anderen den Spaß verdirbt? Und warum hat er überhaupt das Recht, ein Plugin, Cheat, Hack oder sonstwas für eine fremde Software zu verkaufen? Warum sollte das überhaupt so sein? Wenn ich einen genialen Texteditor 😉 erfolgreich verkaufe und du entwickelst einen Hack, nicht von mir zur Erweiterung vorgesehen, das Syntaxhighlighting darin zu verändern, warum solltest du das Recht haben, dich an meinem genialen Editor zu bereichern indem du deinen Hack verkaufst? Macht keinen Sinn. Die Rechte an dem Editor hab ich, die Rechte am Spiel hat Blizzard. Wenn jemand zwei Bytes abändert, hat Blizzard immer noch die Rechte an der Software, in die sie zehntausende Mannstunden investiert haben.

    Und dann verstehe ich auch die Aufregung um die Strafe nicht. Es geht halt um Millionen, dann geht's bei der Strafe auch um Millionen. Am Ende muss er wahrscheinlich einen moderaten Schadenersatz zahlen und nicht mit seinem Privatvermögen haften. Da reg ich mich mehr über die Fälle auf, wo Leute ein paar tausend Euro zahlen müssen, weil sie 5 Lieder geshared haben.



  • Er hat das Programm ja nicht selbst eingesetzt. Wenn alle Spieler gekickt werden, die das Programm verwenden, dann habe ich kein Problem damit.



  • @Optimizer
    Man darf die juristischen Konsequenzen nicht ausblenden. Es geht nicht um "irgend welche Formulierungen", sondern es geht darum, dass dieser Prozess ein mieses Beispiel ist und wenn du in Zukunft darauf verzichten willst Rechte an den von dir gekauften Produkten zu haben, dann bitte betrachte nur die moralische Seite.

    Also abseits vom juristischen... Wenn die Blizzardleute zu inkompetent sind ihr Spiel gegen den Bot zu schützen, dann sollten die wohl mal ein paar gute Programmierer einstellen und keinen Anwalt (im Zweifelsfall halt mehr Moderatoren, die im Botuser im Spiel suchen). Und wie Bashar bereits dargestellt hat, wenn die Kunden lieber Geld zahlen um das Spiel schneller hinter sich zu bringen, dann sollte Blizzard lieber ein paar Gamedesigner einstellen und keinen Anwalt.

    (Ja, ich weiß, gleich werden sich wieder alle aufregen, wie toll doch die Spiele von Blizzard sind und dass die deshalb auch alles dürfen und wie schlecht Cheater sind 🙄. Ich sag nicht, dass Cheater gut sind. In einem Onlinespiel zu cheaten ist imho eher lächerlich. Aber genauso ist die offensichtliche Inkompetenz von Blizzard lächerlich. Wie wollen sie zB gegen Bothersteller in Ländern wie China etc. vorgehen? Mit dem Prozess löst man doch kein Problem, außer dass man die Rechte der User mit den Füßen tritt. (Und andersrum wie moralisch ist es jugendliche von einem derartigen Spiel abhängig zu machen und deren Konten zu plündern? 🙄))



  • Das einzige was mich an dem Urteil stört ist die Strafe. Die ist viel zu niedrig!! 😡 Dieses Schwein sollte noch viel mehr bluten! 😡



  • rüdiger schrieb:

    Also abseits vom juristischen... Wenn die Blizzardleute zu inkompetent sind ihr Spiel gegen den Bot zu schützen

    Schon mal IRGEND ein Spiel gesehen, das 100% sicher war gegen Hacks?

    rüdiger schrieb:

    dann sollten die wohl mal ein paar gute Programmierer einstellen

    Jemanden wie dich? 🙄

    rüdiger schrieb:

    Und wie Bashar bereits dargestellt hat, wenn die Kunden lieber Geld zahlen um das Spiel schneller hinter sich zu bringen, dann sollte Blizzard lieber ein paar Gamedesigner einstellen und keinen Anwalt.

    Bashar ist ein Theoretiker, der von der Thematik offensichtlich keine Ahnung hat. Schließlich kann man WoW nicht hinter sich bringen - es hat kein Ende.
    Es geht darum auf unfaire Weise sich einen Vorteil gegenüber anderen zu verschaffen und das zerstört total den Spielspaß wenn man weiß, dass man sich Ingame Belohnungen einfach erkaufen kann.
    Abgesehen davon ist es doch arg lächerlich die Gamedesigner des mit Abstand erfolgreichsten MMORPGs zu kritisieren.

    rüdiger schrieb:

    (Ja, ich weiß, gleich werden sich wieder alle aufregen, wie toll doch die Spiele von Blizzard sind und dass die deshalb auch alles dürfen und wie schlecht Cheater sind 🙄. Ich sag nicht, dass Cheater gut sind. In einem Onlinespiel zu cheaten ist imho eher lächerlich. Aber genauso ist die offensichtliche Inkompetenz von Blizzard lächerlich.

    Blizzard hat in der Branche nicht umsonst einen grandiosen Ruf. Dass du ihnen Inkompetenz vorwirfst zeigt nur deine einsichtige und verzerrte Wahrnehmung.



  • baryzent schrieb:

    rüdiger schrieb:

    Also abseits vom juristischen... Wenn die Blizzardleute zu inkompetent sind ihr Spiel gegen den Bot zu schützen

    Schon mal IRGEND ein Spiel gesehen, das 100% sicher war gegen Hacks?

    Nein, aber was hat das mit der offensichtlichen Inkompetenz von Blizzard zu tun? Ich bitte Dich, wir sind hier in einem Programmierforum und gerade hier sollten wir doch eigentlich gewohnt sein, dass wir Softwareprobleme selbst lösen und nicht von Anwälten. Ob gäbe es keine Möglichkeiten Bots am Spielerverhalten zu erkennen oder die Software gegen spezifische Bots abzusichern.

    rüdiger schrieb:

    Und wie Bashar bereits dargestellt hat, wenn die Kunden lieber Geld zahlen um das Spiel schneller hinter sich zu bringen, dann sollte Blizzard lieber ein paar Gamedesigner einstellen und keinen Anwalt.

    Bashar ist ein Theoretiker, der von der Thematik offensichtlich keine Ahnung hat. Schließlich kann man WoW nicht hinter sich bringen - es hat kein Ende.

    Hmm, vielleicht solltest Du einmal etwas über den Prozess lesen. Bashar bezieht sich nämlich auf die Argumentation von Blizzard.

    Es geht darum auf unfaire Weise sich einen Vorteil gegenüber anderen zu verschaffen und das zerstört total den Spielspaß wenn man weiß, dass man sich Ingame Belohnungen einfach erkaufen kann.
    Abgesehen davon ist es doch arg lächerlich die Gamedesigner des mit Abstand erfolgreichsten MMORPGs zu kritisieren.

    Ja ja, ich weiß. Blizzard schreibt die ach so tollsten Spiele mit dem ach so tollsten Design. Wie kann man es nur wagen die zu kritisieren? 🙄 Aber eine Tatsache ist doch offenbar, dass ein nicht vernachlässigbarer Anteil der Kunden zumindest Teile des Spiels so langweilig findet, dass sie lieber Geld ausgeben um diese hinter sich zu bringen...

    Blizzard hat in der Branche nicht umsonst einen grandiosen Ruf. Dass du ihnen Inkompetenz vorwirfst zeigt nur deine einsichtige und verzerrte Wahrnehmung.

    Dass du Blizzard durch Blizzards angeblichen Ruf verteidigen willst und nicht auf Argumente eingehst, zeigt nur deine einsichtige und verzerrte Wahrnehmung 🙄.



  • Optimizer schrieb:

    warum hat er überhaupt das Recht, ein Plugin, Cheat, Hack oder sonstwas für eine fremde Software zu verkaufen?

    Es geht doch gar nicht darum, ob er mit dem Bot Geld verdient, sondern dass er Blizzard Schaden zugefügt hat (was ja nicht durch den Verkauf, sondern durch die Verbreitung geschah).
    Und mein Moralempfinden meint, dass ein Patch/Plugin/Wasauchimmer von mir für deinen fiktiven Texteditor nicht "falsch" wäre.



  • @rüdiger: In die Kerbe "Blizzard ist nur unfähig, sein Spiel zu schützen" würde ich nicht schlagen. Damit kann man so ziemlich alles rechtfertigen, zum Beispiel Urheberrechtsverletzungen durch das Kopieren von Spielen usw. Technische Schutzmaßnahmen sind erforderlich, weil es vom Aufwand her nicht möglich ist, alle Verletzungen zu verfolgen. Deshalb versucht man, es wenigstens einzudämmen.

    Daraus folgt aber nicht, dass Blizzard in der Pflicht ist, selber für den Schutz ihrer Produkte zu sorgen (sie tun natürlich gut daran). Es ist wie zu sagen, wenn ich keine wirksame Abwehr gegen Einbrecher installiere, hat der Einbrecher das Recht, mein Haus leerzuräumen.

    Überhaupt ist es technisch gar nicht möglich, das Spiel abzusichern. Das Spiel ist kein Rootkit sondern ein OS-Prozess, der in einem niedrig priveligierten Kontext läuft. Das wissen wir zwei Programmierer doch ganz genau. 😉



  • Optimizer schrieb:

    @rüdiger: In die Kerbe "Blizzard ist nur unfähig, sein Spiel zu schützen" würde ich nicht schlagen. Damit kann man so ziemlich alles rechtfertigen, zum Beispiel Urheberrechtsverletzungen durch das Kopieren von Spielen usw. Technische Schutzmaßnahmen sind erforderlich, weil es vom Aufwand her nicht möglich ist, alle Verletzungen zu verfolgen. Deshalb versucht man, es wenigstens einzudämmen.

    Genau das ist doch der Punkt: Man kann nicht alle Verletzungen verfolgen. Daher muss das Problem technisch gelöst werden und nicht juristisch. Selbst wenn sie es schaffen den Richter davon zu überzeugen das Rechtssystem so zu verdrehen, dass der eine Botverkäufer gestoppt wird. Es gibt genug Länder aus denen Anbieter weiterhin Botsoftware verkaufen können.

    Das macht Blizzard ja so lächerlich. Sie versuchen technische Probleme per Anwalt zu lösen. Das ist einfach nur peinlich und unseriös. Das dabei die Rechte der Benutzer und Programmierer mit Füßen getreten werden kommt ja nur erschwerend hinzu.

    Optimizer schrieb:

    Daraus folgt aber nicht, dass Blizzard in der Pflicht ist, selber für den Schutz ihrer Produkte zu sorgen (sie tun natürlich gut daran). Es ist wie zu sagen, wenn ich keine wirksame Abwehr gegen Einbrecher installiere, hat der Einbrecher das Recht, mein Haus leerzuräumen.

    Nein, sie sind nicht in der Pflicht ihre Software zu schützen. Aber wenn sie meinen, dass der mangelnde Schutz ihnen 20 Millionen $ Schaden einbringt, sollten sie das vielleicht doch mal tun...
    Der Vergleich mit dem Einbrecher ist imho sehr schwach. Aber selbst wenn man ihn gelten lässt, sieht die Situation doch so aus, dass du ein Trottel wärst, wenn du dich bei entsprechender Gefährdung nicht gegen einen Einbruch sicherst. Oder rennst Du auch immer blind über die Straße, weil der Autofahrer ja idr die Schuld bei einem Unfall mit Fußgängern bekommt?

    Optimizer schrieb:

    Überhaupt ist es technisch gar nicht möglich, das Spiel abzusichern. Das Spiel ist kein Rootkit sondern ein OS-Prozess, der in einem niedrig priveligierten Kontext läuft. Das wissen wir zwei Programmierer doch ganz genau. 😉

    Es gibt ja mehrere Methoden sich abzusichern, u.a. auch in dem man Botverhalten der User erkennt, da ist es ganz egal in welchen Sandboxes die Software läuft.



  • rüdiger schrieb:

    Optimizer schrieb:

    @rüdiger: In die Kerbe "Blizzard ist nur unfähig, sein Spiel zu schützen" würde ich nicht schlagen. Damit kann man so ziemlich alles rechtfertigen, zum Beispiel Urheberrechtsverletzungen durch das Kopieren von Spielen usw. Technische Schutzmaßnahmen sind erforderlich, weil es vom Aufwand her nicht möglich ist, alle Verletzungen zu verfolgen. Deshalb versucht man, es wenigstens einzudämmen.

    Genau das ist doch der Punkt: Man kann nicht alle Verletzungen verfolgen. Daher muss das Problem technisch gelöst werden und nicht juristisch. Selbst wenn sie es schaffen den Richter davon zu überzeugen das Rechtssystem so zu verdrehen, dass der eine Botverkäufer gestoppt wird. Es gibt genug Länder aus denen Anbieter weiterhin Botsoftware verkaufen können.

    Das macht Blizzard ja so lächerlich. Sie versuchen technische Probleme per Anwalt zu lösen. Das ist einfach nur peinlich und unseriös. Das dabei die Rechte der Benutzer und Programmierer mit Füßen getreten werden kommt ja nur erschwerend hinzu.

    Grundsätzlich sind technische Schutzmaßnahmen gegen Hacks/Cheats/Schwarzkopien immer scheiße. Es gibt genug valide technische Kritik an all diesen Verfahren, ich sag nur Punkbuster, Starforce, etc. Ich bin froh, dass die Anwendung von technischen Maßnahmen nicht völlig überhand nimmt. Du bist doch AFAIK auch eher ein freiheitsliebender Mensch, möchtest du jeden möglichen Anti-Cheat Scheiß auf deinem System haben? Ich sehe auch nicht, wo am Rechtssystem was "verdreht" wird. Es ist für mich relativ offensichtlich dass es verboten ist und völlig offensichtlich dass es unmoralisch ist. Wegen mir muss er 10 Mio zahlen, ich hab kein Mitleid.

    Ich sehe auch nicht, wo die Rechte des durchschnittlichen WoW-Spieler "mit Füßen getreten" werden. Tatsächlich dürfte das die Mehrheit der Spieler eher freuen und offensichtlich haben auch die Cheater selber nichts zu befürchten.

    Optimizer schrieb:

    Daraus folgt aber nicht, dass Blizzard in der Pflicht ist, selber für den Schutz ihrer Produkte zu sorgen (sie tun natürlich gut daran). Es ist wie zu sagen, wenn ich keine wirksame Abwehr gegen Einbrecher installiere, hat der Einbrecher das Recht, mein Haus leerzuräumen.

    Nein, sie sind nicht in der Pflicht ihre Software zu schützen. Aber wenn sie meinen, dass der mangelnde Schutz ihnen 20 Millionen $ Schaden einbringt, sollten sie das vielleicht doch mal tun...
    Der Vergleich mit dem Einbrecher ist imho sehr schwach. Aber selbst wenn man ihn gelten lässt, sieht die Situation doch so aus, dass du ein Trottel wärst, wenn du dich bei entsprechender Gefährdung nicht gegen einen Einbruch sicherst.

    Ja und wenn ich ein Trottel war und trotzdem so einen Einbrecher schnappe, darf ich ihn dann nicht verklagen? Kriegt dann die ganze Welt mit ihm plötzlich Mitleid?



  • Also dass hier so hart durchgegriffen wird, finde ich gut!
    Zum einen schaden diesebots dem unternehmen. Und zum anderen schaden diese bots dem gesamten Gameplay! Sprich diese bots schaden ALLEN USERN, die NICHT botten.

    Bei sowas MUSS man hart durchgreifen. Mich regen bots immer auf.
    is doch unfair wenn jemand sich anstrengt um einen höheren level zu erreichen wobei ein anderer cheatet (=bot) und den rechner mal über nach an lässt. Somit hat der cheater ohne zeitaufwand mehr erriecht als der ehrliche spieler der das spiel geniessen will.

    Außerdem ruinieren bots die Game-Wirtschaft. Leute nutzen bots eigentlich hauptsächlich um sich unmengen von in-game-gold zu farmen. Das ist ganz klar cheaten. Ehrliche spieler bleiben arm. Cheater werden reich.

    Zudem sind bots auch entcheidende Faktoren von in-game-inflation. Sprich: da wegen den bots mehr geld im umlauf is, können sich die botter alles leisten ohen aufwand. Ein ehrlicher spieler investiert unmengen von zeit um gold zu farmen.
    Ein botter lässt seinen bot an und bekommt ohne aufwand ungmengen von gold.

    Das kann man mit Falschgelddrucken im echten leben vergleichen!

    Dadurch dass die botter unmengen von gold in kürzester zeit bekommen, steigt ihre kaufkraft schnell an. Dadurch kaufen sie viel -> hohe nachfrage -> preise steigen erheblich an (10x oder 20x preissteigerung is keine seltenheit!).

    Schlussfolgerung: 95% der ehrlichen spieler können sich nichts mehr leisten, da alles aufgrund der inflation sehr sehr teuer is. das gold is ja nix mehr wert, da alles 20-fach kostet. -> Spielwert sinkt -> spieler hören auf zu spielen -> wieder schaden fütrs unternehmen

    Bots gehören hart bestraft!



  • kenner der mmorpgs ist ganz klar WoW suechtig!!!

    Ivo


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