Hardware vs. Software



  • KennerDerFanboys schrieb:

    Walli schrieb:

    Ich mag mich nicht stundenlang mit einem instabilen Klickibunti beschäftigen, was am Ende doch wieder alles willkürlich einrückt und in jeder Version eine neue inkonsistente und völlig veränderte Benutzeroberfläche spendiert bekommt.

    Willkommen in der Welt der Unsachlichkeit! Ich wette du bist Linux oder Mac User. 🙄

    Letzteres. Ich weiß aber nicht, was das Thema jetzt mit Linux oder Mac zu tun haben soll.

    Badestrand schrieb:

    Ich finde die Kritik im Kern sachlich, z.B. dass die Arbeit mit LaTeX sehr frustrierend sein kann und man manchmal endlos an Pipi-Problemen weilt.

    Das Ding ist, dass man einfach erstmal weiterschreiben kann und sich nachher um diese Pipi-Probleme kümmert. Man hat diese Probleme aber nur einmal und beim nächsten Mal weiß man, wie das funktioniert. Es hat niemand behauptet, dass für LaTeX keine Einarbeitung nötig ist. Nur finde ich, dass man nicht wesentlich mehr Einarbeitungszeit für LaTeX benötigt als für diverse Textverarbeitungen. Ich habe oft den Eindruck, dass manche LaTeX zu Unrecht als Geekscheiße abstempeln und sich damit schon aus Prizip nicht näher beschäftigen wollen.

    u_ser-l schrieb:

    Das spielt natürlich für Leute, die nur mal einen Brief schreiben wollen, nicht die entscheidende Rolle.

    Bei 1000-seitigen Büchern mit 20000+ Formeln und 40-seitigen Literatur- und sontigen Verzeichnissen wird aber schnell deutlich, daß LaTeX das Mittel der Wahl ist.

    Eben, wer völlig andere Anforderungen als ich hat, für den mag LaTeX overkill sein, das sehe ich ein. Man kann z.B. eine Diplomarbeit mit vielen Formeln auch in Word schreiben, genauso, wie man notfalls auch mit Paketband ein Gemälde aufhängen kann. Ein Nagel wäre einfacher und schöner gewesen, aber wie sagt man so schön: it gets the job done!



  • Es ist erstaunlich, wie sinnlos hier diskutiert wird. Von Wysiwyg oder Klickibunti war nie auch nur ansatzweise die Rede. Und wenn hier behauptet wird, dass LaTeX nicht dafür gedacht sei, Grafiken zwischen Text einzubinden und Kopf- und Fußzeilen zu verwenden, dann halte ich das für kompletten Unfug. Und wenn mir ein wrapfigure-Paket das komplette Layout zerschießt, weil die Grafik halb in der Fußzeile und halb im Text auftaucht, dann frage ich mich, was da die "Unerfahrenheit" mit dem System für eine Rolle spielen soll.
    Dass LaTeX heutzutage elendiger Frickelkram ist, ist doch keine subjektive Meinung... Aber wer LiNuX einsetzt, wird vermutlich auch zu verblendet sein, um auch nur die geringsten Macken von LaTeX durch seine rosarote Brille entdecken zu können. 🕶



  • Jan schrieb:

    Es ist erstaunlich, wie sinnlos hier diskutiert wird. Von Wysiwyg oder Klickibunti war nie auch nur ansatzweise die Rede.

    Dann mal Butter bei die Fische: Was würdest Du konkret verbessern wollen? Die LaTeX-Entwickler der nächsten Generation sind sicher dankbar für Deine wertvollen Ideen.

    Jan schrieb:

    Und wenn hier behauptet wird, dass LaTeX nicht dafür gedacht sei, Grafiken zwischen Text einzubinden und Kopf- und Fußzeilen zu verwenden, dann halte ich das für kompletten Unfug. Und wenn mir ein wrapfigure-Paket das komplette Layout zerschießt, weil die Grafik halb in der Fußzeile und halb im Text auftaucht, dann frage ich mich, was da die "Unerfahrenheit" mit dem System für eine Rolle spielen soll.

    Ich hatte komischerweise in mehreren Arbeiten weder mit Kopf-/Fußzeilen, noch mit Grafiken ein Problem.

    Jan schrieb:

    Dass LaTeX heutzutage elendiger Frickelkram ist, ist doch keine subjektive Meinung...

    Sicher, das ist in höchstem Maße objektiv gemeint aus dem Mund von jemandem, der nicht in der Lage ist Fußzeilen zu erstellen.

    Jan schrieb:

    Aber wer LiNuX einsetzt, wird vermutlich auch zu verblendet sein, um auch nur die geringsten Macken von LaTeX durch seine rosarote Brille entdecken zu können. 🕶

    Man muss nicht Linux benutzen um LaTeX cool zu finden. Man muss nur auch Anwendungsgebiete dafür haben um es schätzen zu lernen. Manche machen das auch unter Windows, ich persönlich auf einem Mac. Aber mit "rosarote Brille" beweist Du mir, dass Du zu einer ernsthaften Diskussion so fähig ist wie ein Elefant zum Ballet.



  • Hallo

    Ich bin Winnutzer und habe jahrelang mit Word gearbeitet. Ich bin immer gut klar gekommen und hatte auch nie beschriebenen Probleme beim Wechsel zu einer neuen Version. Das man da stundenlang nach den Funktionen suchen muss, halte ich auch nicht gerade für sachliche Kritik. Da ich kein traditionsbewusster Mensch bin, habe ich mir Latex mal angeschaut und etwas probiert und arbeite nun nur noch damit. Ich benutze einen Editor TexnicCenter und stand bisher noch vor keinem Problem, welches ich nicht mit Hilfe des Internets und eines Forums lösen konnte. Kopf- und Fußzeilen auch in Zusammenhang mit Grafiken funktionierten bei mir einwandfrei.

    chrische



  • chrische5 schrieb:

    Ich bin Winnutzer und habe jahrelang mit Word gearbeitet. Ich bin immer gut klar gekommen...

    kommt immer drauf an, für was man's einsetzt. bei anspruchsvollen layouts versagt word völlig.
    🙂



  • Hallo

    Du tust ja gerade so als könnte man mit word nicht richtig arbeiten. Das halte ich für Schwachfug und viele Arbeiten zeigen ja auch das Gegenteil. Es wird sicher Sachen geben, die LAtex leichter zu bewerkstelligen sind als mit word. Das gilt aber auch andersherum.

    chrische



  • chrische5 schrieb:

    Du tust ja gerade so als könnte man mit word nicht richtig arbeiten.

    nö, so schlimm ist es ja nicht. für allerwelts-kram wie geschäftsbriefe, einladungskarten, verträge etc. ist word eine gute sache. aber ich habe in meinem leichtsinn mal versucht, ein etwas längliches dokument, ~120 seiten, grosses buchformat (din-a), mit inhaltsverzeichnis, tabellen, zeichnungen, gliederung, quellenliste, blahblahblupp usw. mit word zu erstellen. das ging total in die hose. openoffice (damals noch star-office) hat mich gerettet.
    🙂



  • Sich darüber zu beschweren, daß LaTeX zu kompliziert ist, wenn man damit einen Brief schreiben will, ist etwa so, wie wenn man sich darüber beschwert, daß eine Atomuhr zu kompliziert in der Bedienung ist, um mal eben zu wissen, wie spät es ist. Dazu gibt es oowriter oder w0rd und Armbanduhr.



  • u_ser-l schrieb:

    Sich darüber zu beschweren, daß LaTeX zu kompliziert ist, wenn man damit einen Brief schreiben will, ist etwa so, wie wenn man sich darüber beschwert, daß eine Atomuhr zu kompliziert in der Bedienung ist, um mal eben zu wissen, wie spät es ist. Dazu gibt es oowriter oder w0rd und Armbanduhr.

    LaTeX ist doch ideal für Briefe. Gerade für Geschäftsbriefe gibt es doch sehr gute Vorlagen, so dass du dich nicht selbst um die Einhaltung von DIN-Normen oder so was kümmern musst.

    Word-Dokumente (oder OOWriter etc.) erkennt man idr. sofort, weil sie einfach eine freche Beleidigung des ästhetischen Empfinden sind. Ich rege mich jedes mal darüber auf, wenn ich solche Text oder gar Skripten sehen muss.

    ... Wo geht die Kultur nur hin? Jahrhunderte hat man in die Kalligrafie gesteckt, um nun automatisierte Hässlichkeit von Word und co zu verbreiten? ...



  • Jan schrieb:

    Aber wer LiNuX einsetzt, wird vermutlich auch zu verblendet sein, um auch nur die geringsten Macken von LaTeX durch seine rosarote Brille entdecken zu können. 🕶

    deine Nörgelei beweist, dass du entweder keine Argumente akzeptieren willst, oder du einfach trollen willst. Pisst dich LaTeX an? Ok, es muss nicht jedem Gefallen, aber im Gegensatz zu Microsoft Word hast du die Möglichkeit den LaTeX-Mist beim Verbessern zu helfen: http://www.tug.org/texlive/contribute.html Wenn du dich nicht in die Entwicklung von LaTeX einbeziehst (als Entwickler, Bug-Melder, sachlicher Kritiker), dann hast du kein Recht darüber zu motzen, denn dafür zahlt du keinen einzigen Cent. Nicht nur nehmen, sondern auch geben, darauf basiert die OpenSource Community. Und den Zusammenhang mit Linux sehe ich auch nicht, ich hab viele Mathematikerfreunde, die aus Prinzip Windows nutzen, aber auch LaTeX für ihre Papers nehmen.

    Walli schrieb:

    so fähig ist wie ein Elefant zum Ballet.

    Spätestens nach Disneys Fantasia sollte es klar sein, dass es geht 😉



  • rüdiger schrieb:

    LaTeX ist doch ideal für Briefe.

    ja, wenn man auch sonst gern mit kanonen auf spatzen schiesst.
    btw, gibts für tex eigentlich 'nen wysiwig-editor?

    rüdiger schrieb:

    Word-Dokumente (oder OOWriter etc.) erkennt man idr. sofort, weil sie einfach eine freche Beleidigung des ästhetischen Empfinden sind.

    also das, was oowriter als pdf ausspuckt, sieht für mein empfinden ziemlich gut aus.
    🙂



  • ~fricky schrieb:

    btw, gibts für tex eigentlich 'nen wysiwig-editor?

    der erste google link schrieb:

    Jein. Echtes WYSIWYG gibt es nicht, da Zeilen- und Seitemumbrüche
    ganz und gar im Ermessen von TeX liegen.

    aber vlt ist LyX was für dich

    rüdiger schrieb:

    Word-Dokumente (oder OOWriter etc.) erkennt man idr. sofort, weil sie einfach eine freche Beleidigung des ästhetischen Empfinden sind.

    liegt wohl eher an den benutzern 🤡
    mit gut eingerichteten templates kann man eigentlich viel machen.
    aber ich geb dir recht, für richtiges setzen von dokumenten sind die verschiedenen offices nicht so gut. da muss dann doch eher auf InDesign oder QuarkXpress zurückgreifen..



  • ~fricky schrieb:

    nö, so schlimm ist es ja nicht. für allerwelts-kram wie geschäftsbriefe, einladungskarten, verträge etc. ist word eine gute sache. aber ich habe in meinem leichtsinn mal versucht, ein etwas längliches dokument, ~120 seiten, grosses buchformat (din-a), mit inhaltsverzeichnis, tabellen, zeichnungen, gliederung, quellenliste, blahblahblupp usw. mit word zu erstellen. das ging total in die hose. openoffice (damals noch star-office) hat mich gerettet.
    🙂

    Heh, das ist meine Geschichte! 😞
    So aufwendig war das Layout bei mir nicht, ein Handbuch für eine Meßsoftware sollte um die neuen Features und ein paar Screenshots erweitert werden. Ich hab' eine Sekretärin mit Texten und Inhalt versorgt, die sollte das reinbasteln, weil sie meinte, sie kann das locker nach Feierabend machen. Die hat mich nach einer Woche gegen Mitternacht in einem Weinkrampf angerufen und die Arbeit zurückgegeben. Mach ich den Scheiß halt selber denk' ich mir und hau mir Word 6(?) auf die Kiste. Nicht machbar, keine Chance, ab ein paar MB Bildern ist nur noch Blödsinn passiert. Dokument zerteilen hat die Katastrophe jeweils nur aufgeschoben, letztlich hat mich ebenfalls StarOffice gerettet.
    Spannend war's noch, das ins Word- Abgabeformat rückzukonvertieren, weil dabei Stichwortverzeichnis und Kapitelunterteilung samt Inhaltsverzeichnis verlorengegangen sind - ich war nach unzähligen Versuchen und Stunden mit den Nerven fertig. 😡

    Angeblich sind diese Probleme erst mit Office 2007 verschwunden, hat mich aber nie weiter tangiert, weil Star/OpenOffice "good enough" für meine Zwecke waren. Aber eigentlich geht es nicht um schlechte Textverarbeitungen oder ob krude Tastenkürzel unter Artenschutz zu stellen oder gar WYSIWYG vorzuziehen sind, es geht um die Sensation.

    Maus und GUI sind gerade 30 Jahre alt geworden und wenn jemand sagt, daß mit Win98 endlich eine brauchbare GUI den Weg zur MS- Welt gefunden hat, ist das gar nicht so verkehrt. W2K, XP und Vista haben ja nur unter der Haube die Technik renoviert, der Benutzer hat in erster Linie davon nur insofern usability- Gewinn, als daß das Ding nicht mehr so oft abstürzt. 🙄
    Inwieweit während der Zeit die Hardware stärker geworden ist, dürfte unbestreitbar sein, auch daß dedizierte Chips für Grafik, Sound, USB, A/V- Codecs usw. die Impulse zum Bau von hochleistungsfähigen Subsystemen gesetzt haben, wird wohl niemand in Abrede stellen.

    Wo ist denn aber die Software- Sensation? Nennt mir nur einen einzigen Software- Knaller der letzten 20 Jahre, ohne den keiner mehr auskommen mag oder kann oder wirklich mehrtausendfach an Funktionalität zugelegt hat.
    Nur einen, wirklich! 😃



  • pointercrash() schrieb:

    Wo ist denn aber die Software- Sensation? Nennt mir nur einen einzigen Software- Knaller der letzten 20 Jahre, ohne den keiner mehr auskommen mag oder kann oder wirklich mehrtausendfach an Funktionalität zugelegt hat.

    Internet-Suchmaschinen oder auch Foren wie dieses hier?
    edit: Oder auch überhaupt Browser, sind ja auch sehr komplex.



  • Badestrand schrieb:

    Foren wie dieses hier?

    also das würde ich nicht als sensation betrachten. webbasierte foren sind auch nichts anderes als das was das usenet schon vor 30 jahren geboten hat. man kann sich zwar schneller durchklicken, aber vom standpunkt der technik ist ein heutiges forum keine großartige neuerung :xmas1:



  • sothis_ schrieb:

    also das würde ich nicht als sensation betrachten. webbasierte foren sind auch nichts anderes als das was das usenet schon vor 30 jahren geboten hat. man kann sich zwar schneller durchklicken, aber vom standpunkt der technik ist ein heutiges forum keine großartige neuerung :xmas1:

    Naja, so streng wäre ich jetzt nicht, richtig, ohne Browser wäre das Internet immer noch öde, möchte ich in der Form nimmer missen. 🙂

    Jetzt sind wir inklusive erster Suchmaschine im Jahr 1992 angekommen, spezifiziert wurde der Kram aber schon 1989, also je nach Lesart 16 bis 19 Jahre her.
    Fällt jetzt jemandem nochwas ein? :xmas1: Nur zum Vergleich: Die Maschinen damals waren so 386DX33 mit 2 oder 4 MB RAM.



  • pointercrash() schrieb:

    Wo ist denn aber die Software- Sensation? Nennt mir nur einen einzigen Software- Knaller der letzten 20 Jahre, ohne den keiner mehr auskommen mag oder kann oder wirklich mehrtausendfach an Funktionalitaet zugelegt hat.

    mp3 (na ok, sind etwas mehr als 20 Jahre)

    aber diverse Komprimieralghoritmen und Containerformate gibts da ja auch noch



  • pointercrash() schrieb:

    Heh, das ist meine Geschichte!

    wir sind bestimmt nicht die einzigen, die mit 'word' auf die nase gefallen sind. ich habe mal ein werbeplaket vom m$ gesehen, auf dem sie prahlten: 'an word haben 600 leute mitgearbeitet, die sich nicht mit computern auskennen'. damit wollten sie offenbar zum ausdruck bringen, dass 'word' von jedem trottel bedient werden kann. ich meine: 300 leute davon hätten auch gereicht, wenn sie wenigstens einen dran gelassen hätten, der sich mit computern auskennt.

    pointercrash() schrieb:

    Wo ist denn aber die Software- Sensation? Nennt mir nur einen einzigen Software- Knaller der letzten 20 Jahre, ohne den keiner mehr auskommen mag oder kann oder wirklich mehrtausendfach an Funktionalität zugelegt hat.

    was die massen der durschnitts-computeruser angeht, würde ich sagen: file sharing systeme. ohne das hätte so manch einer eine wesentlich kleinere mp3-, filme-, ebook- oder softwaresammlung.
    🙂



  • pointercrash() schrieb:

    ...
    Wo ist denn aber die Software- Sensation? Nennt mir nur einen einzigen Software- Knaller der letzten 20 Jahre, ohne den keiner mehr auskommen mag oder kann oder wirklich mehrtausendfach an Funktionalität zugelegt hat.
    Nur einen, wirklich! 😃

    Die modernen IDEs werden die meisten heute wohl nicht mehr missen wollen.



  • sothis_ schrieb:

    Badestrand schrieb:

    Foren wie dieses hier?

    also das würde ich nicht als sensation betrachten. webbasierte foren sind auch nichts anderes als das was das usenet schon vor 30 jahren geboten hat. man kann sich zwar schneller durchklicken, aber vom standpunkt der technik ist ein heutiges forum keine großartige neuerung :xmas1:

    mit der Argumentation könnte man sagen, dass wir generell keine Fortschritte machen. Die alten Griechen kannten auch öffentliche Foren, da musste man nur lauter schreien/reden, aber im wesentlichen dasselbe wie usenet vor 30 Jahren und/oder Webforen heute 😉

    Zurück zur "Software- Sensation" Frage: Webbrowser, Desktop Environments, Datenbank Systeme, die Software von Mikrokontroller in Handies, Autos, usw....


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