Hardware vs. Software



  • Jan schrieb:

    Aber wer LiNuX einsetzt, wird vermutlich auch zu verblendet sein, um auch nur die geringsten Macken von LaTeX durch seine rosarote Brille entdecken zu können. 🕶

    deine Nörgelei beweist, dass du entweder keine Argumente akzeptieren willst, oder du einfach trollen willst. Pisst dich LaTeX an? Ok, es muss nicht jedem Gefallen, aber im Gegensatz zu Microsoft Word hast du die Möglichkeit den LaTeX-Mist beim Verbessern zu helfen: http://www.tug.org/texlive/contribute.html Wenn du dich nicht in die Entwicklung von LaTeX einbeziehst (als Entwickler, Bug-Melder, sachlicher Kritiker), dann hast du kein Recht darüber zu motzen, denn dafür zahlt du keinen einzigen Cent. Nicht nur nehmen, sondern auch geben, darauf basiert die OpenSource Community. Und den Zusammenhang mit Linux sehe ich auch nicht, ich hab viele Mathematikerfreunde, die aus Prinzip Windows nutzen, aber auch LaTeX für ihre Papers nehmen.

    Walli schrieb:

    so fähig ist wie ein Elefant zum Ballet.

    Spätestens nach Disneys Fantasia sollte es klar sein, dass es geht 😉



  • rüdiger schrieb:

    LaTeX ist doch ideal für Briefe.

    ja, wenn man auch sonst gern mit kanonen auf spatzen schiesst.
    btw, gibts für tex eigentlich 'nen wysiwig-editor?

    rüdiger schrieb:

    Word-Dokumente (oder OOWriter etc.) erkennt man idr. sofort, weil sie einfach eine freche Beleidigung des ästhetischen Empfinden sind.

    also das, was oowriter als pdf ausspuckt, sieht für mein empfinden ziemlich gut aus.
    🙂



  • ~fricky schrieb:

    btw, gibts für tex eigentlich 'nen wysiwig-editor?

    der erste google link schrieb:

    Jein. Echtes WYSIWYG gibt es nicht, da Zeilen- und Seitemumbrüche
    ganz und gar im Ermessen von TeX liegen.

    aber vlt ist LyX was für dich

    rüdiger schrieb:

    Word-Dokumente (oder OOWriter etc.) erkennt man idr. sofort, weil sie einfach eine freche Beleidigung des ästhetischen Empfinden sind.

    liegt wohl eher an den benutzern 🤡
    mit gut eingerichteten templates kann man eigentlich viel machen.
    aber ich geb dir recht, für richtiges setzen von dokumenten sind die verschiedenen offices nicht so gut. da muss dann doch eher auf InDesign oder QuarkXpress zurückgreifen..



  • ~fricky schrieb:

    nö, so schlimm ist es ja nicht. für allerwelts-kram wie geschäftsbriefe, einladungskarten, verträge etc. ist word eine gute sache. aber ich habe in meinem leichtsinn mal versucht, ein etwas längliches dokument, ~120 seiten, grosses buchformat (din-a), mit inhaltsverzeichnis, tabellen, zeichnungen, gliederung, quellenliste, blahblahblupp usw. mit word zu erstellen. das ging total in die hose. openoffice (damals noch star-office) hat mich gerettet.
    🙂

    Heh, das ist meine Geschichte! 😞
    So aufwendig war das Layout bei mir nicht, ein Handbuch für eine Meßsoftware sollte um die neuen Features und ein paar Screenshots erweitert werden. Ich hab' eine Sekretärin mit Texten und Inhalt versorgt, die sollte das reinbasteln, weil sie meinte, sie kann das locker nach Feierabend machen. Die hat mich nach einer Woche gegen Mitternacht in einem Weinkrampf angerufen und die Arbeit zurückgegeben. Mach ich den Scheiß halt selber denk' ich mir und hau mir Word 6(?) auf die Kiste. Nicht machbar, keine Chance, ab ein paar MB Bildern ist nur noch Blödsinn passiert. Dokument zerteilen hat die Katastrophe jeweils nur aufgeschoben, letztlich hat mich ebenfalls StarOffice gerettet.
    Spannend war's noch, das ins Word- Abgabeformat rückzukonvertieren, weil dabei Stichwortverzeichnis und Kapitelunterteilung samt Inhaltsverzeichnis verlorengegangen sind - ich war nach unzähligen Versuchen und Stunden mit den Nerven fertig. 😡

    Angeblich sind diese Probleme erst mit Office 2007 verschwunden, hat mich aber nie weiter tangiert, weil Star/OpenOffice "good enough" für meine Zwecke waren. Aber eigentlich geht es nicht um schlechte Textverarbeitungen oder ob krude Tastenkürzel unter Artenschutz zu stellen oder gar WYSIWYG vorzuziehen sind, es geht um die Sensation.

    Maus und GUI sind gerade 30 Jahre alt geworden und wenn jemand sagt, daß mit Win98 endlich eine brauchbare GUI den Weg zur MS- Welt gefunden hat, ist das gar nicht so verkehrt. W2K, XP und Vista haben ja nur unter der Haube die Technik renoviert, der Benutzer hat in erster Linie davon nur insofern usability- Gewinn, als daß das Ding nicht mehr so oft abstürzt. 🙄
    Inwieweit während der Zeit die Hardware stärker geworden ist, dürfte unbestreitbar sein, auch daß dedizierte Chips für Grafik, Sound, USB, A/V- Codecs usw. die Impulse zum Bau von hochleistungsfähigen Subsystemen gesetzt haben, wird wohl niemand in Abrede stellen.

    Wo ist denn aber die Software- Sensation? Nennt mir nur einen einzigen Software- Knaller der letzten 20 Jahre, ohne den keiner mehr auskommen mag oder kann oder wirklich mehrtausendfach an Funktionalität zugelegt hat.
    Nur einen, wirklich! 😃



  • pointercrash() schrieb:

    Wo ist denn aber die Software- Sensation? Nennt mir nur einen einzigen Software- Knaller der letzten 20 Jahre, ohne den keiner mehr auskommen mag oder kann oder wirklich mehrtausendfach an Funktionalität zugelegt hat.

    Internet-Suchmaschinen oder auch Foren wie dieses hier?
    edit: Oder auch überhaupt Browser, sind ja auch sehr komplex.



  • Badestrand schrieb:

    Foren wie dieses hier?

    also das würde ich nicht als sensation betrachten. webbasierte foren sind auch nichts anderes als das was das usenet schon vor 30 jahren geboten hat. man kann sich zwar schneller durchklicken, aber vom standpunkt der technik ist ein heutiges forum keine großartige neuerung :xmas1:



  • sothis_ schrieb:

    also das würde ich nicht als sensation betrachten. webbasierte foren sind auch nichts anderes als das was das usenet schon vor 30 jahren geboten hat. man kann sich zwar schneller durchklicken, aber vom standpunkt der technik ist ein heutiges forum keine großartige neuerung :xmas1:

    Naja, so streng wäre ich jetzt nicht, richtig, ohne Browser wäre das Internet immer noch öde, möchte ich in der Form nimmer missen. 🙂

    Jetzt sind wir inklusive erster Suchmaschine im Jahr 1992 angekommen, spezifiziert wurde der Kram aber schon 1989, also je nach Lesart 16 bis 19 Jahre her.
    Fällt jetzt jemandem nochwas ein? :xmas1: Nur zum Vergleich: Die Maschinen damals waren so 386DX33 mit 2 oder 4 MB RAM.



  • pointercrash() schrieb:

    Wo ist denn aber die Software- Sensation? Nennt mir nur einen einzigen Software- Knaller der letzten 20 Jahre, ohne den keiner mehr auskommen mag oder kann oder wirklich mehrtausendfach an Funktionalitaet zugelegt hat.

    mp3 (na ok, sind etwas mehr als 20 Jahre)

    aber diverse Komprimieralghoritmen und Containerformate gibts da ja auch noch



  • pointercrash() schrieb:

    Heh, das ist meine Geschichte!

    wir sind bestimmt nicht die einzigen, die mit 'word' auf die nase gefallen sind. ich habe mal ein werbeplaket vom m$ gesehen, auf dem sie prahlten: 'an word haben 600 leute mitgearbeitet, die sich nicht mit computern auskennen'. damit wollten sie offenbar zum ausdruck bringen, dass 'word' von jedem trottel bedient werden kann. ich meine: 300 leute davon hätten auch gereicht, wenn sie wenigstens einen dran gelassen hätten, der sich mit computern auskennt.

    pointercrash() schrieb:

    Wo ist denn aber die Software- Sensation? Nennt mir nur einen einzigen Software- Knaller der letzten 20 Jahre, ohne den keiner mehr auskommen mag oder kann oder wirklich mehrtausendfach an Funktionalität zugelegt hat.

    was die massen der durschnitts-computeruser angeht, würde ich sagen: file sharing systeme. ohne das hätte so manch einer eine wesentlich kleinere mp3-, filme-, ebook- oder softwaresammlung.
    🙂



  • pointercrash() schrieb:

    ...
    Wo ist denn aber die Software- Sensation? Nennt mir nur einen einzigen Software- Knaller der letzten 20 Jahre, ohne den keiner mehr auskommen mag oder kann oder wirklich mehrtausendfach an Funktionalität zugelegt hat.
    Nur einen, wirklich! 😃

    Die modernen IDEs werden die meisten heute wohl nicht mehr missen wollen.



  • sothis_ schrieb:

    Badestrand schrieb:

    Foren wie dieses hier?

    also das würde ich nicht als sensation betrachten. webbasierte foren sind auch nichts anderes als das was das usenet schon vor 30 jahren geboten hat. man kann sich zwar schneller durchklicken, aber vom standpunkt der technik ist ein heutiges forum keine großartige neuerung :xmas1:

    mit der Argumentation könnte man sagen, dass wir generell keine Fortschritte machen. Die alten Griechen kannten auch öffentliche Foren, da musste man nur lauter schreien/reden, aber im wesentlichen dasselbe wie usenet vor 30 Jahren und/oder Webforen heute 😉

    Zurück zur "Software- Sensation" Frage: Webbrowser, Desktop Environments, Datenbank Systeme, die Software von Mikrokontroller in Handies, Autos, usw....



  • pointercrash() schrieb:

    Wo ist denn aber die Software- Sensation? Nennt mir nur einen einzigen Software- Knaller der letzten 20 Jahre, ohne den keiner mehr auskommen mag oder kann oder wirklich mehrtausendfach an Funktionalität zugelegt hat.

    DRHARD. (Ein mehr oder weniger bekanntes Programm zur Hardware-Diagnose) 🙂



  • lowleveler schrieb:

    pointercrash() schrieb:

    Wo ist denn aber die Software- Sensation? Nennt mir nur einen einzigen Software- Knaller der letzten 20 Jahre, ohne den keiner mehr auskommen mag oder kann oder wirklich mehrtausendfach an Funktionalität zugelegt hat.

    DRHARD. (Ein mehr oder weniger bekanntes Programm zur Hardware-Diagnose) 🙂

    hehe, das gibt's noch? ich kann mich wage errinnern das mal unter dos benutzt zu haben :xmas1:



  • zwutz schrieb:

    mp3 (na ok, sind etwas mehr als 20 Jahre)
    aber diverse Komprimieralghoritmen und Containerformate gibts da ja auch noch

    Die meisten Kompressionsverfahren sind Ur- Ur- Ur- alt. In meinem ersten DSP- Praktikum 1988 haben wir schon mit einer DSP- Karte über 'nen Atari ST Video auf Platte gestreamt. Ist wohl eher Hardware, daß viele DSP- Komponenten in die CPUs als 3Dnow, SSE&Co gewandert sind und dort nun einige tausendmal mehr Daten abwerkeln können.

    ~fricky schrieb:

    ich habe mal ein werbeplaket vom m$ gesehen, auf dem sie prahlten: 'an word haben 600 leute mitgearbeitet, die sich nicht mit computern auskennen'. ...

    Das waren wohl die Programmierer ... :p

    ~fricky schrieb:

    was die massen der durschnitts-computeruser angeht, würde ich sagen: file sharing systeme. ohne das hätte so manch einer eine wesentlich kleinere mp3-, filme-, ebook- oder softwaresammlung. 🙂

    Komisch, ich brauch' sowas gar nicht. Aber Filedirs, Kataloge usw. hatte schon der gute alte Gopher. Also haut mich auch nicht um. 🙄



  • ~fricky schrieb:

    rüdiger schrieb:

    LaTeX ist doch ideal für Briefe.

    ja, wenn man auch sonst gern mit kanonen auf spatzen schiesst.

    Wieso? Wenn es einmal installiert ist und man sich damit auskennt bietet LaTeX sehr gute Möglichkeiten Briefe zu schreiben. Einfach nur den Text in die richtigen Stellen tippen und fertig. Da ist Word oft noch nicht gestartet in der Zeit, wo ich Empfänger und Grußformel schon eingetippt habe. Und ich kann mich drauf verlassen, dass das Resultat ordentlich aussieht. Aber das ist was, was man mit Word nach einiger Einarbeitung auch gut in den Griff bekommt. Ich würde niemandem empfehlen nur für Briefe usw. LaTeX zu lernen. Das wäre overkill! Aber bestehendes Wissen auch anderweitig zu nutzen hat noch niemandem geschadet 🙂 .



  • supertux schrieb:

    mit der Argumentation könnte man sagen, dass wir generell keine Fortschritte machen. Die alten Griechen kannten auch öffentliche Foren, da musste man nur lauter schreien/reden, aber im wesentlichen dasselbe wie usenet vor 30 Jahren und/oder Webforen heute 😉

    Denke, der Vergleich hinkt. Im Wesentlichen konntest Du die Hauptfunktionalität per IRC und Mailbox- Blackboards schon 1988 haben. Hat mit lautem Brüllen jetzt nichts zu tun, außer daß die Modems bis zum Connect nervig laut waren. Sensation? Nein!

    supertux schrieb:

    Zurück zur "Software- Sensation" Frage: Webbrowser,

    Hatten wir schon, rufen wir noch einmal Sensation!. Nächstes Jahr wird das Konzept halt auch schon 20 Jahre alt ...

    supertux schrieb:

    Desktop Environments,

    Sensation? GUIs sind 30 Jahre alt. Daß andauernd irgendwelche Bars hin und her fliegen und Gummiknöpfe wabbeln, nervt viele eher, als daß Nutzen daraus entspringt. Sensationell finde ich das nicht. Neben dem Browser aber die einzige Sensation - damals halt.

    supertux schrieb:

    Datenbank Systeme

    Sensation? Bitte, die sind Ende der 60er mit Aufkommen der random access- Speichertechnik breit eingeführt und seitdem eher evolutionär weiterentwickelt worden. Also eher Sache der Hardware.

    supertux schrieb:

    , die Software von Mikrokontroller in Handies, Autos, usw....

    Jaaa, Sensation! Aber leider nur der Hardware- Miniaturisierung. Jeder ARM- Prozessor im Handy oder Navi badet in ein paar MB RAM und lacht sich 'nen Ast über das, was bei mir vor 20 Jahren unterm Schreibtisch stand, das ledert der ab, wenn er nur'n Akku von Weitem sieht. Eine Softwaresensation? Nein, wenn man z.B. Smartphones anschaut, wurde mit Gewalt versucht, einen Win- Desktop auf so nen Micro zu pressen. Geht nur, wenn die Hardware das mitträgt und bei den älteren Smartphones kann ich'n Kaffee trinken gehen, während ich auf einen Applikationswechsel warte. Das iPhone hat hier wenigstens ein paar neue Akzente bei der Software gesetzt, immerhin, aber für 'ne Softwaresensation reicht's nicht.

    lowleveler schrieb:

    DRHARD. (Ein mehr oder weniger bekanntes Programm zur Hardware-Diagnose) 🙂

    Soll man das gelten lassen? Ein paar tausend Chipsätze mehr erkennen ist nicht ganz das Gleiche, wie die Funktionalität zu vertausendfachen. Immerhin schaut das Zeug halbwegs schlank aus, werd's mal probieren 🙂



  • Latex für Briefe. Ich lach mich Schlapp.
    Klar, ich benutze Latex auch zum Schreiben aller meiner Mails und auch für kurze Notizen. Und die unzähligen verschachtelten Klammern und zig Begriffe sind alle auch total intuitiv und unfrickelig.

    </ironie>
    Fakten:
    + Mit Latex lassen sich professionelle Ergebnisse erzählen.
    + Latex ist frickelig
    + Leute die Latex nicht frickelig finden sind entweder Unix/Linux Benutzer und haben sich an frickeliges Zeug gewöhnt oder benutzen latex schon lange, lange Zeit
    + Word ist weder unstabil noch kompliziert. Und auch mit Word lassen sich absolut gut aussehende Dokumente erstellen. Nur eben ohne Einarbeiten in zig Tags und rumgefrickel mit Klammern.



  • pointercrash() schrieb:

    Denke, der Vergleich hinkt.

    Wie der Vergleich Hardware <-> Software auch.



  • pointercrash() schrieb:

    Maus und GUI sind gerade 30 Jahre alt geworden

    eigentlich schon 40 😃 go0gle mal nach "the mother of all demos"



  • <<O_o>> schrieb:

    Und die unzähligen verschachtelten Klammern und zig Begriffe sind alle auch total intuitiv und unfrickelig.

    Lernt man heutzutage nicht mehr Lesen in der Schule? Es ist nicht intuitiv und bedarf Einarbeitung, keine Frage. Aber wenn man sich erstmal eingearbeitet hat, dann erledigt es den Job schneller als ein Word, in das man sich ggf. noch einarbeiten müsste. Ist halt nicht jeder 'ne gelernte Word-Tippse.

    <<O_o>> schrieb:

    + Word ist weder unstabil noch kompliziert. Und auch mit Word lassen sich absolut gut aussehende Dokumente erstellen. Nur eben ohne Einarbeiten in zig Tags und rumgefrickel mit Klammern.

    Dafür musst Du Dich in eine Oberfläche einarbeiten, die auf jedem System anders aussieht und sich von Version zu Version ändert. Ausserdem kackt Word bei größeren Projekten regelmäßig ab und ist so starr wie eine Eisenbahnschiene. Für Briefe und reine Texte in Ordnung, aber wenn Formeln o.ä. ins Spiel kommen besser nicht.


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