Kennt ihr schon Emacs' Org-Mode?
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SideWinder schrieb:
Ich würde niemals ein derartiges Programm verwenden, wenn dessen Benutzung eine Maus voraussetzen würde. Zum Glück tut man dies aber wohl weder bei Org-Mode noch bei OneNote.
Ganz ehrlich, Du hast keine Ahnung, wie wenig man die Maus mit Emacs (und somit auch org-mode) braucht. Das soll kein Vorwurf sein, das kannst Du einfach nicht. Wenn Du mal länger Emacs oder Vim oä. vernwendet hättest, wüsstest Du, wovon ich rede.
Gedanken daran zu verschwenden, ob ein Programm auf dem eigenen Betriebssystem läuft ist sowas von 90er.
Habe ich ja durchaus nicht, aber dass Org-Mode für GNU/Linux ist, wollte ich doch nicht so stehen lassen.
Von welcher "Arbeitsweise" sprichst du denn hier? Die Einteilung in Notebook/Chapter/Page? Dass ich nur die Arbeitsweise Note -> Task oder umgekehrt Task-> Note habe?
Ich spreche davon, dass Org-Mode so mächtig ist, weil es im Grunde nur Markup-Syntax und eine Sammlung von äußerst praktischen Funktionen dafür ist, die man auch in anderen Major-Modes verwenden kann. Und selbst wenn man das nicht tut, hat man mit Org-Mode viele verschiedene Workflows, weil man alles auf so viele verschiedene Arten machen kann.
Funktioniert mit OneNote auch, zugegebenerweise verliert man natürlich Information, da das Format kein plain-text Format ist, und ich in einem plain-text-Feld natürlich nicht alles unterbringen kann (Farben, etc.)
Das ist aber ein fundamentaler Unterschied. Org-Mode-Files sind so gut lesbar, dass Du sie locker auch mit vim, Notepad oä bearbeiten kannst.
Linuckser schrieb:
ich kann meine mit Org-Mode erstellten Dateien auch jederzeit mit anderen Tools ohne große Mühe bearbeiten/durchsuchen.
OneNote wird in den Such-Index direkt eingebunden. Kann also Notizen direkt über die normale Suche finden.
Das kannst Du deswegen, weil irgendein Entwickler sich extra darum bemüht hat, dass Du in diesen Dateien suchen kannst; mit Org-Mode bekommst Du das gratis durchs Dateiformat, genauso wie die Möglichkeit, das Zeug in ein VCS zu packen, durchzugreppen und sämtliche Unix-Standardutilities für Textverarbeitung zu verwenden oder die Files herumzupipen.
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Haruhistin schrieb:
SideWinder schrieb:
nman schrieb:
Org-Mode gibt es übrigens für jede Plattform, auf der GNU Emacs läuft, nicht nur für GNU/Linux.
Gedanken daran zu verschwenden, ob ein Programm auf dem eigenen Betriebssystem läuft ist sowas von 90er.
So lange es mehr als ein Betriebssystem gibt, ist diese Fragestellung aktuell und keineswegs "sowas von 90er".
Bei Org-Mode geht übrigens auch die Portabilität wesentlich weiter als "nur" bei Emacs und Org-Mode selbst: Org-Mode-Files lassen sich auf jeder Plattform bequem bearbeiten, für die es Texteditoren gibt. Um Org-Mode-Files zu ändern und anzusehen braucht man keinen Emacs; die diversen Outlines sind wunderbar ohne Org-Mode lesbar, erst bei Tabellen mit komplizierteren Formeln oä. könnte man ins Straucheln kommen. Natürlich ist das nicht so unheimlich bequem wie das normalerweise mit Org-Mode der Fall ist, aber es geht genauso.
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Vielleicht sollte man auch noch erwähnen, dass der Org-Mode ein kleiner praktischer Emacs Mode ist, der zudem frei angepasst werden kann, während OneNote ein fettes proprietäres Paket ist, das- obwohl es kaum mehr Funktionalität bietet- erstmal mit einem Installer aufwartet, der alleine wahrscheinlich schon mehr Platz braucht als der ganze Org-Mode.
Viele Grüße
Christian (der trotzdem bei vim bleibt)
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fantastisch, was man mit dem ehrwürdigen Software-"Dinosaurier" emacs alles machen kann

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u_ser-l schrieb:
fantastisch, was man mit dem ehrwürdigen Software-"Dinosaurier" emacs alles machen kann

Emacs ist ja auch kein Editor, sondern ein Betriebssytem mit Editor...

Trotzden bleib ich auch bei vim :pIvo
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Ivo schrieb:
Trotzden bleib ich auch bei vim :p
Und das schöne ist, dass Du auch mit vim das Dateiformat von org-mode schön bearbeiten kannst, ohne lange nachdenken zu müssen. Und die Grundfeatures von org-mode sollten sich auch in vim recht flott umsetzen lassen, selbst wenn man kein elisp zur Verfügung hat.
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Org-Mode ist ziemlich toll!

@SideWinder
Schau dir halt das Org-Mode Video an. Ich denke, dass außer dir hier keiner dieses komische Microsoft Produkt verwendet und es daher sinnvoll vergleichen kann und was auf der Homepage steht ist ja auch nur nutzlose Information (ala "Achtung tolles Feature!!! Man kann nach seinen Dokumenten suchen!!!!").
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rüdiger schrieb:
Ich denke, dass außer dir hier keiner dieses komische Microsoft Produkt verwendet
Ich habe das bei einem Kollegen schon mal verwendet, der einen Tablet PC hat. Hat sich jetzt auch Emacs unter Windows Vista installiert.
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Hallo
Ich habe ja schon beim Wechsel zu Latex gute Erfahrung gemacht, deswegen hier meine Frage: Kennt ihr gute absolute Einsteigertutorials für Emacs, es muss aber für Windows sein, weil ich nicht wechseln will. Ich will mir das mal schauen, aber im Netz wird man ja förmlich erschlagen und der große Vorteil von erweiterbaren Systemen muss ja nichts extra erläutert werden, aber für Neueinsteiger ist es manchmal sehr schwierig sich da zurecht zu finden.
chrische
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Ivo schrieb:
Emacs ist ja auch kein Editor, sondern ein Betriebssytem mit Editor...

Trotzden bleib ich auch bei vim :pvim gefällt mir auch gut. Ich habe ihn auch mal einige Monate ausprobiert. Das Konzept mit der Cursorbewegung mit einzelnen Buchstabentasten von vim gefällt mir besser als ctrl-b, ctrl-n usw. von emacs.
Allerdings entstand mit vim das Problem, zu vermeiden, gelegentlich Emacs-Tastaturkombinationen reflexartig auf vim anzuwenden oder umgekehrt. Sachen wie Ctrl-x 4 f und Ctrl-x Ctrl-s sind bei mir inzwischen im Kleinhirn, wenn nicht im verlängerten Rückgrat "verdrahtet"

Man kann eben nicht alles gleichzeitig haben.
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Vim ist ja wenigstens so freundlich und weißt einen bei einem C-x C-c darauf hin, dass man doch mit ZZ benutzen möge

Nerviger ist es da schon, wenn man ein ZZ in den Emacs Buffer schreibt
Übrigens ganz vergessen: OrgMode ist zwar mächtig, aber total simpel zu benutzen, denn was man nicht kennt oder nutzt stört absolut nicht. So muss ich bei meinen ToDos nie eine Priorität, Tags, Deadlines, Kosten oder sonst was mitangeben, kann das aber jederzeit tun.
Wie gesagt bis zum Video wusste ich gar nicht was Org-Mode so kann, außer ToDos verwalten
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chrische5 schrieb:
Kennt ihr gute absolute Einsteigertutorials für Emacs, es muss aber für Windows sein, weil ich nicht wechseln will. Ich will mir das mal schauen,
wenn du mit go0gle nach "emacs refcard" suchst, findest du Befehlsübersichten über die wichtigsten emacs-Befehle, insgesamt nur wenige Seiten lang. Das wichtigste auf einen Blick, kein Suchen, keine langatmigen Erläuterungen. Zum ersten Kennenlernen von Emacs finde ich die refcards sehr gut.
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nman schrieb:
rüdiger schrieb:
Ich denke, dass außer dir hier keiner dieses komische Microsoft Produkt verwendet
Ich habe das bei einem Kollegen schon mal verwendet, der einen Tablet PC hat. Hat sich jetzt auch Emacs unter Windows Vista installiert.
ROFL
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chrische5 schrieb:
Kennt ihr gute absolute Einsteigertutorials für Emacs, es muss aber für Windows sein, weil ich nicht wechseln will.
Wenn Du einen Emacs installiert hast, dann drückst Du einfach "Ctrl-h t", dann öffnet sich das Emacs-Tutorial, das die grundlegendsten Sachen erklärt.
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nman schrieb:
chrische5 schrieb:
Kennt ihr gute absolute Einsteigertutorials für Emacs, es muss aber für Windows sein, weil ich nicht wechseln will.
Wenn Du einen Emacs installiert hast, dann drückst Du einfach "Ctrl-h t", dann öffnet sich das Emacs-Tutorial, das die grundlegendsten Sachen erklärt.
Und Strg-h m listet alle aktiven Modi auf mit Erklärung was sie tun und alle gerade aktiven Shortcuts (ok nicht alle, aber die von den Modi verwendeten).
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Mal ne dumme Frage: Wie komme ich eigentlich in den org-mode?
Sry, ich benutze normal emacs nie (vim Anhänger) aber ihr habt mich schon neugierig gemacht
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adasd schrieb:
Mal ne dumme Frage: Wie komme ich eigentlich in den org-mode?
Sry, ich benutze normal emacs nie (vim Anhänger) aber ihr habt mich schon neugierig gemacht
"Alt-x org-mode" (mit Enter bestätigen). Aber wenn man org-Mode mag, dann richtet man sich das einfach so ein, dass er automatisch für .org-Files verwendet wird oä.
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wenn org-mode installiert ist und in der .emacs etwas steht wie:
(add-to-list 'auto-mode-alist '("\\.org$" . org-mode))dann müßte org-mode automatisch starten, wenn Emacs auf ein File mit Endung .org gestartet wird.
Näheres steht auf der org-mode homepage, Abteilung "activation".
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Man kann Org-Mode auch ruhig als Default-Mode setzen.
Ich glaub (setq default-major-mode 'org-mode) ist es, hab meine .emacs gerade nicht zur Hand.
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Mal fuer einen emacs Anfanger: Wenn ich z.B. die "Workflow states" benutzen will, muss ich dann in meine .emacs
(setq org-todo-keywords '((sequence "TODO" "FEEDBACK" "VERIFY" "|" "DONE" "DELEGATED")))eintragen?
Gilt das auch fuer die http://orgmode.org/manual/TODO-types.html#TODO-types? Fuer http://orgmode.org/manual/Closing-items.html#Closing-items ebenfalls? Und fuer alle anderen?
Also ich muss im Grunde alles Lisp-Code aus der Dokumentation in meine .emacs eintragen, damit ich alles von org-mode nutzen kann?