totale Erschöpfung durch/nach Studium?



  • Hab gerade mein Studium beeendet und fühle mich voll im ... erschöpft. Die letzten 5 Tage habe ich durchschnittlich 11 Stunden geschlafen und war trotzdem tagsüber fast immer müde und erschöpft. Sogar so sehr, dass ich triviale Tätigkeiten wie rasieren oder einkaufen gehen extrem anstregend finde und mich dadurch fast überfordert fühle 😮
    Und nach den bisherigen 5 Tagen ist auch noch kein Trend zu erkennen. Ich habe nicht das gefühl mich zu erholen, sondern bin jeden Tag genauso kaputt wie am Tag zuvor...

    Ansonsten hab ich keine körperlichen Symptome. Keine Schmerzen, keine Erkältung oder Grippe, kein dritter Arm der mir aus dem Rücken wächst. Gar nichts. Nur diese Erschöpfung. Die letzten Monate war ich auch nie krank, sodass ich auch nichts verschleppt haben kann. Zudem hab ich auch immer genug Schlaf bekommen...

    Hab Ihr euch schon mal sowas erlebt?
    Ist das "normal"?
    Woher kommt das?



  • Hallo,

    ich kenne das nach stressigen Phasen ebenso. Ich hatte vor einem halben Jahr mal eine Phase, wo Klausuren und eine Projekt-Deadline ungünstigerweise exakt zusammengefallen sind und habe mich dementsprechend verausgabt. Danach war ich dann aber auch mindestens eine Woche wirklich "platt" und zu nichts Konstruktivem mehr zu gebrauchen. Ich glaube, ich habe noch nie soviel Zeit auf YouTube und mit Filmen/Serien verbracht.

    Müde war ich damals allerdings weniger. Ich war zwar auch 8+ Stunden im Bett, aber das lag eher daran, dass mein Antrieb und meine Motivation total im Boden waren.

    Wenn es dich stört bzw. du wieder weitermachen willst/musst, solltest du einen Arzt aufsuchen. Es gibt Präparate, die bei dem Problem (off label) relativ gut und schnell Abhilfe schaffen.

    Woher es kommt? Ich vermute, dass einfach die Energiespeicher des Körpers entsprechend leergepowered wurde. Man schätzt das relativ oft falsch ein, jeder kennt ja die Situation, dass man ohne Schlaf zu einem wichtigen Termin erscheint und trotzdem meint, man wäre fit und sich wach fühlt (und in Wahrheit natürlich dennoch die entsprechenden kognitiven Defizite aufweist). Nach einer stressigen Phase verschwindet demnach diese "Illusion".

    Viele Grüße
    Christian



  • Weisst du denn, was du nun machst? Vielleicht ist es eine Art unterbewusster Anschiss, wenn du nicht mehr weiterweisst. Ansonsten: Wenn das Studium abgeschlossen ist, kann man sich doch gerne mal einige Tage zurückziehen, da seh ich nix schlimmes dran 🙂



  • @ ChrisM

    Interessant. Scheint also nicht nur mir so zu gehen. Mit nem Arztbesuch warte ich aber noch mindestens eine Woche.

    @ /rant/

    Als nächstes steht Jobsuche an *schüttel*. Ob das ein "unterbewusster Anschiss" ist, das weiß ich nicht 😉



  • Zu viel Schlaf ist nicht gut. Wenn ich zu viel Schlafe, dann bin ich den Tag über auch immer extrem faul. Ansonsten hilft natürlich Bewegung und frische Luft, um wieder auf den Dampfer zu kommen.

    Und wie /rant/ sagt, hast du dir sicher auch ein paar freie Tage verdient.



  • ...



  • Also ich nenn das Urlaub 🤡



  • Also für mich hört sich das nach nem Burnout-Syndrom an. http://de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom

    Es könnte schon mal helfen absolut nichts zu tun, was du nicht selber wirklich willst (Auch wenn es zur Zeit recht wenig ist).
    Wenn du dich zwingst trotzdem irgendwas weiterzumachen wird es nur noch schlimmer.
    Es sollte nach 1-2 Wochen weggehen. Ansonsten wirklich nen Arzt aufsuchen.
    (Aber ob es sinvoll ist die Symptome mit Chemie wegzudrönen?)

    Also in Zukunft einfach die Sachen erst mal nen Gang langsammer angehen.
    Dann sollte es von selbst weggehen. (Sonst Hilfe suchen)



  • Falsch ist es imho auf jeden Fall, gar nichts zu machen. Sicherlich hast du dir ein paar freie Tage verdient, aber nimm dir für diese auch was vor (Radtour, früh irgendwo hinfahren und Sonnenaufgang beobachen, irgendwas). Natürlich solltest du dir keinen Stress machen. 🤡



  • Burnout-Syndrom ist tatsächlich eine Möglichkeit.
    Ich werde mich weiterhin schonen und dann sehen wie sich das Ganze entwickelt. Zwei Faktoren, die zum jetzigen Zustand beigetragen haben sind 1. das ich vieles für die Uni aufgeschoben habe und dann 2. alles Aufgeschobene innerhalb von kurzer Zeit machen musste und aufgrund meiner Neigung zum Perfektionismus auch sehr gut machen wollte.



  • ...



  • ...



  • smax schrieb:

    Hab gerade mein Studium beeendet und fühle mich voll im ... erschöpft. Die letzten 5 Tage habe ich durchschnittlich 11 Stunden geschlafen und war trotzdem tagsüber fast immer müde und erschöpft. Sogar so sehr, dass ich triviale Tätigkeiten wie rasieren oder einkaufen gehen extrem anstregend finde und mich dadurch fast überfordert fühle 😮
    Und nach den bisherigen 5 Tagen ist auch noch kein Trend zu erkennen. Ich habe nicht das gefühl mich zu erholen, sondern bin jeden Tag genauso kaputt wie am Tag zuvor...

    Ansonsten hab ich keine körperlichen Symptome. Keine Schmerzen, keine Erkältung oder Grippe, kein dritter Arm der mir aus dem Rücken wächst. Gar nichts. Nur diese Erschöpfung. Die letzten Monate war ich auch nie krank, sodass ich auch nichts verschleppt haben kann. Zudem hab ich auch immer genug Schlaf bekommen...

    Hab Ihr euch schon mal sowas erlebt?
    Ist das "normal"?
    Woher kommt das?

    hm. könnte an der Schilddrüse(*) liegen oder eisenmangel (oder zig 100 andere gründe).
    Zum arzt gehen kann auf jeden fall nicht schaden 😉

    *: wenn man die SD beim arzt überprüfen läßt sollte man darauf achten, ob bei dem doc der "neue" normwert für das TSH angekommen ist:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Thyreotropin#Normwerte_im_Blutserum



  • Die im Eingangsposting geschilderten "Auffälligkeiten" (11 Stunden Schlaf, 3-Tage-Bart, kein Bock einzukaufen) haben sich bei mir durchs ganze Studium gezogen. Erst jetzt merke ich, dass ich ernsthaft an Burnout litt! 😃


  • Mod

    ChrisM schrieb:

    Es gibt Präparate, die bei dem Problem (off label) relativ gut und schnell Abhilfe schaffen.

    😮



  • Marc++us schrieb:

    ChrisM schrieb:

    Es gibt Präparate, die bei dem Problem (off label) relativ gut und schnell Abhilfe schaffen.

    😮

    Ach komm, tu nicht so als würdest du Koks nicht kennen 👎

    😃



  • Walli schrieb:

    Die im Eingangsposting geschilderten "Auffälligkeiten" (11 Stunden Schlaf, 3-Tage-Bart, kein Bock einzukaufen) haben sich bei mir durchs ganze Studium gezogen. Erst jetzt merke ich, dass ich ernsthaft an Burnout litt! 😃

    😃 👍



  • tawa schrieb:

    So ein Unsinn: Es gibt kein "Burnout-Syndrom"!

    Interessant das dies Ärzte anders sehen. Und selbst wenn es "nur" eine Depression gibt, kann dies durchaus auch durch Stress und Arbeit ausgelöst werden (Wobei ich dir zum Teil Recht gebe, das es sehr häufig als reines Modewort missbraucht wird).

    Spätestens wenn jemand in deiner Verwandschaft zusammenbricht, und diese Diagnose (Sprich: schwere Depression die durch die eben genannten Punkte herrührt) gemacht wird, siehst du das vielleicht ähnlich. Und mir ist ehrlich gesagt egal ob der Begriff richtig ist, wenn die Auswirkungen Suizidgefahr, Herzversagen oder Ähnlichen führt.

    cu André



  • Marc++us schrieb:

    ChrisM schrieb:

    Es gibt Präparate, die bei dem Problem (off label) relativ gut und schnell Abhilfe schaffen.

    😮

    Ist mittlerweile recht normal. Ich kenne recht viele Leute, die ohne, hust, performanceverbessernde Medizin ihr Studium nie geschafft hätten.

    Ist eigentlich eine gute Sache, denke ich.



  • Daniel E. schrieb:

    Ist mittlerweile recht normal. Ich kenne recht viele Leute, die ohne, hust, performanceverbessernde Medizin ihr Studium nie geschafft hätten.

    Ist eigentlich eine gute Sache, denke ich.

    Finde ich nicht. Doping war noch nie gut, weder im Sport, noch im Studium.👎
    Wenn intelligente Menschen das Studium nicht aus eigener Kraft schaffen, sind entweder die Menschen nicht für das Studium geeignet, oder das Studium (bzw der Studienaufbau) ist nicht für die Menschen geeignet. In Punkto Medikamenteneinnahme nehme ich eher Letzteres an. ⚠

    Es wundert mich aber nicht, daß jemand nach dem Examen ins geistige Koma fällt. Da hilft am besten: Entspannen (am besten auch Entspannungsübungen lernen, z. B. autogenes Training), gesund essen und sich insgesamt regenerieren, regelmäßigen Tagesablauf angewöhnen- die Zeiten von Pauken bis 5 Uhr früh sind vorbei.


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