12 PCs - Einzelplatzlösung oder Server?



  • Hallo,
    wir haben hier einen Computerraum mit 12 PCs für Schüler. Die PCs sind über einen Switch mit dem Internet verbunden. Es sind alles selbständige Einzelplätze (Desktops).
    Was meint ihr - sollte man einen PC zum Server machen?
    Man bräuchte sich dann wegen Updates etc. nur um einen Rechner zu kümmern?


  • Mod

    Das kommt drauf an, ob Serverdienste benötigt werden. Das Weiterverteilen von Updates ist z.B. nicht gerade ein typischer Serverdienst.



  • Wie alt sind die Schüler? Was machen die dort? Mit welcher Software?
    Ich würde jedenfalls ein Gateway zwischenschalten, da hat man die Macht an einer Stelle konzentriert.

    Das Weiterverteilen von Updates ist z.B. nicht gerade ein typischer Serverdienst.

    Lädst du die auf jedem Client einzeln herunter? 😕


  • Mod

    µngbd schrieb:

    Lädst du die auf jedem Client einzeln herunter? 😕

    Klar. Was macht es für einen Unterschied, ob die Clients sich mit einem Server in meinem Netz oder mit einem entfernten Server verbinden? Das Update muss ja doch auf dem Client ausgeführt werden. Der einzige Vorteil ist eine Reduktion der Netzlast, aber wen interessieren heutzutage schon noch die paar MB Netzverkehr die von Updates verursacht werden.



  • SeppJ schrieb:

    [...] Der einzige Vorteil ist eine [...]

    Unter Windows kannst du differenzieren welche Updates installiert werden sollen, wann sie installiert werden sollen und wo sie installiert werden sollen, des weiteren gibt es eine Übersicht aller Rechner und ihres Updatestatus usw. Kurzum du hast mehr Kontrolle über die ganze Sache und es vereinfacht administrative Aufgaben.



  • TheTester schrieb:

    ... des weiteren gibt es eine Übersicht aller Rechner und ihres Updatestatus usw. Kurzum du hast mehr Kontrolle über die ganze Sache und es vereinfacht administrative Aufgaben.

    wo kann man die übersicht sehen?



  • Das nennt sich WSUS....





  • ;fricky schrieb:

    nimm z.b. sowas: http://en.wikipedia.org/wiki/Sun_Ray
    🙂

    was kostet das alte Ding?



  • rtfhdf schrieb:

    [
    🙂

    was kostet das alte Ding?[/quote]
    200 euronen etwa: http://www.sun.com/sunray/sunray2/ds_sunray2.pdf
    🙂



  • Ivo schrieb:

    Das nennt sich WSUS....

    Ah, supi, das sieht interessant aus!

    ;fricky schrieb:

    200 euronen etwa:

    Das soll natürlich nix kosten. Schulen haben ja kein Geld (angeblich, wie alle andern auch).
    🙂



  • Gibts eigentlich auch was für Softwareinstallationen? Also, setup.exe auf einem Rechner starten und übers Netz bekommen die anderen das gleiche auch installiert?



  • Das geht auch, brauchst aber einen Windows Server. Und der kostet Geld. Dann noch die CAL's fuer alle Geraete die auf den Server zugreifen.
    Entweder Du liest Dich in Active Directory, Gruppenrichtlinien und den ganzen Kram ein oder ihr holt Euch jemanden, der davon Ahnung hat.



  • Das ist die typische verschwendung der westlichen Laendern. 12 PCs und alle muessen Desktoprechner sein, die eh 99.99% der Zeit im idle Modus verbringen. Anstelle einfache 12 Thinclients und einen Server auf dem alle Linux Instanzen laufen und die Thinclients etwas mehr als einfache Monitore sind. Das ganze Kostenlos, Energiesparend und auf Enterprise-Level. Aber unsere Schulen haben ja ein riesiges Budged, da koennen wir auch allen Schuelern einen Laptop zum lernen geben, wie in z.B. die Regierung in Venuzuella http://vencentral.com/2008/09/15/free-linux-laptops-for-students/ Ach, wir koennen es nicht, ups.

    http://technologyrescue.wikispaces.com/
    http://www.reallylinux.com/docs/ltsp-oped.shtml
    http://mark.stosberg.com/blog/2009/02/school-board-consider-thin-clients.html
    Das sind nur mal Links auf die Schnelle. Muesste man mal laenger als 5min im Internet suchen um was passendes zu finden.

    Hier sind ein paar Deutsche Links:
    http://www.testticker.de/praxis/2007/09/06/20070906010.aspx
    http://de.wikipedia.org/wiki/Linux_Terminal_Server_Project
    http://openthinclient.org/home

    Hier gibts eine Uebersicht ueber alle Thinclients, gibts z.B. ein paar fuer 85$
    http://www.linuxfordevices.com/c/a/Linux-For-Devices-Articles/The-Linux-Thin-Client-Showcase/

    Oh, es geht ja gar nicht um neue Desktop Rechner.
    Meine Empfehlung: Linux draufmachen und einen Rechner als den Server-Rechner mitn Proxy auswaehlen. Der Vorteil: Der Server kann auch ein einfach Schuelerrechner sein, dank strikter User-Management in Linux kann der Schueler da eh nichts machen. Ein weiterer Vorteil: Ihr koennt die Rechner mit aktueller Software und Sicherheitspatches versorgen bis die Hardware ausfaellt. Dazu gibt es auch mit Edubuntu
    http://wiki.ubuntuusers.de/Edubuntu
    http://wiki.ubuntuusers.de/Edubuntu/Schulen
    richtige Bildungssoftware installieren, das ganze aber immernoch vollkommen Kostenlos.
    Mittels apt-proxy kann man auch exterm leicht Updates verteilen.



  • Gibt es da keine Seite des Bildungsministeriums im Netz, die (Informatik-)Lehrer auf dem Laufenden ("kostenfrei technisch an der Spitze bleiben") hält? Das wäre ein echter Skandal!



  • DEvent schrieb:

    bla linux bla

    Bilde die Kinder an Linux aus und Du bildest sie direkt in die Arbeitslosigkeit aus. In den Betrieben wird Windows eingesetzt und Windowsvertrautheit wird vorausgesetzt. So einfach ist das.



  • Bilde die Kinder an Linux aus und Du bildest sie direkt in die Arbeitslosigkeit aus. In den Betrieben wird Windows eingesetzt und Windowsvertrautheit wird vorausgesetzt. So einfach ist das.

    Endlich sagt das mal einer in vollster Klarheit! 👍
    SAP, Powerpoint, Excel und VBA-Programmierung (wegen fehlender Admin-Rechte ideale "Programme") regieren dort den Alltag, zumindest im Bürobereich.



  • it n00b schrieb:

    TheTester schrieb:

    ... des weiteren gibt es eine Übersicht aller Rechner und ihres Updatestatus usw. Kurzum du hast mehr Kontrolle über die ganze Sache und es vereinfacht administrative Aufgaben.

    wo kann man die übersicht sehen?

    Du brauchst dazu dieses Windows Updatetool, den Namen hab ich gerade nicht parat, werde ich kommenden Montag raussuchen. 🙂

    EDIT: Ivo hatte es schon drunter geschrieben.



  • ctupdate nennt sich noch ein Tool. Es laed die Updates direkt vom MS Server runter und speichert sie sortiert nach Windowsversion und Sprache ab....

    Volkard hat aber vollkommen recht, es muss das ausgebildet werden, was der Arbeitsmarkt verlangt. Schliesslich lernt man in Biologie auch nicht den Mythos von der Schoepfungsgeschichte.
    Linux kann natuerlich nebenbei laufen, um mal ueber den Tellerrand zu schauen.



  • Erhard Henkes schrieb:

    Bilde die Kinder an Linux aus und Du bildest sie direkt in die Arbeitslosigkeit aus. In den Betrieben wird Windows eingesetzt und Windowsvertrautheit wird vorausgesetzt. So einfach ist das.

    Endlich sagt das mal einer in vollster Klarheit! 👍
    SAP, Powerpoint, Excel und VBA-Programmierung (wegen fehlender Admin-Rechte ideale "Programme") regieren dort den Alltag, zumindest im Bürobereich.

    Wenn ihr euere Kinder an MS verkaufen wollt. Die 0850-Jobs werden eh bald alle nach Indien oder nach China out-sourced. Wird jetzt schon, schaut mal nach USA. Die Inder freuen sich, die Deutschen werden mit VBA "Kenntnissen" zu Kruepeln gemacht.

    Die USA ist der Vorreiter, die anderen westliche Laendern folgen dem Beispiel. Anstelle den Kindern Unabhaenigkeit und Kreativitaet beizubringen, wird schon im Kinderalter die Abhaenigkeit an auslaendische Firmen eingestrichtet. Das merken auch z.Z. Laender wie Brasilien, China, Venuzuella, und viele anderen Entwicklungslaender und geben ihren Schulen und Schuelern lieber ein System fuer das sie keine Abgaben an MS zahlen muessen.

    Hier ist ein passender Artikel dazu:
    http://www.newsweek.com/id/212120

    Some of the effects are undoubtedly negative for the U.S. Thousands of IBM employees have recently been offered a choice between losing their jobs in America or moving abroad to stay employed. Companies that once were icons of American power—like IBM and General Motors—will thrive only if they become more wedded to the world and less to the U.S. GM itself is a perfect example of what works and what doesn't, with a U.S. division that failed and a Chinese division that is wildly successful. A world with more strong foreign markets means less money spent on labor and operations in the U.S., and more spent elsewhere. Companies like Intel and Microsoft are investing billions in R&D facilities in China because they believe that is where their future is.

    Dies war der pratische Grund, aber dazu kommt natuerlich noch die Kosten. Was fuer ein System setzen sie in der Schule ein? Windows XP - fuer das bald der Support eingestellt wird. Was wird dann gekauft, etwa Windows 7 - Mit doppelten Resourceverbrauch, dann braucht ihr neue Rechner.

    Mit Linux habt ihr die aktuelleste Software, Sicherheit-Updates, fuer so lange wie euere Rechner nicht kaput gehen und das ganze auch ohne Lizenszahlungen. Wenn ihr doch mal nebenbei auch Windows unterrichten wollte, dann ist VirtualBox oder Xen euer Freund.


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