Intel Atom behindert wohl die Entwicklung von Windows 7 Tablets?



  • Ganz gut zum Thema passend, hat sich Mirosoft jüngst eine Architekturlizenz für ARM besorgt; heißt, daß Microsoft auch am Core rumbasteln darf.

    Computer weekly orakelte daraufhin, daß damit Strom- und Gasverbrauchsmesser gebastelt werden sollen. Also ich weiß nicht, für sowas sollte ein kleiner ATMega oder ein PIC genügen, dafür muß man ja kein ganzes Prozessordesign kaufen. 😉

    Vielleicht wird's ja der erste Stromzähler, mit dem man auch im Internet surfen kann? 😃



  • Fedaykin schrieb:

    Das würde ich jetzt mal so nicht stehen lassen. Es gibt genügend bereiche wo ich das ganze "Industriell" betrachtet, sehr durchsetzungsstark sehe.
    ...
    Der Vorteil liegt wohl klar im kompletten Betriebssystem. Man kann damit leicht jedes Programm darauf installieren. Prinzipiell ist sowas dann von Vorteil wenn es auf abgerufene Daten ankommt. Ich glaube zumindest nicht das der Markt dafür so klein ist. Ich denke sogar das der Großteil der Teile in der Industrie/Wirtschaft landen wird.

    Ich kann sogar ein Beispiel liefern:
    Für eine Großmaschine habe ich einen UMPC als mobiles Bedienpanel, also wireless eingesetzt. Hat sich als billiger angeboten, als selber was aus Display, CPU und Funk zu basteln. Ich muß zwar zugeben, daß das Gerätchen mit dem XP Tablet edition völlig unausgegorener Kram ist, aber genau dafür hats es getan.



  • soeine riesen investition als software firma macht microsoft sicherlich nur wenn es um die xbox geht.
    die x360 hat auch schon ihre halbe prognostizierte lebenszeit hinter sich, so langsam darf MS anfangen an einer neuen zu basteln und ich koennte wetten die zielen nicht auf 10jahre ab so wie sie meinten, sondern auf 8.
    wenn man bedenkt wie unglaublich wenig ein arm zieht fuer das was er leistet (halber atom fuer 10% leistung afaik), koennten die so einige davon mit vielleicht 2GHz (angaeblich soll der A9 das doch schaffen??) in eine next-gen konsole verbauen.

    und viele spiele die dann gemacht werden (Selbst mit c++), koennten vielleicht direkt auf Win7 phones laufen.

    was anderes kann ich mir nicht vorstellen. Zune haben die ja schon und selbst phones zu machen war wenig erfolgreich. server selbst zu basteln waere auch eher schaedlich weil sie dann zu firmen wie HP usw. eher konkurenz waeren als anbieter fuer die zu sein.

    bleibt nur x720.



  • Fedaykin schrieb:

    Das würde ich jetzt mal so nicht stehen lassen. Es gibt genügend bereiche wo ich das ganze "Industriell" betrachtet, sehr durchsetzungsstark sehe.

    • Mobile Visite(n):
      Krankenhaus, Geschäftsführungen etc
    • Meetings/Präsentationen

    Der Vorteil liegt wohl klar im kompletten Betriebssystem. Man kann damit leicht jedes Programm darauf installieren. Prinzipiell ist sowas dann von Vorteil wenn es auf abgerufene Daten ankommt. Ich glaube zumindest nicht das der Markt dafür so klein ist. Ich denke sogar das der Großteil der Teile in der Industrie/Wirtschaft landen wird.

    Überzeugt mich nicht! Wo liegt da der Vorteil so 'klar' im kompletten Betriebssystem? Hier spielen Akkulaufzeit und Ausfallsicherheit mitunter eine große Rolle und da will man ein System, was auf das wesentliche beschränkt ist. Was bringt mir ein Gerät, was zwar theoretisch alles kann, praktisch aber nicht benutzbar ist. Alles, was an Software vorhanden ist, ist ohne größere Modifikationen per Touch-Screen de facto nicht bedienbar. Und im Zweifel könnte man immer noch per VNC o.ä. auf eine Workstation gehen.



  • raps schrieb:

    iPad        Intel
    TAKT  1GHz        1.6GHz
    MIPS ~2000        4035
    RAM   256MB       1GB (normalerwise)
    GPU   POWERVR     GMA950 (gibt auch den POWERVR alias GMA500, wobei der 950 ca 4mal schneller ist ausser bei ein paar movie codecs die der 950 nicht in hardware kann)
    

    Klar, die nackten Zahl sehen so aus. Allerdings würde mich auch interessieren, wieviel Leistung ein ARM hätte, wenn das SoC oder halt das ganze Gerät am Ende so viel verbrauchen dürfte, wie die Intel Lösung. Ein Atom mit 4000 MIPS braucht ein vielfaches der Leistung eines iPads.

    Das iPad hat im Übrigen einen Samsung Hummingbird Core verbaut (okay, mit Apple Branding wirds dann halt ein A4... whatever 🙄), welchen es nun auch schon eine ganze Zeit gibt. Dazu mikrige 256 MB RAM, womit sich Apple im Bezug auf Multitasking und Mehrleistung wieder einmal selbst in den Fuss geschossen hat. Ich bin schon mehr gespannt, wie die Werte aussehen werden, wenn man den Atom z.B. mit einem Snapdragon Dual Core ARM (QSD8672), der ja demnächst (die Rede war von "second half of 2010") für die Endbenutzer verfügbar sein soll, vergleicht. Der sollte immer noch viel weniger Strom fressen...

    Alles in allem ist es gut, dass Intel sich mal wieder irgendwo bewegen muss und nicht in jedem Segment der eindeutige König ist 👍



  • /rant/ schrieb:

    Oder hat jemand hier schon einmal Windows 7 auf einem Intel Atom N450 betrieben?

    Auf einem Asus Eee PC 1005P mit 2GB Ram und Windows 7 Professional 64Bit. Läuft recht gut.



  • F98 schrieb:

    Auf einem Asus Eee PC 1005P mit 2GB Ram und Windows 7 Professional 64Bit. Läuft recht gut.

    Wundert mich auch nicht wirklich, da von einigen Testern gesagt wurde das Windows 7 gegenüber XP auch auf kleineren Systemen flüssiger läuft - vorausgesetzt man spendiert ihm genügend RAM.

    Ich glaube eher das Windows 7 auf Tablets sich wegen der allgemeinen Multi-Touch Unterstützung weniger eignet, nicht, das Windows 7 nicht entsprechende Bibliotheken hätte, man müsste aber die Oberfläche etc. etwas mehr auf diese Basis hin optimieren (Fängt schon mit größeren Menüs an; schließlich sollen die ja auch mit dem Finger bedient werden können).

    Sicherlich ist ein OS das auf das System zugeschnitten wurde immer besser im Leistungsvergleich. Nur wäre es für einige auch praktisch, wenn sie bestimmte Software 1:1 austauschen könnten.



  • asc schrieb:

    Sicherlich ist ein OS das auf das System zugeschnitten wurde immer besser im Leistungsvergleich. Nur wäre es für einige auch praktisch, wenn sie bestimmte Software 1:1 austauschen könnten.

    Das geht auf Quelltextbasis doch recht gut mit Maemo/Moblin/MeeGo, da diese Systeme Qt und GTK als Anwendungsframework verwenden, die auch auf allen PC-Systemen laufen. Andere Frameworks lassen sich sicher auch portieren. Wie das binär aussieht, weiß ich nicht, aber da es offiziell ein Projekt der Linux Foundation ist, wird es wohl auch binärkompatibel zur LSB sein.

    Problematisch wird es nur mit der Bedienung dieser Programme. Gibt es eigentlich Tablets mit Trackball vorne und Maustasten auf der Rückseite? Würde mich wundern, wenn nicht, mein Smartphone hat zumindest einen klickbaren Trackball und der kann sehr hilfreich sein.



  • S. Urs Kompatibel schrieb:

    asc schrieb:

    Sicherlich ist ein OS das auf das System zugeschnitten wurde immer besser im Leistungsvergleich. Nur wäre es für einige auch praktisch, wenn sie bestimmte Software 1:1 austauschen könnten.

    Das geht auf Quelltextbasis doch recht gut mit Maemo/Moblin/MeeGo,...

    Nicht alle Anwender möchten für jedes System die Software neu kaufen, oder haben Ahnung vom Kompilieren.

    S. Urs Kompatibel schrieb:

    Problematisch wird es nur mit der Bedienung dieser Programme. Gibt es eigentlich Tablets mit Trackball vorne und Maustasten auf der Rückseite? Würde mich wundern, wenn nicht, mein Smartphone hat zumindest einen klickbaren Trackball und der kann sehr hilfreich sein.

    In der Regel sind diese Slates ausschließlich mit den Fingern auf dem Bildschirm bedienbar.



  • S. Urs Kompatibel schrieb:

    Gibt es eigentlich Tablets mit Trackball vorne und Maustasten auf der Rückseite? Würde mich wundern, wenn nicht, mein Smartphone hat zumindest einen klickbaren Trackball und der kann sehr hilfreich sein.

    Ja, so einen habe ich auch, aber benutzt du den ernsthaft? Ich finde die Bedienung über den Trackball einfach grauenhaft. Für Spielereien ganz okay, aber wenn du wirklich vorwärts kommen willst, kannst du den Trackball getrost vergessen. Mit kapazitivem Touchscreen bist du schneller und präziser.

    Und wenn es unbedingt sein muss, kannst du immer noch eine Bluetooth-Maus anhängen, das bekommst du auf fast jedem beliebigen Android Gerät irgendwie hin (frei nach dem Motto: Wenn es das noch nicht gibt, dann wird es eben gemacht). So kannst du auch mal eine rechte Runde Quake 3 spielen, wenn auch Quake 3 für Android rein mit Touchscreen bedient werden kann. Und glaub mir, mit dem Trackball wärst du dort noch wesentlich schlechter unterwegs, als mit einem Joystick.



  • /rant/ schrieb:

    ... Für Spielereien ganz okay, aber wenn du wirklich vorwärts kommen willst, kannst du den Trackball getrost vergessen. Mit kapazitivem Touchscreen bist du schneller und präziser.

    Das kommt auf die Anwendung an. Ich benutze einen etwa 15 Jahre alten Logitech- Trackball für Designaufgaben wie Schematics und PCB. Bei mechanischem CAD ist er mir in 2D immer noch lieber als die SpaceMouse.
    Das ganze Touch- Zeugs erscheint mir immer noch am Geeignetsten für "Bauernsteuerungen", aber nicht für Präzi- Aufgaben. Intuitiv ja, aber universell ist Touchsteuerung ähnlich wenig wie Maus&Co.



  • Weil du Präzisionsaufgaben auf einen 7" Tablet machen willst...?



  • asc schrieb:

    S. Urs Kompatibel schrieb:

    asc schrieb:

    Sicherlich ist ein OS das auf das System zugeschnitten wurde immer besser im Leistungsvergleich. Nur wäre es für einige auch praktisch, wenn sie bestimmte Software 1:1 austauschen könnten.

    Das geht auf Quelltextbasis doch recht gut mit Maemo/Moblin/MeeGo,...

    Nicht alle Anwender möchten für jedes System die Software neu kaufen, oder haben Ahnung vom Kompilieren.

    Ich habe mal nachgeschaut. MeeGo ist von Haus aus nicht LSB-Konform, bietet aber das package "meego-lsb" an, womit man Binärkompatibilität einfach nachrüsten kann.

    asc schrieb:

    S. Urs Kompatibel schrieb:

    Problematisch wird es nur mit der Bedienung dieser Programme. Gibt es eigentlich Tablets mit Trackball vorne und Maustasten auf der Rückseite? Würde mich wundern, wenn nicht, mein Smartphone hat zumindest einen klickbaren Trackball und der kann sehr hilfreich sein.

    In der Regel sind diese Slates ausschließlich mit den Fingern auf dem Bildschirm bedienbar.

    Ja, das Interface der Geräte selber und auch die dafür entwickelten Anwendungen. Aber willst du Desktopanwendungen verwenden, wird das mit den Fingern schwierig, da die auf Maus und Tastatur ausgerichtet sind. Ein Tablet, das man gemütlich in der Hand halten und dabei trotzdem solche Anwendungen bedienen kann, benötigt eine einfach erreichbare "Mausfunktion".

    /rant/ schrieb:

    S. Urs Kompatibel schrieb:

    Gibt es eigentlich Tablets mit Trackball vorne und Maustasten auf der Rückseite? Würde mich wundern, wenn nicht, mein Smartphone hat zumindest einen klickbaren Trackball und der kann sehr hilfreich sein.

    Ja, so einen habe ich auch, aber benutzt du den ernsthaft? Ich finde die Bedienung über den Trackball einfach grauenhaft. Für Spielereien ganz okay, aber wenn du wirklich vorwärts kommen willst, kannst du den Trackball getrost vergessen. Mit kapazitivem Touchscreen bist du schneller und präziser.

    Und wenn es unbedingt sein muss, kannst du immer noch eine Bluetooth-Maus anhängen, das bekommst du auf fast jedem beliebigen Android Gerät irgendwie hin (frei nach dem Motto: Wenn es das noch nicht gibt, dann wird es eben gemacht). So kannst du auch mal eine rechte Runde Quake 3 spielen, wenn auch Quake 3 für Android rein mit Touchscreen bedient werden kann. Und glaub mir, mit dem Trackball wärst du dort noch wesentlich schlechter unterwegs, als mit einem Joystick.

    Ich nutze den Trackball zum Beispiel im Browser um eng beieinander liegende Links auszuwählen (z.B. die Seitenzahl in einem Forum, oder enge Menüleisten auf einigen Websites, wie beispielsweise mikrocontroller.net), da ich mich sonst zu oft verklicke und heranzoomen umständlicher ist.

    Es geht mir aber hauptsächlich um die Fähigkeit von Tablets eventuelle Desktopanwendungen bedienen zu können. Sonst macht "Windows 7 auf dem Tablet" doch überhaupt keinen Sinn. Maus per USB oder Bluetooth ist natürlich problemlos möglich, selbst bei Smartphones, aber damit verliert man doch einen wesentlichen Vorteil, nämlich dass das Gerät so einfach in der Hand liegt.



  • S. Urs Kompatibel schrieb:

    Es geht mir aber hauptsächlich um die Fähigkeit von Tablets eventuelle Desktopanwendungen bedienen zu können. Sonst macht "Windows 7 auf dem Tablet" doch überhaupt keinen Sinn. Maus per USB oder Bluetooth ist natürlich problemlos möglich, selbst bei Smartphones, aber damit verliert man doch einen wesentlichen Vorteil, nämlich dass das Gerät so einfach in der Hand liegt.

    Ich glaube auch nicht das ein Slate ohne Stift langfristig viel Sinn macht, wenn man es nicht ausschließlich für einfachste Aufgaben verwenden will. Und dann wären auch Desktopanwendungen bedienbar.

    Davon abgesehen glaube ich auch das Windows Probleme wegen den kaum vorhandenen Anwendungen hat, die Für Touchscreen ausgelegt sind. Darüber könnte, bis diese kommen, eh nur ein Stift hinweg helfen.

    Wobei wie gesagt durchaus die Bibliotheken vorhanden sind, und somit Windows 7 durchaus auch für Slates geeignet sein kann (aber wie gesagt imho noch nicht 100%ig ist). Anderseits wäre für mich persönlich (sofern mindestens ein Stift beiliegt) ein Windows-Slate interessanter als z.B. ein Linux-Slate, weil ich ein Slate (fast) als Rechnerersatz einsetzen würde - spätestens wenn man optional noch Tastatur und Maus anstöpseln kann.

    Sofern ich ein Slate wiederum als reines Unterhaltungsmedium einsetzen will, wäre mit wiederum das OS eigentlich egal - nur würde ich mir ausschließlich für den Fall keines holen (Derzeit denke ich über die Anschaffung eines Convertibles nach).



  • Ich habe so'n Convertible mit Windows 7.

    Obwohl ich schon die Menu-Schriftart auf Riesig gestellt habe, macht die Fingerbedienung nicht wirklich spass, ist eher Glücksspiel den richtigen Punkt zu treffen.

    Das einzige, wo die Fingerbedienung von Vorteil ist, ist beim Web-Browsen (ja, mit Multitouch, wobei ich das auf dem Tabeltt im Gegensatz zum Telefon so gut wie nie verwende). Nur z.B. in Foren ist es teilweise echt Krampfig, den Nächste-Seite-Link zu treffen...

    Die meiste Zeit verwende ich es aber als ganz normales Notebook.

    Mein Fazit: Nie wieder Windows auf einem Tablett. Zumindest nicht ohne Stift (bin am Überlegen mir so einen Stift zu kaufen, der mit Kapazitiven Displays klarkommt).



  • BadWolf schrieb:

    Das einzige, wo die Fingerbedienung von Vorteil ist, ist beim Web-Browsen (ja, mit Multitouch, wobei ich das auf dem Tabeltt im Gegensatz zum Telefon so gut wie nie verwende). Nur z.B. in Foren ist es teilweise echt Krampfig, den Nächste-Seite-Link zu treffen...

    Ich glaube, hier liegt es auch sehr stark an der Software. Ich habe ebenfalls mit solchen Convertibles gearbeitet und habe mir auch gedacht: mein Gott, warum erwische ich eigentlich nie den Menüpunkt, den ich will? Oder die kleinen Nümmerchen dort unten, mit denen ich hier im Forum die Seite im Thread wählen kann?

    Und dann nehme ich mein Android Handy mit nur 3.7" in die Hand und tappe im Halbschlaf auf dem Screen rum und merke selbst, dass ich nicht recht treffe. Und dennoch scheint die Software zu erkennen, was ich gemeint habe! Beim iPhone ist es nicht anders! Ist hier vielleicht ein Algorithmus im Spiel, welcher den Menschen mit ihren ungenauen Wurstfingern ein wenig nachhilft, und der bei Windows 7 (und Windows Mobile!) fehlt?

    Windows muss noch einiges dazu lernen, bevor ich mir selbst so ein Tablet kaufen würde...


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