Eure Ansprüche an einen Monitor



  • Hallo,

    mich würde es interessieren, nach welchen Kriterien ihr euren Monitor auswählt. Gerade, wenn man beruflich programmiert o.ä., sollte man sich bei dieser Kaufentscheidung evtl. etwas Zeit lassen.
    Reicht euch das billigste TN-Panel, oder greift ihr lieber zu PVA/MVA oder IPS? Gibt es Kriterien, die ihr für besonders wichtig haltet, wenn man täglich einige Stunden auf den Monitor starrt?

    Ich persönlich wäre prinzipiell bereit, etwas mehr Geld für einen Monitor auszugeben. Auf der anderen Seite befürchte ich bei teureren Monitoren, dass sich das investierte Geld im Grunde nur für Bildbearbeitung und/oder Multimedia lohnt. Bei den meisten Tests geht man auch hauptsächlich auf diese Themen ein.


  • Mod

    Als Entwickler kommt es wohl kaum auf schnellste Reaktionszeit ohne Schlierenbildung an. Ich denke guter Kontrast und Helligkeit bestimmen für dich die Qualität. Leider können die Hersteller mit den Angaben dazu stark tricksen (afair). Es hilft also nur auf Reviews zu hoffen.

    Richtig teure Monitore sind meistens für den Grafikbereich gedacht und geben einen möglichst großen Farbbereich und diesen wiederum möglichst getreu wieder. Da kann man auch schon bis zu 2000€ hinlegen, hat aber für unsereins wenig Sinn.

    MfG SideWinder



  • Die Panel-Art ist doch egal, TN-Panels reichen völlig aus, da ist das Aussehen des Monitors wichtiger. Ich bin nur froh, dass ich keine CRT-Monitore mehr ertragen muss. Da wird mir heute noch übel, wenn ich an die Dinger zurück denke.

    Am wichtigsten ist für mich die Auflösung und Größe. An sonsten kann es noch ganz praktisch sein, wenn man die höhe des Monitors anpassen kann, aber das geht notfalls auch mit alten Büchern oder so.



  • default user schrieb:

    Reicht euch das billigste TN-Panel, oder greift ihr lieber zu PVA/MVA oder IPS?

    Ich verwende nur IPS. PVA/MVA sind auch OK, aber ich mag IPS Panels lieber, weil sich die Farben nicht so verändern wenn man seitlich oder von oben/unten draufguckt. TN geht gar nicht.

    Gruum schrieb:

    Die Panel-Art ist doch egal, TN-Panels reichen völlig aus

    Dann hast du vermutlich noch nie auf einem nicht-TN Monitor gerabeitet...



  • hustbaer schrieb:

    ich mag IPS Panels lieber, weil sich die Farben nicht so verändern wenn man seitlich oder von oben/unten draufguckt. TN geht gar nicht.

    Hängt sowas nicht auch sehr von dem einzelnen Monitor ab? Klar, die ganz katastrophalen Fälle, wo sich die Farben bei geringster Abweichung vom optimalen Blickwinkel verändern, gibt's unter den TN-Panels, aber es gibt doch auch schon TN-Panel mit Blickwinkeln von 170/160.
    Vielleicht schätze ich das auch falsch ein, ich nutze zurzeit MVA und hatte davor nur CRT.



  • @default user:
    Die Farben ändern sich auch bei PVA/MVA schnell wenn man seitlich drauf sieht.
    TN ist ganz schlimm wenn man von oben/unten drauf sieht, TN von seitlich ist eigentlich nicht SO schilmm.

    Was die Blickwinkel angaben bei TN-Panels angeht: vergiss die. Das sind Werte die unter Bedingungen ermittelt werden, wo man gerade noch (grossen) Text lesen kann, wenn er Schwarz auf Weiss da steht. Zum Video-gucken ist es bei den meisten TN Panels schon nicht mehr schön wenn man bloss 10° von oben/unten drauf guckt.

    Bei IPS dagegen ändert sich kaum was, abgesehen davon dass der Kontrast schlechter wird. Bei guten IPS Panels allerdings auch weniger schlimm als bei anderen Panel Technologien. Und die weniger guten IPS Panels findet man soweit ich weiss nur in Fernsehern (z.B. von LG).



  • Beim Programmieren ist es doch egal ob sich die Farben ändern, daran gewöhnt man sich.



  • Zum Programmieren kommt mir nie wieder ein TN-Panel ins Haus! Hatte 2002 einen TFT LG Flatron 577LH gekauft. Super LCD-Monitor und hatte mich viel Geld gekostet.

    Vor zwei Jahren dachte ich mir: kaufste einen neuen größeren LCD, die werden heute viel besser sein. Pustekuchen! Ein blödes TN-Panel drin und ich wusste bis dahin nicht, das es Unterschiede gibt. Wie kann ein LCD, das Jahre älter ist, deutlich besser sein? Bzw. wie kann ein neuerer Monitor deutlich schlechter sein?

    Das Ding habe ich verschenkt und habe wieder meinen alten 15 zoll 577LH von LG im Einsatz.

    Beim nächsten LCD-Kauf werde ich peinlich darauf achten kein TN-Panel zu kaufen.



  • wichtig ist, dass er groß ist und IPS-Panel ist dann natürlich auch vorzuziehen. Außerdem neig- und drehbar und je nach Anwendungsgebiet wär eine Pivot-Funktion auch nicht schlecht (gerade als Zweit-Monitor)

    Ich hab in der Arbeit Monitore mit TN-Panel, die nicht höhenverstellbar sind und auf einem eigentlich zu niedrigen Tisch stehen. Der untere Bildschirmrand ist dadurch bereits farblich verfälscht. Muss jetzt dann mal was zum unterstellen suchen



  • Viel zu sagen gibt es nicht mehr, ein Monitor hält jahrelang und wer denkt an einem Gerät, das er täglich 12h benutzt, sparen zu müssen, ist meiner Ansicht nach ein knausriger Idiot. Ich hab für meinen Monitor vor zwei Jahren 500 Euro bezahlt und bin damit am unteren Ende der akzeptablen Monitore eingestiegen. MVA-Panel (reagiert sogar richtig schnell!), Pivot (sehr praktisch zum Onanieren auf hochkant geknipste Bilder), 1920x1200 Pixel (darunter hätte ich schon damals nichts mehr genommen).



  • Ich habe mir vor vielen Jahren einen billigen no-name 19" TFT gekauft. Meine einzigen Kriterien waren der Preis und dass er entspiegelt ist. :3 Heute bin ich immernoch sehr zufrieden und solange der funktioniert kaufe ich mir auch keinen neuen. ^^



  • Minimaler Inputlag und geeignet zum "grafikern".
    Leider gibts da noch immer nix anständiges.



  • Ich wunder mich das Pixelabstand kein Thema mehr ist.

    21.5", 1920x1080 Pixel, 0,25 mm x 0,25 mm Pixelabstand
    24 ", 1920x1080 Pixel, 0,28 mm x 0,28 mm Pixelabstand

    Subjekt ist mir ein Pixelabstand 0,28 mm x 0,28 mm von viel zu schlecht.



  • Beim nem größeren Monitor wählt man natürlich eine größere Auflösung.
    Du kannst schließlich nicht erwarten das die selbe Auflösung auf ein größeren Monitor genauso gut aussieht -.-



  • Ich mag spiegelnde Monitore (und jetzt steinigt mich :D) und hasse es, wenn die Monitore nach einem Jahr verblassen. Meine persönliche Erfahrung hat hier gezeigt, dass LED-Backlight Monitore hier eindeutig besser sind, als herkömmliche Modelle.

    WSXGA+ ist für mich ebenfalls das Minimum, da tiefere Auflösungen unangenehm sind - am meisten hasse ich die bei billigen Laptops verbreiteten 1366x768 Pixel, welche zum Glück bei normalen Displays praktisch inexistent sind. Damit kann man doch gar nicht vernünftig arbeiten? Die grösse des Monitors ist für mich eher nebensächlich. Logischerweise sind 24" schön, aber 27" finde ich z.B. auf für Full HD oder mehr zu viel.

    Lautsprecher im Monitor sind für mich ein No-Go; die klingen in der Regel sehr schlecht und sehen auch nicht wirklich schön aus.



  • default user schrieb:

    Hallo,

    mich würde es interessieren, nach welchen Kriterien ihr euren Monitor auswählt. Gerade, wenn man beruflich programmiert o.ä., sollte man sich bei dieser Kaufentscheidung evtl. etwas Zeit lassen.
    Reicht euch das billigste TN-Panel, oder greift ihr lieber zu PVA/MVA oder IPS? Gibt es Kriterien, die ihr für besonders wichtig haltet, wenn man täglich einige Stunden auf den Monitor starrt?

    Ich persönlich wäre prinzipiell bereit, etwas mehr Geld für einen Monitor auszugeben. Auf der anderen Seite befürchte ich bei teureren Monitoren, dass sich das investierte Geld im Grunde nur für Bildbearbeitung und/oder Multimedia lohnt. Bei den meisten Tests geht man auch hauptsächlich auf diese Themen ein.

    Das investierte Geld lohnt sich IMO allein schon deswegen, weil man viele Jahre vor dem Monitor hocken wird und dieser locker mehrere Rechnergenerationen überstehen dürfte.

    Ich nutze momentan einen PVA Monitor weil ich an meinem Computer auch TV und DVD Filme schaue.
    Einen klassischen TV habe ich nicht und brauche ich auch nicht, denn der ist mir in vielerlei Hinsicht zu eingeschränkt.
    An meinemn Computer habe ich z.B. schon ein 5.1 Soundsystem, wenn ich mir einen TV kaufen würde müßte ich mir für den erst eines kaufen.

    Daher tendiere ich ganz klar zu einem guten Computermonitor.
    Mein jetztiger 22" könnte natürlich zum TV schauen etwas größer sein, das ist klar, allerdings ist er von der Größe her bei Spielen ideal und wenn ich 3 Monitore anschließen würde, dann wären 3* 22" auch besser als 3 * 26", denn die könnte man gar nicht mehr überblicken und zu viel Platz würden die auch einnehmen.

    TN Panel lohnen sich IMO also nur für reine Bürorechner (ausnahme Bild- % Grafikbearbeitung), also Rechner auf denen man weder spielt noch Filme schaut.



  • /rant/ schrieb:

    Ich mag spiegelnde Monitore (und jetzt steinigt mich :D)

    *BAMM* 😃

    und hasse es, wenn die Monitore nach einem Jahr verblassen. Meine persönliche Erfahrung hat hier gezeigt, dass LED-Backlight Monitore hier eindeutig besser sind, als herkömmliche Modelle.

    Dass LED Monitore weniger schnell in der Helligkeit nachlassen glaub ich sofort. Nur ... findest du das Verblassen bei LCDs mit CCFL Backlight echt so schlimm?
    Mein aktueller TFT ist ca. 5 Jahre alt, und mir immer noch hell genug. Am Anfang war der so hell dass ich ihn auf ~20% laufen hatte. Mittlerweile hab ich ihn bei ~85%.
    Ist natürlich doof, weil d.h. in 1-2 Jahren is der dann vielleicht wirklich zu dunkel, aber 1 Jahr instgesamt kommt mir jetzt schon arg kurz vor.



  • Wer meint, dass ein IPS-Panel unnötig ist bzw. keine nennenswerten Vorteile gegenüber TN-Panels hat, die den Preis rechtfertigen würden, hat vermutlich einfach noch nicht direkt verglichen. Als ich mir damals meinen IPS-Monitor (26") gekauft habe, habe ich ihn direkt neben meinem alten 22-Zöller azufgebaut und konnte kaum glauben, was ich da sah. Ich habe denselben Film auf beiden Monitoren laufen gelassen. Der neue hat schon mal deutlich bessere Farben produziert. In einer Wüstenszene war der Sand nun auch wirklich strahlend gelb, wie er sein muss. Auf dem TN-Panel sah ich nur ein matschiges Grün-Gelb. Und der Blickwinkel war auch beeindruckend. Die Herstellerangaben sind da leider wirklich Quatsch. Ich kann nun auf dem Bett liegen und von schräg-unten ohne Einbußen auf den Monitor sehen. Zuvor habe ich in der Position quasi gar nix mehr gesehen. Das ist schon was wert! Wieso sollte ich Schrott kaufen, wenn ich für vielleicht 200-300€ mehr einen Monitor bekomme, bei dem ich mich nicht ständig ärgere und an dem ich jahrelang Freude habe?

    Auf der Arbeit habe ich leider nur 2 19"-TN-Monitore. Da finde ich es aber auch ok. Das sind relativ hochwertige Teile, die wir auch mit unseren Systemen ausliefern (für TN-Panels ist der Blickwinkel da relativ gut). Filme oder Spiele gibt's da nicht, also kann ich gut damit leben.



  • hustbaer schrieb:

    Dass LED Monitore weniger schnell in der Helligkeit nachlassen glaub ich sofort. Nur ... findest du das Verblassen bei LCDs mit CCFL Backlight echt so schlimm?

    Ich denke, dass der Unterschied für das Auge weniger markant ist, wenn man ständig mit demselben Monitor arbeitet. Wenn du also drei Jahre lang mit deinem LCD arbeitest, dann wirst du ihn immernoch sehr gut finden. Ich habe hier und auch im Geschäft allerdings einen Haufen Monitore verschiedener Jahrgänge herumstehen, von einem alten 17" LG Flatron von 2004 bis zu einem neuen 2010er 24" HP mit Full HD usw.

    Und egal, wie toll ich die Monitore gefunden habe, jeder Monitor, der älter als ein Jahr ist, sieht neben dem Display von meinem Notebook von 2008 traurig trüb aus. Mein Notebook leuchtet immernoch wunderbar vor sich hin, und das obwohl ich darauf mit Sicherheit mehr Betriebsstunden habe.

    Zuerst habe ich gedacht, das es sch um Staub auf den anderen Screens handelt und wie ein Trottel begonnen, darauf herum zu kratzen. Aber dann habe ich gemerkt, dass die Displays in der Tat verblasst sind 🙄



  • Bist Du Dir sicher, dass nicht einfach die neueren Bildschirme von Haus aus heller sind, als es die alten je waren? Ich arbeite aktuell mit ein paar Bildschirmen, die auf maximaler Helligkeit mein gesamtes Arbeitszimmer beleuchten, das war mit meinen alten nie möglich.


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